Die Wirtschaftssimulation Mad TV ist weder sonderlich ernst noch sonderlich realistisch, was aber auch nicht heißt, daß sie ein Kinderspiel wäre. Mit diesem Artikel sendet man besser!
Der Vollständigkeit halber: Diese Lösungshilfen basieren auf der DOS-Version des Spiels.
Ihr könnt Euch aussuchen, welchen der drei Sender Ihr übernehmt, dies macht jedoch keinerlei spielerischen Unterschied außer der Position ihrer Räume im Gebäude. Fun TV scheint hier einen kleinen Vorteil zu haben, da es sich zwischen Film- und Werbeagentur befindet, und gerade die Werbespots muß man ja unter Umständen kurzfristig austauschen. Sun TV liegt noch näher an der Werbeagentur, dafür aber von allen anderen wichtigen Räumen am weitesten entfernt.
Das Spiel kann jederzeit mit der Leertaste pausiert werden – in der Anleitung hat man das irgendwie vergessen zu erwähnen. Wie schnell die Zeit läuft, kann hingegen nur an Euerm PC verändert werden, also bedenkt das, wenn Ihr sie auf die höchste Stufe stellt und dann in einen anderen Teil des Gebäudes geht.
Produziert Ihr selber eine Serie, könnt Ihr Euch vom Regisseur die Einkaufslisten für mehrere Folgen im Voraus geben lassen. Tatsächlich gedreht werden können sie zwar nur einzeln, doch während dies geschieht, könnt Ihr schon mal die jeweils nächste Folge vorbereiten, um keine Zeit zu verlieren. Denkt aber daran, daß Ihr studioübergreifend nicht mehr als fünf Zettel gleichzeitig besitzen könnt.
Zuschauer!
Sendungen bringen unterschiedlich gute Quoten, je nachdem, zu welcher Uhrzeit Ihr sie ausstrahlt:
• Love Storys ziehen zur Prime Time, also ab 20 Uhr, die meisten Zuschauer (bzw. um 21 Uhr bei Altersbegrenzung), am Vorabend die wenigsten.
• Actionfilme liefern um 21/22 Uhr die besten Quoten, am Vorabend nur geringe, um 20 Uhr aber bereits mindestens genauso gute wie um Mitternacht.
• Monumentalfilme unbedingt um 20 Uhr starten (außer natürlich den einen, der FSK 18 ist).
• Komödien starten ebenfalls idealerweise um 20 Uhr (wieder mit einer altersbegrenzten Ausnahme), um 18 Uhr ziehen sie die wenigsten Zuschauer.
• Krimis haben am Vorabend die besten Quoten (natürlich sollte es sich nicht um jugendgefährdende handeln), die wenigsten um 21 und 0 Uhr (dazwischen nochmal ein leichter Anstieg).
• Kultur wird am ehesten gegen 22 Uhr eingeschaltet (und am Vorabend am wenigsten), ist aber grundsätzlich die unbeliebteste Art von Programm.
• Shows sollten wohl möglichst nahe an 20 Uhr laufen.
• Science Fiction (in Filmform) läuft wieder zur Prime Time am besten und bringt am Vorabend nur geringe Quoten (selbst gegen Mitternacht sind sie noch deutlich besser).
• Sonstige Filme wie Love Storys möglichst zur Prime Time zeigen.
• Familienserien bringen um 18 Uhr Traumquoten, im Verlauf des Abends (insbesondere ab 21 Uhr) sinken sie nach und nach ins Bodenlose.
• Krimiserien und SF-Serien laufen ebenfalls um 18 Uhr am besten und um 19 Uhr am zweitbesten, im weiteren Verlauf des Abends schwanken die Quoten.
• Auch Sonstige Serien haben um 18 Uhr die meisten Zuschauer und dann im Laufe des Abends immer weniger, der Unterschied ist zwar nicht so extrem wie bei Familienserien, aber immer noch bedeutend.
• Westernserien gibt es fast gar keine, darum konnte ich sie nicht so ausführlich testen, aber auch sie scheinen am Vorabend am besten anzukommen.
Kümmert Euch um die Nachrichten, sofern Ihr Euer Geld nicht für etwas wirklich Wichtiges sparen müßt – sie bringen nämlich Bonuszuschauer für die folgende Sendung (das ist wohl der sagenumwobene Audience Flow), welche den Unterschied zwischen zwei unterschiedlich lukrativen Werbedeals ausmachen könnten.
Die Sendungen haben eine ganze Reihe von Eigenschaften, die die Einschaltquote bestimmen, normalerweise dürfte aber ein Blick auf den Wert genügen: Von zwei Sendungen derselben Kategorie, gleiche Sendezeit und gleiche Anzahl Nachrichtengucker vorausgesetzt, bringt grundsätzlich diejenige die höhere Quote, die teurer ist; Ausnahmen scheint es nur wenige zu geben. Der einzige interessante Balken ist somit die Aktualität. Serien scheinen ebenfalls der Aktualität zu unterliegen, obwohl die Anzeige leider fehlt; anders als in der Realität solltet Ihr auch keinesfalls zwei Folgen derselben Serie am selben Tag ausstrahlen.
Es lohnt sich also, erwirtschaftetes Geld in wertvollere Sendungen zu stecken – nur daß die tatsächliche Zuschauerzahl immer auch durch das Sendegebiet begrenzt ist. Und sie ist es, auf die die Werbepartner schauen, und wer mehr Zuschauer verlangt, zahlt typischerweise auch wiederum mehr. Also besorgt Euch vor allem auch neue Sender – wie unschwer zu erkennen ist, hängen deren Kosten direkt davon ab, wie viele Zuschauer sie erreichen, allerdings erhöht sich der Preis nicht fließend, sondern bei bestimmten Schwellenwerten. Versucht also, die terrestrischen Sender so zu plazieren, daß sie sich möglichst dicht unter einer solchen Grenze befinden, für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Denkt aber auch daran, daß die Sender täglich Geld kosten (nämlich ein Fünftel der Einrichtungsgebühr).
Um beim Image über die Konkurrenz zu triumphieren, braucht Ihr aber tatsächlich die bessere Quote …
