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  • Mario Party 6: Sonne, Mond und natürlich Power-Sterne - Leser-Test von Corlagon

    Wenn eine Serie im Jahrestakt fortgesetzt wird, braucht man sich nicht zu wundern, wenn einem Mangel an Innovationen vorgeworfen wird. Mario Party 6, 2004 von Nintendo und Hudson für den Game Cube entwickelt, wurde kurzerhand mit einem Mikrophon ausgeliefert. Laßt Euch aber nicht täuschen, es handelt sich lediglich um ein Gimmick.

    Die Moderatoren sind diesmal die Personifikationen Sonnja und Raimond. Nur daß sich die beiden streiten, wer von ihnen beeindruckender ist. Da muß Mario natürlich eingreifen. (Äh, hatten wir das nicht schon mal bei Kirby?) Im Zweifelsfall helfen Power-Sterne, und wie kommt man am besten an die Dinger ran? Genau, indem man Mario Party spielt. (Dreimal dürft Ihr raten, von wem die Sterne diesmal meistens ausgegeben werden ...) In erster Linie scheint die Story ohnehin nur dazu zu dienen, ein weiteres Gimmick zu rechtfertigen. Ein Storymodus ist nicht mehr vorhanden, so daß man fast gar nichts von dem Streit merkt.

    Wie gewohnt enthält Mario Party 6 verschiedene Spielmodi, von denen sich die meisten mehr oder weniger stark um Minispiele drehen. Meistens nehmen vier Spieler teil, die sowohl von Menschen als auch vom Computer (mit drei Schwierigkeitsgraden) übernommen werden können. Ähnlich wie im Vorgänger stehen zehn Spielfiguren zur Auswahl, beispielsweise Mario, Luigi, Peach, Wario und ein generischer Buu Huu. Mit Toadette kann noch eine neue, elfte Figur freigeschaltet werden.

    Auch diesmal gibt es wieder über 70 Minispiele. Wie immer unterteilen sie sich in verschiedene Kategorien; die größte besteht aus allgemeinen Vier-Spieler-Spielen. Beispiel "Blooper Scooper": Ein riesiger Blubber hat die Spieler in einem Strudel gefangen; wer sich am längsten hält, gewinnt. In anderen Spielen gilt es etwa, als erster diejenige von drei Karten zu benennen, die anders aussieht als die anderen, oder als erster einem Plattform-Parcours zu bewältigen. In einer anderen Kategorie treten zwei Zweierteams gegeneinander an, beispielsweise müßt Ihr dort durch Stampfen eine Pixelgraphik nachbilden, bevor die Gegner dies schaffen. Wieder andere Spiele stellen einen Spieler allein gegen die drei anderen, z. B. muß er innerhalb eines Zeitlimits alle drei mit Laserstrahlen treffen. In der Regel werden (wenn die Minispiele innerhalb eines Brettspiels stattfinden) alle Mitglieder des siegreichen Teams mit jeweils zehn Münzen belohnt, in einigen Spielen werden jedoch direkt Münzen eingesammelt, während sogenannte Kampfspiele im Partymodus mit einem Jackpot arbeiten. Schließlich existiert noch eine Reihe Duellspiele (darunter etwa "Boonanza", in dem innerhalb des Zeitlimits möglichst viele Buus in den eigenen Korral gescheucht werden müssen) sowie einige wenige Donkey-Kong- und Bowser- sowie Mikrophonspiele, auf letztere gehe ich weiter unten noch ein. Praktischerweise lassen sich Minispiele vor dem Start erst noch unverbindlich üben.

    Ein zentrales Feature von MP6 ist die Sternenbank, in der Ihr mit den Power-Sternen, die Ihr Euch erspielt, einkaufen könnt. Die verschiedenen Angebote schwanken stark in ihrem Nutzen; zu den bedeutenderen gehören die bereits erwähnte Toadette als elfte Spielfigur, "brutale" Computergegner, ein zusätzliches Spielbrett für den Party-Modus, spezielle Minispiele und irgendwann auch mal ein Abspann. Genügend Sterne für alles zu sammeln kann sehr lange dauern.

