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  • Madden NFL 07 im Gamezone-Test

    Gleiche Grafik, gleicher Sound aber die stark überarbeitete Steuerung sorgt tatsächlich für einen neuen Spieleindruck.

    Mit "Madden NFL 07" geht EA mittlerweile in die 17. Auflage der erfolgreichsten Football-Umsetzung für Konsole und PC. Doch während die letzten Jahre fast jede Hardware bedient wurde, sieht es heuer, zumindest hierzulande, ziemlich düster aus. Gerade mal die Playstation 2 aus dem sogenannten Current-Gen-Sektor wird neben dem PC aktuell bedient. Zwar folgen noch Umsetzungen für Xbox360, Wii und eventuell Sony's Prestigekonsole PS3, doch zum einen ist dies noch Zukunftsmusik und zum anderen wird damit wohl kaum Besitzern von Gamecube & Co. weitergeholfen. Damit wird auch klar, wo der Weg von EA und seiner Sportspielreihe hingeht. Doch dies birgt gleich weitere Fragen in sich. Wurde die PS2-Version dann überhaupt noch entscheidend weiterentwickelt? Handelt es sich bei der PC-Version nur um ein Nebenprodukt ohne Eigenständigkeit? Üblicherweise war vor Release von "Madden NFL 07" die PR-Abteilung von Electronic Arts groß im Geschäft, was nicht mehr bedeutete als das sich Ankündigungen an Ankündigungen reihten und dem geneigten Spieler wieder einiges versprochen wurde. Ob die Entwickler dies halten konnten, ob der Titel über den Status "Update" herauskommt und ob man wirklich Besitzer des Spiels werden sollte, wird im folgenden geklärt werden.

    Alles wie gehabt? Nicht beim Gameplay

    Madden NFL 07 Madden NFL 07 Konzentrierte sich die letztjährige Version vor allem auf die Verbesserung der wurforientierten Offensivaktionen - im genaueren auf das Handling von Quaterback und Wide Receiver -, so wurden im aktuellen "Madden NFL 07" andere Schwerpunkte gesetzt. Im Focus der Entwickler waren hierbei vor allem die "Offensive" bzw. "Defensive Line", sowie das Laufspiel. Im Speziellen heißt dies bei letzterem, es wird nun darauf geachtet, welchen Stil der jeweilige Running Back bevorzugt und welche Finten er besonders gerne benutzt. "Gehandlet" wird das Ganze über die beiden Joypad-Sticks (PS2), der sogenannten "Highlight-Stick-Controlle", was in der Praxis dann auch sehr gut funktioniert. Ziemlich schnell werdet ihr feststellen, dass es nun noch wichtiger ist, einen hochbewerteten RB in seiner Mannschaft zu haben, denn die Steuerung geht dann nicht nur sehr leicht von der Hand, nein er kann auf Dauer auch der "Game Winner" sein.
    Doch wer sich mit der Materie Football genauer beschäftigt, weiß dass ein erfolgreiches Laufspiel von mehr Kriterien abhängig ist, als nur von einem perfekt durchgeführten Jucke oder Cutback. Um einem Runnigback überhaupt die Gassen für die nötigen Yardgewinne zu öffnen, muss die sogenannte "Offensive Line" funktionieren. War dies bisher alleinige Aufgabe der CPU, nimmt das aktuelle "Madden NFL 07" nun euch in die Pflicht. Über die "Lead Blocker"-Steuerung habt ihr die Möglichkeit selbst auf die "schweren Jungs" der vorderen Linie zuzugreifen und so entscheidende Lücken in die gegnerischen Abwehr zu reißen. Anschließend könnt ihr wieder die Kontrolle über den Tailback übernehmen und so den Lauf möglichst erfolgreich beenden. Theoretisch, denn im Spiel selbst werdet ihr anfangs wohl kaum die Zeit finden - nicht zuletzt wegen der aggressiven Verteidigung - dieses Feature wirklich sinnvoll einzusetzen. Mit etwas Übung geht es zwar später leichter von der Hand, hektisch bleibt es aber auch dann und obwohl die KI durchgängig logisch reagiert bzw. alle nicht manuell gesteuerten Mannschaftsteile wirklich versuchen das Maximum aus der Situation herauszuholen, merkt man doch, dass man besser fährt, wenn man sich gerade gegen starke Mannschaften voll und ganz auf die Kontrolle der Schlüsselspieler (Quaterback, Running Back, Wide Receiver) konzentriert. Auch wenn sich der Titel dieses Jahr im Offensivbereich verstärkt auf das Laufspiel konzentriert, so heißt das nicht, dass das spektakulärere Pass-Spiel vernachlässigt wurde. Es gibt zwar kaum Änderungen zum Vorjahr, aber im Endeffekt bedeutet dies nur, dass wurforientierte Spielzüge immer noch sehr variabel gestaltet sind. Die Laufwege von Wide Receiver und Tight-End passen sich der jeweiligen Spielsituation an und die Vorgaben aus den virtuellen Playbooks sind genau das was sie namentlich sein sollten: eben nur Vorgaben. Im Gegensatz dazu fehlt dem Titel, wie schon seit Jahren, immer noch die nötige Vielfalt in der Verteidigung. Diese stiefmütterliche Behandlung hat sich leider auch im aktuellen "Madden NFL 07" nicht geändert. Und während im realen Football-Leben der Spruch "Die Verteidigung gewinnt ein Spiel" große Bedeutung hat, trifft er im virtuellen Bereich nur bedingt zu. Zwar wurden auch hier Änderungen an der Steuerung der "Defensive Line" gemacht, doch diese sind eher marginal und haben bei genauer Betrachtung nicht wirklich Einfluss auf des Spiel. Auch wenn letzteres einen kleinen Makel auf das Gameplay werfen mag, insgesamt gesehen war es noch nie so abwechslungs- bzw. variantenreich wie dieses Jahr. Nicht nur das eine Unzahl von Spielzügen möglich sind, nein nun kann man auch in der Offensive praktisch jeden einzelnen Spieler (auch wenn er nicht in Ballbesitz ist) steuern.

