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Lumines 2 (PSP)

Release:
16.11.2006
Genre:
Sonstiges
Publisher:
Buena Vista
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Lumines 2 im Gamezone-Test

02.10.2006 13:00 Uhr
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Neu
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Müder Aufguss oder erneut ein audiovisuell faszinierendes Puzzleerlebnis? Erfahrt mehr in unserem Review.

Der preisgekrönte Schöpfer Tetsuya Mizuguchi, bekannt durch das äußerst außergewöhnliche "REZ", schuf mit "Lumines" ein faszinierendes Geschicklichkeitsspiel im Stile des Urvaters "Tetris", verpasste der Kreation aber seine ganz persönliche Note. Der Titel zeigte sich äußerst kunstvoll wie auch musikalisch, durchaus ungewöhnliche für ein Puzzlespiel. Die lange erwartete Fortsetzung findet nun seinen Weg in die Händlerregale, doch anstatt uns ein gewöhnliches Update vorzusetzen, serviert uns Publisher BVG einen nie da gewesenen Spielumfang. Lest im Folgenden, warum ein erneuter Ausflug in die künstlerischen Welten des Herrn Mizuguchi ein lohnenswertes Erlebnis bieten wird.

Spielprinzip der alten Schule

An den Grundregeln haben die Entwickler von Q Entertainment zum Glück nichts gedreht. Wie beim Urgestein "Tetris" fallen von oben verschiedene Blöcke herab. Grundsätzlich sind diese quadratisch und teilen sich nochmals in vier kleine Quadrate, welche jeweils zwei verschiedene Farben haben können. Der kreativen Vielfalt sind dadurch zwar Grenzen gesetzt, die sechs unterschiedlichen Varianten sorgen aber schnell für schwitzige Finger. Die Spielsteine müssen so gestapelt werden, dass sich gleichfarbige, große Quadrate bilden. Nach wie vor läuft eine passend auf die Musik abgestimmte Zeitlinie durch das Spielfeld und sorgt dafür, dass die erschaffenen Kombinationen mit einem Effektfeuerwerk vom Bildschirm gefegt werden. Damit wird der benötigte Platz für weitere auftauchende Blöcke geschaffen.

Wieder etwas Platz geschaffen Wieder etwas Platz geschaffen [Quelle: ] Das Konzept zeichnet sich vor allem durch ein sehr simpel zu erlernendes, aber dennoch mit der Zeit tiefgründiges Gameplay aus. Wenige Minuten reichen selbst einem blutigen Anfänger, das grundlegende Spielprinzip zu verinnerlichen. In der Praxis zeigt sich der Titel aber von einer äußerst komplexen Seite. Herab fallende Blöcke müssen schnell gedreht und sauber platziert werden. Unachtsam getürmte Spielsteine sorgen recht schnell für Kopfzerbrechen und können meist nur mit kleineren Tricks und Kniffen wieder beseitigt werden. Hinzu kommen oftmals erschwerend die recht ähnlich aussehenden Farben und eine mit der Zeit relativ hohe Spielgeschwindigkeit. Vorrauschauendes Puzzlen und vor allem gute Planungen im Vorfeld stellen den Schlüssel zum Erfolg dar. Wer sich nicht schon mit dem Vorgänger ausführlich beschäftigt hat, wird einige Spielstunden benötigen, um die letzten Feinheiten der Baukunst verinnerlichen zu können.

Audiovisuelle Spielwiese

Moderne Kunst als Puzzlespiel Moderne Kunst als Puzzlespiel [Quelle: ] Die Handschrift des Meisters Mizuguchi ist deutlich erkennbar und zeigt sich wieder einmal in der kunstvollen Farbgebung sowie den musikalischen Klängen der unterschiedlichen "Skins". Sofern keine gesonderten Einstellungen oder Modi verwendet werden, steht immer wieder ein entsprechender Wechsel bevor. Sowohl die Kolorierung der Spielsteine, als auch der kompletten Spieloberfläche wird stets an die neue Musik angepasst, was leider in diesem Moment auch mit einer kurzen Ladehemmung verbunden ist. Teils sehr gewagte und knallige Farben werden durch dezenten Mischungen ausgetauscht und wechseln zu einem modischen Artdesign - die optische Pracht dieses Puzzlespiels stellt einmal mehr ein Meisterwerk der modernen Kunst dar.