    Der Hauptmodus ist wie immer das Vier-Spieler-Brettspiel ("Party-Modus"). Eine Partie dauert 10-50 Runden, und es stehen wieder nur fünf verschiedene Bretter zur Auswahl (plus ein erst in der Sternenbank zu kaufendes sechstes). Die Spieler würfeln abwechselnd und rücken die entsprechende Anzahl Felder auf dem gewählten Brett vor. Ziel ist es, möglichst viele Power-Sterne zu erringen, die in der Regel irgendwo gekauft werden können. Am Ende jeder Runde wird in einem zufälligen Minispiel um Geld gestritten; die Art (in Bezug auf die Teams) wird von der Farbe der Felder bestimmt, auf denen die Spieler jeweils ihren Zug beendet haben (die erwähnten Kampf-/Jackpot- sowie Mikro-Spiele erscheinen zufällig, außer der Reihe können noch andere ausgelöst werden). Natürlich existieren brettspezifische Ereignisfelder mit unterschiedlichen Auswirkungen, außerdem seltene Donkey-Kong- und Bowser-Felder, auf denen einem oder allen Spielern Gutes oder Schlechtes widerfahren kann.
    Das in MP5 eingeführte Kapselsystem ist noch einmal ordentlich überarbeitet worden, so daß es jetzt tatsächlich funktioniert. Beim Passieren bestimmter Felder erhaltet Ihr zufällige Kapseln, zudem gibt es Läden, in denen Ihr zwischen mehreren kostenpflichtigen wählen könnt; einsetzen könnt Ihr sie dann zu Beginn eines Zuges. Die ca. 20 verschiedenen Kapseln unterteilen sich in mehrere Kategorien: Die der ersten bringen Euch einen sofortigen Vorteil, so könnt Ihr mit den traditionellen Super- und Goldpilzkapseln mehrmals würfeln. Mit der zweiten Sorte nehmt Ihr ein nahegelegenes Feld in Besitz, um alle Gegner, die fortan darauf landen, zu beeinträchtigen (meist müssen sie etwas an Euch abgeben). In der dritten Kategorie haben wir Fallen, die ebenfalls in der Nähe plaziert werden und dann den ersten gegnerischen Passanten treffen, z. B. einen Wummp, der sie plättet, so daß sie ihren Zug abbrechen müssen.
    Wie immer spielt Glück eine größere Rolle, auch wenn gute Minispieler definitiv im Vorteil sind. Praktischerweise existieren eine Handicap-Funktion, so daß einzelne Spieler bereits mit kostenlosen Sternen starten können, und die Möglichkeit, die komplette Partie in Zweierteams zu bestreiten, die dann über einen gemeinsamen Besitz verfügen (2-gegen-2-Minispiele finden dann immer zwischen den bestehenden Teams statt und 1-gegen-3-Spiele überhaupt nicht, alles andere hätte keinen Sinn). Die verschiedenen Spielbretter besitzen nicht nur unterschiedliche Motive, Abzweigungen, Kapseln und Ereignisse, auch die Methode, wie genau man die Sterne erlangt unterscheidet sich: Die klassische Variante besteht darin, daß die Position nach jedem Kauf zufällig wechselt, anderswo gibt es weitaus mehr Kaufgelegenheiten, aber ähnlich oft begegnet man Bowser, der einem die Sterne wieder wegnimmt; das stellt zwar willkommene Abwechslung dar, ist aber im Hinblick auf die Sternenbank ärgerlich. Das große Gimmick ist diesmal ein Tag-und-Nacht-Wechsel, durch den sich regelmäßig einige Dinge verändern (nicht daß es das nicht schon auf einem Brett in Teil 2 gegeben hätte). Gespeichert wird automatisch nach jeder Runde.

    Einen Story-Modus gibt es nicht mehr, an seine Stelle ist ein neuer Solo-Modus getreten, in dem schneller Sterne gesammelt werden können als im Party-Modus. Auf einem von drei ziemlich kleinen Spielbrettern würfelt und zieht man den linearen Weg entlang und bestreitet Minispiele. Man kann jederzeit aufhören, um seine Beute in Sicherheit zu bringen; schafft man es, das letzte Feld genau zu treffen, wird eines von drei speziellen Minispielen freigeschaltet, doch wenn man darüber hinauszieht, verliert man, und alles war vergebens.