    Madden NFL 07 Madden NFL 07 Ein Wort noch zur allgemeinen Steuerung: Gerade bei der PS2-Version hat sich diese in sämtlichen Bereichen geändert. So wird nun zum Beispiel ein "Field Goal"-Versuch nicht mehr über Buttons, sondern rein über die Sticks gesteuert und die Auswahl des gewünschten Feldspielers erfolgt nun über das Steuerkreuz. Gerade "Madden NFL"- Veteranen werden im ersten Moment also sicher auch erst mal stutzen, sich aber dann doch recht schnell an die jetzt schlüssiger wirkenden Aktionsabläufe gewöhnen. Zwar mag es wohl schon usus sein, dass man Spiele auch am PC mit den entsprechenden Joypads spielt, trotzdem soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass genau dies auch Pflicht beim aktuellen Ableger der "Madden"-Reihe ist. Zwar ist ein Spielen per Tastatur durchaus möglich, doch wirklich zu empfehlen ist es nicht.

    NFL, NFL Europe und das Alles exklusiv

    Madden NFL 07 Madden NFL 07 Electronic Arts ist eigentlich bei allen seinen Sportspielumsetzungen dafür bekannt, besonders im Bereich Lizenzen "zu klotzen und nicht zu kleckern". Selbiges trifft auf "Madden NFL 07" zu. Bei dem Titel handelt es sich auch in diesem Jahr um die exklusive Videospielumsetzung der NFL und dessen europäischen Ableger NFL Europe, was ganz nebenbei den Effekt hat, dass es auch für 2007 keinen Konkurrenten auf dem Spiele-Markt geben wird und somit alle Fans des amerikanischen Volkssports, am Titel von EA nicht vorbeikommen werden.

