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  • Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects im Gamezone-Test

    Ganz und gar nicht heldenhaft: Dieses Spiel entpuppt sich als Gameplay-Totalausfall.

    Bei diesem völlig vermurksten Machwerk ist der Name tatsächlich Programm: "Rise of the Imperfects" ist so ziemlich das übelste Beat'em up, dass uns in den letzten Monaten ins Laufwerk geflattert ist.

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects In "Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects" geht es natürlich nicht um den grammatikalischen Aufstieg des Präteritums, sondern um eine groß angelegte Alien-Invasion von New York City. Nur gut, dass der "Big Apple" auch die Heimat aller großen Superhelden ist und sich die versammelte Marvel-Riege dem Angriff der mutierten Roboter-Kämpfer sofort entgegenstellt. Schnell stellt sich heraus, dass die Außerirdischen gar nicht so extraterrestrisch sind, sondern das es sich bei den "Imperfects" um Supersoldaten unter dem Befehl eines mysteriösen Niles van Roekel handelt. Und was machen Superhelden, wenn ein Bösewicht ihre schöne Stadt angreift? Sie prügeln, peitschen und schwingen sich natürlich durch endlose Gegnerhorden und arbeiten sich somit bis zum Anführer ihrer Widersacher vor.

    Hervorragendes Charakterdesign

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Bevor wir mit unserem Test so richtig loslegen, fangen wir erst mal mit den guten Eigenschaften dieses Spiels an. Dazu zählt an erster Stelle das hervorragende Charakterdesign, welches von den Comic-Stars Jae Lee und Paul Catling entwickelt wurde. Die zwei verstehen wirklich etwas von ihrem Handwerk und haben nicht nur die völlig neuen "Imperfects" gelungen in Szene gesetzt, sondern lassen auch alte Marvel-Helden wie beispielsweise "Spider-Man", "Wolverine" und "Electra" in einem neuen und sehr stilvollem Licht erstrahlen. Alleine schon das Hauptmenü des Spiels und die Charakterportraits in der Kämpferauswahl sehen richtig cool aus und machen sofort Lust auf mehr. Im Spielverlauf werden dann sogar einige exklusive Comics im Bonusmenü verfügbar, welche nicht nur toll gezeichnet, sondern auch sehr professionell vertont wurden. Schade nur, dass ein vorbildliches Charakterdesign und jede Menge Bonusmaterial keinerlei Einfluss auf das eigentliche Gameplay haben, denn in dieser Hinsicht wurde so ziemlich alles vergeigt, was es zu vergeigen gibt.

    Absolut nicht heldenhaft: Das Gameplay

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Die Entwickler waren sich wohl selbst nicht so ganz einig, was "Marvel Nemesis" eigentlich darstellen soll. Einerseits findet man im Hauptmenü einen klassischen Duell-Modus, welcher ganz klar nach den Regeln klassischer Prügelspiele funktioniert: Es treten zwei Charaktere gegeneinander in verschiedenen Kampfarenen an und bearbeiten sich so lange mit Schlägen, einer von beiden aus der Keilerei als Sieger hervorgeht. Die zweite enthaltene Spielvariante ist der Story-Modus, welcher im Spielverlauf neue Charaktere, Bonusbilder und Comics preisgibt. Wer also im Duell-Modus auf alle 18 verschiedenen Kämpfer zurückgreifen möchte, muss sich wohl oder übel durch den Story-Modus beißen. Und genau der wiederum ist das zentrale Problem dieses Spiels.

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Der Frust fördernde Story-Modus kann mit mehreren Marvel-Helden gleichzeitig erlebt werden. Zu Beginn stehen die Handlungsstränge von "Das Ding", "Wolverine" und "Electra" zur Verfügung, habt ihr mit diesen drei Figuren schließlich genügend Missionen erledigt, wird ein weiterer Charakter spielbar. Doch was steht in diesen zentralen Story-Missionen eigentlich auf dem Programm? Nicht sonderlich viel, denn außer dem Verprügeln von zahl- und gesichtslosen Robotern wird hier spielerisch nicht viel mehr Abwechslung geboten. Zwar geht es hier meist auch darum, von Punkt A zu Punkt B zu kommen, doch das Leveldesign ist derart langweilig und uninspiriert ausgefallen, dass man schnell der Meinung ist, immer wieder die selbe Mission zu spielen. Und tatsächlich: Einige der Missionen finden in exakt denselben Levels statt, nur eben mit anderer Gegner-Besetzung. Diese Art von Level-Recycling ist ein nur ein weiteres Indiz dafür, wie freudlos und unkreativ Nihilistic Software an diesem Spiel gearbeitet hat.

    Wozu brauchen wir ein Kampfsystem?

