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Mass Effect 3 (PS3)

Release:
08.03.2012
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Electronic Arts

Mass Effect 3: Unterhaltsames Spiel mit technischen Macken - Leser-Test von PhilCassidy

06.04.2012 16:38 Uhr
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Neu
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Mit Mass Effect hat Entwickler BioWare eine wirklich erfolgreiche Serie erschaffen. Mit dem 3.Teil der Reihe soll Mass Effect nun zu seinem würdigen Ende finden - zumindest was die Geschichte rund um Protagonist/in Commander Shepard betrifft. Das beste? Man darf entscheiden, wie man das Spiel erleben will. Entweder Actionlastig, wie ein Rollenspiel oder Storylastig. Na wenn das nicht toll ist. Ob sich der Ausflug ins All in Mass Effect 3 lohnt, lest ihr im folgenden Review zur PlayStation 3 Version des Spiels.

Den Storymodus des Spiels kann man entweder mit einem aus Mass Effect 2 importierten Charakter erleben oder man erstellt sich einen neuen Shepard. Neben der Auswahl Action, Rollenspiel und Story kommt dann die Wahl der Klasse an die Reihe. Ob man nun als klassischer Soldat, als Wächter, Infriltator, Frontkämpfer, Experte oder Techniker liegt ganz an dem Bedürfnis des Spielers. Will man Risikoreich und ohne Waffen spielen? Dann fällt die Wahl vielleicht auf den Frontkämpfer. Oder möchte man mehr mit synthetischen Dingen zu Werke gehen, sprich Drohnen, Geschütze o.ä.? Dann fällt die Wahl ja vielleicht auf den Techniker. Die Klassen unterscheiden sich jeweils in den Kräften die diese bieten. Im Editor kann man auch noch das Aussehen von Shepard anpassen oder das Geschlecht verändern.
Die Reaper fallen über die Erde her und sind dabei alles organische Leben in der Galaxie auszulöschen. Als Commander Shepard muss man nun im Verlaufe des Spiels so viele Verbündete finden wie nur möglich, um eine Chance zu haben, die Reaper aufzuhalten.

Im Spiel besucht man neben den Schlachtfeldern auf den unterschiedlichsten Planeten auch noch neutrale Orte, wie die Citadel und das Raumschiff namens Normandy. Man kann sich mit den dortigen NPCs unterhalten, je nachdem wie wichtig sie sind, gibt es Dialoge. In diesen Dialogen hat man die Möglichkeit sich so zu verhalten, wie man möchte. Man kann entweder "Gut" sein und hoffnungsvolle und nette Antworten geben oder man ist "Böse" (auch Abtrünnig) und schert sich nicht um persönliche Belange der Charaktere und haut immer die Wahrheit raus, egal wie schlimm sie scheint. Auch ein "Mittelweg" zwischen diesen beiden ist möglich.

Die Kämpfe verlaufen so ab, dass man zu Beginn auf einen Planeten per Shuttle der Normandy fliegt und dort auf die jeweiligen Rassen trifft. Es gibt drei Gegner-Arten im Spiel: Die Reaper, die Geth und die Cerberus. Reaper sind eher die Untoten, während Geth als Roboter durchgehen könnten. Die Cerberus sind am menschlichsten. Man blickt nun also über die Schulter des Commander Shepard und hat ein Fadenkreuz vor sich. Wie in anderen Shootern gewohnt zielt und schießt man entsprechend. Ein wichtiger Bestandteil ist es auch, sich hin und wieder mal in Deckung zu begegeben. Ob es nun irgendwelche Banden, Kisten oder Wände sind, man sollte nie Hals über Kopf in einen Kampf gehen.

Über die Schultertasten lässt sich das Kraftrad und auch das Waffenrad auswählen. Über das Waffenrad kann man immer zwischen Primär, Sekundär und irgendeiner großen, sperrigen Waffe wechseln. Bevor man sich nämlich auf einen Planeten begibt, kann man auswählen, welche Waffen man mitnimmt. Je mehr man nimmt und je schwerer sie sind, desto länger dauert das Aufladen (Cooldown) einer Kraft, die man benutzt. Über das Kräfterad kann man die sehr wichtigen klassen spezifischen Kräfte anwenden. Man hat die Kontrolle über 3 Squad-Mitglieder und kann auch über deren Fähigkeiten herrschen. So kann man ein Mitglied mit einer Kraft den einen Feind angreifen lassen, während man das andere Mitglied des Squad auf einen anderen Gegner hetzt. Das beste an den Kräften ist auch, dass diese sich wunderbar kombinieren lassen. Wenn man z.B. Singularität benutzt hat (ein schwarzes Loch, welches Gegner in der Luft herum schweben lässt) kann man auf diese Kraft auch noch Warp hinzu hauen. Das löst eine Explosion aus, die den Gegnern im Umkreis richtig schaden kann.

