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  • Mace Griffin Bounty Hunter im Gamezone-Test

    Ein gelungener Sci-Fi Shooter mit herrlicher Grafik und starken Gegnern aber auch so manchem Manko.

    Willkommen in der Gilde

    Die Story zu "Mace Griffin - Bounty Hunter" liest sich wie ein Standardwerk amerikanischer SciFi-Literatur. In Person unseres Superhelden, der zehn Jahre unschuldig im Gefängnis absitzen musste, treten wir der intergalaktischen Gilde bei um endlich das zu erhalten was uns zusteht. Von den guten Vorsätzen des besseren Menschen, der wir noch vor unserer Inhaftierung waren, ist nicht mehr viel übrig. Aus der Traum von der gerechten Gesellschaft, in der die Schwachen beschützt und die Starken im Zaum gehalten werden. Jetzt geht es nur noch darum den nächsten Job zu erledigen und den Sold zu kassieren, alles Andere hat keinen Wert mehr.

    Gespielt wird "Mace Griffin" in typischer Egoshooter Manier, wobei wir aber immer wieder an das Steuer eines Raumschiffes müssen, welches ebenfalls aus der 1st-Person Sicht gespielt wird. Besonders gelungen dabei ist der Übergang zwischen diesen beiden Phasen, der völlig ohne Schnitt erfolgt. Wir können also ein gelandetes Raumschiff einfach betreten und uns ans Steuer setzen, woraufhin wir die volle Kontrolle über das Gefährt haben. Selbst während des Fluges ist es möglich das Cockpit zu verlassen und im Schiff zu agieren.
    Meist jedoch bewegen wir uns an Board von diversen Raumstationen und dürfen den Gegnern gleich reihenweise den Garaus machen. Dazu stehen uns die verschiedensten Waffen und manches Hilfsgerät zur Verfügung. Besonders wichtig dabei die virtuelle Richtungsanzeige, eine Art Kompass der uns den Weg durch die teilweise schon sehr verschachtelten Stationen weisen soll. Das funktioniert auch ganz gut, wenn es nicht gerade mehrere Stockwerke gibt, was in dem Spiel keine Seltenheit ist. Dann nämlich weist einen das Gerät zwar meist in die richtige Richtung, kann aber nicht zwischen den Stockwerken unterscheiden. So passiert es des öfteren, dass man etwas orientierungslos durch die Gänge irrt, bis man endlich den nächsten Checkpoint gefunden hat. Dafür gibt sich das Speichersystem im Gegenzug sehr zuvorkommend und speichert automatisch nach härteren Kämpfen oder schwierigeren Levelabschnitten ab, so dass man nach dem virtuellen Tod kaum etwas von seinem Fortschritt verliert.

    Wenn es etwas gibt mit dem "Mace Griffin" so richtig auftrumpft, dann ist es die Grafik. Durch die Bank werden uns reich detaillierte und schön ausgeschmückte Level präsentiert in denen sich kaum etwas wiederholt und die Special-Effects gerne aber nicht übertrieben eingesetzt werden. Besonders das Maschinengewehr kurz vor der Überhitzung veranstaltet ein Spektakel wie man es gerne sieht. Doch auch die Charaktere selbst sind mit hochqualitativen Texturen versehen und bewegen sich recht glaubhaft durch die hochtechnisierten Umgebungen. Einzig der Stil der Außerirdischen wird nicht Jedermanns Sache sein, erinnern sie mitunter doch etwas an die Gestalten aus den billigen 70er Jahr SciFi's, wo die gegebene Form noch von den Eigenschaften des Blechs bestimmt wurde und eine Glühbirne auf dem Kopf reichte um aus einem Menschen ein Monster zu machen.
    Im Gegensatz zur Xbox-Version ist das Intro-Video qualitativ sehr gut gelungen und läuft ohne Ruckler über den Schirm. Selbstverständlich erlaubt es das Spiel in verschiedenen Auflösungen zu fahren, je nach Leistung der benutzten Hardware. Zusätzlich lassen sich diverse Ressourcenfresser deaktivieren, wie die in Echtzeit berechneten Schatten zum Beispiel.