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Da verwundert es nicht, dass auch das zugrunde liegende K(r)ampfsystem alles andere als gut spielbar ist: Die Gegner bekommen mit einer Taste die Faust ins Gesicht, mit einer anderen werden Gegenstände aufgehoben und geworfen und mit einer dritten Taste darf in Deckung gegangen werden. Zusätzlich haben alle Superhelden verschiedene Spezialfähigkeiten (z.B. Fernangriffe), welche mit einem Druck auf die Schultertasten eingesetzt werden können. Diese besonders heftigen Angriffe können natürlich nicht beliebig oft verwendet werden, worüber euch jederzeit eine Anzeige unterhalb der Lebensenergie informiert. Natürlich gibt es auch die eine oder andere Schlagkombination, vor allem in der Luft, doch machen wir es kurz und schmerzlos: Das Kampfsystem von "Marvel Nemesis" entartet bereits nach den ersten Spielminuten in eine ziemlich sinnlose Knöpfchendrückerei, mit der man früher oder später alle strohdummen Gegner vom Bildschirm geputzt hat. Manche der mehr als unperfekten "Imperfects" sind sogar so schlecht programmiert, das sie hin und wieder von ganz alleine in einen Abgrund fallen und euch somit einen Teil der lästigen Prügelei ersparen. Besonders unangenehm sind auch die Würfe und Explosionsangriffe eurer Widersacher ausgefallen: Da kann es schon mal passieren, dass ihr von einer Granate oder einem stärkeren Gegner mitten im Kampf vom Dach geworfen werdet - Game Over. Das bei solch eklatanten Designfehlern natürlich sehr schnell enormer Frust aufkommt, versteht sich von selbst. Nicht weniger nervig sind auch die vergeblich eingebauten Sprung- und Kletter-Einlagen im Story-Modus ausgefallen, da man hier aufgrund der unpräzisen Steuerung sehr häufig und schnell ins Verderben stürzt.

    Online-Gerangel für Hartgesottene

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Die Entwickler waren wohl eindeutig vom Erfolg dieses Spiels überzeugt, anders lässt sich nämlich der enthaltene Onlinemodus nicht erklären. Trotzdem müssen wir zugeben, dass sich "Marvel Nemesis" im Duell-Modus deutlich angenehmer als im Story-Modus spielt und wer schon immer auf der Suche nach einem Prügelspiel mit Marvels Superhelden war, wird hier sicherlich gut bedient. Zwar wird das puristische Kampfsystem im Mehrspielermodus auch nicht besser, aber zumindest ist man dort vor den hirnlosen Roboter-Gegnern gefeit. Wer schließlich mit der Xbox oder der PS2 online geht, bekommt einen sehr vorbildlichen Funktionsumfang präsentiert: Neben äußerst umfangreichen Ranglisten und jeder erdenklichen Statistik zu allen Mitspielern, werden auch noch verschiedene Lobbys geboten, in denen man sich komfortabel zu einem Match verabreden kann. Schlägt man sich hier öfters mit Erfolg, verdient man immer mehr "Ansehens-Punkte" und steigt damit in den elitären Kreis der echten Profikämpfer auf. Durch diese Regelung wird auch auf Anfänger Rücksicht genommen, da das Spiel beim Optimatch automatisch nach gleichstarken Gegnern sucht. Leider ist der Kampf gegen Spieler aus den comicbegeisterten NTSC-Ländern nicht möglich, Electronic Arts hat die Online-Server nach Fernsehnormen aufgeteilt.

    Technisch nur sehr bedingt gelungen

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects Sieht man sich die einzelnen Helden mit Hilfe der virtuellen Kamera aus nächster Nähe an, kann man den grafischen Qualitäten des Spiels viel Gutes abgewinnen. Vor allem in Kombination mit den schön gezeichneten Hintergründen kommt hier zeitweise richtige Superhelden-Stimmung auf. Doch leider sieht man seine Helden so gut wie nie aus dieser Perspektive, da euer Held die meiste Zeit viel zu klein und undetailliert über den Bildschirm hampelt. Möchte man dies mittels rechtem Analogstick ändern, bekommt man es unweigerlich mit der katastrophalen Kamera dieses Spiels zu tun: Die ist nämlich extrem bockig und steckt grundsätzlich inmitten von Häuserwänden fest, was jeden Versuch eines manuellen Eingriffs zur Tortur werden lässt. Besser sieht es da schon im Duell- und Onlinemodus aus: Hier wird die Kamera vom Spiel selbst gesteuert und endlich bekommt man das Spektakel zu großen Teilen aus dem passenden Blickwinkel präsentiert. Die Hintergrundmusik verhält sich die meiste Zeit sehr unauffällig, die Sprecher der Charaktere haben bis auf so prägnante Sätze wie "Jetzt gibt's was aufs Maul!" ohnehin nicht viel zu sagen.

    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects (XB)

    Singleplayer
    4,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    4/10
    Gameplay
    3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    schön gezeichnete Menüs
    sehr gutes Charakterdesign
    toller Funktionsumfang im Onlinemodus
    viel Bonusmaterial
    mieses Kampfsystem
    katastrophale Kamera
    strohdumme Gegner-KI
    peinlich schlechtes Leveldesign
    grausame Sprungsequenzen
    sehr hoher Frustfaktor
    fragwürdiges Storykonzept
  • Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects
    Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Nihilistic Software
    Release
    11.10.2005

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Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects
Marvel Nemesis: Rise of the Imperfects im Gamezone-Test
Ganz und gar nicht heldenhaft: Dieses Spiel entpuppt sich als Gameplay-Totalausfall.
http://www.gamezone.de/Marvel-Nemesis-Rise-of-the-Imperfects-Spiel-13986/Tests/Marvel-Nemesis-Rise-of-the-Imperfects-im-Gamezone-Test-990441/
12.10.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/10/TV2005101211504200.jpg
tests