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  • Medal of Honor Heroes im Gamezone-Test

    Auch wenn das Gameplay noch ausbaufähig wäre, ist MoH Heroes doch einer der besten Egoshooter auf der PSP geworden.

    Wenn es ein Genre auf der Playstation Portable gibt, welches bisher nur unterdurchschnittlich mit Spielen versorgt wurde, dann ist dies eindeutig der Ego-Shooter Bereich. Die Entwickler bemängeln immer wieder die mangelhaften Steuerungsmöglichkeiten der PSP, welche einen Shooter so gut wie unmöglich machen. Versuche, wie zum Beispiel "Coded Arms" aus dem Jahre 2005 belegen diese These. Doch es gibt auch Ausnahmen: So hat beispielsweise "SOCOM: Fireteam Bravo" gezeigt, dass auf der PSP auch hochwertige Titel aus dem Genre erscheinen können. Dies hat sich wohl auch Electronic Arts gedacht und will mit dem ersten PSP-Ableger der erfolgreichen "Medal of Honor"-Serie an die Leistung der Konsolenversion anknüpfen. Ob dies den Entwicklern gelungen ist oder ob uns EA einmal mehr nur einen aufgewärmten Konsolen-Port präsentiert, erfahrt ihr im folgenden Review:

    Neue Levels - altes Szenario

    Medal of Honor Heroes Medal of Honor Heroes Auf der Verpackung des Spiels wirbt EA mit dem Slogan "Exklusiv für PSP" - Doch wie viel Exklusivität steckt wirklich im ersten PSP-Ableger der Serie? Erst einmal wären da die Helden - Allesamt dürften traditionellen Spielern der Serie bekannt sein: Denn die drei Hauptprotagonisten sind die Köpfe aus drei Teilen von "Medal of Honor". Zuerst schlüpft ihr in die Rolle von Sergeant John Baker aus "Medal of Honor: Allied Assault Breakthrough", mit dem ihr die Deutschen an der italienischen Küste sabotiert, um die Allierten beim Einmarsch in das Land zu unterstützen. Als nächstes verschlägt es euch mit Lieutenant Jimmy Patterson aus "Medal of Honor" und "Medal of Honor: Frontline" nach Holland, wo ihr im Rahmen der -Operation Market Garden- agiert. Zuletzt kämpft ihr mit Lieutenant William Holt aus "Medal of Honor: European Assault" in den Ardennen von Belgien. Und hier wären wir schon beim eigentlich größten Manko des Spiels: dem Umfang! Die drei Kampagnen sind in jeweils fünf Missionen unterteilt, was laut Adam Riese insgesamt 15 Einsätze macht. Da das Spiel allerdings drei verschiedene Schwierigkeitsgrade bietet, werden Anfänger sicherlich ein bisschen länger am kleinen Bildschirm der PSP verbringen als die alten Hasen unter euch. Nichtsdestotrotz bietet "Medal of Honor: Heroes" dennoch insgesamt weit unter 10 Stunden Spielspaß, was für einen Ableger der Serie eigentlich ungewöhnlich kurz und außerdem für einen Vollpreistitel zumindest in Sachen Singleplayer-Umfang zu viel verlangt ist.

    Ego-Shooter auf der PSP - Geht das überhaupt?!

