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  • Medal of Honor: Airborne im Gamezone-Test

    Auch auf der PS3 können wir nun weitläufigere Level und eine dichte Athmosphäre bei viel zu kurzer Spielzeit erleben.

    Der Originaltext zu diesem PS3-Review stammt aus dem PC-Review von Markus Ridder vom 08.10.2007.

    "Zeigen Sie mir einen Mann, der aus einem Flugzeug springt, dann zeige ich Ihnen einen Mann, der kämpft."
    (James M. Gavin, US-General)

    Unter der endlosen Masse von Videospielen, die sich der Thematik des Zweiten Weltkrieges annehmen, nimmt die "Medal of Honor"-Reihe seit ihrem Start vor knapp acht Jahren eine Spitzenstellung ein. Das Ur- MoH erschien 1999/2000 noch für PlayStation und wurde in Deutschland indiziert. Der erste PC-Teil mit dem Titel "Medal of Honor: Allied Assault" kam 2002 auf den Markt. Kritiker lobten vor allem den für damalige Verhältnisse hohen Technikstandard sowie das atmosphärisch packend in Szene gesetzte Missionsdesign. Als PC-Fassungen folgten mit "Spearhead" (2002) und "Breakthrough" (2003) zwei Addons zum Basisspiel, bevor EA mit "Medal of Honor: Pacific Assault" vor drei Jahren einen regulären Fortsetzungsteil nachschob, der den Spieler in der Rolle eines US-amerikanischen Soldaten in den Kampf gegen japanische Soldaten auf die pazifischen Inseln führte. "Medal of Honor: Airborne" ist also quasi der dritte Teil und - wie der Zusatz bereits erkennen lässt - einer als elitär geltenden Truppengattung gewidmet: den Fallschirmjägern.

    Himmelfahrtskommando aus Wolke 7

    Medal of Honor: Airborne Medal of Honor: Airborne Eine amerikanische Transportmaschine am 11. Juli 1943, irgendwo im Luftraum über dem sizilianischen Städtchen Adanti. Die Soldaten der 82nd Airborne Division machen sich fertig für ihren Einsatz. Nur noch wenige Sekunden bis zum Absprung. Der C-47-Flieger gerät in Turbulenzen. Das gegnerische Flugabwehrfeuer wird lauter und stärker, schüttelt die Maschine durch. Die Innenbeleuchtung des Flugzeuges schaltet um auf Grün, das Licht-Signal zum Aussteigen. MG-Salven reißen Löcher in die Außenwand des Fliegers. Zwei Fallschirmjäger schaffen es nicht einmal mehr zur Tür, sacken bereits im Transportraum tödlich getroffen zusammen. In all dem Durcheinander dann die Stimme des Absetzers: "Raus, raus, raus...!" Es geht alles wahnsinnig schnell. Und bevor wir überhaupt erfassen, was eigentlich passiert, hängen wir schon am Schirm. Über uns der glasklare Nachhimmel, unter uns das Hämmern der feindlichen Flak-Geschütze und ein einziger Hagelsturm aus Leuchtspurmunition. Die Kugeln gelten uns. Das sind die Augenblicke, in denen man sich ernsthaft fragt, warum man seinerzeit doch nicht besser zu den Panzergrenadieren gegangen ist.

    Medal of Honor: Airborne Medal of Honor: Airborne Willkommen bei der Luftlandetruppe! Wir sind ab sofort der US-amerikanische Fallschirmjäger Boyd Travers und einer dieser "vertikalen Leichensäcke". Einige bezeichnen uns auch als das gescheiterte Experiment einer neuartigen Kriegsführung. Doch diese Leute irren sich. Die italienischen Truppen in und um Adanti bekommen das schon bald zu spüren. Kaum sind wir mehr oder weniger elegant auf Feindgebiet luftgelandet, geht's auch gleich los ins Kampfgetümmel und den Spagettis an den Stahlhelm. Die Operation Husky in Sizilien wird dabei nur eine unserer Missionen sein. In den nächsten Spielstunden erwarten Soldat Travers noch weitere Einsätze: An der italienischen Amalfiküste, in der Normandie, bei Eindhoven, Nimwegen, Arnheim und zuletzt sogar in Essen, der größten Stadt des Ruhrgebietes und dem Zentrum der deutschen (Rüstungs-)Industrie.

