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  • Mechwarrior 4: Mercenaries im Gamezone-Test

    Spectre down, Mission abort! Initiate Recovery.

    Die eingefleischten Mechwarrior-Fans werden anhand des Titel etwas stutzig werden, denn ein Mechwarrior Mercenaries gab es bereits schon einmal, nämlich zu Mechwarrior 2 als AddOn. Da ist es naheliegend zu vermuten, dass es sich bei "Mechwarrior 4: Mercenaries" ebenfalls um ein AddOn zu MW4 handelt, zu dem es ja bereits zwei AddOns gibt. Dem ist allerdings nicht so, "Mechwarrior 4: Mercenaries" stellt ein komplett eigenständiges Programm dar, welches keinen der anderen Teile benötigt um zu laufen. Lediglich die Vier im Titel hat es mit seinen Vorgängern gemein. Nachdem wir dies geklärt haben können wir uns nun voll dem neuen Abenteuer im Universum der Mechs widmen.

    Wie man es als richtiger Anhänger dieses Themas erwartet, gibt es ein mehrere Bildschirme umfassendes Config-Menü alleine für die Belegung der Joysticks, der Maus und des Keyboards, die man Idealerweise gleichzeitig benutzt. Denn man hat das bekannte Mechprinzip, den Entwicklern sei dank, komplett beibehalten. Es sind also die Beine und der Torso voneinander getrennt zu steuern, besonders praktisch wenn man den Gegner umkreisen und gleichzeitig im Visier behalten will. Die Waffen sind in verschiedene Gruppen einzuteilen, die sodann im Verbund zu nutzen sind. Freilich hat man den wichtigen Alpha-Strike ebenfalls nicht vergessen und nach wie vor kann man in den meisten Mechs sogenannte Jumpjets montieren, für kürzere Sprünge über unwegsames Gelände oder einfach nur um sich schnell aus einer Gefahrensituation heraus zu katapultieren.

    Vom Gameplay her hat man sich zwar an die bekannten Vorgaben gehalten, es gilt also als Söldner möglichst viele Aufträge erfolgreich abzuschließen, um mit dem damit verdienten Geld neue Piloten anzuheuern und Mechs samt Waffen zu finanzieren, allerdings gibt es einige spielentscheidende Verbesserungen, wie endlich einen zweiten Flügel. Insgesamt nämlich kann man seine Truppe bis auf acht Mann aufstocken, die in zwei Flügel aufgeteilt sind. Der erste Flügel untersteht einem selbst während der andere vom angeheuerten Commander befehligt wird. Mal von dem unglaublichen Eindruck abgesehen, wenn man mit zwei kompletten Flügeln das Schlachtfeld betritt und für Ordnung sorgt, ergibt es ein völlig neues taktisches Element, einen Flügel von hinten an die Gegner anschleichen zu lassen oder ihn in der Reserve hinter dem Hügel warten zu lassen, falls der Einsatz doch etwas härter wird als man vorher kalkulierte. Freilich geht man immer das Risiko ein, das eingesetzte Mechs und ihre Piloten im Kampf beschädigt bzw. verletzt werden, was einem Daheimgebliebenen natürlich nicht passieren kann. Dafür ist es schon ein ganz besonderes Erlebnis wie ein römischer General auf dem Hügel zu stehen und seine Mannen in den Kampf zu schicken während man die Lage sondiert.
    Eine der besten Änderungen finde ich persönlich das neue Waffenzuordnungssystem, welches endlich Schluss macht mit in den Beinen montierten Lasern oder ähnlichen Fehlkonstruktionen. Stattdessen besitzt jeder Slot der Mech-Chassis eine von drei Farben, die für Projektil-, Raketen, und Energiewaffen stehen. Damit ist es nicht mehr möglich in eine Raketenhalterung einen Laser zu montieren, sondern nur noch die logisch zur Halterung passende Waffe. Trotzdem kann man sich anhand der unzähligen Waffen, Abwehr- und Störsysteme noch immer für halbe Ewigkeiten im Mechlab aufhalten, was für manchen Einsatz auch unbedingt nötig ist, denn schon eine falsch ausgewählte Waffe oder ein falscher Mann im Team kann die gesamte Mission gefährden. Mechs, Waffen und Piloten gibt es übrigens auf dem freien Markt zu kaufen, der recht realistisch umgesetzt wurde. So ist eine eben gekaufte Chassis nicht sofort verfügbar, da sie erst zu uns gebracht werden muss, was ein bis zwei Wochen virtueller Zeit in Anspruch nimmt. Ebenso bei den Reparaturen beschädigter Mechs, die entweder für einige Zeit im Hangar bleiben oder eben nur halb repariert eingesetzt werden können.

