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Mega Man 1 (NES)

Release:
17.12.1987
Genre:
Action
Publisher:
Capcom
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Mega Man: Wie alles begann - Leser-Test von Corlagon

25.07.2012 14:38 Uhr
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Neu
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Hiermit fing alles an. Im Dezember 1987 wurde von Capcom zum ersten Mal ein Rockman auf die Japaner losgelassen, im Westen wurde daraus Mega Man, und aus diesem Spiel entstand eine der umfangreichsten Videospielfranchisen überhaupt. Allerdings war erst der zweite Teil der große Durchbruch gewesen -- ob das Original zu Recht oder zu Unrecht nur mäßig erfolgreich gewesen war, erfahrt Ihr im Folgenden.

Mega Man: Wie alles begann - Leser-Test von Corlagon [Quelle: Siehe Bildergalerie] Der ursprüngliche Name Rockman ist abgeleitet von Rock 'n' Roll; die Umbenennung im Westen erfolgte vermutlich, da dort bereits andere Produkte und Künstler den Namen Rockman trugen, oder weil Amerikaner da einfach an Felsen gedacht hätten. Der erste Teil der Serie ist, wie die Episoden 3-6, ein actionbetonter Plattformer für das NES; später folgten auch für DOS und Game Gear Spiele gleichen Namens, bei denen es sich aber um eigenständige Titel handelt. Echte Umsetzungen und Remakes des Originals erschienen (mit unterschiedlich großen Änderungen und Extras) für Mega Drive (in Mega Man: The Wily Wars), Playstation (nur Japan), Playstation 2, Game Cube und X-Box (in Mega Man Anniversary Collection, nur Nordamerika), Playstation Portable (Mega Man Powered Up), Mobiltelefone und angeblich auch Android; die ursprüngliche NES-Version kann inzwischen auf Wii und zumindest in Japan auch auf den Nintendo 3DS heruntergeladen werden, von ihr gehe ich nun auch hauptsächlich aus.

Die Story ist angesiedelt im Jahre 200X (ca. 2007). Dem genialen Wissenschaftler Dr. Thomas Light ist es gelungen, zwei humanoide Haushaltsroboter zu bauen, Rock und Roll. Angespornt von diesem Erfolg konstruiert er noch sechs weitere Androiden, gedacht für Arbeit in Extremsituationen. Dieser Durchbruch, für den Light auch gleich noch den Nobelpreis erhält, macht allerdings seinen Rivalen Dr. Albert Wily neidisch. Der stiehlt die Industrieroboter einfach, um sie umzuprogrammieren und mit ihrer Hilfe die Welt zu erobern. Rock meldet sich daraufhin, um sich von Dr. Light umbauen zu lassen, von einem universellen Haushaltsroboter zu einem universellen Kampfroboter, Rockman bzw. Mega Man, der es mit Wilys Maschinenarmee aufnehmen kann.

Und so springt und schießt Ihr Euch durch die zweidimensionalen Maschinenwelten und kämpft am Ende jeder Stage gegen einen Endgegner. Die einzelnen Level sind (für ein Spiel aus den 80ern) recht abwechslungsreich, in der Guts-Man-Stage trefft Ihr z. B. auf Bergwerkroboter, während Euch auf dem Weg zu Fire Man die Feuerbälle um die Ohren fliegen.

Die bekanntesten generischen Gegner der ganzen Franchise: die 'Mets'. Die bekanntesten generischen Gegner der ganzen Franchise: die "Mets". [Quelle: Siehe Bildergalerie] Das Markenzeichen von Mega Man besteht darin, daß das Spiel nicht linear gestaltet ist, sondern Ihr die sechs ersten Level in beliebiger Reihenfolge angehen könnt. Von jedem besiegten Robotermeister erhaltet Ihr dann eine Spezialwaffe mit besonderen Fähigkeiten. Der Elec Beam etwa feuert gleichzeitig nach vorne, oben und unten, der Eisstrahler kann Feinde einfrieren, und mit dem Arm von Guts Man räumt Ihr große Blöcke aus dem Weg und werft sie durch die Gegend. Jeder Robotermeister ist anfällig gegen die Waffe eines ganz bestimmten Kollegen, Fire Man läßt sich also am besten mit der Waffe von Ice Man besiegen, und wenn Elec Man Euch zu stark ist, solltet Ihr Euch vorher Cut Man vorknöpfen. Die Gegner bilden dabei, inspiriert von Schere, Stein, Papier, eine Schleife, wenn Ihr die richtige Reihenfolge kennt, könnt Ihr also mit einem beliebigen Level beginnen und dann jeden Robotermeister mit der Waffe seines Vorgängers umpusten. Oder Ihr spielt allein mit der Standardwaffe, wenn Ihr eine größere Herausforderung wollt. Im Gegensatz zur einfachen Plasmakanone verfügen die Spezialwaffen allerdings nur über begrenzte Energie, welche durch Einsammeln spezieller Items regelmäßig wieder aufgefrischt werden muß.