    Zum Mikrophon: Dieses wird über eine Speicherkartenbuchse angeschlossen, mehr als eines ist nicht vorgesehen, so daß gerade bei mehreren Spielern auch weiterhin die Joypads benötigt werden. Überhaupt läßt sich auch das Mikrophon selbst durch ein Pad ersetzen, mit dem Ihr einfach eine Liste der Befehle aufruft - das hat sogar noch den Vorteil, daß Ihr alle vorgesehenen Kommandos vor Euch habt und es auch keine potentiellen Probleme mit der Spracherkennung gibt (ihr tatsächliches Ausmaß ist umstritten); andererseits dürfte es mehr Zeit in Anspruch nehmen, und diverse Easter Eggs entfallen.
    Hinter dem Mikro-Modus verbergen sich gleich drei eigenständige Modi. Der erste davon ist eine Quizshow für zwei bis vier menschliche Spieler - Computergegner sind hier leider nicht möglich. Jeder Spieler kommt fünfmal an die Reihe, darf dann zwischen mehreren Kategorien wählen (z. B. Bilder- oder Gedächtnis-Quiz) und kann mit einer richtigen Antwort Punkte kassieren, die vom Schwierigkeitsgrad und der benötigten Zeit abhängig sind. Bei einer falschen Antwort darf noch ein anderer Spieler ran, außerdem wird die Sache durch Zufallsereignisse aufgepeppt. Der Sternensprint hingegen ist ein Einspielermodus, in dem Ihr Eure Figur per Mikro einen Hindernisparcours bewältigen laßt (es gibt zwei, ein dritter muß erst gekauft werden), um abhängig von der benötigten Zeit mit Sternen belohnt zu werden. Schließlich existieren noch fünf Mikro-Minispiele, die wie 1-vs.-3-Spiele funktionieren und auch im Party- und Solomodus an ihrer Stelle erscheinen können, nur daß der Einzelspieler ein Mensch sein muß.

    Auch der Minispiel-Modus darf nicht fehlen, in dem allerdings nur solche Minispiele verfügbar sind, die schon einmal zufällig in einem Brettspiel erschienen sind (abgesehen von den speziellen, die freigespielt oder gekauft werden). Auch diesmal gibt es sechs Submodi: Minispiel-Tour (alle Spiele können einzeln angewählt werden), Ehrenbrücke (zufällige Spiele derselben Kategorie), Wipfel-Bingo (wer ein Spiel gewinnt, darf eine Zahl wählen), Duellhügel (K.-O.-System, leider immer noch auf vier Teilnehmer beschränkt), Zehnkampf-Areal (hier zählen die absoluten Leistungen und nicht bloß die Siege) und Ausdauer-Allee (muß erst gekauft werden; als Solo-Spieler versucht Ihr so viele zufällige Spiele wie möglich in Folge zu gewinnen).

    Falls noch jemand an Auffälligkeiten in den Texten interessiert ist: Bei Mario Party 5 hatten die englischen Fassungen Toadies mit Magikoopas verwechselt und die deutsche Übersetzung das übernommen. In Teil 6 ist der Fehler in den englischen Versionen korrigiert, aber die deutsche hat ihn beibehalten. Peinlich. Toadette hingegen darf diesmal auch im deutschen Sprachraum wieder Toadette heißen.

    Nach den relativ mißlungenen Mario Party 4 und 5 geht es mit Teil 6 der Serie endlich wieder nach oben. An die Qualität von 2 und 3 kommt er nach meinem subjektiven Empfinden zwar nicht heran, größere konkrete Probleme gibt es aber nicht, außer vielleicht daß es ziemlich lange dauern kann, genügend Power-Sterne zu sammeln, um alles freizukaufen. Das Mikrophon ist eigentlich auch nur ein Gimmick, wer in erster Linie wegen ihm zugreift, wird wohl enttäuscht werden.

    Negative Aspekte:
    Sternesammeln (um alles zu kaufen) kann ziemlich lange dauern

    Positive Aspekte:
    macht Spaß, vor allem mit mehreren Leuten; Party-Spielbretter etwas abwechslungsreicher als sonst

    Infos zur Spielzeit:
    Corlagon hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Mario Party 6

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    8.3
    Multiplayer
    8.3
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Mario Party 6
    Mario Party 6
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Hudson Soft
    Release
    15.03.2005
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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http://www.gamezone.de/Mario-Party-6-Classic-13719/Lesertests/Mario-Party-6-Sonne-Mond-und-natuerlich-Power-Sterne-Leser-Test-von-Corlagon-1010613/
08.02.2011
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