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Mass Effect 2 (X360)

Release:
28.01.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Electronic Arts

Mass Effect 2: Episches Sci-Fi Adventure die Zweite - Leser-Test von scoopexx

11.05.2010 06:56 Uhr
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Neu
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Mass Effect 2 ist ein Sci-Fi Actionadventure, das auf der Xbox 360 und dem PC erschienen ist. Es spielt in einem Universum, in dem die Menschen längst die Raumfahrt beherrschen und zusammen mit diversen Alienrassen das Universum bevölkern. Bioware, der Entwickler des Spiels, hat sich viel Mühe gegeben, den einzelnen Völkern, die nun die Milchstaße bewohnen, ein Profil zu geben. Neu zu den bereits aus dem ersten Ableger von Mass Effect bekannten, sind nun die Vorcha und die Drell hinzugekommen. Erstere sind sehr kampflustige Gesellen, denen ihre Aggressivität schon ins Gesicht geschrieben steht. Die Drell hingegen kommen von einem Planeten, der durch zunehmende Hitze mittlerweile unbewohnbar geworden ist. Einige Hunderttausend von ihnen wurden durch die Hanar, ein weiteres Alienvolk, gerettet und nun haben sich die Drell in ihrer Kultur angepasst und sich in ihre Gesellschaft eingefügt. Viele Drell haben sich zudem unter andere Alienrassen gemischt, wo sie dank ihrer Anpassungsfähigkeit die verschiedensten Posten ausüben.


Story & Gameplay

Die beiden Alienrassen, die ihren Weg neu ins Mass Effect Universum gefunden haben, sind nicht die einzigen Neuerungen dieses zweiten Ablegers der Reihe. Auch der gute alte Commander Shepard musste sich einer Generalüberholung unterziehen. Nachdem die Normandy, das Schiff auf dem Shepard diente, von einem zunächst unbekannten Aggressor angegriffen wurde, stirbt der Commander. Die Cerberus-Organisation will das jedoch nicht so ganz akzeptieren und flickt Shepard mithilfe neuester Technik wieder zusammen.
Für den Spieler hat das den Vorteil, dass man den Hauptcharakter komplett neu erstellen kann . Für diejenigen, die bereits Mass Effect 1 gespielt haben, wurde auch eine Funktion integriert, mit der man einen Charakter aus dem Vorgängerspiel importieren kann.

Das erste, was Shepard nach dem Wiedererwachen mitbekommt, ist, dass die Basis, in der er sich befindet, angegriffen wird. Und hier kommt man als Spieler zum Zug. Man kann sich im Folgenden zunächst einmal mit den Kontrollen und der Tastenbelegung vertraut machen, bevor die ganz große Action losgeht. Hat man dieses kleine Tutorial geschafft, trifft man zunächst den Illusive Man - der Kopf, der hinter Cerberus steckt. Er rekrutiert einen, um gegen die sogenannten Collector vorzugehen - die neue Bedrohung, die auch die Normandy auf dem Gewissen hat.

Im Folgenden hat man zunächst einmal die Aufgabe, sein Team zusammenzustellen. Dazu reist man durch die Galaxis und spricht mit verschiedenen potentiellen Kameraden. Wenn man Probleme für sie löst oder Gefallen für sie erledigt, dann werden sie sich einem anschließen. Hier wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgestockt. Zusammen mit den herunterladbaren Charakteren, kann man 12 verschiedenste Aliens und Menschen für Cerberus anheuern. Einige davon sind Bekannte aus Mass Effect 1, die meisten sind allerdings komplett neu. Diejenigen, die den ersten Teil überlebt haben, trifft man auch allesamt auf seiner Reise wieder und erfährt, was sie jetzt machen.

Um die Sache noch etwas aufzulockern, hat Bioware einige weitere Aufgaben mit eingebaut. So braucht man beispielsweise bestimmte Rohstoffe, um neue Waffen und Upgrades erforschen zu können. Daher muss man fortwährend immer wieder Planeten nach Rohstoffen scannen. Wer den ersten Teil dieses Spiels kennt, der weiß, wie nervig die Nebenmissionen auf der Planetenoberfläche waren. Diese wurden glücklicherweise dieses Mal weggelassen, aber das Planeten scannen ist ungefähr genauso abwechslungsreich. Glücklicherweise muss man es auf den niedrigeren Schwierigkeitsgraden hiermit nicht übertreiben, um das Spiel zu schaffen


Grafik:

In Sachen Optik hat Bioware die Messlatte noch einmal höher gelegt und somit gehört Mass Effect 2 so ziemlich zu dem Besten, was die Xbox 360 zu bieten hat. Gerade die letzte Mission ist in dieser Hinsicht wirklich sehr genial. Die einzelnen Alienrassen sind sehr detailliert dargestellt, Lichteffekte sind hervorragend und die ein oder andere Umgebungsgrafik auch super gestaltet, auch wenn hier das ein oder andere mal Level zu finden sind, die stellenweise zu karg und repetitiv sind. Diese sind allerdings glücklicherweise nicht wirklich häufig.


