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  • Mechassault im Gamezone-Test

    Hallo Mechwarrior, es ist uns eine Ehre Dir mitteilen zu können, dass Dich der Wolfclan für seine Missionen auf Helios abkommandiert hat. Der Vertrag gilt bis die Macht der Technologiefanatiker, die sich selbst "Word of Blake" nennen, gebrochen und ihre Einrichtungen zerstört worden sind. Melden sie sich unverzüglich beim Einsatzkommando der Dragoner, um an der Vorhut teilnehmen zu können. Der Auftrag wird sicher nicht leicht werden, aber wenn Sie alle richtig machen werden sie entsprechend entlohnt.

    So beginnt die Einführung zum neuesten Mechgame von Microsoft aus dem Fasa-Universum und sorgt gleich für die richtige Stimmung. Dies ist auch bitter nötig, denn schon die erste Mission zeigt uns mit wem wir uns hier angelegt haben, einem ziemlich starken und vor allem weit vorrausschauendem Feind, der genau weiß wo wir am verwundbarsten sind. Es gilt also alle Erfahrung in die Waagschale zu werfen um mit den tonnenschweren Kolossen nicht zum Kanonenfutter degradiert zu werden. Taktisches Vorgehen ist wichtiger als plumpes Waffengeplauder, genauso wie man alle Möglichkeiten des Mechs ausnutzen muss um das Ende der Mission zu erleben.
    Kenner der PC Mechgames werden sich sicher fragen, wie denn die recht komplizierte Steuerung eines Mechs auf die Konsole und ihr Pad übertragen wurde. Meiner Meinung nach recht gut, denn die grundlegende Physik der Mechs wurde beibehalten, man steuert also die Füße und den Torso separat, was mit den beiden Sticks geschieht. Es stellt also kein Problem dar in eine andere Richtung zu gehen als man schießt. Auf dem linken Stick für die Füße liegt zudem das Jumpjet, welches in jede Himmelsrichtung gedreht werden kann. Auf eine manuelle Einteilung der Waffen in Gruppen hat man verzichtet, dafür schaltet man die Waffensysteme Ballistisch, Energie und Raketen mit der linken Schultertaste durch und feuert sie mit der rechten Schultertaste ab. Dabei hat uns die gute Umsetzung der bekannten Waffensysteme sehr gefallen. Fernlenkraketen (LRMS) fassen automatisch Ziel auf, sobald der Feind im Fadenkreuz auftaucht, die Hochgeschwindigkeitsraketen besitzen den erwarteten Bums und die Laser kommen als normale und Pulsvariante daher. Zu den stärksten Waffensystemen dürfte immer noch die PPC gehören, welche neuerdings bis zur gewünschten Stärke aufgeladen werden kann, während sich die elektrische Ladung sichtbar um die Waffe herum aufbaut, sowie das Gaussgeschütz, das immer noch die erste Wahl für weit entfernte Ziele darstellt. Allerdings hat man den Shutdown-Mechanismus der Mechs bei Überhitzung wegrationalisiert, stattdessen lassen die Laser in ihrer Schussfrequenz nach je heißer sie werden, fast bis zum totalen Stillstand. Dafür gibt es sehr effektive Täuschkörper (AMS) gegen selbstlenkende Waffen, die besonders vom Feind exzessiv eingesetzt werden, sowie ein elektronisches Störsystem, welches das Auffassen des Zieles erschwert.
    Die drei grundlegenden Waffensysteme sowie das Schild können während der Mission per PickUps in drei Stufen aufgerüstet währen, was in schnelleren Schussfolgen und höherer Durchschlagskraft resultiert.

    Das Gameplay welches "Mech Assault" bietet dürfte das schnellste sein welches man je als Mechkrieger erlebt hat. Dank der eingängigen Steuerung ist man in der Lage die Kolosse schneller zu bewegen als je in einem Mechgame zuvor. Pedantischerweise könnte man den fehlenden Rückwärtsgang bemängeln, der einfach durch 360° Grad drehbare Beine ersetzt wurde. Damit nämlich ist jeder Mech in der Lage aus dem Stand in jede Richtung zu gehen, ohne Wartezeit auf das Schaltgetriebe, dafür mit teilweise etwas seltsamer Optik, wenn die Beine nach hinten zeigen während man sich eigentlich rückwärts bewegt. Allerdings passt dieses Verhalten sehr gut zum allgemein schnellen Game, denn mitunter ist es ein ganz schöner Spießrutenlauf, den anfliegenden Raketen auszuweichen während man versucht die lästigen Panzer unter seinen Füßen zu erwischen und die Abwehtürme ihr bestes geben unsere Panzerung zu durchdringen.
    Womit wir beim Schwierigkeitsgrad angelangt sind, welcher zu Beginn einer Kampagne in drei Stufen gewählt werden kann. Dieser siedelt sich in den höheren Sphären an, denn selbst im leichtesten Mode ist kaum eine Mission auf Anhieb zu schaffen. Trotz des ausführlichen Briefings, welches übrigens sehr stimmig mit Videos und verzerrten Funksprüchen gestaltet wurde, wird man immer wieder aus dem Hinterhalt überfallen oder steht einer viel stärkeren Abwehr gegenüber als man gesagt bekam. Der schlimmste Fehler den ein Mechwarrior begehen kann ist nach wie vor das blinde Vorstoßen in feindliches Gebiet. Denn selbst so eine mächtige Maschine ist verloren wenn sie von allen Seiten aus angegriffen wird. Geschickter ist es aus dem Verborgenen zu handeln und sich erst auf einen Nahkampf einzulassen wenn kein Feind mehr mit Fernwaffen in der Nähe ist. Dann aber rentiert es sich alles platt zu machen was einem vor die Rohre kommt, denn in vielen Gebäuden versteckt sich Munition oder Schild zum einsammeln, ohne die man kaum bis zum Ende durchhält.