    Die Missionen selbst sind sehr abwechslungsreich und mit mancher Überraschung geschmückt. Besonders die Präsentation derer ist sehr gut gelungen. So begrüßen die Söldner die Arbeiter einer Ölplattform per Du, da man dieses Objekt bereits in einer vorigen Mission beschützt hat, und wünschen einem viel Glück, da der bevorstehende Angriff sicher härter sein wird als der vorangegangene. Die Söldner machen sich daraufhin schon mal lustig über die Angst der Anderen, oder deren Unvermögen auf sich selbst aufzupassen. Doch auch ein Hinterhalt ist nichts Besonderes, auch wenn einem das Erste mal das Blut in den Adern gefriert, wenn statt des erwarteten Transportes zwei Flügel best ausgerüsteter Mechs eines anderen Clans schon darauf warten Hackfleisch aus uns zu machen. Da hilft nur noch die eigenen Leute um sich zu scharen und den Rückzug anzutreten.
    Sehr gut gefiel uns die Möglichkeit mit dem Mech in die Hocke zu gehen, womit man einem Scharfschützen gleich hinter einem Objekt in Deckung gehen kann und nur noch ein ganz kleines Ziel abgibt. Ebenfalls gut gelungen ist das Überhitzungssystem, welches ab sofort nicht nur per Temperaturanzeige visualisiert wird, sondern den ganzen Mech dampfen lässt. Solange wir die kritische Grenze nicht erreicht haben, dampft er noch dezent in weiß, nähern wir uns allerdings dem automatischem Shutdown, verfärbt sich der Dampf in schwarzen Qualm und beginnt uns die Sicht zu nehmen. Als letzte Möglichkeit bleibt uns noch das Kühlsystem zu überschwemmen, was für einen kurzen Aufschub sorgt bevor sich der Mech endgültig abschaltet um abzukühlen. Der manuelle Override des Shutdownsystems ist allerdings nur den absoluten Profis zuzumuten, da er meist in einer totalen Überhitzung des Systems endet, was besonders unangenehm wird wenn dabei die Projektilmunition explodiert und unsere Waffensysteme in Mitleidenschaft zieht. Ein wirklich gelungenes Feature, da man so auch den Hitzezustand der feindlichen Mechs gut einschätzen kann, besonders wichtig beim Einsatz des Flammenwerfers, der kaum Schaden anrichtet aber die Temperatur des getroffenen Gegners enorm in die Höhe treibt.

    Allerdings schafft es die Grafik nicht ganz mit aktuellen Produkten mitzuhalten. Eine entsprechende Grafikkarte vorausgesetzt sind Auflösungen jenseits der 1280x768 ohne weiteres Möglich, allerdings hilft es nicht viel den Detailregler bis zum Anschlag hochzuschieben, da die Landschaften meist recht leer aussehen. Trotz Antialiasing und MipMapping erkennt man immer deutlich aus welchen Polygonen sich die Spielwelt zusammensetzt. Auch wurde das niedertrampeln der Bäume nur mangelhaft umgesetzt, denn statt umzufallen explodieren diese bei einer Berührung mit dem Mech um sich daraufhin in Wohlgefallen aufzulösen.
    Die Models der Mechs hingegen sind ein Augenschmaus. Sie besitzen viele Details und ein ausgereiftes Schadenssystem. So passiert es schon mal, dass einem der Raketenwerfer abgeschossen wird, sich dessen Halterung aber immer noch an der Chassis festhält und lustig im Wind wackelt. Selbst auf einem 500MHz Celeron PC mit GeForce 2 MX Grafikkarte bei minimalen Details lies sich das Game recht flüssig spielen.

    Dafür macht die Soundkulisse wieder einiges Wett was die Grafik nicht ganz schafft. Sie schafft es einen wunderbar ins Geschehen mit hinein zu ziehen, dank der vielen, teilweise fast schon persönlichen Funksprüche und der herrlichen Kampfgeräusche. Die Laser geben je nach Stärke ein elektrisches Surren bis hin zum infernalen Blitzgeräusch ab, die Projektilwaffen kommen ebenfalls mit angenehm starken Sounds daher, die noch dazu, je nachdem wie die Projektile auf den Gegner auftreffen, differenzierte Einschussgeräusche von sich geben. Lediglich den Raketen hätte man einen etwas härteren Sound spendieren können, denn wenn man seine zwei Lafetten 15er Raketen abfeuert sollte es schon etwas mehr Lärm machen als des lieblichen Gezisches. Dafür kann die Mechanik der Mechs wieder voll begeistern, der man tatsächlich anhört wie sich die Bones biegen und die Servos arbeiten.

    Mechwarrior 4: Mercenaries (PC)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ein zweiter Flügel zu befehligen
    über 30 wirklich fordernde Missionen
    vier Clans zur Auswahl
    gut gelungenes Mech-Lab
    Nur mittelmässig detaillierte Landschaften
  • Mechwarrior 4: Mercenaries
    Mechwarrior 4: Mercenaries
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Microsoft
    Release
    11.2002

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988926
Mechwarrior 4: Mercenaries
Mechwarrior 4: Mercenaries im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Mechwarrior-4-Mercenaries-Spiel-14391/Tests/Mechwarrior-4-Mercenaries-im-Gamezone-Test-988926/
11.11.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/12/ACF911.jpg
tests