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Martin Mystery (NDS)

Release:
09.10.2008
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft
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Martin Mystery im Gamezone-Test

25.11.2008 13:40 Uhr
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Neu
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Martin Mystery spricht in diesem NDS-Adventure eher den Fan der Serie an, als den Adventure-Spieler.

Martin Mystery gehört zu den eher weniger bekannten Cartoon-Helden unserer Zeit und dürfte auch mehr den jüngeren Videospielern ein Begriff sein. Die Zeichentrick-Serie selbst basiert ein wenig auf dem italienischen Comic Martin Mystèry aus dem Jahre 1982, der hierzulande wohl unter dem deutschen Titel Allan Dark eher bekannt ist. In der Serie selbst dreht sich alles um den Teenager Martin Mystery, der sich in seiner Freizeit am liebsten mit paranormalen Phänomenen beschäftigt und daher auch für die Geheimorganisation The Center tätig ist. Nun könnt ihr auch endlich selbst in die Rolle von Martin Mystery schlüpfen und im wahrsten Sinne des Wortes selbst auf Monsterjagd gehen, denn nun erschien für den Nintendo DS der Adventure-Titel Martin Mystery: Monsterjagd und diesen möchten wir uns in unserem heutigen Review einmal näher ansehen.

Bei der Story werden sich Fans der Serie wohl gleich heimisch fühlen. Die interdimensionalen Türen der Geheimorganisation The Centre hatten leider eine Fehlfunktion und somit konnten einige gefährliche Monster durch diese Türen hindurch in unsere Welt gelangen. Dies ist natürlich ein ziemliches Problem und so wird Martin Mystery gebeten gemeinsam mit seinen Freunden den Kampf gegen diese Monster aufzunehmen.

Martin Mystery Martin Mystery [Quelle: ] Nach einer kurzen Erklärung der Lage durch die Chefin von The Centre, M.O.M., geht es auch schon los und wir finden uns an unserem ersten Schauplatz wieder. Die verschiedenen Schauplätze des Spiels sind jeweils in etliche Räume eingeteilt, welche uns anhand einer Karte auf dem oberen Bildschirm gezeigt werden. Die Karte ist wirklich sehr hilfreich und zeigt uns nicht nur die Räume an, sondern auch, ob wir diese schon besucht haben oder welche wir von unserem aktuellen Raum aus erreichen können. Gerade bei Schauplätzen mit einer ziemlich großen Anzahl von Räumen ist dies Karte daher ungemein wichtig und ohne diese würde man sich wohl auf Dauer kaum zurecht finden können. Auf dem Touchscreen sehen wir hingegen das eigentliche Spiel aus der Vogelperspektive und können mit Hilfe des Stylus nun unseren jeweils gewählten Spieler durch die Räume kontrollieren. Dies hört sich in der Praxis allerdings viel besser an, als es in Wirklichkeit ist. Die Steuerung ist nämlich ein wenig träge und die Charaktere bewegen sich viel zu langsam. Zwar ist Diana Lombard ein wenig schneller als die anderen Spielfiguren, aber auch diese bewegt sich zu lahm, was schon nach kurzer Zeit anfängt zu nerven. Vor allem dann, wenn man über mehrere Räume hinweg zu einem bestimmten Ort laufen muss fallen diese langsamen Charaktere negativ auf.

Drei Charaktere - drei eigene Fähigkeiten

Martin Mystery Martin Mystery [Quelle: ] Wie schon angesprochen übernehmt ihr bei Martin Mystery: Monsterjagd die Kontrolle über den Hauptcharakter Martin Mystery und seine Freunde. Genauer gesagt besteht das Team aus drei Charakteren, nämlich unserem Martin sowie seiner Stiefschwester Diana Lombard und dem guten Kumpel Java. Während dem Spiel könnt ihr jederzeit zwischen den drei spielbaren Figuren hin- und her wechseln, was auch sehr häufig notwendig ist, da jeder seine eigenen Fähigkeiten hat. So kann zum Beispiel der kräftige Java Hindernisse aus dem Weg räumen, während Diana mit ihrer schlanken Figur auch durch kleinste Durchgänge gelangen kann. Die Charaktere die ihr gerade nicht steuert bleiben jedoch wie angewurzelt an ihrem Fleck stehen und folgen euch nicht automatisch. So müsst ihr jedes Mal, wenn ihr einen bestimmten Charakter benötigt zu diesem wechseln und unter Umständen einen ziemlich langen Weg zurücklegen, falls dieser an einer anderen Stelle benötigt wird.