    Medal of Honor Heroes Medal of Honor Heroes Wie zu Beginn bereits erwähnt, verschmähen viele Entwickler den Bereich "Ego-Shooter" auf dem Edel-Handheld von Sony, da die PSP im Gegensatz zur Playstation 2 keinen zweiten Analog-Stick bietet. Der Nintendo DS besitzt zwar auch nicht eine besonders große Anzahl an Ego-Shootern, dennoch ist hier die Steuerung aber viel empfänglicher für eine Umsetzung eines solchen Titels. Auf der PSP erschien bisher nur ein einziger waschechter Ego-Shooter - Das war "Coded Arms", welches eindrucksvoll bewiesen hat, wie es nicht geht. Denn der Titel litt unter anderem an der katastrophalen Umsetzung der Steuerung. Ganz anders hat es aber Sonys hauseigener Titel "Socom: US Navy Seals: Fireteam Bravo" gezeigt, welcher mittlerweile sogar einen Nachfolger bekommen hat. Zwar ist "Socom" auf der PSP kein reiner Ego-Shooter (man blickt der Spielfigur über die Schulter), dennoch zeigen die Entwickler, dass es auch auf der PSP möglich ist, einen Shooter auf die PSP zu bringen, der gleichzeitig eine gute Steuerung bietet. Dies hat wohl auch Electronic Arts als Ansporn genommen, einen eigenen Titel dieser Art für den Handheld zu entwickeln. Allerdings haben auch wir uns die Frage gestellt, ob es EA geschafft hat, mit "Medal of Honor: Heroes" einen weiteren Top-Titel der Serie zu veröffentlichen. Jetzt, nachdem wir das Spiel ausreichend getestet haben, können wir die Frage mit einem klaren "ja" beantworten. Denn schon nach einer guten Stunde Eingewöhnungszeit, ist die Steuerung ins Blut übergegangen. Zu Beginn allerdings wird es sehr ungewohnt sein, was vor allem an der Standard-Steuerung liegen dürfte - laut dieser bewegt ihr euch mit dem Analog-Nub und schaut euch mit den vier Aktionstasten um. Diese Art der Steuerung ist allerdings gänzlich unpassend für ein angenehmes Spielerlebnis. Aber wem diese Belegung der Tasten nicht zusagt, der kann sie ganz einfach ändern: Denn die Entwickler haben netterweise mehrere Belegungsarten in das Spiel integriert, welche es dem Spieler erlauben, die für ihn richtige Belegung zu finden. Zwar lassen sich die Tasten nicht individuell anpassen, aber die gebotene Auswahl ist auch völlig ausreichend. Wir empfehlen es, dass ihr euch mit den vier Aktionstasten zu bewegt und ihr euch mit dem Analog-Nub umzuseht. So habt ihr ähnlich wie auf der Konsole eine freiere Sicht, da der Analog-Nub den Fähigkeiten des Anolog-Sticks sehr nahe kommt.

    Nach ein wenig Übung steht spannenden und actionreichen Schießerein nichts mehr im Wege. Besonders positiv anzumerken ist, dass die Entwickler auf eine automatische Zielerfassung wie in "Socom: US Navy Seals: Fireteam Bravo" verzichtet haben. Dadurch mögen es zwar Anfänger schwerer haben, allerdings erlaubt das Spiel nun eine viel realistischere Atmosphäre. Nun wird selber über Kimme und Korn der Feind anvisiert und nicht bloß automatisch anvisiert und losgeballert - In Sachen Steuerung bietet uns "Medal of Honor: Heroes" bisher die zweifelsfrei beste Vorstellung eines Ego-Shoooters auf der Playstation Portable. Aber wohl viel Licht ist, ist in diesem Falle auch ein wenig Schatten - Denn die Jungs von EA haben darauf verzichtet eine "Kriechen"-Funktion einzubauen. So könnt ihr nur entweder gebückt oder normal aufgerichtet laufen, was zwar der Atmosphäre selbst eigentlich keinen Abbruch tut, aber dennoch wünschenswert gewesen wäre.

    Ich bin ich, aber wer bist du?

    Medal of Honor Heroes Medal of Honor Heroes In "Socom: US Navy Seals: Fireteam Bravo" wurde immer wieder bemängelt, dass man als Spieler nur einen einzigen Mitstreiter zur Seite hat und nicht wie im Konsolenvorbild gleich mehrere. In "Medal of Honor: Heroes" ist dies zwar anders, dennoch gibt es auch in diesem Punkt wieder was zu bemängeln. Denn die Soldaten, die mit euch in den Kampf ziehen sind eigentlich nur namenlose Statisten, die keinerlei Individuum sind. Zu Beginn einer jeden Mission stehen euch jedes Mal ca. 4-5 Soldaten zur Seite, die mit euch die Gegnermassen zu erledigen versuchen. Stirbt einer von ihnen, kommt nach kurzer Zeit von irgendwoher ein neuer Kumpane dahergelaufen und macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. So hat man zwar nie das Gefühl alleine durch die Level zu streifen, dennoch wirkt diese Funktion äußerst unrealistisch und schmälert die Atmosphäre ungemein. Auch kann man nicht wie z.B. in den "Socom" Befehle an seine Mitstreiter verteilen, sodass diese immer nach eigenem Ermessen handeln, was nicht immer von Vorteil ist. Denn durch das eigenmächtige Handeln der Soldaten, kommt auch ihr als Spieler so manches Mal in Gefahr. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es in "Medal of Honor: Heroes" nur bedingtes "Friendly Fire" gibt. Es gibt nämlich nur bei Granat-Explosionen Tote und Verletzte in den eigenen Reihen - Bei normalen Schüssen aus Gewehr oder Pistole nehmen die Mitstreiter keinen Schaden. Da die mitkämpfenden Soldaten nicht immer glücklich ihre Handgranaten in die kämpfende Menge werfen, gibt es des öfteren auch Verluste in den eigenen Reihen zu beklagen. Größtenteils führen die Granat-Würfe aber zum gewünschten Erfolg, sodass man also nicht von ständigen Angriffen aus den eigenen Reihen sprechen kann.

