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Mass Effect (PC)

Release:
09.03.2011
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Electronic Arts

Mass Effect im Gamezone-Test

20.06.2008 12:45 Uhr
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Neu
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Auch auf dem PC stellt der Titel eine gelungene Mischung aus 3rd-Person-Shooter und Rollenspiel dar, die begeistert.

Die Rollenspielspezialisten von BioWare haben in westlichen Gefilden einen ungemein guten Ruf. Schließlich arbeitete man an der legendären Baldurs Gate-Reihe mit und auch die neuesten Titel wie Star Wars: Knights of the Old Republic und Jade Empire konnten überzeugen. Mit dem Sci-Fi-Epos Mass Effect feierte BioWare im letzten Jahr seinen Einstand auf der Xbox 360. Nun steht die PC-Version im Handel und verspricht viele Verbesserungen gegenüber der Konsolen-Fassung, die an einigen Stellen tatsächlich nötigt waren, auch wenn das Spiel im Herbst 2007 einen fantastischen Eindruck machte.

Willkommen, Commander Shepard

Mass Effect Mass Effect [Quelle: ] Wer sofort loslegen will, kann sich mit dem vorgefertigten Commander Shepard gleich in den Kampf begeben. Wer jedoch seinen eigenen Helden bestimmen und die Klasseneigenschaften festlegen will, wozu unter anderem Soldat, Techniker oder Infiltrator gehören, der kann sich aus sieben Spezialisierungen seinen eigenen Charakter erschaffen. Nachdem man sich für Männlein oder Weiblein entschieden hat, steht der Gesichtseditor auf dem Programm und hier könnt ihr euch dank unzähliger Einstellungen sicherlich bis zu einer Stunde damit beschäftigen.

Die Story von Mass Effect verläuft augenscheinlich nach den typischen Sci-Fi-Strickmustern: Ein böses Alien will die Galaxis unterjochen, wofür er eine uralte Roboter-Rasse wieder in Aktion treten lassen will. Damit wäre das Schicksal aller freier Völker besiegelt. In der Rolle des Commander Shepard muss dies verhindert werden. Sehr schnell steht also der Bösewicht fest und trotz einiger Wendungen und vieler Details, erfindet Mass Effect das Geschichtenerzählen in dieser Hinsicht sicherlich nicht neu.

Mass Effect Mass Effect [Quelle: ] Was jedoch Mass Effect ausmacht, ist die Tatsache, dass BioWare ein scheinbar riesiges Universum voller verschiedener Alienrassen, politischer Gruppierungen und Einzelschicksale erschaffen hat. Wenn man will, kann man ganz Tief in die Welt von Mass Effect eintauchen und die Kultur und die Geschichte der Völker kennen lernen. Sogar jeder einzelne Planet weißt eine meist interessante Geschichte auf. Das aller Beste ist jedoch, dass scheinbar jeder NPC, mit dem ihr ein Schwätzchen halten könnt, seine eigene Persönlichkeit aufweist und durch die vielen Schicksale entsteht eine unglaublich dichte und lebendige Atmosphäre.

Never walk alone

Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, werdet ihr stets mit zwei Squad-Mitgliedern unterwegs sein, die ihr alle recht schnell im Laufe des Spiels rekrutieren könnt. Insgesamt werdet ihr letztendlich aus sechs Mitgliedern wählen dürfen. Auch hier gilt, dass jeder einzelne Charakter seine eigene Geschichte zu erzählen hat, die ihr im Laufe vieler Gespräche ergründen werdet. Mit der Zeit können so Freundschaften und sogar Liebesbeziehungen entstehen.

Mass Effect Mass Effect [Quelle: ] Grundsätzlich ist Mass Effect sehr textlastig. Wenn ihr wollt, erzählt euch jeder noch so unwichtige Person seine halbe Lebensgeschichte. Dadurch können sich auch neue Quests ergeben, meistens dient das Ganze jedoch nur dem Atmosphäreaufbau. Dennoch ist es oft sehr interessant den Aliens und Menschen zu lauschen. Bei den Gesprächen könnt ihr dabei immer aus mehreren Antwortmöglichkeiten wählen, wobei auf dem kreisrunden Interface nicht gleich der ganze Satz aufgeführt wird, sondern nur ein Stichwort. Manchmal dürftet ihr euch wundern, dass die Stichworte irgendwie nicht zum tatsächlich gesprochenem Satz passen. Habt ihr die Fähigkeiten Schmeicheln und Bedrohen weit genug ausgebaut, dürft ihr euer Gegenüber auch dementsprechend bearbeiten, was wiederum zu weiteren Handlungssträngen führen kann.