    Am Umfang des aktuellen Teils der "Madden NFL"-Reihe hat sich in der vorliegenden Versionen für PS2 und PC nicht wirklich viel getan. So bestehen die Auswahlmöglichkeiten immer noch darin, sich mit "Play now" direkt auf den Platz zu begeben, in "Minigame" diverse Trainingssessions mit dazugehörigen Belohnungssystem nachzuspielen oder sich im Einzelspiel mit allen möglichen Auswahlmöglichkeiten - von Stadion bis hin zum Wetter - auszutoben. Neu hinzugekommen ist hingegen das sogenannte "NFL Network". Zweck dieses Modi ist, euch die Chance zu geben, sämtliche im Titel integrierten Playbook-Spielzüge nachzuspielen bzw. zu üben und sich ganz nebenbei die teilweise bissigen Kommentare von Sterling Sharpe, seines Zeichens Ex-Wide Receiver der Green Bay Packers, anzuhören.
    Wieder vertreten, wenn auch in veränderter Form, ist der so genannte "Superstar"-Modus. Immer noch hat man die Möglichkeit, die Eltern bzw. deren Gene auszusuchen, sich durch den richtigen Agenten vertreten zu lassen, seine öffentliche Arbeit durch Internetauftritte bzw. Filme zu forcieren und somit den kontinuierlichen Aufbau der Karriere bis hin zum Superstar voranzutreiben. Zwei entscheidende Erweiterungen fallen einem hierbei sofort ins Auge. Zum einen gibt es nun innerhalb dieses Modi die sogenannte "Pro Football Hall of Fame", welche mehr oder weniger dem Statistikwahn der Amerikaner Rechnung trägt und den einzelnen Spieler nach allen Kriterien auflistet bzw. bewertet, zum anderen ist man als Spieler jetzt nicht mehr nur "pro forma" auf eine Position festgelegt, nein auch auf dem Platz selbst ist man darauf fixiert. Gerade letzteres gibt der Spielvariante etwas mehr Eigenständigkeit und den letztjährige Vorwurf es würde sich nur um einen "verdoppelten" Franchise-Modus handeln, kann man bei "Madden NFL 07" kaum mehr halten. Ganz im Gegenteil, mittlerweile muss man durch die verstärkte Identifikation auf nur eine Person dem Ganzen einen ziemlich Spielspaß zugestehen.

    Madden NFL 07 Madden NFL 07 Apropos Franchise-Modus: Dieser bleibt auch heuer das Herzstück des Spieles, wobei sich aber die Änderungen zum bereits Bekannten doch sehr in Grenzen halten. Nicht zuletzt mag das daran liegen, dass diese Spielvariante sich bereits über die letzten Jahre sehr an ihre Grenzen bewegt hat und mehr einfach nicht mehr sinnvoll integriert werden kann, will man ihn nicht überladen. So sucht man Weltbewegendes vergebens und die Erweiterung beschränken sich sehr aufs Detail. Immer noch besteht die Aufgabe darin, sich möglichst lange als Manager innerhalb einer Franchise zu beweisen. Um dies zu schaffen, sollte ihr durch gezielte Spieler- (Trades oder Rookiedrafts) und Trainerverpflichtungen versuchen eure Mannschaft über die Zeit an die Spitze der NFL zu bringen. Ganz nebenbei könnt ihr wie bereits bekannt sein dürfte, noch euer Stadion ausbauen, die Gewinne maximieren und eventuell sogar einen Ortswechsel des gesamten Teams durchführen. Alles sollte mit Überlegung durchgeführt werden, denn wie gehabt ist euer Job bei weitem nicht unkündbar.