    Immer auf dem Sprung

    Medal of Honor: Airborne Medal of Honor: Airborne "MoH: Airborne" setzt voll auf Tempo. Von Anfang an. Zeit zum Atemholen bleibt kaum. Die relativ kurzen Vor- und Zwischensequenzen sind gut gemacht, beschränken sich aber auf ein Minimum. Sie wurden von den Entwicklern nur dort eingeflochten, wo dies für das Verständnis oder den Fortgang der Handlung zwingend notwendig war. Kein Ballast, kein unnötiger Schnick-Schnack, keine Längen. Stattdessen kompromisslose Dauer-Action im Laufschritt. Taktische Vorgehensweisen - ein bestimmendes Gameplay-Element bei Genre-Kollegen wie "Brothers in Arms" - spielten in "Medal of Honor" stets nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich die erdrückende Überzahl an Gegnern zwingt uns immer wieder zu Ausweichmanövern, hastigen Sprints und einem ständigen In-Bewegung-Bleiben. Oft fighten wir auch im Singleplayer-Modus an der Seite computergestützter Kameraden. Den Ruf unseres Gruppenführers "Zurück, es sind zu viele!" hören wir so oft, dass wir ihn irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen. Soll sich der Schreihals doch in die Hosen machen. Letzten Endes sind wir es ja, die die Arbeit erledigen müssen. Und dazu eignet sich am besten jene Methode, die dem Naturell eines Fallschirmjägers der 82sten am ehesten entspricht: Angriff.

    Medal of Honor: Airborne Medal of Honor: Airborne Unsere Feinde machen es Boyd Travers, der sich aus der Ego-Perspektive durch die Lüfte und am Boden steuern lässt, dabei nicht immer leicht. Die Gegner-KI ist zwar eher mittelmäßig, agiert jedoch meist ziemlich aggressiv. Gerne greift uns die Feindesschar von mehreren Seiten an, fällt uns in die Flanke, verwickelt uns - wilde und furchteinflößende Kampfschreie ausstoßend - in Nahkampfsituationen oder wirft Handgranaten. Als besonders tückisch erweisen sich Scharfschützen, die dem Spieler vor allem während der "Operation Varsity", der vorletzten Mission der Einzelspielerkampagne, ans Leder bzw. zwischen die Augen wollen und die sich dort - für uns recht ungünstig - auf dem weitläufigen, aber dennoch schlecht überschaubaren, weil verwinkelten Gelände einer Panzerfabrik positioniert haben.

    Im Westen nichts Neues...

    Medal of Honor: Airborne Medal of Honor: Airborne Wer WW2-Shooter regelmäßig spielt, kennt sie mittlerweile auswendig: die sich ständig wiederholenden Auftragsziele. "Medal of Honor: Airborne" bildet da keine Ausnahme, was bei der inzwischen sehr offensichtlichen Ausgereiztheit des Szenarios nicht wirklich überraschen dürfte. Als Soldat Boyd Travers macht man das, was all die anderen Hauptfiguren aus der sattsam bekannten Fülle themenverwandter Shooter auch schon gemacht haben: Deutsche Treibstoff- und Munitionslager zerstören, Sende- und/oder Radarstationen sprengen, Bunkeranlagen von Horden verbissen kämpfender Wehrmachtssoldaten leer fegen, Brücken erobern, Eisenbahngeschütze und Panzer ausschalten usw., usw....Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass es bei Militäroperationen eigentlich immer nur um diese Dinge geht und sich das Rad nun einmal nicht ständig neu erfinden lässt. Gerade dann nicht, wenn ein Spiel mit dem Anspruch antritt, zumindest in Ansätzen auf historischen Tatsachen zu basieren. Ähnliches gilt zwangsläufig auch im Bezug auf die Schauplätze. Grabensysteme und Bunkeranlagen in der Normandie gehören in "MoH: Airborne" ebenso dazu wie das aus dem Hollywood-Spektakel "Die Brücke von Arnheim" bekannte niederländische Städtchen Nimwegen. Gekämpft wird bei Tag und bei Nacht, in zerbombten Häuserruinen und nahe der französischen Küste (D-Day) ebenso wie zwischen den antiken griechischen Gebilden von Paestum. Im Westen also nichts Neues...

  • Medal of Honor: Airborne
    Medal of Honor: Airborne
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    06.12.2007

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Medal of Honor: Airborne
Medal of Honor: Airborne im Gamezone-Test
Auch auf der PS3 können wir nun weitläufigere Level und eine dichte Athmosphäre bei viel zu kurzer Spielzeit erleben.
http://www.gamezone.de/Medal-of-Honor-Airborne-Spiel-14402/Tests/Medal-of-Honor-Airborne-im-Gamezone-Test-991601/
11.12.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/12/17716_Town_Hall_Rooftop.jpg
tests