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  • Lost in Blue: Überlebenskampf auf einer Trauminsel - Leser-Test von sinfortuna

    Lost in Blue: Überlebenskampf auf einer Trauminsel - Leser-Test von sinfortuna Völlig unabhängig vom persönlichen Geschmack lässt sich festhalten, dass Lost in Blue von Konami für den Nintendo DS einen Titel darstellt, der endlich einmal nicht zur üblichen Massenware zählt. In Zeiten, in denen allmählich in fast allen Genres eine Übersättigung droht, bin ich doch sehr dankbar, sollte ich ein Abenteuer vorfinden mit einem großen Schuss an Innovation. Dieser kann "Lost in Blue" nämlich keineswegs abgesprochen werden, ob man es als Rollenspiel oder als Actionadventure oder sogar als reines Adventure bezeichnen möchte, überlasse ich allerdings Euch, da die Grenzen zwischen diesen beiden Grenzen fließend sind. Dass es ausgerechnet ein Spiel für den DS ist, hatte ich allerdings nicht erwartet, was wieder einmal beweist, dass man nicht alles über einen Kamm scheren kann. Das etwas andere Spielerlebnis vor dem Hintergrund der überlebenswichtigen Nahrungsbeschaffung im freien - zunächst absolut unbekannten - Gelände kann ich zweifellos nicht nur den ganz jungen Videospielern empfehlen, einen mehr als flüchtigen Blick auf dieses Spiel, das gegen Ende des Jahres 2005 erschien, zu riskieren, ist daher wahrlich nicht verkehrt.

    Bezeichnet kann "Lost in Blue" als Survival-Trip, denn zu Beginn unseres Abenteuers finden wir uns als junger Student Keith auf einem einsamen Eiland wieder: wir sind offensichtlich gestrandet. Nachdem wir diesen Schock so halbwegs verdaut haben und wir uns beginnen, mächtig Sorgen zu machen, wird ein weiteres Opfer an den Strand gespült: erfreulich für uns, dass es sich um eine junges Mädchen handelt, welches uns den Alltag etwas abwechslungsreicher macht (ein Schelm, wer dabei Spezielles denkt). Das junge Fräulein hört auf den Namen Skye und hat - praktischerweise - noch nicht allzu viel von Emanzipation oder ähnlichem gehört. Nun ja, es mag auch sein, dass sie eine Heidenangst hat und froh ist, jemanden an ihrer Seite zu haben, der anpacken kann: so mag es sich (wahrscheinlich) erklären, dass sie sich brav den häuslichen Aufgaben widmet. Sie bastelt in der Folgezeit kleine Möbel aus dem örtlichen Gestrüpp zusammen, flechtet Körbe oder auch Seile aus den Lianen und kocht natürlich das, was wir "nach Hause" bringen. Womit wir dann aber auch gleich am spielentscheidenden Punkt angelangt sind: der Nahrungsbeschaffung. Das ist unsere Aufgabe, an die wir uns schon frühzeitig - mit anfänglichem Herzklopfen, versteht sich - machen müssen.

    So bedrohlich das Ganze am Anfang auch sein mag, so mehr stellt sich mit zunehmender Spieldauer heraus, dass einige Sachen unseren Alltag doch sehr angenehm gestalten können. Damit beziehe ich mich nicht alleine auf die wunderschöne Umgebung, sondern primär auf das, was wir bei unseren ersten Erkundungstouren ausfindig machen: Holz zum Bauen und zum Erzeugen von Feuer finden wir in Hülle und Fülle vor, dies mag angesichts der üppigen Vegetation noch wenig überraschen. In unmittelbarer Nähe des Strandes lassen sich (naturgemäß) Unmengen an Muscheln ausmachen, dies sich hervorragend als Nahrungsmittel als auch später für praktische Behältnisse eignen. Dass die umliegende Flora auch einige Arten an Gemüse bereitstellt, macht vieles zudem leichter und schließlich finden wir nicht selten Treibgut vor, dass unsere Küchenvorräte ebenso auffüllt oder ebn unser Inventar im allgemeinen vergrößert. Das A und O in "Lost in Blue" ist aber ganz eindeutig die Jagd. Gefährlich, aber von entscheidender Bedeutung ist es daher, unsere Jagdkünste mit zunehmender Spieldauer zu verfeinern. Denn es ist klar, dass ein mit Fleisch gefüllter Magen sich länger mit seinem Inhalt zufrieden gibt als nur mit Gemüse. Wir müssen stets vermeiden, starke Hungerattacken oder erheblichen Durst zu bekommen, Gleiches gilt im Übrigen für die Ruhephasen, so dass sich festhalten lässt: ausreichend Schlaf, Essen und Flüssigkeit müssen konstant gewährleistet sein, ansonsten ist unser netter Inseltrip schneller vorbei als es uns lieb ist, versteht sich. Wer unnötige Wege läuft und viel klettert, ohne Nahrung zu erhalten, wird schnell erkennen, wie dramatisch es um den Vorrat an Nahrungsmitteln urplötzlich aussieht. Jenen durchweg zu beachten ist "oberste Bürgerpflicht" bzw. hat bei auch nur vorübergehender Nichtbeachtung regelmäßig fatale Folgen. Denn nicht vergessen: Beute erjagen können wir, diese zubereiten aber nicht. Dies bedeutet, dass wir unsere Gefährtin "zu Hause" unbedingt erreichen müssen, ergo rechtzeitig den Weg zurück antreten müssen, ansonsten wir nicht selten kurz vor der "Ziellinie" verenden würden. Frustmomente gibt es hier zweifellos, dafür aber auch mächtig viel Spannung. Und wenn wir ehrlich sind, geht der Bildschirmtod regelmäßig auf unsere eigene Kappe, so dass wir die Schuld uns geben müssen, sich der Grad an Unfairness in Grenzen hält.

  • Lost in Blue
    Lost in Blue
    Developer
    Konami
    Release
    10.11.2005
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Lost in Blue
Lost in Blue: Überlebenskampf auf einer Trauminsel - Leser-Test von sinfortuna
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26.07.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/NZone1205_Lost_In_Blue_21.jpg
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