    Madden NFL 07 Madden NFL 07 Doch was ist nun wirklich neu? Da wäre zum einen - für die Hardcore-Gamer unter euch - die Möglichkeit College-Talente sehr intensiv zu beobachten und über das neue Scouting-System noch genauer zu bewerten. Auffälliger ist jedoch die Änderung bezüglich des neuen "Moral-Meter". Hier kann man nun sofort feststellen, welchen Einfluss ein Spieler auf das eigene Team hätte, würde er für die entsprechende Position verpflichtet. Besonders für die Managertypen unter euch hat dieses Feature durchaus Wert und Bedeutung, denn sollte man sich intensiv - was vom Spiel allerdings nicht verlangt wird - damit beschäftigen, können schon allein hierfür Stunden investiert werden. Ebenfalls erweitert wurde die Funktion der Minicamps in der sogenannten Pre-Saison. Waren diese bisher trainingstypisch vor allem für die Verbesserung der einzelnen Fähigkeiten der Spieler zuständig, so wurde nun auch der Bereich Verletzungen integriert. Dies bedeutet nichts anderes, als dass man nun durch bestimmte Aufgaben die Möglichkeit hat verletzte Spieler - was besonders bei den Leadern des Teams nicht ohne Bedeutung ist - schneller wieder fit zu bekommen und mit ihnen die Saison erfolgreicher zu gestalten. Insgesamt zeigt sich der "Franchise"-Modus in der gewohnten Stärke und PS2- bzw. PC-Besitzer können sich auch dieses Jahr wieder auf einen tiefgängigen Spielspaß, der sie über Monate beschäftigen wird, freuen. Einziges Manko: Immer noch bezieht sich der Franchise-Modi nur auf die NFL, so dass die Fans der mittlerweile besonders in Deutschland sehr beliebten NFL-Europe nur auf die stark abgespeckte Variante "Tournament" zurückgreifen können. Darin hat man aber zumindest die Möglichkeit auf alle Teams, auch die beiden Neuzugänge aus Köln und Hamburg, zuzugreifen und sich in harten Matches den fiktiven "Worldbowl" zu sichern.

    Aber auch die Strategen unter euch wurden mit der aktuellen Version nochmals bedacht. Gab es schon seit Jahren die Möglichkeit eigens kreierte offensive Spielzüge in das entsprechende Offence-Playbook zu stellen und vor allem auch mit seiner Mannschaft (z.b. innerhalb des Karrieremodi) zu verwenden, so wurde dieses Feature nun auch für den Bereich Defensive ausgebaut. D.h. ihr könnt nun endlich auch eurer eigenes Defence-Playbook erstellen, in dem ihr die effektivsten Verteidigungsvarianten auflistet und natürlich auch dann während der Spiele verwendet. Überhaupt ist der "Create A"-Bereich mittlerweile zu einem der größten innerhalb des Titels geworden. Neben den Spielzügen, kann man auch diese Jahr wieder seinen eigenen Spieler, sein eigenes Team und sogar seinen eigenen Fan erstellen.
    Keine Änderungen gibt es in der Online-Anbindung. PS2-Besitzer werden sofort erkennen, was dies für sie und ihre Konsole bedeutet. Wie schon in "Madden NFL 06" wurde auch dieses Jahr bei der PAL-Version für Sonys Current-Gen-Hardware auf den Online-Modi komplett verzichtet, während PC-User im Gegensatz dazu wieder damit angeben können. Dieser wurde dann sogar noch ein wenig erweitert und während man weiterhin ohne größere Verbindungsprobleme "Play Now"-Matches gegen eine bisher zumindest im deutschsprachigen Raum sehr übersichtliche Gegnerschaft spielen kann, wurden nun noch diverse Ranglisten, wie etwa das "Madden Gamer Level" eingeführt, um die einzelnen Spiele noch spannender zu machen und natürlich auch den nötigen Tiefgang zu schaffen.
    Abgerundet wird der Umfang durch den bereits bekannten PSP-Link-Modus (PS2-Version), welcher die Möglichkeit bietet Spielstände zwischen den beiden Sony Geräten - entsprechendes Spiel für PSP vorausgesetzt - auszutauschen, sowie den neu integrierten und nicht nur für Einsteiger interessanten "Madden Tutorials" (Features werden darin umfangreich erklärt).

  • Madden NFL 07
    Madden NFL 07
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    23.08.2006

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
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Madden NFL 07
Madden NFL 07 im Gamezone-Test
Gleiche Grafik, gleicher Sound aber die stark überarbeitete Steuerung sorgt tatsächlich für einen neuen Spieleindruck.
http://www.gamezone.de/Madden-NFL-07-Spiel-13079/Tests/Madden-NFL-07-im-Gamezone-Test-990888/
01.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/09/15248_05.jpg
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