    Die Grafik versteht es die Fähigkeiten der Xbox ziemlich gut auszuschöpfen. Egal ob es sich um eine Tag oder Nacht Mission handelt, egal ob es wie aus Eimern schüttet, die Sonne scheint oder der Morgennebel das Gebiet verschleiert, immer läuft die Aktion ohne Ruckeln oder Geschwindigkeitsverlust, dafür sehr detailliert und mit vielen Effekten ausgestattet ab. Dabei gibt sich die Umwelt sehr interaktiv, denn nicht nur Gebäude und Fahrzeuge können zerstört werden, sondern auch die Bäume können in Brand geschossen werden und wenn man es darauf anlegt sind sogar Felsen zum bersten zu bringen. Da es auch möglich ist Infanteristen einfach zu überlaufen, man dies aber nicht zu deutlich darstellen wollte, lösen sich diese ziemlich schnell in einer schwarzen Silhouette auf ohne auch nur einen tropfen Blut zu verlieren. Freilich kann man darüber hinwegsehen, denn die Frage müsste lauten, ob man in 160 Fuß Höhe überhaupt noch etwas von dem Blut erkennen würde. Dafür können die Explosionen wirklich begeistern, die kein bisschen eingeblendet aussehen, sondern wirklich so als würden sie sich vom Herd aus ausbreiten, allerdings erst nachdem wir kräftige Einschusslöcher hinterlassen haben und sich die ersten Trümmer schon lösten.

    Ebenso fulminant gibt sich die Soundkulisse, welche das Wohnzimmer erbeben lässt wenn die Gebäude in sich zusammenstürzen. Die Waffensysteme klingen auch allesamt schön aggressiv, lediglich die Schritte der Mechs hätten wir uns etwas kräftiger gewünscht. Die Soundtracks siedeln sich im Rock und HeavyMetal Bereich an und passen recht gut zur gebotenen Aktion, voller Metal und roher Maschinengewalt. Unterstützt wird all dies von sehr gut inszenierten Funksprüchen die dafür sorgen, dass man sich immer mitten im Geschehen fühlt.

    Der mitgelieferte Online-Part dürfte der augenblicklich variabelste sein der für die Xbox erhältlich ist. Besitzt man nur eine Konsole kann man per Splitscreen immerhin ein Duell austragen, wirklich lustig wird es aber erst wenn man lokal bis zu acht Xboxen zu einem Netzwerk zusammenschließt um gemeinsam in den Kampf zu ziehen. Mit noch mehr Mitspielern kann man sich per Xbox-Live! Schlagen, zu dem das Anmeldeformular sowie alle benötigten Informationen in Form einer kleinen Broschüre beiliegt. Sogar die benötigte Verkabelung wird dort in Wort und Bild erläutert.

    Da es den Entwicklern dermaßen gut gelungen ist das Mechwarrior-Thema auf die Konsole zu portieren, erhält dieser Titel den silbernen Gamezone-Award.

    Mechassault (XB)

    Singleplayer
    9,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr schnelles Gameplay für ein Mechgame
    hervorragende Grafik die nie ins Stocken gerät
    gut umgesetzte Steuerung
    unterstützt lokales Netzwerk und Xbox-Live!
    Kein Rückwärtsgang
    stattdessen drehen sich die Beine nach hinten
  • Mechassault
    Mechassault
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Microsoft
    Release
    15.11.2002

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Harry Potter für Kinect Release: Harry Potter für Kinect Warner Bros. Interactive , Eurocom Entertainment
    Cover Packshot von Justice League Heroes Release: Justice League Heroes Warner Bros. Home Entertainment Group , Snowblind Studios
    Cover Packshot von Eragon Release: Eragon Vivendi , Stormfront Studios
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988939
Mechassault
Mechassault im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Mechassault-Spiel-14380/Tests/Mechassault-im-Gamezone-Test-988939/
15.11.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/11/tv000002_71_.jpg
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