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  • Medal of Honor: Pacific Assault im Gamezone-Test

    Medal of Honor bleibt auch in Pacific Assault seiner Linie der cineastisch inszenierten Szenerien treu.

    Wer sich ein Spiel der Medal of Honor Reihe zulegt, weiß ja was ihn erwartet. Ein Egoshooter im WWII Setting mit vielen gescripteten Ereignissen die für den gewünschten cinematischen Eindruck sorgen. Genau das bietet uns auch der aktuellste Ableger der Serie mit dem Untertitel Pacific Assault, der nicht mit Allied Assault verwechselt werden will, auch wenn's schwer fällt.

    Amerika wurde angegriffen!

    Die Japaner kommen Die Japaner kommen So bombastisch wie die bisherigen Titel der MOH-Reihe beginnt auch dieser. Direkt zu Beginn des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor werden auch wir ins Spiel involviert und müssen eigentlich nur dafür sorgen heil an Board einer der verteidigenden Schnellboote zu kommen. Dort werden wir auch schon an die Flak gesetzt und müssen so viele Kamikazeflieger wie möglich vom Himmel holen. Da wir alle wissen wie dieser Kampf endete kann man sich noch so anstrengen, das Ende ist immer das gleiche. Die amerikanische Flotte wird schwer geschlagen und existiert eigentlich nur noch in Form eines großen Schrotthaufens. Doch der Krieg ist noch nicht zuende, und so schlagen wir uns fortan mit dem Gewehr in der Hand durchs mehr als grüne Land.

    Wer vermeint hier etwas Kritik gehört zu haben, liegt absolut richtig. Denn so stark wie das Spiel auch beginnt, so stark lässt es schon bald nach. Si mitreißend die ersten Szenen auch zu spielen sind, inklusive des wirklich gelungenen - wenn auch etwas lang geratenen - Tutorials, so eintönig werden die folgenden. Die meiste Zeit nämlich ist man damit beschäftigt sich durch dichtes Grün zu kämpfen, die virtuellen Schalter zu finden welche neue Gegner hervorbringen und einfach nur aufzupassen keinen Schuss zu fangen. Derweil greift auch in diesen Situationen das Scriptsystem recht gut, welches unsere Kameraden miteinander sprechen und sogar Fehler machen lässt. So können wir uns zum Beispiel über einen Kameraden lustig machen, der sich doch glatt ins eigene Bein geschossen hat und nun nicht mehr so glücklich aussieht. Doch auch wenn wir selbst gefallen sind ist noch nicht alles zuende, denn unsere Teamkameraden sind in der Lage uns zu verarzten, so wie wir sie verarzten können. Haben wir aber Pech, ist das letzte was wir sehen der japanische Gewehrkolben, der unseren Schädel zertrümmert.

    Gerne und oft gesehen: Der Ladebildschirm Gerne und oft gesehen: Der Ladebildschirm Womit man recht schnell Bekanntschaft macht sind die langen Ladezeiten von MOH Pacific Assault. Besonders lästig sind diese im Zusammenhang mit den oft schon sehr kurz geratenen Levelabschnitten. Denn es kommt durchaus vor, dass wir uns gerade einige wenige Meter bewegen, wozu wir keine zwei Minuten benötigen, um wieder für ein bis zwei Minuten den Ladebildschirm kredenzt zu bekommen. Doch auch nach unserem Ableben, obwohl der gesamte Level in den Speicher geladen wurde, beginnt das Ladespiel von Vorne. Diese hätte man mit etwas Optimierungsarbeit sicher noch verkürzen können.