    Leider kann die Soundkulisse mit der gelungenen Grafik nicht ganz mithalten. Derweil sind besonders die Waffengeräusche herrlich gelungen und besitzen die gewünschte Aggressivität, die deutsche Synchronisation hingegen und die Hintergrundmusik entspricht gerade mal gutem Durchschnitt. Auffällig hierbei, dass man sich manchmal in leeren Gängen bewegt und von einer Musik begleitet wird die viel zu schnell und heftig ist, während dann mitten im Kampf auf ganz sanfte Töne umgeschwenkt wird.

    Die Steuerung hält sich ziemlich an die bekannten Standards und ermöglicht einen schnellen Einstieg ins Game. Da es sich mit der Maus wesentlich besser zielen lässt als mit einem Gamepad, hat man der PC-Version das Auto-Aim vorenthalten, was das Game aber spielerisch kaum schwerer macht, da man sich nun mal mit der Maus wesentlich leichter tut ein Ziel aufzunehmen. In diesem Zusammenhang darf man die relativ hohe Intelligenz der computergesteuerten Gegner nicht unerwähnt lassen. Besonders die "besseren" Feinde haben so manchen Trick d'rauf aus der Schusslinie zu flüchten, so dass herrlich fordernde Kämpfe entstehen.

    Das Gameplay wartet mit vielen Höhen und Tiefen auf. Zu den gelungeneren Parts gehört das übergangslose Benutzen von Fluggeräten, die einfach betreten, benutzt und wieder verlassen werden können, ganz wie es uns beliebt. Weniger gelungen ist das Leveldesign selbst, welches einem immer wieder relativ orientierungslos in den verschachtelten Gängen umherirren lässt. Die Fehler im Scriptsystem der Xbox-Version sind uns am PC nicht begegnet, was daran liegen kann, dass wir die Level schon kannten und uns entsprechend verhalten haben, oder dass man der PC-Version tatsächlich noch etwas Feinschliff zukommen hat lassen.
    Zwar kein Fehler im Programm aber trotzdem recht unschön ist der Umstand, dass es Level gibt die eine bestimmte Anzahl an besiegbarer Gegner besitzen, bevor der nächste Abschnitt zugänglich wird. Man betritt z.B. einen Raum in dem sich zehn Gegner befinden. Haben wir diese niedergestreckt kommt immer ein einzelner Gegner nach, ohne uns eine Möglichkeit zu geben den Raum wieder zu verlassen, bis eine bestimmte Anzahl ausgeschalteter Feinde erreicht ist. Dann öffnet sich eine Schleuse und man kann fortfahren. Solch Verhalten hat eigentlich in einem modernen Game nichts mehr verloren.
    Im Gesamten allerdings leidet das Gameplay etwas an seiner Fantasielosigkeit. Adventure-Elemente sind kaum vorhanden und beschränken sich auf das Drücken bestimmter Schalter um irgendwelche Türen zu öffnen oder Aggregate zu aktivieren. Der Hauptaugenmerk aber liegt auf den Kampfhandlungen und dem gezielten Einsatz der spärlich vorhandenen Munition sowie den Flugsequenzen, die etwas an die vergangenen Tage eines "Wing Commander" erinnern.

    Mace Griffin Bounty Hunter (PC)

    Singleplayer
    7,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Nahtloser Übergang zwischen Lauf- und Flugsequenzen
    gelungene Grafik
    tolle Waffengeräusche
    zuvorkommendes Speichersystem
    gelungene Gegner-KI
    Nur durchschnittliche Synchronisation
    ebenso durchschnittlicher Soundtrack
    kein Multiplayer-Feature
  • Mace Griffin Bounty Hunter
    Mace Griffin Bounty Hunter
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Warthog Plc. (UK)
    Release
    26.09.2003

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989525
Mace Griffin Bounty Hunter
Mace Griffin Bounty Hunter im Gamezone-Test
Ein gelungener Sci-Fi Shooter mit herrlicher Grafik und starken Gegnern aber auch so manchem Manko.
http://www.gamezone.de/Mace-Griffin-Bounty-Hunter-Spiel-13002/Tests/Mace-Griffin-Bounty-Hunter-im-Gamezone-Test-989525/
28.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/10/snap0079_2_.jpg
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