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  • Medal of Honor: Rising Sun im Gamezone-Test

    MoH: Rising Sun macht eher den Eindruck eines untergehenden Sterns und ist leider kein würdiger Nachfolger.

    Rising Sun oder doch untergehender Stern?

    Mit "Medal of Honor: Frontline" setzte ElectronicArts neue Zeichen im inzwischen etwas ausgelutschten Genre der WW2-Shooter. Das Spiel begeisterte vor allem wegen der berühmt gewordenen Landung auf Omaha Beach und der vollen Integration des Spielers in das Inferno. Dieses Erbe hat man nicht aufgegeben, lediglich die Örtlichkeit wurde geändert. So beginnt das Spiel dieses mal mit dem vernichtenden Schlag der Japaner gegen die amerikanische Flotte in Pearl Harbor. Dies ist aber nur das Einstiegskapitel, welches es uns noch ziemlich leicht macht und für die entsprechende Stimmung sorgen soll. Die Flucht aus dem Schlachtschiff haben wir in wenigen Sekunden hinter uns und darauf folgt dann eine Sequenz die man am Besten als Railgunshooting bezeichnet. Denn mit einer fest auf dem Kampfschiff befestigten Kanone muss man eine bestimmte Anzahl Flieger vom Himmel holen und einem der überlebenden Schiffe Begleitschutzgeben um das Kapitel zu beenden.

    Was dann folgt ist ganz normale Ego-Shooter Standardkost die im Grunde recht gut inszeniert ist, zumindest kennt man dem Game die Mühe an dieses Ziel zu erreichen, die aber in der Praxis mit vielen Stolpersteinen und Unausgegorenheiten garniert ist, wie das nicht vernünftig positionierbare Fadenkreuz. Im normalen Sichtmode ist ein Zielen kaum möglich, da bei der geringsten Steuerungsbewegung das Fadenkreuz gleich einen mehrere Pixel umfassenden Sprung macht, meist genau über das Ziel hinweg. Um das zu umgehen kann man mit der linken Schultertaste in Schussposition gehen, woraufhin sich schon wesentlich besser Zielen lässt. Dafür wird man in diesem Mode mit einer extrem(!) langsamen Steuerung belohnt, welche es nicht erlaubt mehrere Gegner nacheinander aufs Korn zu nehmen. Stattdessen gilt es möglichst schnell zwischen dem Lauf- und Zielmode zu wechseln. EA sei dank sind die Gegner ebenfalls von der langsamen und nicht besonders schlauen Sorte, stellen sich gerne mitten ins Schussfeld und warten brav darauf abserviert zu werden. An dieser Stelle spätestens beginnt man etwas an dem Treffersystem zu zweifeln, denn soviel Mühe man sich auch gibt einen gezielten Kopfschuss zu platzieren, so unnötig scheint das im Game zu sein. Denn egal ob wir dem bösen Feind eine Dreiersalve zwischen die Beine oder den Kopf jagen, es scheint immer die gleiche Auswirkung zu haben. Besonders lustig wird es, wenn wir dem Gegner die Beine weggeschossen haben, er umkippt und mehrere Sekunden reglos liegen bleibt, nur um dann aufzustehen und in voller Geschwindigkeit loszulaufen. Wie soll das gehen ohne Beine? Derweil darf man nicht unterschlagen, dass sich auch die eigenen Leute nicht besonders schlau verhalten und oft und gerne im Wege stehen oder schlicht überhaupt nichts machen.

    In Kombination mit den teilweise abstrusen Missionszielen - wie gleich zu Beginn das zu findende Zahnrad(!) für den Panzer - und den weitläufigen Arealen und den unklaren Anweisungen, wird leider der angestrebte Spieleindruck komplett ad Absurdum geführt. Denn etwas plausibel sollte so ein WW2-Shooter schon 'rüberkommen, "Rising Sun" schafft das auf alle Fälle nicht. Derweil wäre - wie in der Einleitung schon erwähnt - alles wichtige vorhanden, es gibt nur kaum etwas an dem man nicht herummäkeln könnte. Denn neben dem seltsamen Zielverhalten unseres Protagonisten ist die PAL-Version noch dazu durch und durch mit herrlichen Ruckeleinlagen versehen. Kein einziges der gezeigten Videos läuft flüssig über den Schirm und im Spiel selbst genügt schon ein größeres Feuer oder eine Explosion in unserem Blickfeld um die Framerate einbrechen zu lassen. Dies wird in Situationen wo es auf schnelles Handeln ankommt ganz schön ärgerlich, wenn man die riesigen Level wieder von Vorne beginnen muss, nur weil sich das Fadenkreuz selbst mit größter Mühe nicht schnell genug positionieren lässt.

    Ansonsten muss sich die gezeigte Grafik nicht verstecken, denn das Spiel besitzt durchaus seine Highlights. Trotzdem ist es im Gesamtdurchschnitt nicht mehr so herrlich wie der Vorgänger "Frontline". Im Ganzen mangelt es dem Spiel etwas an Details, wobei die Betonung auf "etwas" liegt, denn in diesem Genre hat man schon weit schlimmeres gesehen. Gut gelungen sind die S/W-Filmschnipsel welche die Geschichte vorantreiben sollen und direkt einer Nachrichtensendung von damals entnommen zu sein scheinen. Ebenfalls ganz nett die Briefe die man zwischen den Missionen aus der Heimat bekommt. Die kann man zwar ignorieren wenn man will, sind aber nett gemacht und unterstützen die Story.

    Eigentlich recht gut gelungen ist die Soundkulisse, von der deutschen Synchronisation abgesehen, die etwas ungünstig abgemischt zu sein scheint. Denn alles Regeln im Options-Menü hilft nicht gegen den Umstand, dass man die Hälfte des Gesprochenen im Kriegslärm nicht verstehen kann. Ist aber auch nicht so wichtig, denn in unserem Tagebuch können wir jederzeit nachschauen was es zu erledigen gilt. Schade, dass man sich trotz der sehr großen Areale eine Karte gespart hat, die wäre sehr hilfreich gewesen.
    Dafür ist die Orchesteruntermalung sehr stimmig und Eindrucksvoll gehalten und versucht nach Leibeskräften für Spannung zu sorgen.

    Der Multiplayer-Part, welcher bis zu vier Spieler gleichzeitig per Splitscreen ein Deathmatch oder Team-Deathmatch erlaubt, ist eine nette Zugabe die man nach einmaligen Ausprobieren nicht mehr anfassen wird. Mehrere Xboxen zu verlinken oder gar ein Spiel per Xbox Live ist nicht möglich.

    Medal of Honor: Rising Sun (XB)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Das erste Kapitel macht Spaß
    Ungünstiges Ziel-Feature
    einbrechende Framerate im Spiel und pumpende Videosequenzen
    kein 60 Hertz-Mode
    zu große Areale bei gleichzeitig unklaren Missionszielen
    Trefferschaden per Zufallsprinzip
    sehr dumme KI
  • Medal of Honor: Rising Sun
    Medal of Honor: Rising Sun
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    21.11.2003

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Medal of Honor: Rising Sun
Medal of Honor: Rising Sun im Gamezone-Test
MoH: Rising Sun macht eher den Eindruck eines untergehenden Sterns und ist leider kein würdiger Nachfolger.
http://www.gamezone.de/Medal-of-Honor-Rising-Sun-Spiel-14416/Tests/Medal-of-Honor-Rising-Sun-im-Gamezone-Test-989604/
28.11.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/12/festmg.jpg
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