Kräfte sind nicht nur im Kampf sehr hilfreich, nein, sie lassen sich logischerweise auch verbessern. Denn mit ansteigendem Level, bekommt unser Shepard mehr Punkte zum verteilen. Man kann Kräfte bis zu sechsmal aufwerten. Dann haben sie ihre Maximale Stärke erreicht. Je nachdem wie man spielt kann man auch skillen (die Talentpunkte verteilen). Ab Stufe 3 einer Kraft kann man nämlich immer zwischen zwei Optionen entscheiden. Es gibt z.B. Kräfte wo man entscheiden muss, ob man diese zum Nutzen der gesamten Gruppe oder nur für das eigene Ego benutzt.Will man Gruppen dienlich spielen, so sollte man die Aufwertung wählen, die irgendwelche Boni z.B. auf den Schaden der Kräfte der Gruppenmitglieder bringt. Auch gut ist, dass man auch die Punkte der Squad-Mitglieder verteilen darf. So kann man das Spielerlebnis im Kampf noch mehr individualisieren.

Im Spiel gibt es auch Nebenmissionen abseits der Hauptmissionen, die man bewältigen kann. Manchmal schalten sich solche Missionen frei, indem man mit einem Charakter spricht oder wenn man irgendetwas auf den Hauptmissionen findet. Es ist sogar passiert, dass man beim vorbeilaufen eines Gesprächs auf einmal eine Nebenmission angezeigt bekommt. Spielerisch haben die Nebenmissionen nicht viel zu bieten. Man muss einfach nur irgendetwas suchen, sich für etwas entscheiden oder irgendetwas auf Hauptmissionen finden - das war es dann auch. Desweiteren gibt es im Spiel die Galaxie-Karte von der aus man auf die ganzen Missionen zu steuern kann. In den vielen Galaxien gibt es Planeten die man scannen kann. Manchmal schalten sich so neue Verbündete für die finale Schlacht frei oder man findet eben einen Gegenstand, den man für eine Nebenmission gesucht hat. Mehr macht man auch nicht.

Der Multiplayer von Mass Effect 3 ist eine recht gute und nette Dreingabe. Zwar merkt man, dass hier nicht viel reingesteckt wurde, aber er ist durchaus spaßig und zum einen Teil für die Story relevant. Es geht im Multiplayer einfach nur darum 10 Wellen an Gegnern zu überleben. An 6 verschiedenen Orten im System kämpft man dann entweder 10 Wellen lang gegen Reaper oder 10 Wellen gegen Geth. Man spielt mit insgesamt 4 Spielern, die alle eine unterschiedliche Klasse besitzen können. Auch im Multiplayer ist es möglich, zwischen den Sechs Klassen hin und herzuschalten. Man kann diese dann aufleveln, indem man in den Kämpfen möglichst viele Punkte sammelt. Punkte gibt es für das töten von Gegnern und auch für Medaillen, die beim erfüllen von bestimmten Bedingungen freigeschaltet werden. Man kann sich in den Bonusrunden auch Credits verdienen, die man in Packs investieren kann. Diese kosten unterschiedlich viel und bieten neben neuer Ausrüstung für den Charakter auch weitere Rassen oder Anpassungen. Alternativ kann man auch echtes Geld in solche Packs investieren.

FAZIT: Mass Effect 3 überzeugt durch eine im großen und ganzen fesselnden Story. Das interessante ist auch, dass man selbst zu einem selbst erstellten Shepard (statt der Vorlage) irgendwie eine gewisse Identifikation herstellt. Die Gefechte im Spiel verlangen vor allem im höheren Schwierigkeitsgrad viel an Taktik und Geduld ab aber machen trotz alldem Spaß. Grafisch ist das Spiel zum Großteil sehr gelungen, aber es gab auch ein paar Bugs. Der Sound schafft Atmosphäre und die Synchronsprecher leisten gute Arbeit. Die Steuerung ist einfach und verlangt kaum irgendwelche Großtaten ab; nur die Tastenbelegung ist unglücklich - man will wegrennen, geht dann aber an der nächstbesten Deckung in Deckung(...). Die Möglichkeiten in Dialogen sind nicht großartig ausschweifend und das dürfte vor allem Storylastige Spieler ärgern. Zumal man selbst bei Nebenmissionen in keinen Dialog verwickelt wird, den man selbständig zu Ende führen kann. Wer alles sehen und spielen will, der dürfte mit Mass Effect 3 an die 30 Stunden und auch mehr beschäftigt sein. Der Multiplayer unterhält ist aber nicht das Highlight des Spiels. Schwach: Während des Spielens kam es immer wieder zu teilweise starken Rucklern und Freezes (folge: Konsole neu starten). Würdiges Ende? Wie man es persönlich sieht ist eine Sache, das Spiel ist aber insgesamt Gut.

Negative Aspekte:
z.T. Ruckler, Grafikbugs, Freezes und Abstürze, nervige und lange Ladezeiten bei Host-Wechsel im Multiplayer, Nebenmissionen machen kaum was her, Entscheidungsmöglichkeiten nicht allzu groß, Tastenbelegung manchmal unglücklich, Ende (!?)

Positive Aspekte:
sehenswerte Grafik, packender Sound, einfache Steuerung, interessante Story, Multiplayer ist mal was für zwischendurch, viele interessante Planeten und Charaktere, Ende (!?)

Infos zur Spielzeit:
PhilCassidy hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
PhilCassidy

8.2
Gamezone
Spielspaß-Wertung
8/10
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
8/10
Steuerung
8/10
Sound
9/10
Gameplay
8/10
Erfahrener Benutzer
Moderation
06.04.2012 16:38 Uhr
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