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  • Mario & Sonic at the Olympic Winter Games (NDS) im Lesertest: Wir retten Olympia

    Anders als im Vorgänger, und auf Wii, gibt es hier einen Storymodus. Quelle: nintendo.co.uk

    Bei Olympia 2010 auf dem DS machen Mario und Sonic eine wesentlich bessere Figur als 2008 bei den Sommerspielen.

    2007/08 ließ Sega sein Maskottchen Sonic the Hedgehog erstmals gegen Nintendos Mario bei den Olympischen Spielen antreten. Die beiden Fassungen des Crossover-Titels für Wii und Nintendo DS, mit mittelgroßen Unterschieden, verkauften sich klasse, kamen bei der Kritik aber nur mäßig an. Schauen wir uns also an, wieviel die Designer Ende 2009 für Mario & Sonic at the Olympic Winter Games (natürlich grob basierend auf den Winterspielen 2010 in Vancouver) dazugelernt hatten. Im Folgenden beschäftige ich mich mit der DS-Fassung, die einen exklusiven größeren Spielmodus bietet, aber dennoch diesmal zur selben Zeit wie die für Wii erschien.

    15 relativ realistische Disziplinen sind vorhanden, die - wenn ich als Laie mich nicht irre - genau denen entsprechen, die auch real in Vancouver stattfanden, außer daß sich das Trickskifahren auf Moguls beschränkt; einige wenige sind übrigens miteinander verwandt (z. B. Nordische Kombination, bestehend aus Skispringen und -langlauf). Hinzu kommen noch 12 sogenannte Traumdisziplinen, die von Grund auf cartoonig angelegt sind, wie man das aus anderen Mario-Sportspielen kennt; dementsprechend kann man Mario & Sonic eher als eine Minispiel­sammlung mit Olympia-Motiv als als ein Sportspiel im engeren Sinne betrachten. Die Anzahl der Spielmodi ist etwas größer als im Vorgänger.

    Zwanzig Spielfiguren stehen zur Auswahl, jeweils zehn aus beiden Franchisen. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften, beispiels­weise fungieren Mario und Bowser Jr. als Allrounder, Daisy und natürlich Sonic haben in Sachen Tempo die Nase vorn und Dr. Eggman und Silver the Hedgehog in Sachen Geschick, während Wario und Donkey Kong eher durch ihre Kraft auffallen.

    Diesmal sind alle grob realistischen Disziplinen von Anfang an verfügbar, nur die meisten Traumdisziplinen müssen erst freigespielt werden. Wir benutzen mal die Knöpfe und mal den Touchpen, nur in wenigen Fällen pusten wir ins Mikrophon. Wer sich beim Vorgänger daran störte, ständig über den Touchscreen schrubben zu müssen und ihn womöglich zu zerkratzen, den kann ich beruhigen, hier ist dies nur noch in wenigen Fällen nötig. In den meisten Modi haben wir drei Computer­gegner, und es hängt von der Sportart ab, ob wir simultan oder abwechselnd antreten, oder auch in Duellen mit Halbfinals und so (in einigen wenigen Sportarten treten mehrere Duos an). Ein paar Beispiele: Beim Riesenslalom halten wir einfach den Touchpen auf die linke oder rechte Seite und treffen am besten die Innenpfosten der Tore. Beim Riesenslalom halten wir einfach den Touchpen auf die linke oder rechte Seite und treffen am besten die Innenpfosten der Tore. Quelle: nintendo.co.uk
    • Riesenslalom: Es wird einzeln auf Zeit gefahren. Haltet den Touchpen auf die Seite, in die Ihr lenken wollt. Für jedes verpaßte Tor gibt es eine Zeitstrafe; streift Ihr die Innenseite eines Tores, gibt es einen Schub.
    • 500-m-Short-Track: Auf den Geraden drückt Ihr abwechselnd L und R, in den Kurven haltet Ihr L und drückt R. Achtet darauf, Euch nicht zu über­anstrengen oder mit den Gegnern zu kollidieren.
    • Eiskunstlauf: Haltet und zieht den Touchpen wie angezeigt, um viele Punkte zu bekommen. Es werden mehrere Musikstücke angeboten, zu denen getanzt werden kann.
    • Eishockey: Haltet den Touchpen in die Richtung, in die Ihr wollt, und tippt, um zu passen und den Puck aufzuladen. Zieht den Touchpen, um aufs Tor zu schießen oder, wenn ein Gegner den Puck hat, ihn wegzurempeln (aber nicht von hinten, sonst bekommt Euer Spieler eine Zeitstrafe).
    • Zweierbob: Die eine Figur steuert Ihr mit dem Steuerkreuz, die andere mit A/B/X/Y. Masht kurz, um den Bob anzuschieben, springt im richtigen Moment rein, dann lenkt mit einer Figur oder beiden auf einmal, um gut durch die Bahn zu kommen. Von Zeit zu Zeit könnt Ihr mit R einen Turbo auslösen, eine Kollision mit einer Wand verlangsamt Euch dann aber um so mehr.
    An Traum­disziplinen gibt es etwa ein Skirennen mit Beschleunigungs­feldern und Items, mit denen wir die Gegner angreifen, ein an Biathlon angelehnter Shooter mit unterschiedlich wertvollen Zielen (um die wir, anders als in einer ähnlichen Disziplin im Vorgänger, nur mit einem Gegner direkt konkurrieren) und eine Schlacht mit mobilen Schnee­kanonen.

