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  • Lost: Das Spiel im Gamezone-Test

    Ein recht kurzer Aufenthalt auf der Pazifikinsel, der sich ganz klar an die Fans der Serie wendet, weniger an Quereinsteiger.

    Via Domus oder: Der (recht kurze) Weg nach Hause (?)

    Lost ist mit Sicherheit ein TV-Format für sich, soviel steht fest. Die einen diskutieren stundenlang in Dutzenden von Foren über die unterschiedlichsten Theorien zur Serie, wohingegen andere Fernsehzuschauer voller Unverständnis darüber den Kopf schütteln. Entweder man mag die Serie oder kann gar nichts mit der Story der Gestrandeten des Fluges Oceanic 815 anfangen.

    Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Ubisoft schickt die Spieler nun ebenfalls auf das mysteriöse Eiland und lässt uns in die Rolle des bislang komplett unbekannten Charakters Elliot Maslow schlüpfen, welcher ebenfalls an Bord der Maschine war und nun versucht die Geheimnisse seiner eigenen, dunklen Vergangenheit zu lüften. Eins gleich vorweg; Ja, ich bin ein bekennender Fan der Serie und ja, es wird haufenweise Begegnungen mit den unterschiedlichsten Protagonisten an einigen verschiedenen Schauplätzen der Serie geben. Wer also mit Zahlen wie 4, 8, 15, 16, 23 und 42 oder Begriffen wie Perle, Schwan, Dharma oder "schwarzem Rauch" etwas anfangen kann, der sollte dringend weiterlesen. Allen anderen Interessierten kann nicht garantiert werden, das sie immer folgen können, da sich das Spiel in erster Linie an die treuen Zuschauer der Serie wendet, weswegen ein gewisses Insiderwissen praktisch Vorraussetzung ist. Wer noch nie etwas von Personen wie John Locke, Kate Austen, Jack Shephard oder Hugo "Hurley" Reyes gehört hat, könnte nämlich Schwierigkeiten bekommen, sich mit den Protagonisten anzufreunden, bzw. dem Handlungsstrang immer haarklein zu folgen.

    Der 49. Überlebende

    Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Unterhalten sich Eingeweihte über die Serie gilt es unter diesen teilweise als Todsünde, den Plot einer Folge zu erzählen oder in der Geschichte vorzugreifen. Deshalb gestaltet es sich auch bei diesem Review als sehr schwierig die Geschichte wiederzugeben, ohne zu "spoilern", wie es so schön heißt. Wie bereits erwähnt übernehmt ihr die Rolle von Elliot Maslow, welcher sich ebenfalls auf dem Katastrophenflug befand und beim Absturz sein Gedächtnis verloren hat. Fortan gilt es nun, Antworten auf die Fragen nach der eigenen Herkunft zu finden. Mag die "Amnesie-Story" zu Anfang vielleicht noch nicht sonderlich spannend klingen, so entfaltet sich das Ganze im Verlauf der sieben Episoden in gewohnter Lost Manier, bei der auf jede Antwort gleich wieder mehrere Fragen aufgeworfen werden. Beginnt die Geschichte nämlich mit der eher harmlosen Suche nach den eigenen Erinnerungen, stellt sich im weiteren Verlauf aber heraus, das Elliot nicht ganz so unschuldig ist, wie es zu Anfang vielleicht den Anschein haben mag. Allzu viel soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden, aber um die Lost Fans zu beruhigen sei gesagt, das man diverse Schauplätze der Insel besucht, Bekanntschaft mit dem schwarzen Rauch, sowie "den Anderen" macht und mit allerlei anderen Protagonisten in Kontakt tritt. In Bezug auf die Zeitlinie hingegen ist das Spiel während der 1. und 2. Staffel angesiedelt, da man im Verlauf des Abenteuers auch auf Michael Dawson trifft, welcher Ende der 2. Staffel die Möglichkeit bekommt von der Insel zu fliehen und sich diese Chance nicht entgehen lässt.

    Wer bin ich?

    Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Was in Bezug auf die Präsentation der Geschichte auf jeden Fall sehr gut gelöst wurde ist die Tatsache, das sich das Spiel wie eine Art Mini-Staffel mit sieben Episoden gestaltet. Jeder einzelne Abschnitt präsentiert sich wie eine Folge der TV-Serie, wobei jeder Level mit den bekannten "Bisher bei Lost"-Rückblicken eingeleitet wird. Sieben Folgen sind jedoch leider nicht gerade viel und obwohl die unterschiedlichen Abschnitte recht groß ausgefallen sind, sieht man den Abspann bereits nach rund 7 bis 8 Stunden über den Bildschirm flimmern. Teil einer jeden Folge sind natürlich auch die, für die Serie obligatorischen, Rückblenden, welche die Geschichte der jeweiligen Person erzählen, bevor sie auf der Insel strandete.

    Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Diese Déjà-vu-Erlebnis ereilen natürlich auch unseren Elliot und um die Erinnerungen an die Geschehnisse vor dem Absturz zu reaktivieren, durchläuft der Spieler diverse Flashbacks in denen sich recht schnell herausstellt, das Elliot Fotojournalist ist. So muss man in der jeweiligen Situation das richtige Foto zur richtigen Zeit schießen um seinem Gehirn auf die Sprünge zu helfen, damit man in der Geschichte weiter vorankommt. Wichtig hierbei ist, das auf dem geschossenen Foto die richtige Person oder gewisse Details im Hintergrund zu sehen sind, was sich teilweise recht knifflig gestaltet. Bevor man den Auslöser drückt muss allerdings der Fotoausschnitt stimmen, ebenso wie die eingestellte Schärfe. Wurde das richtige Foto geschossen, folgt eine Zwischensequenz und ein weiteres verloren geglaubtes Puzzleteil wird den grauen Zellen hinzugefügt. Doch nicht nur die Rückblenden animieren dazu, auf den Auslöser der Kamera zu drücken, sondern auch gewisse Situationen im Spiel. Schießt man bestimmte Fotoserien, welche z.B. das Spielzeugflugzeug von Kate, die Gitarre von Charlie und den Rollstuhl von Locke zeigen, wird man zusätzlich mit Gamerscore Punkten versorgt. Und diese werden reichlich vergeben und förmlich verschleudert. Spielt man Lost komplett durch kann es vorkommen, das man am Ende ganz leicht circa 800 Gamerscore Punkte mehr auf seinem Spielerkonto verbuchen kann.

    8, 15, 16, 23, 42

    Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Neben den Kamerasequenzen, die wirklich interessant und einfallsreich gestaltet wurden, herrscht ansonsten leider akute Rätselarmut auf der Insel. Denn neben den Fotosequenzen gibt es ganze zwei weitere Arten von Rätseln. Zum einen eher einfallslose Zahlen- bzw. Buchstabenreihen die vervollständigt werden müssen und zum anderen die Stromkreisrätsel des Spiels, die ein wenig an Sequenzen aus Spielen wie Silent Hill oder Resident Evil erinnern. Stößt man auf derartige Einlagen kann man aber beinahe sicher sein, das man meist diverse Relais in einen Stromkreis einsetzen muss, um diverse Anschlüsse mit exakt der richtigen Menge an Strom zu versorgen. Die Relais hierzu findet man an diversen Orten auf der Insel verstreut, doch stellt dies keine wirkliche Herausforderung dar und lästige Suchaktionen bleiben dem Spieler zum Glück erspart. Dennoch wäre ein wenig mehr Abwechslung durchaus wünschenswert gewesen.

    Lost: Das Spiel Lost: Das Spiel Wer nun zusätzlich auf eine ordentliche Portion Action hofft, der wird im Falle von Lost eher enttäuscht werden, da das Gameplay hierbei eindeutig auf die klassische 3rd Person Action-Adventure Spielmechanik setzt. Dieser Umstand sollte dem Spiel aber nicht zur Last gelegt werden, da auch die Serie nicht gerade berühmt für furiose Feuergefechte ist, sondern vielmehr auf Dialoge setzt, die uns das Spiel auch in Form von Multiple-Choice Dialogen bietet. Ganze vier mal feuert Elliot eine Waffe ab und muss in einigen wenigen "Rennsequenzen" vor diversen Gefahren davonlaufen. Die Sequenzen in denen es gilt Fußgas zu geben, gestalten sich dabei ähnlich wie sogenannte Quick-Time Events. Man rennt mit Hilfe des rechten Ministicks geradeaus und muss im richtigen Moment entweder die A-Taste drücken um unter Baumstümpfen hindurchzurutschen oder man betätigt die Y-Taste zum springen, damit man nicht von einem Ast unsanft von den Beinen geholt wird. Mit Dynamit in den Händen ist es allerdings weniger empfehlenswert die Beine in die Hand zu nehmen, da das Zeug denkbar unstabil ist und man deswegen langsamen Schrittes durch den Urwald schreiten sollte, damit man nicht in die Luft fliegt. Mit dem "schwarzen Rauch" auf den Fersen gestaltet es sich allerdings als äußerst gefährlich die explosive Ladung durch das Dickicht zu befördern, weswegen man immer wieder Schutz in den Banyan-Bäumen suchen muss und manchmal froh ist, wenn man diese gerade noch erreicht um der Gefahr zu entgehen.

  • Lost
    Lost
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    29.10.2009
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Lost
Lost: Das Spiel im Gamezone-Test
Ein recht kurzer Aufenthalt auf der Pazifikinsel, der sich ganz klar an die Fans der Serie wendet, weniger an Quereinsteiger.
http://www.gamezone.de/Lost-Spiel-12652/Tests/Lost-Das-Spiel-im-Gamezone-Test-991683/
04.03.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/02/Beach_02.jpg
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