Mafia 2 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Mafia nimmt uns mit auf eine Reise voller Höhen und Tiefen und erfüllt die in es gesetzten Erwartungen leider nicht ganz.

In Mafia II schlüpfen wir in die Rolle von Vito, Sohn eines sizilianischen Immigranten, der schon früh in seiner Kindheit die Erfahrung sammelte, dass man kriminell werden muss um der Armut entfliehen zu können. Schon in Jugendjahren drehte er deswegen mit seinem besten Freund Joe, der aus denselben Verhältnissen stammte, so manches krumme Ding um sich das kärgliche Taschengeld aufzubessern. Doch dann brach der Zweite Weltkrieg aus und Vito musste an die Front. Dort lernt er den Umgang mit Waffen und wie leicht es ist ein Menschenleben auszulöschen. Sein Freund Joe knüpft derweil die ersten Kontakte zur "Familie" und als Vito wegen einer Kriegsverletzung Heimaturlaub bekommt, nutzen sie diese um Vito ein Attest zu besorgen, welches ihn für kriegsuntauglich erklärt. So kann Vito Zuhause bleiben, erfährt aber von einem ganz anderen Problem. Sein inzwischen verstorbener Vater hat sich bei einem zwielichtigen Kredithai Geld geliehen und fordert dies nun zurück, was für Vito und Joe der beginn einer unheilvollen Karriere sein soll.

Mafia 2 Mafia 2 Vitos Geschichte, die wir von nun an erleben, beginnt kein bisschen glanzvoll. Ganz im Gegenteil schlagen er und sein Freund Vito sich mit allerlei Betrügereien und Diebstählen gerade so durch. Vito kann sich nicht einmal eine eigene Wohnung leisten, doch weil er seiner Mutter nicht auf der Tasche liegen will schläft er auf der Couch in Joes Küche. Dort begegnen uns auch die ersten wichtigen Gameplay-Elemente, nämlich das Bett, anhand dessen man den Spielstand sichern kann, sowie den Kühlschrank, an dem wir uns jederzeit kostenlos bedienen können. Das Essen, welches es in dem Spiel an vielen Stellen zu kaufen gibt, dient dazu Vitos Gesundheit wieder komplett zu restaurieren. Zwar heilt er sich quasi selbst, wenn er nicht weiter verletzt wird, doch schwere Verletzungen lassen seinen Lebensbalken schrumpfen, der mit Essen und Trinken wieder aufgebaut werden kann. Nahrung außerhalb der jeweiligen Wohnstätte kostet Geld, welches wir für erfolgreich ausgeführte Aufträge erhalten.

Grundlegendes Gameplay

Mafia 2 Mafia 2 Gern klingelt in Mafia II im Moment unseres Erwachens das Telefon. Mit dem annehmen des Gesprächs akzeptieren wir die jeweils nächste Mission, es gibt aber auch andere Auftraggeber. Obwohl Mafia II die klassischen Gameplay-Prinzipien eines Open World Spiels im GTA Style benutzt, erzählt es eine deutlich straffere Geschichte. Eine Mission reiht sich an die andere, insgesamt so um die 30 die in 14 Kapitel eingeteilt wurden, und ab von diesen gibt es keine Auftraggeber, bis auf eine Ausnahme: Mike Bruski, er ist immer auf der Suche nach geklauten Fahrzeugen und zahlt pünktlich. Was es natürlich trotzdem gibt sind verschiedene Geschäfte und Restaurants sowie Werkstätten und Tankstellen. Die Fahrzeuge verbrauchen tatsächlich Benzin und in den Werkstätten kann man die Fahrzeuge nicht nur aufrüsten und neue Reifen montieren, sondern auch Nummernschilder tauschen und neu lackieren um den Fahndungslevel zu senken.

Mafia 2 Mafia 2 Sehr interessant an der Steuerung der Fahrzeuge ist, dass man zwischen "Normal" und "Simulation" wählen kann. Besonders die Autos aus den 40ern fahren sich auf "Simulation" recht gewöhnungsbedürftig, dafür kann man bei dieser Einstellung viel eleganter um die Kurven driften oder Kavaliersstarts hinlegen. Wirklich praktisch ist der "Geschwindigkeitsbegrenzer", er lässt uns nur so schnell fahren wie in der jeweiligen Gegend erlaubt. In der Stadt also 40mp/h und auf den Highways 70mp/h. Geschwindigkeitsübertretungen sieht die örtliche Polizei nicht gern und die Festnahmen können schon mal zu einer Schießerei ausarten, zumindest aber teuer werden. Wir haben nämlich die Wahl, ob wir Polizisten bestechen oder versuchen uns frei zu schießen. Doch auch angefahrene Passanten, beschädigte oder geklaute Autos ahnden die Gesetzeshüter, bei Rot über die Ampel fahren aber können wir uns gern erlauben, auch wenn Joe wieder schimpfen wird.

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