    Interessant ist auch, dass die eigenen und auch feindlichen Soldaten gegnerische Granaten, die noch nicht explodiert sind, versuchen auf den Feind zurückzuwerfen. Dies könnt ihr selber übrigens auch machen - allerdings kommt es schon mal vor, dass es dann schon zu spät ist und die detonierende Granate euch verletzt oder gar tötet. Die einzelnen Missionen in "Medal of Honor: Heroes" selber laufen eigentlich immer nach dem selben Schema ab - Ihr müsst grob gesagt eigentlich nur alle deutschen Soldaten, die euch entgegen kommen, erledigen und dann bestimmte Bereiche einnehmen und gegebenenfalls verteidigen. Um das ganze noch etwas aufzulockern haben die Entwickler Zeitansätze oder einige Bonusziele in jede Mission integriert, die z.B. das Auffinden geheimer Unterlagen beinhalten. Langfristig gesehen sind die Einsätze aber nur recht marginal unterschiedlich, was nach einer einiger Zeit eine gewisse Monotonie aufkommen lässt - auch deshalb, weil eigentlich nie unvorhergesehene Ereignisse geschehen. Auch auf gescriptete Sequenzen wurde gänzlich verzichtet.

    Bis zu 32 Spieler im Onlinemodus

    Medal of Honor Heroes Medal of Honor Heroes In Sachen Onlinegaming haben sich die Jungs von Electronic Arts dieses Mal fast selbst übertroffen. Denn im so genannten "Infrastructure Modus" ist erstmals auf der Playstation Portable ein Spiel mit bis zu 32 Spielern möglich. Der bisherige Spitzenreiter "Socom: US Navy Seals: Fireteam Bravo" schaffte gerade mal 16 Spieler auf einer Karte zu vereinen. Insgesamt gibt es Online 6 verschiedene Multiplayer-Modi auf 15 verschiedenen Karten. Auch wenn man es kaum glauben mag - Sofern die Verbindungen der einzelnen Spieler einigermaßen gut sind, läuft das Spiel auch mit 32 Spielern absolut flüssig. Es gibt also keinerlei Framerateeinbrüche bei hohem Gegneraufkommen. Zu bemängeln gibt es in Sachen Onlinekampf nur die gebotene Chatfunktion: Diese ist nämlich nur nutzbar, wenn man irgendwo unbemerkt sich versteckt hat und dann in Ruhe die einzelnen Buchstaben anwählen kann. Im Eifer des Gefechts also völlig unbrauchbar, was wohl auch die Entwickler erkannt haben, weswegen sie einige Kurzbefehle für den Spieler bereitstellen. Hier wäre ein Headset-Einsatz á la "Socom: US Navy Seals: Fireteam Bravo" wünschenswert gewesen.

  • Medal of Honor: Heroes
    Medal of Honor: Heroes
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    22.11.2006
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Medal of Honor: Heroes
Medal of Honor Heroes im Gamezone-Test
Auch wenn das Gameplay noch ausbaufähig wäre, ist MoH Heroes doch einer der besten Egoshooter auf der PSP geworden.
http://www.gamezone.de/Medal-of-Honor-Heroes-Spiel-56228/Tests/Medal-of-Honor-Heroes-im-Gamezone-Test-991064/
29.11.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/MoH_Heroes_02.jpg
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