Hinzu kommt eine vordergründige Klangwirkung, die durch vielfältige Musikstücke und einmaligen Soundeffekten besticht. Beim Drehen, Bewegen, Aufsetzen und Auflösen der Spielsteine werden verschiedenen Geräusche erzeugt, welche sich der einzigartigen Hintergrundmusik anpassen und je nach eigener Spielweise den Song akustisch untermalen. Dadurch entsteht eine stets individuelle Klangkulisse, welche von Spiel zu Spiel variiert und viel Abwechslung birgt. Nicht jeder Skin arbeitet vorwiegend mit den Klangeffekten, manche chillige Varianten bewegen sich eher in einem dezenten Rahmen, während die Blöcke bei fetten Beats durchaus etwas "zu sagen" haben.

Inklusive den Musikvideos Inklusive den Musikvideos [Quelle: ] Wieder müssen die Skins durch fleißiges Stapeln der Steine erst erspielt werden. Jedes dabei neu erreichte Level birgt eine neue Farbgebung inklusive einem passenden Song, aber auch durch diverse Denksportaufgaben lässt sich die eine oder andere Spieloberfläche freischalten. Das stark aufgestockte Repertoire bietet nun satte 100 abwechslungsreiche Skins. Abermals reicht das Gebotene vom minimalistischen Retro-Look über diverse psychedelische Experimente bis hin zu popigen Videosequenzen nach MTV-Vorbild, wobei letzteres dieses Mal sehr ernst zu nehmen ist. Um "Lumines" etwas westlicher zu gestalten, wurden zusätzlich Künstler wie New Order, Gwen Stefani, Fatboy Slim, die Black Eyed Peas, The Chemical Brothers, Missy Elliot (und viele mehr) engagiert. Der Gedanke, dass der künstlerische Aspekt durch die Integration der Lizenzsongs und derer Musikvideos beeinträchtigt wird, ist durchaus nachvollziehbar. "Lumines 2" vereint aber beides mit Feingefühl und schafft eine nahezu perfekte Symbiose zwischen dem Artdesign des Schöpfers Tetsuya Mizuguchi und der MTV-Pop-Kultur.

Skins der Marke "Eigenbau"

Dezente Farbwahl und skurrile Formen Dezente Farbwahl und skurrile Formen [Quelle: ] Die Auswahl ist immer noch zu gering? Es fehlen die richtigen Kracher und Melodien? Das kann sich ganz schnell ändern, denn mittels eines Songeditors werden eigene Titel erstellt. Neben einer einfallsreichen Melodie über acht Sequenzen hinweg (welche sich im Spiel dann später wiederholt) können diverse Instrumente wie Schlagzeug, Becken oder ein einfaches Klatschen hinzugenommen werden. Das Ganze wird wohlklingend abgestimmt und mit etwas Geschick auch mit einem Hall hinterlegt und schon ist der nächste Smash-Hit am Start. Auch wenn die Möglichkeiten auf dem ersten Blick recht umfangreich erscheinen und begabte Musiker sich wahrlich austoben können, stößt man leider auch recht schnell an Grenzen. Die Tonleiter ist mit 13 Noten schmalspurig und lässt bekannte Ohrwürmer etwas schräg und blechern wirken. Das Motto heißt daher nicht kopieren bekannter Melodien, sondern der Kreativität freien Lauf lassen und selber komponieren.

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02.10.2006 13:00 Uhr
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Lumines 2
Lumines 2 im Gamezone-Test
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