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  • Medal of Honor: Vanguard - Verstecken bringt nichts, ich kann dich durch die Wand clippen sehen… - Leser-Test von X-Warrior

    Willkommen in der 82. Amerikanischen Luftlandedivision. Ihr heutiges Einsatzziel besteht darin den nationalsozialistischen Aggressoren und ihren italienischen Verbündeten, vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges, mal wieder eins auszuwischen und ganz nebenbei mit der wohl weitaus größeren Herausforderung in Form der grobkörnigen Optik inklusive potthässlicher Treppchenbildung, ebenso hässlichen Clippingfehlern und einem unnötig komplizierten Einsatz von Granaten zurechtzukommen.

    Die Einzelspielerkampagne bietet euch vier Unterkampagnen:
    "Husky", in der die Landung der Alliierten in Italien nachgespielt werden kann, welche sehr kurz gehalten ist und als Tutorial dient.

    "Neptun", in der die 82. Luftlandedivision in Frankreich landet, um den Alliierten Angriff auf das europäische Festland vorzubereiten.

    "Market Garden", wo es gilt in Holland, hinter den feindlichen Linien, mehrere Brücken zu sichern um so den britischen Verbündeten ihren Vorstoß auf Arnheim zu ermöglichen.

    Und "Varsity", in der die 82. Östlich des Rheins abgesetzt wird und den Angriff auf Nazideutschland durchführt. Jede der Kampagnen besteht dabei aus 2 bis 3 Missionen.

    Seinen Aufhänger findet Medal of Honor: Vanguard darin, dass die Spielfigur Mitglied der eingangs erwähnten Luftlandedivision ist und daher stets, von einem Flugzeug aus, mit dem Fallschirm in die Missionsgebiete abspringt, wonach die von euch abverlangten Missionsziele sich dabei auf die "Szenario gegebenen" Standards beschränken. Einmal muss ein Gebäude gestürmt und anschließend gehalten werden, hier und dort wollen Sprengsätze platziert werden und sollte mal ein feindlicher Panzer den Weg versperren, könnt ihr euren Erstgeborenen darauf verwetten, dass bereits eine Bazooka inklusive einer Kiste mit unendlich Munition griffbereit liegt. Auf die beliebten Fahrzeugsequenzen, wie beispielsweise eine Panzerfahrt, wurde hingegen leider gänzlich verzichtet.
    Eine kleine Besonderheit des Vanguard-Teils ist die Möglichkeit euren Waffen Upgrades zu verpassen. So wird beispielsweise das Thompson Gewehr mit einem Rundmagazin ausgestatten, wodurch es mehr Munition in einem Magazin fassen kann. Diese Upgrades finden sich allerdings nur in sehr wenigen Spielabschnitten und sind durch einen Beutel dargestellt, welcher sich mit Druck auf die [X]-Taste einsammeln lässt und euch sofort das Upgrade spendiert. Da es sich dabei aber um eine Innovation in einem Weltkriegsshooter handeln würde wird von diesem, prinzipiell sehr lobenswerten, Feature denkbar wenig gebraucht gemacht, wodurch diese gute Idee sehr schnell als bedeutungslos und nicht zu Ende gedacht abgestempelt werden kann.

    Bei eurer Tour durch die Besetzten Gebiete stellt euch das Spiel stets mehrere Kammeraden zur Seite, was dann, trotz des abgedroschenen Weltkriegsszenarios, etwas Atmosphäre aufkommen lässt, wenn ihr euch mit eurem Trupp auf Nazijagd befindet. Leider wird diese aber von teilweise sehr heftigen, bis stellenweise unzumutbaren Grafikfehlern wieder völlig zunichte gemacht.

    Grafisch ist Vanguard ohnehin schon keine wirkliche Augenweise: Grobkörnige Texturen, Charaktermodelle mit mager animierten Gesichtszügen und Treppchenbildung an jedem dargestellten Gegenstand geben sich, in optischer Hinsicht, die Klinke in die Hand. Schade, denn wer kurz stehen bleibt um die Umgebung zu betrachten, wird feststellen, dass die Grafik, an sich, einen durchaus akzeptablen - wenn auch keinesfalls einen berauschenden - Eindruck erwecken könnte. Einige Texturen und Explosionseffekte sind dann doch recht ansehnlich geworden. Leider zeigt, sobald man sich wieder in Bewegung setzt um etwas Action zu erleben, die Treppchenbildung wieder ihre volle Pracht, wodurch die Grafik "im Stand" tatsächlich besser wirkt, als in Bewegung. Dann noch die ein oder anderen, ebenso unangenehmen, Rauch- und Feuereffekte dazu und die biedere, grafische Präsentation ist vollständig angetreten.