Sobald die sechs Robotermeister besiegt sind, könnt Ihr gegen Dr. Wily antreten. Vorher müßt Ihr allerdings noch ein paar weitere Level in fester Reihenfolge absolvieren. Ihr könnt aber auch die ersten sechs Stages beliebig wiederholen, um Punkte zu sammeln (die werden hier noch ganz deutlich gezählt, eine High-Score-Funktion ist aber dummerweise gar nicht vorhanden), und um Euch den Magnet Beam zu besorgen, falls noch nicht geschehen. Dieser Spezialgegenstand liegt irgendwo herum und kann Plattformen erzeugen. Ohne ihn seid Ihr im zweiten Teil des Spiels leider aufgeschmissen, und um in die alten Level zurückkehren zu können, müßt Ihr erst sämtliche Leben verlieren.

Ob gegen Cut Man wohl der Flammenwerfer hilft? Ob gegen Cut Man wohl der Flammenwerfer hilft? [Quelle: Siehe Bildergalerie] Leider ist das Spiel mit nur zehn Stages recht kurz ausgefallen, und stellenweise sehr schwierig – selbst Nintendos Redaktion schrieb später, man könne einen der Kämpfe nur unter Ausnutzung des speziellen Pause-Tricks gewinnen, den ich aber eher für einen Bug halte. Meiner Erfahrung nach hängt die Schwierigkeit dieser Stelle wesentlich davon ab, ob man eine NTSC- oder die Europa-Version spielt – die berüchtigte PAL-Verlangsamung scheint hier tatsächlich ein Vorteil zu sein; dennoch dürfte man Einiges an Übung benötigen. Umso ärgerlicher ist es dann auch, daß es noch keine Paßwortfunktion gibt und das komplette Spiel in einer einzigen Sitzung bewältigt werden muß – Wiis Virtual Console kann aber zumindest temporär zwischenspeichern, und Umsetzungen auf anderen Konsolen besitzen eine echte Speicherfunktion.

Die Graphik wirkt im Vergleich zu späteren Spielen zwar eher detailarm, ist im Vergleich zu anderen Spielen von 1987 jedoch recht fortgeschritten. Mega Man zwinkert regelmäßig (konnte Mario erst viel später), und besteht aus satten fünf Farben (normalerweise erlaubt das NES nur drei Farben pro Sprite). Auch die Animationen sind recht ausgereift. Mit dem Sound ist es ähnlich: Die Melodien wirken etwas primitiv und wiederholen sich teilweise schnell, sind aber durchaus eingängig.

Insgesamt ist Mega Man also ein Action-Plattformer mit gutem, innovativem Konzept, der zu Recht zahlreiche Nachfolger bekommen hat. Leider ist der erste Teil noch nicht ganz ausgereift – ziemlich kurz und ohne Paßwortfunktion, und liegt daher qualitativ unter dem Durchschnitt der Serie.

Pro: gutes Konzept mit Levelwahl und Spezialwaffen

Contra: zu kurz, keine Paßwort-/Speicherfunktionen, stellenweise sehr schwierig

Infos zur Spielzeit:
Corlagon hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
Corlagon

7.8
Gamezone
Spielspaß-Wertung
-
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
7/10
Steuerung
8/10
Sound
8/10
Gameplay
8/10
Benutzer
Moderation
25.07.2012 14:38 Uhr
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