    Es gibt mehrere Spielmodi, darunter natürlich einen, in dem wir alle verfügbaren Sportarten einzeln spielen und dabei die Stärke der Computer­gegner und in einigen Fällen noch andere Optionen (etwa die Länge) nach Belieben einstellen können. Für die meisten Veranstaltungen werden unsere Rekorde gespeichert, und es sind (zumindest teilweise) sogar reale Rekorde vorgegeben.
    Wir können auch drei bis fünf Disziplinen in Folge spielen; nach jedem Wettbewerb erhalten wir abhängig von unserem Rang eine bestimmte Anzahl Punkte, und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

    Neu dabei sind die sogenannten Partymodi, in denen zufällige Sportarten gespielt werden (und die alle verschiedene Optionen bieten, darunter eine willkommene Handicap-Funktion, um den Schwierigkeits­grad anzupassen):
    • Der erste ist Bingo Bash, hier gilt es, als Erster eine oder mehrere Reihen auf seinem Schein zu füllen - einige der zufällig gezogenen Symbole können direkt von allen Spielern abgehakt werden, andere lösen einen Wettbewerb aus, und nur die besten Spieler bekommen das entsprechende Feld gutgeschrieben, und wieder andere Kugeln schicken eine Figur los, die den Schein eines Spielers manipuliert (ein Kugel-Willi etwa verschiebt eine Reihe) und die wir durch Schrubben von entsprechenden Feldern dazu bringen wollen, bei einem Gegner haltzumachen.
    • In Lucky Spin wird abwechselnd Sport gemacht und an einem Rad gedreht. Letzteres gibt uns Punkte, vielleicht aber auch einem unserer Gegner, und wer am Ende die meisten hat, gewinnt - je besser wir abgeschnitten haben, desto bessere Felder haben wir auf unserem Rad, und wir können das Geschehen mit Items beeinflussen, die aber ebenfalls zufällig vergeben werden, so daß der Modus immer noch recht glückslastig ist.
    • Wild Card ist ein Kartenspiel - wer bei einer Disziplin gut abschneidet, darf Karten mit anderen Spielern tauschen, und wer ein Quartett hat, bzw. bei Ablauf des Zeitlimits das beste Blatt, gewinnt. Die Karten der anderen sind jedoch verdeckt, außer daß der jeweils Letztplazierte eine seiner aktuellen Karten permanent offenlegen muß.

    Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, gegen Geister, also Aufzeichnungen früherer Partien, anzutreten - von Euch selbst, von anderen Spielern, mit denen Ihr getauscht habt, oder vom Entwicklerstab. Allerdings scheint dies nur bei mageren fünf Disziplinen möglich zu sein.

