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Madagascar 2 (X360)

Release:
27.11.2008
Genre:
Action
Publisher:
k.A.
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Madagascar: Escape 2 Africa im Gamezone-Test

08.12.2008 12:40 Uhr
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Neu
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Hier wird man tierisch wild, aber eigentlich nur, weil wir es mit einer mageren Lizenzumsetzung zu tun bekommen!

Alex, Marty, Gloria und Melmen - die meisten werden das ungleiche Quartett des New Yorker Zoos sicherlich aus dem im Jahre 2005 stammenden Kinofilm "Madagascar" kennen. Seit 4. Dezember treiben die verwöhnten Großstadtbewohner erneut ihr Unwesen in den Lichtspielhäusern. Dabei verschlägt es Alex, Marty, Gloria und Melmen durch einen unglücklichen Zufall ins ferne Afrika. Wie nicht anders zu erwarten, buhlt in den Händlerregalen die passende Videospielumsetzung schon um das potenzielle Publikum. Während Lichtblicke wie das Abenteuer des molligen Pandas erfolgreich gegen das nach wie vor bestehende Lizenzklischee ankämpfen, verkommt "Madagascar 2" leider wieder zu einem völlig langweiligem und uninteressanten Einheitsbrei. Hier sollten wirklich nur noch Fans zugreifen!

Madagascar: Escape 2 Africa Madagascar: Escape 2 Africa [Quelle: Siehe Bildergalerie] Dabei könnte das Abenteuer so richtig unterhaltsam ausfallen. Denn zusammen mit den neu gewonnenen Freunden aus Madagascar verschlägt es das Heldenquartett nach Afrika, ihrer ursprünglichen Heimat. Ihr übernehmt die Rollen aller Charaktere wie dem Star-Löwen Alex, dem rasenden Zebra Marty, der graziösen Nilpferddame Gloria und der etwas dümmlichen Giraffe Melmen, aber auch die Pinguin-Soldaten oder die "I like to move it" Lemuren stehen am Start. Das tolle dabei: Jede Figur spielt sich tatsächlich ein wenig anders, wodurch das anfängliche Tutorial durchaus eine Daseinsberechtigung erhält. Denn prinzipiell sollte ein jeder wissen, wie man sich in einem einfachen Lizenz-Plattformabenteuer zurecht findet. So erfährt man aber, dass der verwöhnte Löwe tatsächlich durch Gebrüll einige Geier oder Echsen verjagen kann, während die Nilpferddame als einzige das Wasser betreten darf. Die Giraffe wiederum wirbelt durch die Luft und kann durch urkomische Einlagen somit ein wenig gleiten, während Marty mit seinen Hufen Gegenstände herumkickt und besonders schnell eine Passage passieren kann.

Madagascar: Escape 2 Africa Madagascar: Escape 2 Africa [Quelle: Siehe Bildergalerie] Gut bestückt mit unterschiedlichen Fähigkeiten durchstreift man das eher schmalspurige Terrain, um über einige Abgründe hinweg zu kommen, gefährliche Lebewesen zu verjagen und neue Bekanntschaften zu schließen. Denn wie nicht anders zu erwarten, treffen die Helden auf ihre Artverwandten in Afrika. Das Ganze könnte nun zu einem kurzweiligen aber dennoch unterhaltsamem Abenteuerspiel der ganz klassischen Art werden. Umsetzungen wie "Kung Fu Panda" zeigten uns ja schon, wie einfach und dennoch spaßig so etwas ausfallen kann. "Madagascar 2" enttäuscht aber auf ganzer Linie. Die wenigen zentralen Level bieten kaum Entfaltungspotenzial für Alex, Marty, Gloria und Melmen. Man durchstreift stark eingegrenzte Gebiete, sucht hier und dort nach ein paar Personen und sammelt fleißig Münzen für den Duty-Free Shop, in dem es zahlreiche Fotos und weitere Extras zu kaufen gibt. Anbei erledigt man periphere Missionen, die nicht gerade anspruchsvolle sind und vor allem auch kaum die Fähigkeiten der unterschiedlichen Charaktere erfordern. Von Teamarbeit, was sich in einer solchen Konstellation ja fast schon aufdrängt, träumt man allerhöchstens noch.


Minispielsammlung als Story

Anstatt nun also die Fähigkeiten für gute Action-Adventure Einlagen und Denksportaufgaben zu nutzen, knifflige Kletterpassagen zu bieten und gewohnte Jump'n'Run-Kost zu offerieren, dienen die wenigen Areale eigentlich nur dazu, um unendlich viele Minispiele in einen Gesamtkontext zu bringen. Dort werden dann entsprechende Fähigkeiten - zumindest hin und wieder - dann explizit abgefragt. Man bestreitet kurzweilige Wettrennen mit dem Rennzebra, irgendwelche Tastenspielereien und Geschicklichkeitstests, muss zumeist mit dem Löwen durch Hüpfeinlagen in abgegrenzten Arenen irgendwelche Aufgaben erfüllen wie Personen oder Gegenstände suchen, begnügt sich mit äußerst schlichten Abarten von Fußball, Völkerball und Kunstspringen, versucht auf den Spuren eines Solid Snake zu wandeln und bekommt zahlreiche weitere simple Minispiele vorgeworfen. Dabei machen die Entwickler nicht mal halt vor der "Reise nach Jerusalem"!

Madagascar: Escape 2 Africa Madagascar: Escape 2 Africa [Quelle: Siehe Bildergalerie] Zugegeben, einige der kleinen Minispiele haben durchaus Unterhaltungspotenzial, die meisten dienen aber nur als Lückenfüller und haben es eigentlich gar nicht verdient, als eigenständiges Minispiel genannt zu werden. Man haut kurzzeitig Nägeln mit einer Kopfnuss durch Melman in den Boden, hüpft auf Koffern herum, gießt Blumen und ähnliches. Aufgrund der extrem hohen Frequenz solcher Einlagen stellt sich nach nur wenigen Spielminuten schon eine gähnende Langeweile ein. Selbst die kleinsten Zocker unter uns werden wohl nicht wirklich mit Alex, Marty, Gloria und Melmen warm werden und wünschen sich alsbald mehr Konsistenz. Denn dass ist es, was in diesem Titel letztendlich auch fehlt. Es ist eine "solide" und völlig geradlinige, aber ohne Seele erstellte Lizenzportierung für unsere Videospielkonsolen, ohne in irgend einer Form den Charme des Kinofilms portieren zu können. Es kommt durchaus an einigen Stellen Humor auf, manche Charaktere werden auch ins Herz geschlossen, doch das Gefühl, dass man hier einfach eine Situation nach der anderen schlicht irgendwie zusammengeschustert hat und somit die Story des Films konsequent abarbeitet, wird man zu keiner Zeit los.

Zum wild werden

Der separat implementiere Mehrspielermodus zieht den Titel noch ein wenig aus dem Schlammassel. Insgesamt werden euch zehn unterschiedliche und kurzweilige Minispiele offeriert, welche bis zu vier Spieler erlauben und sogar die Möglichkeit eines Turniers bieten. Viele sind aus dem Storymodus schon bekannt, mit Minigolf oder Schach bekommt ihr aber auch völlig neue Varianten offeriert, welche übrigens auch deutlich mehr Spielinhalt parat haben und Spaß machen. Mit einigen Freunden macht ein Großteil der Minispiele durchaus einige mal Spaß, doch sollte man auch hier keine allzu lange Abende einplanen.

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08.12.2008 12:40 Uhr
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