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  • Max Payne 2: The Fall of Max Payne im Gamezone-Test

    Ein spielbarer Film mit wunderschöner Grafik und toller Atmosphäre. Leider nur mit viel zu kurzer Spielzeit.

    Kurz, aber schmerzhaft!

    Nachdem Max Payne sich von Nicole Horne, der Drahtzieherin des Mordes an seiner Frau, im ersten Teil entledigt hatte, konnte er durch die Hilfe von Alfred Woden wieder bei der New Yorker Polizei in den normalen Dienst zurückkehren. Doch bei Max Payne ist der Name Programm und sein Schicksal soll ihm ein weiteres Mal das Leben schwer machen. Während eines ganz normalen Einsatzes kommt er einer großen Sache auf die Spur und wird, wie sollte es anders sein, tief in den Sumpf dieses Verbrechens hineingezogen. Er trifft dabei auf viele alte Bekannte, darunter auch Mona Sax, in die er sich unsterblich verlieben wird. Aber auch die Liebe kann sehr schmerzhaft sein und Max wird ein weiteres Mal durch die Hölle gehen müssen, um aus seinem persönlichen, nicht enden wollenden Alptraum aufwachen zu können.

    Die Fortsetzung der dunklen Story rund um den gepeinigten New Yorker Cop ist durchaus gelungen. Spieler des ersten Teils werden sich sofort heimisch fühlen, Remedy hat nicht gerade mit Neuerungen um sich geworfen, dafür aber bestehende Features noch weiter verbessert und sich eine neue und packende Story einfallen lassen. Wie bereits im Vorgänger schafft auch hier das Zusammenspiel aus Grafik, Dialogen und enorm dunkler Atmosphäre ein unverwechselbares und filmähnliches Spielerlebnis.

    Wie gesagt, geändert hat sich nicht viel, aber selbstverständlich ist auch im zweiten Teil die von "The Matrix" ausgeliehene Bullet Time ein ganz zentrales Feature. Ein paar Details hat man hierbei verbessert, so kann Max jederzeit einen ausweichenden Sprung in jede Richtung machen und sich dabei in Zeitlupe bewegen. Dieses Manöver verbraucht angenehmerweise keine Bullet Time und ist damit unbegrenzt verfügbar. Wenn man Max allerdings per Knopfdruck in die "echte" Bullet Time versetzt, beginnt die dafür zuständige Anzeige abzunehmen. Durch das Erledigen von Feinden wird diese allerdings wieder etwas aufgebessert, zudem läuft die Zeit mit jedem beseitigten Feind noch langsamer. Dadurch wird es möglich, sich über längere Zeit und nahezu unverwundbar durch ganze Heerscharen von Gegnern zu ballern. Ohne Bullet Time wäre es aber fast unmöglich in diesem Spiel zu überleben, alle Gegner sind äußerst treffsicher und wenn man Pech hat, oder einfach falsch reagiert ist das Spielerleben sehr schnell ausgehaucht. Dies verleitet natürlich dazu an jeder Ecke die Quicksave-Funktion einzusetzen. Nicht selten benötigt man für eine einzige Stelle im Spiel mehrere Anläufe und genau dafür ist man, wie bereits im ersten Teil, ständig mit dem Finger auf der Pause/Quickload-Taste. Wäre ja gar nicht mal so schlimm, nur sind die Ladezeiten auch für einen Quickload stellenweise sehr lang und unterbrechen den Spielfluss auf unangenehme Art und Weise. Vielleicht wäre an dieser Stelle ein Checkpointsystem ohne Speichermöglichkeit etwas fordernder gewesen.

    Eine wichtige Neuerung ist das Teamfeature: Max und Mona müssen sich an ein paar Stellen gegenseitig helfen, hierzu wird auch eine zweite Lebensanzeige eingeblendet. In diesem konkreten Fall muss Mona möglichst viele Feinde von Max mit ihrem Scharfschützengewehr fernhalten bis er sein Ziel erreicht hat. Dieses Feature kommt aber nicht nur zwischen Max und Mona zum Einsatz, auch andere Figuren benötigen Schutz und müssen mit möglichst wenig Treffern ihr Ziel erreichen. Außerdem gibt es ab und zu auch mal ein paar Helfer die sich auf unsere Seite schlagen und zusammen mit uns kämpfen - nur leider sind diese willkommenen Helfer nicht sonderlich intelligent und rennen schon mal in eine Horde Gegner, nur um kurz darauf das Zeitliche zu segnen. Generell hätten auch die Feinde ein paar graue Zellen mehr vertragen können, es kommt schon mal vor das einer von ihnen mitten im Kampfgetümmel eine Granate zündet und dabei nicht nur sich, sondern auch alle anderen Personen im Raum in die Luft sprengt.

