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  • Medal of Honor: Vanguard im Gamezone-Test

    Wie viel Action kann uns der zweite Weltkrieg noch bieten, bevor man meint alles schon einmal erlebt zu haben?

    Schulterzucken, Kopfschütteln oder ein lapidares "nicht schon wieder", das bekommt man oft zu hören, wenn (mal wieder) ein Ego Shooter im WWII-Szenario erscheint. Kein Wunder, wenn man jährlich mehrere dieser Vertreter in den Regalen der Händler findet. Die bekanntesten Marken sind dabei Call of Duty und Medal of Honor. Um die Gunst der verbliebenen Käufer kämpft diesmal EA mit Medal of Honor: Vanguard.

    Absprungziel Europa

    Medal of Honor: Vanguard Medal of Honor: Vanguard In Medal of Honor: Vanguard übernehmt ihr die Rolle von Corporal Frank Keegan, der im Zweiten Weltkrieg als Fallschirmjäger mit seiner 82. Airborn Truppe gegen die deutsche Wehrmacht antritt. In den vier Kampagnen kämpft ihr dabei an den Küsten Italiens, in französischen Dörfern, in der Nähe des Rheins und im Zuge der bekannten Operation Market Garden wird die Niederlande befreit. Dabei winken die üblichen Missionsziele. Mal gilt es Bunker auszuheben, Flak-Geschütze zu sprengen oder einfach nur deutsche Stellungen zu überrennen. Die üblichen Verteidigungsmissionen, diesmal muss ein Anwesen für kurze Zeit vor deutschen Truppen verteidigt werden, sind ebenfalls mit auf der Disk.

    Medal of Honor: Vanguard Medal of Honor: Vanguard Kommt einem doch bekannt vor, oder? Da gibt es keine Widerrede, denn das alles hat man schon sehr oft immer und immer wieder durchgekaut. Kann sich denn überhaupt noch jemand daran erinnern, wie oft man nun durch die Normandie geschlichen ist und kleine Bauernhäuser und Scheunen mit dem MG von Deutschen gesäubert hat? Medal of Honor Vanguard ist ein Déjà Vu Erlebnis, dass euch bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Das liegt vor allem daran, dass EA absolut kein einziges neues Element eingebaut hat, welches das Spiel von anderen WWII Shootern abheben könnte. Zudem haben es sich die Entwickler erlaubt Fahrzeugmissionen komplett aus dem Spiel zu streichen, was sehr schade ist. Immerhin machen die Fallschirmabsprünge vor jeder Kampagne einen guten Eindruck. Hier müsst ihr im begrenztem Maß euren Fallschirm steuern, um möglichst nahe der Zielmarkierung zu landen. Zweiter Weltkrieg hin oder her, besonders frech ist die Spielzeit: Nach gerade mal knapp fünf Stunden ist der Auftritt von Frank Keegan auch schon wieder vorbei. Danach könnt ihr euch lediglich am Multiplayer-Modus im Splitscreen etwas austoben. Dabei stehen Deathmatch, Team-Deathmatch, King of the Hill und Capture the Flag zur Verfügung. Bis zu vier Spieler finden auf dem Bildschirm einen Platz.

    Spielt sich trotzdem gut

    Medal of Honor: Vanguard Medal of Honor: Vanguard Das hoffnungslos ausgequetschte Szenario und die kurze Spielzeit mag man Medal of Honor: Vanguard vorhalten, doch objektiv gesehen, spielt sich der Titel trotzdem gut. Die Missionsziele sind abwechslungsreich, genau so wie die spannenden Schusswechsel mit den Gegnern, bei denen man bedacht von einer Deckung zur nächsten eilen muss. Da ihr stets mit einem kleinen Trupp unterwegs seid und ständig was passiert (Beispiel: Flugzeug stürzt auf Brücke), entsteht ein Gefühl, dass man mitten im Krieg wäre. Ein Call of Duty 3 hat in Sachen Dramatik aber dennoch viel mehr zu bieten. Um noch mal zu euren Begleitern zurück zu kommen: Diese schießen zwar kräftig auf den Gegner, während des Tests kann ich mich aber wirklich nicht daran erinnern, ob einer der Kameraden wenigsten ein einziges mal einen Deutschen getötet hätte. Ins Schussfeld zu laufen, beherrschen die Männer der 82. Airborn allerdings perfekt. Am Ende liegt es also alleine an euch die Feinde in die Flucht zu schlagen.

