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  • Lost Planet: Extreme Condition im Gamezone-Test

    Lost Planet sieht auch auf dem PC hervorragend aus, doch auch hier ist das Spielvergnügen nicht besonders lang ausgefallen.

    Das Timing des Release von Lost Planet auf der Xbox 360 war hierzulande gut abgestimmt. Zugegeben, auch die Temperaturen im Januar diesen Jahres waren nicht gerade arktisch, aber das kann man ja nicht beeinflussen, wenn man ein Spiel mit Tonnen von Schnee, Schneepiraten und Schneealiens herausgibt. Es ist jedoch keine gute Idee dies im Sommer zu tun, denn bei teilweise subtropischen Temperaturen wie jetzt konnte ich mich beim besten Willen nicht so richtig in das Setting versetzen. Schade, denn das Setting und das Schneetreiben sind das Beste beim "neuen" Shooter von Capcom.

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Vorher aber eine Frage? Wie viele Leute mit massivem Gedächtnisverlust sind euch schon begegnet? Genau, mir auch noch niemand. Aber sobald es um den Helden in RPGs, Shootern und vielen anderen Genres geht, ist auf das Gedächtnis des Protagonisten wohl kein Verlass mehr. So geht es auch Wayne, einem Bewohner des unwirtlichen Eisplaneten EDN3. Er weiß noch, dass ein Schneealien, die insgesamt übrigens Akriden genannt werden, seinen Vater tötete, dass dieses besondere Exemplar grüne Augen hat und ca. 10 Meter groß ist. Viel mehr kann er nicht zusammenbekommen, als er nach einer beinahe missglückten Flucht vor dem Alien halberfroren von Yuri, Luka und Rick eingesammelt, einer kleinen Gruppe eher philanthropischer Schneepiraten. Diese drei Final-Fantasy-Rejects zeigen deutlich, dass das Spiel aus Japan kommt und machen einem die Limitation und Unstrukturiertheit der Handlung schnell klar. Die drei wollen alle Akriden vom Planeten entfernen und Wayne darf die Arbeit machen. Es geht halt nichts über einen guten Plan... Dabei gibt es immer wieder ein paar Hinweise auf mysteriöse Vorgänge, das Grünaugenalien und andere Dinge, nur leider wird all dies dermaßen wirr und unzusammenhängend vorgetragen und noch dazu mit mehr losen als geknüpften Fäden beendet. Man hat ständig den Eindruck, dass da irgendwo eine richtig gute Geschichte versteckt sein könnte, nur irgendwann muss diese auch erzählt werden. So ist das Ganze leider nicht mehr als ein netter Versuch, der das Spiel an sich aber nicht ruiniert, schließlich geht es hier ums Shootern und nicht ums Welträtsellösen.

    Ich dampfe...vor Wut

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Bevor ich allerdings auf das eigentliche Spiel zu sprechen komme, muss ich darauf eingehen, welche persönlichen Freiheiten man als Käufer von Lost Planet aufzugeben bereit sein muss. Capcom entschied sich, leider, als Kopierschutz Steam zu nutzen. Steam, von Entwickler Valve, fiel bei Half-Life 2 das erste Mal auf und hat eine ganze Reihe unangenehmer Nebeneffekte. Zunächst einmal setzt es eine bestehende Internetverbindung voraus. Nicht nur das, sollte diese nicht bestehen, gibt es keine Chance auch nur die Installation des Spiels zu starten, sei es als Solo- oder Multiplayer. Auch sollte die eigene Firewall nicht so scharf geschaltet sein, wie es eigentlich empfohlen ist, denn schon beim Einlegen der DVD wird eine Verbindung zur Steam-Heimat aufgebaut. Sollte dies nicht klappen, geht gar nichts.

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Dies alles ist schon nicht schön, brutal wird es, sollte die Internetverbindung während des Solo-Spiels abreißen. Dann wirft euch das Spiel einfach aus der laufenden Runde, selbst wenn die Unterbrechung nur kurz ist. Viele, vielleicht die meisten von euch, haben eine Flatrate und sind permanent online, man könnte also sagen, dass das alles nicht so schlimm ist. Es ist aber auch nicht nötig und ich bin grundsätzlich gegen jede Art von derartigen Zwangsmaßnahmen. Unschön und im deutschen Verbraucherrecht so auch eigentlich nicht ganz vorgesehen ist der Nebeneffekt, dass ein einmal registriertes Spiel nur noch über den eigenen Account genutzt werden kann, ein Weiterverkauf ist nicht möglich, ohne die eigenen Accountdaten mitzugeben.