    Den absoluten Todesstoß versetzen der Grafikwertung aber heftigste Clipping- und Texturfehler. Da fällt ein erledigter Soldat schon mal mit dem halben Oberkörper durch eine angeblich Massive Wand oder die Texturen der Charaktermodelle lösen sich in Luft auf, sodass plötzlich nur noch Gesicht und Waffe eures Kammeraden zu sehen sind - Was noch den positiveren Fall darstellt. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass dies bei einem der vielen Gegner passiert und dieser komplett unsichtbar wird und sich nur noch anhand seines Mündungsfeuers erahnen lässt. Zwar treten solche Spielspaßkiller nur selten in Aktion, doch im Zusammenspiel mit der ohnehin schon eher unangenehm wirkenden Optik ergibt das alles andere als eine angemessene grafische Präsentation.

    Der Sound hingegen ist makellos und schafft es trotz des innovationslosen Gameplays und technischer Schnitzer etwas Freude an der Sache aufkommen zu lassen: Heftige Explosionen, sowohl treibende als auch dramatische Musikkompositionen, Zwischenrufe von Freund und Feind, wie auch die allgemeine Synchronisation und nicht zuletzt die Waffengeräusche verrichten eine gute Arbeit. Besonders die Kommentare eurer Kammeraden haben es mit hier angetan, die neben den üblichen Ausrufen á la "Legen Sie hier und dort einen Sprengsatz" oder "Sprengen Sie die Bunkertüre" auch ab und an recht amüsantes zu sagen haben. Ein Beispiel: Euer Trupp hat gerade ein deutsches MG-Nest ausgehoben, der Kommentar eines eurer Begleiter: "Schnell, sichert das MG, bevor sie auf die Idee kommen es neu zu besetzen" - Es kommt natürlich, wie es kommen muss und keine fünf Sekunden später steht der nächste Gegner am MG - Worauf euer Freund "Ich hasse diesen Kerl" verlauten lässt. Solche Momente, in denen eure Begleiter das Spielgeschehen kommentieren und euch nicht nur Anweisungen entgegen brüllen, versüßen den ansonsten recht drögen Shooter-Alltag dann doch ein wenig.

    Die Steuerung geht ebenfalls durchaus in Ordnung, wobei ich hier in Bezug auf den Einsatz der Granaten nicht ganz einverstanden bin. In Shootern hat es sich durchaus bewährt, diese durch einen einfachen Tastendruck zu werfen. Medal Of Honor Vanguard verlangt hingegen, dass diese zuerst mit der [R2]-Taste angewählt und dann mit der regulären Feuertaste [R1] geworfen werden müssen. Das verhindert zwar, dass eine Granate versehentlich geworfen wird. In der Hitze des Gefechts ist es aber doch etwas umständlicher als unbedingt nötig diese extra anwählen zu müssen.
    Die restliche Bedienung hält sich hingegen brav an die bewährten Standards des Genres: Die Sticks geben Lauf- und Blickrichtung vor, während mit [R2] zu einem kurzen Spurt angesetzt werden kann. [Kreis], [Quadrat] & Co. sind hingegen für Waffenwechsel, Nachladen, ducken und springen zuständig.

    Trotz des innovationslosen Settings ist der 2. Weltkrieg eine solide Grundlage für einen actionorientierten Shooter. Das trifft auch auf Medal Of Honor Vanguard zu: Solide, nicht mehr und nicht weniger. Aufgrund der technischen Defizite in punkto Grafik und der fehlenden Fahrsequenzen sollten Freunde des Weltkriegssettings aber dennoch einen Bogen um Vanguard machen.

    Negative Aspekte:
    Upgrade-Feature nicht ausgenutzt ; hässliche Treppchenbildung ; zwar seltene, aber umso heftigere Grafikfehler ; keine Fahrsequenzen

    Positive Aspekte:
    guter Sound und gute Synchronisation

    Infos zur Spielzeit:
    X-Warrior hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Medal of Honor: Vanguard

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: X-Warrior
    6.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    5/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Medal of Honor: Vanguard
    Medal of Honor: Vanguard
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    28.03.2007
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Medal of Honor: Vanguard
Medal of Honor: Vanguard - Verstecken bringt nichts, ich kann dich durch die Wand clippen sehen… - Leser-Test von X-Warrior
http://www.gamezone.de/Medal-of-Honor-Vanguard-Spiel-14419/Lesertests/Medal-of-Honor-Vanguard-Verstecken-bringt-nichts-ich-kann-dich-durch-die-Wand-clippen-sehen-Leser-Test-von-X-Warrior-1010666/
19.03.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/vanguard_22.jpg
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