    Medal of Honor: Vanguard Medal of Honor: Vanguard Wie aus den Vorgängern bekannt, sorgt in der unteren, rechten Ecke ein kleines Radar dafür, dass ihr Feinde und die nächsten Missionsziele schnell erkennt. Eine Health-Anzeige und Medi-Kits gibt es ebenfalls nicht. Werdet ihr zu oft getroffen, färbt sich der Bildschirm leicht rot und das Herz fängt an aufs heftigste zu schlagen, was zusätzlich von den Rumble-Motoren des PS2-Pads unterstützt wird. Jetzt heißt es schnell in Deckung zu gehen. Nach kürzester Zeit seid ihr dann wieder fit. Aber keine Sorge, Keegan hält so einiges aus, weswegen das Gameplay auch nicht zu realistisch und dabei recht flott abläuft. Die fair gesetzten Checkpoints sorgen dafür, dass ihr nicht all zu große Levelabschnitte wiederholen müsst. Der Schwierigkeitsgrad hält sich aber ohnehin in Grenzen. Die Steuerung mit dem Pad geht sehr gut von der Hand. Wenn ihr allerdings über Kimme und Korn zielt, ist es sehr schwierig einen Feind zu verfolgen, weswegen ihr oft absetzen müsst.

    Grafik & Sound

    Medal of Honor: Vanguard Medal of Honor: Vanguard Für PS2-Verhältnisse kann Medal of Honor: Vanguard eigentlich überzeugen. Klar, das typische Kantenflimmern ist wieder da und Texturen in Xbox 360- und PS3-Qualität dürfen verständlicherweise nicht erwartet werden, doch die kleinen französischen Dörfer und die hübschen Windmühlen in Holland machen einen guten Eindruck. Zudem bietet das Spiel einige feine Lichteffekte, die selbst auf der neuen Konsolengeneration einen soliden Eindruck gemacht hätten. Hinzu kommen noch die ziemlich beeindruckenden Fallschirmabsprünge, die eine enorme Sichtweite vermitteln. Nervige Ruckler treten nur in den seltensten Momenten auf. Grundsätzlich läuft das Spielgeschehen weitestgehend flüssig ab. Ebenfalls positiv zu erwähnen sind die geschmeidigen Animationen der Charaktere. Negativ fallen allerdings die sehr kargen Innenabschnitte auf. In den Häusern und Bunkern wurde leider an Details gespart, weswegen ihr meist durch leere, grau-braune Räume rennt.

    Medal of Honor: Vanguard Medal of Honor: Vanguard Die Soundkulisse ist bombastisch. Kugeln pfeifen euch um die Ohren, im Hintergrund hört ihr Flugabwehrfeuer, während plötzlich das beunruhigende Rattern eines Kettenpanzerfahrzeugs zu vernehmen ist. Genau so gut hört sich der gelungene, orchestrale Soundtrack an, der sich dynamisch an das Geschehen anpasst. Abgerundet wird der durchgehend positive Eindruck von der hervorragenden deutschen Sprachausgabe. Wenigstens in Sachen Grafik und Sound spielt Medal of Honor: Vanguard bei der Genrespitze mit. Das konnten allerdings schon alles die Vorgänger, weswegen auch hier ein kleiner, fader Beigeschmack der Wiederverwertung hängen bleibt.

    Medal of Honor: Vanguard (PS2)

    Singleplayer
    7,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Actionreiches und flottes Gameplay
    spannende Missionen
    für PS2-Verhältnisse solide Grafik
    tolle Soundkulisse
    faires Checkpoint-System
    für Anfänger gut geeignet
    lässt sich angenehm steuern
    Rein gar nichts Neues
    alles schon mal in besser Form da gewesen
    es geht mal wieder in die Normandie
    keine Fahrzeugmissionen
    sehr knappe Spielzeit (ca. 5 Stunden)
    sehr triste Innenareale
    Kameraden keine große Hilfe
  • Medal of Honor: Vanguard
    Medal of Honor: Vanguard
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    28.03.2007
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Wie viel Action kann uns der zweite Weltkrieg noch bieten, bevor man meint alles schon einmal erlebt zu haben?
http://www.gamezone.de/Medal-of-Honor-Vanguard-Spiel-14419/Tests/Medal-of-Honor-Vanguard-im-Gamezone-Test-991234/
10.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/vanguard_11.jpg
tests