    Was die Grafik anbelangt, hat man hat enorm viele und zudem sehr realistische Texturen verwendet, zusammen mit den sehr aufwendig gestalteten Models der Protagonisten ergibt dies schon eine ganz ordentliche Optik. Die Konsolenvariante kommt natürlich nicht an das PC-Original heran, die Grafik sieht hier einfach etwas verwaschener aus und vieles, was auf dem PC noch für Jubelstürme gesorgt hat, ist hier eher unter der Kategorie "Standardkost" einzuordnen. Realistisch wird das Ganze aber durch die umfangreichen Interaktionsmöglichkeiten: Max kann nahezu alles in seiner Umgebung auf irgendeine Art benutzen oder auch zerstören. Dabei kommt die geniale Havok-Physikengine (auch in "Half Life 2" vorhanden) zum Einsatz. Diese Engine macht es möglich das Bewegungen von Kisten oder anderen Einrichtungsgegenständen in Echtzeit berechnet werden und dadurch physikalisch korrekt aussehen. So stößt Max in einem Level auf einen riesigen Haufen aus alten Stühlen und Kisten. Durch das Werfen einer Handgranate werden alle Möbel auf sehr eindrucksvolle Weise durch das Zimmer geschleudert und landen natürlich jedes mal anders, da hierbei alles in Echtzeit berechnet wird. Dies sieht nicht nur gut aus, sondern ist in manchen Fällen sogar hilfreich: Max kann zum Beispiel eine Reihe hochexplosiver Tonnen entzünden und dann schnell durch ein Loch im Boden auf eine versammelte Gegnerschar rollen lassen. Bumm! Ein Problem weniger.

    Die Grafik trägt ohnehin schon sehr viel zur Atmosphäre bei, doch die Dialoge und deren professionelle Sprecher machen das Spiel erst zu dem was es ist: Einen spielbaren Film. Die bekannten Zwischensequenzen im Comic-Stil sind natürlich auch wieder mit dabei und komplett mit gesprochenen Dialogen unterlegt. An vielen Stellen im Spiel trifft Max auf Fernseher in denen ein richtiges Programm läuft und mit vielen Insidergags aufwartet. Hier bleibt man einfach gerne stehen und hört zu, genauso wie bei manchem Zwiegespräch der Gegner solange diese uns noch nicht entdeckt haben. Dies alles sorgt für eine absolut unverwechselbare Atmosphäre die in dieser Dichte nur bei ganz wenigen Spielen anzutreffen ist.

    Da Max Payne 2 mit seinen ca. 6 Stunden Spielzeit (inkl. der Storysequenzen) äußerst kurz geraten ist, bleibt dem Käufer nach dem einmaligen Durchspielen nur die Möglichkeit in den zusätzlichen Spielmodi, oder auf einem höheren Schwierigkeitsgrad sein Glück zu versuchen. Neben dem Spiel auf Zeit namens "New York Minute" bei dem man möglichst schnell durch die einzelnen Level rennen muss, gibt es nun im "Dead man walking" Modus die Möglichkeit möglichst lange gegen unendlich viele Gegner zu bestehen. Dieses Survivial-Spielprinzip ist vielen vielleicht aus so manchem Prügelspiel bekannt und auch hier gibt es Highscorelisten für die erfolgreichsten Kämpfer. Was allerdings eine Highscoreliste in einem Einzelspieler-Spiel effektiv bringen soll, ist uns bis heute noch nicht so ganz klar. Aber anscheinend kam selbst den Entwicklern das Spiel etwas kurz vor, bereits im Abspann wird darauf hingewiesen das Max Payne mit Sicherheit zurückkehren wird.

    Auf den Konsolen steuert sich der gute Max nicht mehr ganz so angenehm und butterweich wie auf dem PC. Besonders wenn Ihr bereits die PC-Version gespielt haben solltet, findet Ihr nur noch sehr wenig Spaß daran mit dem Joypad umherzufuchteln. Besonders das Zielen wird per rechtem Analogstick oftmals etwas schwierig, aber anders hätte man es wohl auch nicht realisieren können.

    Max Payne 2: The Fall of Max Payne (XB)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    voll interaktive Umgebung
    liebevolle Spielgrafik
    geniale Physikengine
    professionelle Sprecher
    komplexe Story
    wunderschöne Artworks
    enorm kurze Spielzeit
    Probleme mit der KI
    ständige Quickload/Quicksave Orgie
    teilweise lange Ladezeiten
    Steuerung per Joypad etwas umständlich
  • Max Payne 2: The Fall of Max Payne
    Max Payne 2: The Fall of Max Payne
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Release
    11.12.2003
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989639
Max Payne 2: The Fall of Max Payne
Max Payne 2: The Fall of Max Payne im Gamezone-Test
Ein spielbarer Film mit wunderschöner Grafik und toller Atmosphäre. Leider nur mit viel zu kurzer Spielzeit.
http://www.gamezone.de/Max-Payne-2-The-Fall-of-Max-Payne-Spiel-14293/Tests/Max-Payne-2-The-Fall-of-Max-Payne-im-Gamezone-Test-989639/
11.12.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/01/detailmp27.jpg
tests