Sound:

Da ich die UK-Version besitze, kann ich nur über englische Texte und Sprachausgabe urteilen und die sind beide sehr gut. Die Synchronsprecher erledigen einen hervorragenden Job, wenn man bedenkt, dass es kein Hollywood-Film, sondern eben ein Spiel ist und dazu dann auch noch die Masse an Dialogen berücksichtigt. Würde man alle gesprochenen Szenen alle aneinander hängen, würden etliche Stunden zusammenkommen. Die Musik, die in Mass Effect 2 gespielt wird ist durchweg gelungen, allerdings ohne wirklich Akzente zu setzen. Mass Effect 2 setzt eben mehr auf eher subtile Hintergrundmusik, ohne aufdringliche Rocksounds oder epische Klänge, was dem Spiel auch nicht schlecht zu Gesicht steht. Die Soundeffekte sind wieder einmal sehr reichhaltig.


Fazit:

Was Bioware einem hier kredenzt, ist schon ein kleines Meisterwerk der Unterhaltungssoftware. Die Grafik und auch die Sprachausgabe sind state-of-the-art und bereits nach kurzer Spielzeit weiß man, warum das Spiel auf 2 DVDs ausgeliefert wurde. Perfekt ist es dennoch nicht - und die Sache mit den 2 DVDs markiert schon das erste kleine Manko. Die Discwechsel finden schon einmal hin und wieder statt und es ist schon ein ziemlicher Gameplaybruch, wenn man zwischendrin die DVD wechseln muss. Klar, das ist kein Weltuntergang, aber mal eines der Beispiele, bei dem die Xbox 360 ein besseres optisches Speichermediumformat gut gebrauchen könnte. Das zweite kleine Manko habe ich oben schon erwähnt: Das Scannen der Planeten ist extrem öde und macht von Anfang an nicht wirklich Spaß. Der dritte, größte, aber auch letzte Negativpunkt bezieht sich auf die Spieldauer bzw. den Spielinhalt: Wenn man sein Team zusammen hat und denkt, dass das Spiel jetzt so richtig los geht, dann ist es eigentlich auch schon vorbei. Ungewöhnlich ist das ja heutzutage nicht und auf etwas über zehn Stunden Spielzeit kommt man wohl beim ersten Durchlauf, aber dass das eigentliche Spiel fast nur darin besteht, seine Leute zu rekrutieren und dann mit ihnen lediglich eine größere Mission absolvieren zu können, ist meiner Ansicht nach zu wenig. Hier hätten noch einige weitere Inhalte in das Spiel einfließen sollen, auch gerne Zulasten der Zeit, in der man andere Teammitglieder anwirbt.

Nicht als Negativpunkt, aber als Punkt, über den sich die Entwickler vielleicht beim nächsten Ableger der Mass Effect Reihe Gedanken machen sollten, ist die einfach zu durchschauende Spielmechanik des Games. Schema F sieht hier wie folgt aus: Man fliegt an einen Ort, an dem man etwas erledigen muss, spricht mit ein paar Leuten, findet sich kurz darauf an einem Ort wieder, der zufälligerweise perfekt als Kampfarena geeignet ist, und erwehrt sich einiger Gegner. Danach redet man wieder mit ein paar Leuten und schwupp - Mission erledigt. Dass sich dies immer wieder wiederholt, fällt allerdings nicht so stark ins Gewicht, weil das Design dieser Spielabschnitte so gut geworden ist, dass keine Langeweile aufkommt.

Diese wirklich nicht so sehr ins Gewicht fallenden Punkte sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mass Effect 2 eines der bisher besten Spiele auf Microsofts Konsole ist und eigentlich in jede Spielesammlung gehört. Sowohl Grafik, Sound als auch Gameplay sind hervorragend und die Spieltiefe, die durch die komplexe Spielwelt erreicht wird, ist phänomenal. Ich kann also nur zum Kauf raten.

Negative Aspekte:
etwas repetitiv, das Scannen von Planeten macht keinen Spaß, zu viel Zeit für Rekrutierung

Positive Aspekte:
Grafik genial, Sound genial, Spieltiefe genial

Infos zur Spielzeit:
scoopexx hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
scoopexx

8.7
Gamezone
Spielspaß-Wertung
9/10
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
9/10
Steuerung
9/10
Sound
10/10
Gameplay
9/10
Erfahrener Benutzer
Moderation
11.05.2010 06:56 Uhr
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