Die Minispiele

Martin Mystery Martin Mystery [Quelle: ] Immer wieder erwarten euch bei Martin Mystery: Monsterjagd kämpfe gegen diverse Monster. Wer nun aber auf actiongeladene Kämpfe gegen riesige Gegner gehofft hat wird wohl enttäuscht werden. Die Kämpfe bei diesem Titel werden nämlich mit Hilfe von Minispielen ausgetragen, in denen ihr euch beweisen müsst. Immerhin gibt es einige verschiedene Minispiele, die auch durchaus mit netten Ideen begeistern können. Bei dem einen Minispiel beispielsweise seht ihr zwei Quadrate auf dem Touchscreen und müsst nun die auf dem Bildschirm erscheinenden Zahlen oder Buchstaben schnellstmöglich in das richtige Quadrat mit dem Stylus nachzeichnen, wobei das eine Quadrat für Buchstaben und das andere für Zahlen zuständig ist. Hier muss man die Entwickler wirklich loben, denn bei den Minispielen wurde sich spürbar Mühe gegeben und diese machen auch richtig Spaß.

Wo bleibt die Abwechslung

Martin Mystery Martin Mystery [Quelle: ] Bei Martin Mystery: Monsterjagd wäre vor allem mehr Abwechslung wünschenswert gewesen. Im Grunde laufen die Level immer nach dem gleichen Schema ab. Wir durchstreifen etliche Räume und suchen in diesen nach verschiedensten Gegenständen, bahnen uns den Weg zum Ziel und besiegen die Monster in den unterschiedlichen Minispielen. Wenigstens die Minispiele können für einige Zeit für etwas Abwechslung sorgen. Aber schon nach dem ersten Level nimmt der Spielspaß insgesamt deutlich ab, da sich zwar der Schauplatz geändert hat, das Spiel aber wieder nach dem selbem Schema abläuft. Zumal das Gameplay selbst ohnehin nicht wirklich umwerfend ist.

Grafik und Sound

Martin Mystery Martin Mystery [Quelle: ] Die Grafik bei Martin Mystery: Monsterjagd ist zwar ganz nett und die Entwickler haben sich auch spürbar Mühe bei der Umsetzung der Zeichentrick-Serie gegeben, aber dennoch kann diese nicht überzeugen. Die Hardwaremöglichkeiten des Nintendo DS wurden nämlich kaum ausgenutzt und eine so einfache 2D-Optik ist auch auf dem Handheld nicht mehr zeitgemäß. Beim Sound sieht es leider auch nicht viel besser aus. Die Hintergrundmusik passt zwar stets zum jeweiligen Schauplatz, kann aber im Endeffekt ebenfalls nicht ganz überzeugen und ist wie die Grafik allgemein vom gewohnten Standard des DS entfernt.

Träge Steuerung und ungenaue Kollisionsabfrage

Martin Mystery Martin Mystery [Quelle: ] Die Steuerung der Charaktere funktioniert zwar mit dem Stylus relativ gut, diese ist jedoch ziemlich träge und die Spielfiguren bewegen sich allgemein einfach zu langsam. Zudem bleiben die Charaktere manchmal an Ecken oder Kanten hängen, welche laut dem Bildschirm noch ein gutes Stück entfernt sind. So kann man stellenweise Kurven eher nur im großen Bogen nehmen, was natürlich absolut nicht der Fall sein sollte. Sehr ärgerlich ist es außerdem, dass es keine klassische Steuerungsmethode gibt, was bei diesem Titel sehr wünschenswert gewesen wäre, da man so wieder jede Kleinigkeit mit Hilfe des Touchscreens eingeben muss und das kann unter Umständen ziemlich nervig werden.

   
Patrick Büssecker
Martin Mystery: Monsterjagd ist eher unterdurchschnittlicher Titel, der wohl nur eingefleischte Fans der Serie anspricht, welche aber auch vor dem Kauf unbedingt ein Probespiel wagen sollten. Leider gibt es bei Martin Mystery einfach zu viele Kritikpunkte und weder Grafik, Sound oder Steuerung können wirklich begeistern. Dazu fehlt dem Spiel auch schlichtweg die Abwechslung und spätestens beim dritten oder vierten Level wird sich auch der motivierteste Spieler endlich mehr Abwechslung wünschen. Lediglich die Minispiele sind ein wirklicher Lichtblick bei diesem Titel. Schade, denn mit den drei Charakteren mit eigenen Fähigkeiten sowie der interessanten Zeichentrick-Vorlage wurde wohl ziemlich viel Potential verschenkt.
   
Martin Mystery (NDS)
Singleplayer-Wertung

4,9 /10
Leserwertung
(0 Votes):
-
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
5/10
5/10
4/10
5/10
Lizenz der Zeichentrick-Vorlage
Grafik und Sound nicht auf DS-Niveau
gelungene Minispiele
träge Steuerung mit Kollisionsproblemen
kindergerechtes Spielprinzip ohne "echte" Kämpfe
kaum vorhandene Abwechslung
Moderator
Moderation
25.11.2008 13:40 Uhr
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