    Tödliche Kälte

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Nach dem kurzen Ausflug in die Grundrechte des Computernutzers und die Mängel von Steam nun aber zum eigentlichen Spiel und dort wird genau das gleiche geboten, was der Besitzer der Xbox 360-Version schon seit über sechs Monaten kennt. Das bedeutet Shootervergnügen aus der für PC-Spieler eher ungewohnten Ansicht über die Schulter des Helden in eisiger Landschaft mit viel Schneetreiben, Aliens und Eispiraten. Soviel zur Kurzfassung, das Ganze hat jedoch ein paar Eigenheiten. So ist es auf dem Planeten nicht nur kalt, sondern so kalt, dass menschliches Leben eigentlich nicht möglich wäre, zumindest ohne eine spezielle Wärmequelle. Diese wird ist in Form von thermischer Energie, die aussehen wie orange Pfützen, zwar ausreichend vorhanden, nur leider befindet sie sich als Energiequelle in den Körpern der Aliens, welche sich nicht freiwillig davon trennen. Es gibt keine Lebensenergie im eigentlichen Sinne, denn wenn Wayne verletzt wird, regeneriert er sich durch die Aufnahme der Energie eines erlegten Akriden. Diese Energie kann sogar als gewaltiger Vorrat gesammelt werden.

    Ödes Arsenal und spaßige Mechs

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Es reicht aber bekanntlich nicht nur in einem Shooter am Leben zu bleiben, es macht wenig Spaß, wenn man nur einstecken und nicht austeilen kann. Ausgeteilt wird aber bei Lost Planet und zwar reichhaltig. Wayne kann zwei Waffen gleichzeitig tragen, wenn er eine dritte findet, muss er sich entscheiden. Ein Standard-MG muss jeder Shooter haben, danach geht es über Shotguns und Scharfschützengewehre hoch bis zum Raketenwerfer, alles aus tausend anderen Spielen wohlbekannt und erprobt aber wenig innovativ. Interessanter ist da schon z.B. die Energiewaffe, die die eigene thermische Energie abzapft und als tödliches Geschoss auf den Gegner feuert. Da das eigene Ende sich aber mit jedem Schuss beschleunigt nähert, sollte diese durchschlagende Waffe nur im richtigen Moment benutzt werden.

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Dazu kommen noch Granaten, Minen und Mechs, oder zumindest etwas, was einem Mech so nahe kommt, dass ich mir nicht die Mühe machte, den von Capcom erdachten Ersatznamen zu merken. Die zweibeinigen Exoskelette stehen von Zeit zu Zeit in der Gegend rum und können vom Spieler bestiegen werden. Die Steuerung ändert sich kein Stück, es können sogar Waffen wie üblichen "zu Fuß"-Modus eingesammelt werden. Daher sehe ich hier nicht die von Capcom gelegentlich hervorgehobene neuartige Spielweise, aber das soll jetzt nicht heißen, dass es keinen Spaß machen würde in einem fünf Meter großen Stahlungetüm Strafe auszuteilen. Im Gegenteil, diese Momente gehören zu den Besten, die Lost Planet zu bieten hat, nur muss man etwas vorsichtiger sein als sonst, denn die Energie des Gefährts regeneriert sich nicht und wenn der Mech Wayne unter dem Hintern explodiert, gibt es einen drastischen Energieabzug.

    Zu viel Waffen und Energie

    Lost Planet: Extreme Condition Lost Planet: Extreme Condition Einen direkten Mangel gibt es weder an der wertvollen Energiesubstanz noch an den Waffen oder Mechs, denn die Anzahl der Aliens ist generell extrem hoch, zumindest solange es sich um die Standardviecher handelt. Aber selbst wenn ein großer Gegner den Weg durch den Schnee versperren sollte, wird er in der Regel von kleineren Artgenossen umschwärmt, die praktisch als Futter für den Spieler gedacht sind. Wandelnde Healthpacks also, wenn man es genau nimmt. Waffen liegen überall in der Gegend rum, selbst die dunkelste Höhle, die von Aliens bewohnt wird hat ein paar Gewehre zu bieten. Wir erfahren zwar nie, warum sie diese dort hingeschleppt haben, benutzen sie doch ausschließlich ihre Klauen und kinetische Energie. Aber einem geschenkten MG schaut man halt nicht in Lauf...

    Die Kombination aus zahllosen kleinen Feinden, reichhaltiger Munition und damit einem praktisch unerschöpflichen Energievorrat macht Lost Planet zu einem relativ einfachen Spiel. Nicht zu einfach aber trotzdem ist es relativ bequem möglich, die 12 Level lange Solo-Kampagne an einem gemütlichen Sonntag durchzuspielen. Es gibt zwar drei Schwierigkeitsgrade und den dritten habe ich noch nicht vollständig bewältigt, aber wer schon mal einen Shooter gespielt hat, sollte hier auf Mittel keine großen Probleme finden.

  • Lost Planet: Extreme Condition
    Lost Planet: Extreme Condition
    Release
    06.2007

    Aktuelles zu Lost Planet: Extreme Condition

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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991344
Lost Planet: Extreme Condition
Lost Planet: Extreme Condition im Gamezone-Test
Lost Planet sieht auch auf dem PC hervorragend aus, doch auch hier ist das Spielvergnügen nicht besonders lang ausgefallen.
http://www.gamezone.de/Lost-Planet-Extreme-Condition-Spiel-12685/Tests/Lost-Planet-Extreme-Condition-im-Gamezone-Test-991344/
02.07.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/07/Lost_Planet__Extreme_Condition-PCScreenshots7945capture0002-00001.jpg
tests