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  • Malice im Gamezone-Test

    Manche Spiele gehen gar seltsame Wege bevor sie uns Zockern endlich in die Hände fallen. So auch der Titel Malice, der eigentlich zum Launch der Xbox erscheinen und so richtig zeigen sollte zu was diese Konsole in der Lage ist, nun aber mit über zwei Jahren Verspätung zuerst für die PS2 erschien und irgendwie überhaupt nicht mehr an das angekündigte Spitzenspiel erinnert, als viel mehr an ein absolut lineares Plattformgame mit den üblichen Elementen die sich aber im Schwierigkeitsgrad ganz bedeckt halten um auch bis zum Ende kinderkompatibel zu bleiben. Auch kann man sich an vielen Stellen des Eindrucks nicht erwehren, dass das gute Spiel noch nicht ganz fertig ist. Denn begrüßt werden wir beispielsweise mit einem Intro in bestem Deutsch, welches uns von der großen Maschine erzählt die auf der Suche nach ihren verlorenen Zahnrädern ist. Klar, dass wir in Figur von Malice die Dinger wieder besorgen müssen, die sich kreuz und quer in den präsentierten Arealen befinden. Dumm nur, dass nach dem Into nur noch in Englisch gesprochen wird, ab dann heißt es fleißig mitlesen wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist. Für ein Spiel mit einer so jungen Zielgruppe ist das kein besonders kluger Schachzug, denn erfahrenere Spieler bei denen man entsprechende Englischkenntnisse voraussetzen kann werden das Game kaum länger als fünf Minuten Spielen, einfach weil es kaum herausfordernd ist und zusätzlich auch nicht besonders gut aussieht. Was wirklich schade ist, denn der Charakter Malice ist für sich genommen durchaus gelungen. Ihre frechen Sprüche sorgen für gute Laune und ihr Auftreten ist wirklich eine Show. Leider geht der meiste Wortwitz in der schlechten Übersetzung verloren und was einem dann noch für das Auge geboten wird ist mitunter schon etwas frech, oder eben noch nicht fertiggestellt. Oft bewegt man sich an immer denselben Wandtexturen vorbei, die nur wegen ihrer schrillen Farben auffallen, um dann an den nächsten Levelboss zu gelangen die sich gegenseitig an Schlichtheit zu überbieten versuchen. Spätestens wenn man von einem ausgeflippten Huhn auf einer runden Scheibe hin und her gejagt wird, die keinerlei Details besitzt, ja nicht einmal einen erkennbaren Hintergrund, fragt man sich zurecht was die Leveldesigner in ihrer Arbeitszeit eigentlich gemacht haben. Einzig das exzessiv eingesetzte Bumpmapping unterscheidet die Xbox von der PS2-Version und verleiht ihr tatsächlich so etwas wie den Eindruck richtiger Oberflächen. Dafür kommt die Framerate leider gerne ins stocken, was sie auf der PS2 nicht macht.

    Da helfen auch die kiloweise einzusammelnden Dinger nichts, die einem im Laufe des Spiels Hauptsächlich die magischen Fähigkeiten erweitern. Doch auch die sind alles andere als neu oder unbekannt. Die Schwebe-Magie erinnert z.B. schon sehr an Kya's Flugeigenschaften, ja sogar die Bein- und Armstellung ist dieselbe, nur etwas langsamer bewegt sie sich zu Boden, was dem allgemein einfachem Schwierigkeitsgrad des Games entspricht. Daneben beherrscht sie noch die Power-Magie, was nichts anderes als eine Verdopplung ihrer Schlagkraft darstellt, sowie die Geschwindigkeitsmagie, die sie schneller macht. Auch der Schutzmagie in Form eines Schutzschildes, welches allerdings nur vor Projektilwaffen schützt, sind wir schon in ähnlichen Games begegnet.

    Hauptaufgabe in den einzelnen Spielabschnitten ist es immer die von "der Maschine" genannten Teile zu besorgen um als Belohnung des jeweiligen Abschnittes einen der begehrten Schlüssel zu bekommen. Diesen benutzt man dann wieder bei der Maschine, quasi dem Zentrallevel von Malice, bis man am Schluss alle Schlüssel beieinander hat und die Maschine wieder glücklich ist. Da es von diesem Zentrallevel aus immer nur einen einzigen Ausgang gibt, nämlich die jeweilige Verbindung zum aktuellen Level, ist es nicht möglich einen einmal verlassenen Level erneut aufzusuchen. Was man also beim ersten Durchgang nicht findet ist im späteren Verlauf des Spiels verloren. Allerdings spart das Game nicht mit Hinweisen was sich noch wo versteckt hält.

    Die präsentierte Grafik macht für sich alleine genommen leider keine besonders gute Figur. Im Großen und Ganzen wirkt das Gezeigte mehr als unmotiviert und an vielen Stellen schlicht noch nicht fertig. Viele Stellen hinterlassen den Eindruck, als wären sie nur skizziert und schnell mit einer Textur überzogen, gerade so als hätte man sie sich selber mit einem mitgelieferten Editor zusammengeschustert. In einem Satz gesagt, ist die kredenzte Grafik sehr enttäuschend, für einen Titel der sich angeblich so lange in der Entwicklung befand.

    Eine etwas bessere Figur macht da schon die Soundkulisse, die wegen der frechen Sprüche und der lustigen Konversation schon für etwas Kurzweil sorgen kann. Allerdings hat man, wie bereits erwähnt, nur den Beginn des Spieles ins deutsche Übersetzt, nach dem Intro wird nur noch englisch gesprochen und es gibt deutsche Untertitel zu lesen.
    Die Musikuntermalung gibt sich alle Mühe für Abwechslung zu sorgen und bietet uns viele klassische Töne in angenehmen Gewandt.

    Die Steuerung geht einem recht leicht von der Hand und orientiert sich im Großen an den bekannten Standards, lediglich die Auslösung der diversen Zauber, ganze acht Stück gibt es davon im Spiel, ist etwas umständlich gelöst worden, indem man das Steuerkreuz, die Schultertasten und die Aktionstasten mehrfach belegt hat.

    Malice (XB)

    Singleplayer
    5,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Die frechen Sprüche von Malice
    Sehr einfaches Erscheinungsbild
    kaum Fordernd
    da nicht komplett ins Deutsche übersetzt auch nicht für jüngere Spieler geeignet
    wirkt schlicht nicht fertiggestellt
  • Malice
    Malice
    Publisher
    Koch Media
    Developer
    Argonaut Games Plc. (UK)
    Release
    06.08.2004

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989969
Malice
Malice im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Malice-Spiel-13363/Tests/Malice-im-Gamezone-Test-989969/
10.08.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/TV2004081017562000.jpg
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