    Noch mehr negativen Einfluss auf das allgemeine Gameplay aber hat die Inszenierung der Szenen selbst. So gibt es zum einen viele Situationen die man nicht mit dem Menschenverstand lösen kann, sondern man muss herausfinden wie das Script läuft, woraufhin die jeweilige Szene zum Kinderspiel wird. Und zum anderen enden die Szenen oft ziemlich abrupt, sogar die letzten Worte der Kameraden werden abgeschnitten. Da auf diesen Schnitt auch noch die Ladebildschirme folgen, wird so oft der erwünschte Eindruck zunichte gemacht. Was wirklich schade ist, denn man merkt deutlich das Bemühen der Entwickler für einen tiefen Eindruck beim Spieler zu sorgen, indem sie uns voll ins Geschehen involvieren. Denn es ist wirklich mitreißend wenn wir den Hafensteg entlang laufen während der Himmel schwarz ist vor lauter japanischen Fliegern die uns feste aufs Korn nehmen und wir einfach nur versuchen in eines der Boote zu kommen. Wenn diese Szene dann aber ganz abrupt endet, indem es uns kurz einen schwarzen Schirm und kein Geräusch mehr präsentiert, woraufhin der Ladebildschirm mit seiner einschläfernden Musik eingeblendet wird, dann ist alle Illusion beim Teufel. Erst recht wenn die folgende Szene dann keine zwei Minuten dauert, woraufhin wieder geladen wird.

    An die Waffen

    Neben unserer Hauptwaffe, die wir jederzeit gegen eine andere herumliegende Waffe eintauschen können, besitzen wir auch noch eine Handvoll Granaten, die besonders dadurch aus dem Rahmen fallen, dass sie springen wie Gummibälle. Erst mit der entsprechenden Übung ist es möglich sie gezielt einzusetzen.

    Cutscenes: Mal gerendert, mal historisches Filmmaterial Cutscenes: Mal gerendert, mal historisches Filmmaterial Auch ein Befehlssystem für unsere Mitstreiter existiert, mit dem wir die bekannten Befehle, vom Angriff bis zum Rückzug, geben können. Sehr schön ist es in diesem Zusammenhang festzustellen, dass weder unsere Kameraden noch die Feinde von der dummen Sorte sind. Denn sie beherrschen alle die Technik unter Beschuss Deckung zu suchen sowie uns in den Rücken zu fallen, oder eben wir ihnen. Auch ziehen sie sich erst zurück um ihre Waffe zu laden, und halten ihren Schädel nicht zum Abschuss freigegeben in die Höhe. Dies ist auch die besondere Herausforderung die uns MOH Pacific Assault bietet, die gesteigerte Intelligenz der Computersoldaten. Sie sind es die dafür sorgen, dass wir das Spiel bis zum Ende zocken, denn das Setting ist es nicht, welches sich schon sehr bald wiederholt und wie erwähnt Hautsächlich im grünen Urwald angesiedelt ist.

    Resourcenfresser

    Auf der technischen Seite muss man MOH Pacific Assault eine wirklich schöne Grafik attestieren, die aber ihren Preis verlangt. Denn weder darf die Grafikkarte zu schwach sein noch darf man zu wenig RAM besitzen, da das Spiel ansonsten gnadenlos in die Knie geht. Nur mit der aktuellsten Ausstattung ist man in der Lage mit einer Auflösung von 1024 x 768 bei vollen Details und maximal möglichen Texturen zu spielen. Meist jedoch wird man sich mit 800 x 600 zufrieden geben müssen, bei reduzierten Details.

    Vielleicht die beste Szene aus dem Spiel Vielleicht die beste Szene aus dem Spiel Etwas befremdlich auch der Umstand, dass sich eine GeForce 4 Ti nur mit den aktuellsten Beta-Treibern zu einer fehlerfreien Anzeige überreden lies. Der aktuellste offizielle Treiber offenbarte schlimmste Klippingfehler welche sogar das Interface überdeckten. Kleinere Bugs im Gameplay jedoch wurden bereits mit dem schon verfügbaren Patch ausgebessert, den wir allen Spielern wärmstens ans Herz legen.

    Wer sich die "Directors Edition" von MOH Pacific Assault zugelegt hat, kommt zudem in den Genuss einer elektronischen Datenbank zum zweiten Weltkrieg. Diese ist zwar sehr amerikanisch geprägt und handelt praktisch nur die verwendeten Waffensysteme so wie einige amerikanische Helden ab, vermittelt aber durchaus einiges Hintergrundwissen. Zusätzlich enthält die Directors Edition DVD auch noch den kompletten Soundtrack des Spiels.