    Die größte Neuerung ist aber ein kompletter Abenteuermodus (natürlich nur für einen Spieler). Hier wollen Bowser und Dr. Eggman die Olympischen Spiele durch ihre eigene Veranstaltung ersetzen. Zu diesem Zweck haben sie Schneegeister entführt, um sie das Wetter zu ihren Gunsten manipulieren zu lassen. Als Mario und Sonic jagen wir ihnen natürlich hinterher, indem wir verschiedene Regionen erforschen und "Missionen" absolvieren, die auf den unterschiedlichen Disziplinen basieren. Meistens gilt es, dabei, ganz spezielle Heraus­forderungen zu schaffen, etwa beim Riesenslalom nur Tore einer bestimmten Farbe zu durchfahren, ein Traumskirennen ohne Items zu gewinnen oder beim Eishockey das erste Tor zu erzielen. Der Schwierigkeits­grad der Missionen schwankt stark (einige wirken trivial und einige andere unfair, dies sind aber Einzelfälle); die meisten bilden aber Gruppen, aus denen wir nur eine bestimmte Anzahl schaffen müssen, um Zugang zur nächsten Teilregion zu erhalten. Dabei finden wir nach und nach immer weitere Figuren, die unser Team verstärken, und müssen gelegentlich ein spezielles Minispiel bestreiten (z. B. mit Yoshis Zunge im richtigen Moment Schalter drücken). Echte Rätsel sind eher selten, in erster Linie geht es um Erforschung und eben die Sportmissionen.
    Beim Extreme Snowboarding sind Stunts und Items von Bedeutung. Beim Extreme Snowboarding sind Stunts und Items von Bedeutung. Quelle: nintendo.co.uk
    Der Abenteuermodus enthält auch noch Sammelobjekte, nämlich zahlreiche Erinnerungs­stücke und anderes nutzloses Wissen über die verschiedenen realen Winterspiele, mit dem wir eine Galerie füllen.
    Durch das Bewältigen verschiedener Herausforderungen können wir uns auch noch lauter virtuelle Auszeichnungen verdienen - neben dem simplen Erlangen von Medaillen auf unterschiedlichen Schwierigkeits­stufen gilt es beispielsweise auch, in den unterschiedlichen Disziplinen und Missionen besonders gute absolute Leistungen zu vollbringen, fleißig Missionen mit unterschiedlichen Figuren zu erledigen und dergleichen. Ein Emblem setzt auch voraus, daß man über die Nintendo Wi-Fi Connection Rekorde austauscht, aber das ist mittlerweile vollkommen unmöglich, da die Server nicht mehr existieren.

    Natürlich sind auch lokale Mehrspielerpartien mit mehreren Konsolen möglich (bis zu vier, freie Plätze werden mit Computer­gegnern aufgefüllt). Anders als beim Vorgänger gibt es auch bei nur einer Spielkarte keinerlei Einschränkungen, alle Disziplinen und Modi sind verfügbar, bis auf das Abenteuer. Es scheint allerdings keine Möglichkeit zu geben, die Teamsportarten kooperativ zu spielen.

    Die Wii-Fassung habe ich selber nicht getestet, ich weiß aber, daß es mittelgroße Unterschiede gibt, je nach Disziplin gibt es dort bis zu acht Teilnehmer, die Steuerung ist natürlich eine völlig andere, und gilt wohl als weniger gelungen (das Balance Board wird unterstützt, ist aber optional), und einige Sportarten sind komplett ausgetauscht. Anstelle des Abenteuermodus gibt es einen simpleren Festivalmodus, der Euch an den eigentlichen Olympischen Spielen teilhaben läßt (solo oder als Team), und die Partyspiele sind andere. Und Miis sind spielbar. Ein Ableger für I-OS existiert übrigens auch noch, aber ohne Marios Clique.

    Mario & Sonic at the Olympic Winter Games in der Nintendo-DS-Fassung ist einigermaßen unterhaltsam, aber sicher kein Pflichtkauf - die verschiedenen Sportarten machen auf Dauer unterschiedlich viel Spaß, und der Schwierigkeitsgrad ist eher unausgewogen. Insgesamt ist die Ausgabe für 2010 aber wesentlich besser gelungen als der sommerliche Vorgänger: Die Steuerung ist weitaus vernünftiger, und im neuen Abenteuer­modus dürfen Mario, Sonic & Co. nun tatsächlich sie selbst sein und werden nicht mehr völlig von der Olympia-Atmosphäre erdrückt.

    + über zwei Dutzend Disziplinen und verschiedene Spielmodi, so daß es nicht an Abwechslung mangelt
    + Multiplayer mit nur einer Karte ohne Einschränkungen

    - Schwierigkeit schwankt je nach Disziplin und Mission

    Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Corlagon
    7.8
    Multiplayer
    7.8
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    6.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
    Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
    Developer
    Sega
    Release
    16.10.2009
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Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
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Bei Olympia 2010 auf dem DS machen Mario und Sonic eine wesentlich bessere Figur als 2008 bei den Sommerspielen.
http://www.gamezone.de/Mario-und-Sonic-bei-den-Olympischen-Winterspielen-Spiel-15860/Lesertests/Wir-retten-Olympia-1211962/
31.10.2016
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2016/10/Adventure-Tours-Toad_b2teaser_169.jpeg
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