Level up

Mass Effect Mass Effect [Quelle: ] Mit jedem getöteten Gegner, jedem erledigten Quest und jedem erfolgreich geknackten Schloss bekommt ihr Erfahrungspunkte für euer Team. Dabei steigen übrigens auch die Mitglieder automatisch auf, die gerade untätig im Schiff hocken. Mit jedem Aufstieg bekommt ihr Punkte spendiert, die in verschiedene Waffen-, Tech- und Biotik-Fähigkeiten investiert werden. So kann man den Umgang mit Sturmgewähren, Pistolen, Scharfschützengewähren, Schrotflinten und anderen Waffensystemen erlernen oder die Punkte auf Schildstärke oder Gesundheit verteilen. Abhängig von der Klasse sind andere Felder verfügbar. Da ihr bis Level 60 aufsteigen dürft und nie alle Fertigkeiten voll ausgebaut bekommt, gilt es eine ausgewogene Truppe zu kreieren. Neben einem Haudraufburschen sollte manstets einen Tech- und Biotik-Experten in der Gruppe haben, ansonsten kommt es schon mal vor, dass ihr keinen Computer hacken könnt.

Was ein Techniker so alles anstellen kann, ist sicherlich ersichtlich, die Biotik stellt quasi das Pendant zur Magie in einem Mittelalter-RPG dar. Biotiker sind in der Lage die Umwelt zu beeinflussen und durch Telekinese Gegner auszuschalten. So könnt ihr Gegenstände durch die Luft wirbeln oder ein Kraftfeld erzeugen, das jegliche Angriffe abwehrt. Aber auch die Heilung der Mannschaft ist möglich. Grundsätzlich schaltet ihr durch die Verteilung der Punkte auch langsam immer mehr Spezialfähigkeiten frei. Danach werden Schild-Booster benutzt, besonders starke Angriffe ausgeführt oder Feinde kurzzeitig daran gehindert ihre eigenen Biotik-Fähigkeiten anzuwenden.

Shooter trifft auf RPG

Mass Effect Mass Effect [Quelle: ] Bisher scheint Mass Effect ein lupenreines Rollenspiel zu sein, doch in den eigentlichen Kämpfen spielt sich der Titel wie eine Mischung aus Gears of War und Full Spectrum Warrior. So dürft ihr eurem Trupp Kommandos geben und sie hinter eine Deckung dirigieren und ihnen Feuerbefehle erteilen. Ansonsten sieht man Shepard aus der 3rd Person Perspektive und ballert die Aliens mit futuristischen Waffen nieder. Zudem hat jede Waffe einen leichten Zoom, mit dem man genauer zielen kann. Natürlich hängt der Erfolg dennoch nicht nur von euren Reflexen und dem taktischen Vorgehen ab, schließlich gilt es auch mal in Deckung zu gehen, sondern auch von euren einzelnen Fähigkeiten. Je weiter ihr eure Skills ausbaut, desto präziser und durchschlagskräftiger sind eure Angriffe.

Neben der Tatsache, dass ihr eurem Squad einfache Befehle erteilen könnt, dürft ihr auch einstellen, wie sie auf den Feind reagieren. Ihr bestimmt, ob sich die Kollegen defensiv verhalten, sofort das Feuer eröffnen oder ihre Spezialfähigkeiten anwenden sollen. Grundsätzlich verhält sich die Truppe relativ taktisch und clever, die typischen KI-Aussetzer sind dennoch vorhanden. So feuert euer Trupp schon mal ununterbrochen auf eine Mauer, weil sich dahinter ein Gegner verbirgt. Auch einige Selbstmordaktionen sind nicht vermeidbar. Dennoch laufen die Kämpfe sehr dynamisch und flott ab. Action-Fanatiker kommen auf ihre Kosten. Glücklicherweise könnt ihr jederzeit das Spiel pausieren, um Beispielsweise die Fähigkeiten der Gruppenmitglieder einzusetzen oder einen Waffenwechsel zu vollführen.

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20.06.2008 12:45 Uhr
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