    Auf die Ohren

    Viel Dschungel im Spiel Viel Dschungel im Spiel Wenn die gebotene Soundkulisse mal so richtig loslegt, und das tut sie des öfteren während des Spielverlaufs, dann wackeln die Wände auf das es eine Freude ist. Zwar ist die Musikuntermalung dieses mal nicht mehr ganz so bombastisch ausgefallen wie noch in manch anderem MOH-Titel, dafür trumpfen die Waffen- und Umweltgeräusche umso mehr auf. Wobei wir auch die gelungene Sprachausgabe nicht unter den Tisch fallen lassen wollen. Denn auch die ist mehr als gelungen und sorgt für den Eindruck es wirklich mit Menschen zu tun zu haben.

    Allen voran jedoch ist es der infernalische Kriegslärm der einen glauben lässt um sein Leben laufen zu müssen. Derweil genügt schon eine einzige Maschine am Himmel um Panik unter unseren Kameraden auszulösen, entsprechendes passiert wenn wir frontal angegriffen werden. Wenn dann die Kugeln über uns hinwegpfeifen während wir unseren schweren Atem vernehmen und das Herz pumpen hören, in wenigen Metern Entfernung eine Granate einschlägt und unser Kamerad um Hilfe schreit während uns das feste Geschütz die Gehörgänge zu zertrümmern scheint, dann erlebt man eben einen der gelungeneren Momente im Spiel, die für schwitzige Hände und einen erhöhten Pulsschlag sorgen.

    Multiplayer

    Waffenwechsel gefällig? Waffenwechsel gefällig? Im lokalen Netzwerk oder über das Internet bietet uns MOH Pacific Assault drei Spielmodi auf insgesamt neun Karten. Neben dem mehr als bekannten Free for All-Mode existiert noch ein Team Deathmatch und neuerdings der Invader-Mode. Wie erwartet geht es dabei darum, dass ein Team einen bestimmten Punkt verteidigt den das andere Team einzunehmen versucht. Ist dies gelungen, wird der Punkt versetzt und das Spiel geht weiter. Werden wir oder einer unserer Teamkameraden niedergeschossen, können wir per F-Taste sofort wieder ins Spiel einsteigen, dabei verliert aber unser Team einen Respawn-Point, die nur begrenzt vorhanden sind. Geschickter ist es mit H um Hilfe zu rufen, woraufhin sich idealer Weise einer unserer Kameraden zu uns begibt und uns verarztet. Dies hört sich aber einfacher an als es in der Praxis ist, denn die verwendeten Karten sind recht groß und oft ist ein feindlicher Spieler schneller als einer unserer Kameraden.

    Bemerkte man beim Offline-Spiel schon wie sehr der Titel an der Hardware hängt, offenbart sich das im Multiplayer-Spiel erst recht. Da es dort weniger auf die schöne Grafik, abr durchaus auf eine hohe Framerate ankommt, ist es mehr als empfehlenswert hier auf die niedrigsten Details zu schalten, um unseren Rechner nicht zu überlasten. Umso angenehmer, dass EA auch einen dedicated Server mitliefert, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist.

    Die drei gebotenen Spielmodi verstehen es durchaus für Spaß zu sorgen, es fehlt ihnen aber doch etwas an Abwechslung. Den WWII Egoshooter mit gleichen oder ähnlichen Modi gibt es inzwischen wie Sand am Meer.

    Medal of Honor: Pacific Assault (PC)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Verarzten-Feature
    durchweg cineastisch inszeniert
    bis auf die Musik hervorragende Soundkulisse
    witziges Tutorial
    Framerate bricht gerne ein
    zu lange Ladezeiten bei zuvor viel zu kurzen Missionen
    nur drei verschiedene Online-Modi
  • Medal of Honor: Pacific Assault
    Medal of Honor: Pacific Assault
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    21.08.2009
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Medal of Honor: Pacific Assault
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Medal of Honor bleibt auch in Pacific Assault seiner Linie der cineastisch inszenierten Szenerien treu.
http://www.gamezone.de/Medal-of-Honor-Pacific-Assault-Spiel-14415/Tests/Medal-of-Honor-Pacific-Assault-im-Gamezone-Test-990086/
01.12.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/12/mohpa_2004-12-01_15-13-31-17.jpg
tests