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  • Mad Maestro!: Ein wirkliches "Fresh Game"! - Leser-Test von wwe_fan

    Mad Maestro!: Ein wirkliches "Fresh Game"! - Leser-Test von wwe_fan Über ihr "Fresh Games" Label hat Publisher Eidos ja erfreulicherweise einige japanische Spieleperlen auch nach Europa bzw. Deutschland gebracht. "Mad Maestro" ist eines dieser Spiele, denen man die japanische Herkunft auch mehr als deutlich anmerkt. Doch hat sich die Mühe, dieses Spiel auch nach Europa zu bringen, auch gelohnt, oder wartet hier nur irgendein komisches Musikspiel, das keinerlei Abnehmer außerhalb Japans finden wird?

    Das Prinzip, das "Mad Maestro" ist ebenso simpel wie genial. Ihr verkörpert den Dirigenten Takt (was für ein Name) und müsst im Spiel verschiedene klassische Musikstücke spielen lassen. Zur Story: Der örtliche Konzertsaal soll abgerissen werden, doch ihr habt natürlich etwas gegen diese Pläne. Eure Aufgabe ist es nun, so schnell wie möglich Leute für ein komplettes Orchester zu rekrutieren und am Ende durch ein tolles Konzert, die Konzerthalle vor dem Abriss zu bewahren. Auf eurer Reise steht euch die Fee Sinfonie (noch so ein toller Name) mit Rat und Tat zur Seite.

    Das Gameplay verhält sich klar nach dem Motto "Leicht zu erlernen, schwer zu meistern". In der Mitte des Bildschirms sind vier Kreise in einer Karo-Form angeordnet. Während der Stücke bewegt sich eine Taktkugel zwischen den Kreisen hin und her. Bei jeder Berührung mit einem der Kreise müsst ihr eine beliebige Taste im richtigen Rhythmus drücken. Als ob das nicht schon genug wäre, bietet das Spiel noch eine echte Innovation im Genre. Je nach Farbe der Kreise müsst ihr die Taste unterschiedlich stark drücken (stark, mittel und schwach). Endlich nutzt einmal ein Spiel die Analog-Buttons des Playstation-Controllers sinnvoll und konsequent aus. Was sich in der Theorie noch einigermaßen einfach anhört, gestaltet sich in der Praxis als ganz schön anspruchsvoll. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass man erst einmal ein Gefühl für den Druck der Knöpfe entwickeln muss. Zwar kann man in den Optionen die Druckstärke beliebig justieren, doch trotzdem werdet ihr am Anfang noch oft genug zu stark oder zu schwach drücken, vor allem, wenn die Stücke schneller werden und die Kreise ständig zwischen stark und schwach wechseln. Doch es lohnt sich zu üben, denn dann macht das Spiel einfach unglaublich Spaß und bietet dem Spieler einiges.

    Die Musik ist der Story des Spieles entsprechend nur aus dem Bereich der Klassik. Dafür sind aber über 34 Stücke im Spiel enthalten, darunter sehr bekannte Stücke wie Mozarts "Eine kleine Nachtmusik", der "Radezky Marsch" von Johann Strauss oder Szenen aus dem Schwanensee von Tschaikowsky. Wer nun überhaupt nichts mit Klassik anfangen kann, sollte logischerweise einen großen Bogen um das Spiel machen.

    Der Umfang des Spiels ist wirklich riesig geworden. 11 Level stehen anfangs im Storymodus zur Auswahl, jeder mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Nach Beendigung des Spiels könnt ihr in jedem Level noch einen Medley-Modus anwählen, in dem ihr ein Medley aus 2 verschiedenen Stücken spielen müsst. Bei entsprechenden Leistungen schaltet ihr dann Boni wie neue Musikstücke oder massig Minispiele frei. Diese sind unglaublich witzig gelungen. So müsst ihr in einem Minispiel beispielweise ein brennendes Haus löschen. Pro richtig dirigiertem Takt wandert ein Eimer Wasser in die Flammen, bei schlechten Leistungen brennt das Haus halt ab. Solch witzige Einfälle gibt es in dem Spiel zuhauf.
    Weitere Boni zum Herausspielen sind u. a. ein Musikraum, in dem ihr die Stücke einfach in aller Ruhe anhören könnt, oder die Option, im Konzert-Modus mehrere Stücke hintereinander zu spielen. Ihr seht, für genug Umfang ist wirklich gesorgt.

    Die Präsentation verdient mit das größte Lob. Zwischen den Levels sitzen mit der Zeit immer mehr Musiker in eurem Quartier beisammen und ihr lauscht witzigen Dialogen. Während der Stücke in verschiedenen Bereichen wie einem Park, einem Zirkus oder einer Modenschau laufen im Hintergrund stets urkomische Sequenzen ab, die es einem beizeiten wirklich sehr schwer machen, sich noch auf die Musik zu konzentrieren. Grafisch bietet das Spiel eine schmucke Comic-Grafik, die zwar keine neuen Maßstäbe setzt, aber sehr gut und stimmig ist.

    Fazit: Wer Fan von Musikspielen ist und mit klassischer Musik etwas anfangen kann, der kommt um "Mad Maestro" eigentlich nicht herum. Das Gameplay macht schlichtweg simpel und durch den riesigen Umfang ist wirklich für genug Langzeitmotivation gesorgt. Wer Klassik nicht leiden kann oder von einer extrem japanophilen Aufmachung abgeschreckt wird, sollte das Spiel lieber weitestgehend umgehen. Meiner Meinung nach ist das Spiel aber genial, und ich hoffe inständig, dass sich auch andere Publisher ein Beispiel nehmen und zukünftig mal das ein oder andere Japano-Spiel nach Europa bringen.

    Positive Aspekte:
    Frische Spielidee, großer Umfang, tolle Präsention

    Infos zur Spielzeit:
    wwe_fan hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Mad Maestro!

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: wwe_fan
    8.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.2/10
    Leserwertung:
     
    Bewerte dieses Spiel!
  • Mad Maestro!
    Mad Maestro!
    Publisher
    Sony
    Developer
    Fresh Games
    Release
    2002
    Leserwertung
     
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Mad Maestro!
Mad Maestro!: Ein wirkliches "Fresh Game"! - Leser-Test von wwe_fan
http://www.gamezone.de/Mad-Maestro-Spiel-13114/Lesertests/Mad-Maestro-Ein-wirkliches-Fresh-Game-Leser-Test-von-wwe-fan-999096/
03.12.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/04/tv000048_28_.jpg
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