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Mega Man 2 (NES)

Release:
1988
Genre:
Action
Publisher:
Capcom
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Mega Man 2: Durchbruch des Blauen Bombers -- Lesertest von Corlagon

07.12.2012 19:05 Uhr
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Neu
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Der Ende 1987 erschienene Action-Plattformer Rockman (Mega Man im Westen) konnte zwar mit seiner Spielmechanik punkten, richtig ausgereift war er jedoch noch nicht. Glücklicherweise erlaubte Capcom den Entwicklern, ein Jahr später einen Nachfolger herauszubringen, der dann auch den Durchbruch für die Serie bedeutete und zu unzähligen weiteren Fortsetzungen führte, selbst aber bis heute als eine der besten Episoden gilt.

Um an die besten Ideen zu kommen, ließ man die Robotermeister einfach von den Fans entwerfen, was zur Tradition wurde. Im Laufe der Jahre hat es diverse Umsetzungen auf neuere Systeme gegeben; die NES-Fassungen lassen sich auf Wii herunterladen, in Japan ist auch schon der Nintendo 3DS bedient worden und Europa soll in den nächsten Monaten nachziehen.

Die Story dagegen ist so simpel, daß sie nicht einmal in der Anleitung steht: Dr. Wily hat ganz einfach eine neue Roboterarmee aufgestellt, mit der er gegen Mega Man antritt.
Mega Man 2: Durchbruch des Blauen Bombers -- Lesertest von Corlagon [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Und so springt und schießt Ihr Euch durch die zweidimensionalen Maschinenwelten und kämpft am Ende jeder Stage gegen einen Endgegner. Die einzelnen Level sind (für ein Spiel aus den 80ern) recht abwechslungsreich, in der Wood-Man-Stage etwa basieren die Roboter auf Tieren, während die von Bubble Man die meiste Zeit unter Wasser spielt; unsere weiteren Gegner (jetzt sind es acht) nennen sich übrigens Air Man, Quick Man, Heat Man, Metal Man, Flash Man und Crash Man. Ein neues Feature sind die gelegentlich zu findenden Energietanks, die Ihr sammeln und zu einem beliebigen Zeitpunkt einsetzen könnt, um Eure Lebensenergie wiederherzustellen. Leider sind Eure Leben begrenzt (obwohl kein Punktezähler mehr existiert), und gehen sie Euch aus, müßt Ihr nicht nur an den Levelanfang zurück, sondern verliert auch alle E-Tanks, was gerade auf der ursprünglichen, höheren Schwierigkeitsstufe ärgerlich ist.

Das Markenzeichen von Mega Man besteht darin, daß das Spiel nicht linear gestaltet ist, sondern Ihr die Level im ersten Teil des Spiels in beliebiger Reihenfolge angehen könnt. Von jedem besiegten Robotermeister erhaltet Ihr dann eine Spezialwaffe mit besonderen Fähigkeiten. Der Quick-Bumerang etwa hat nur eine begrenzte Reichweite, jedoch hohe Schußfrequenz, der Blätterschild ist weitaus nützlicher als in der Realität, das Atom-Feuer läßt sich aufladen. Richtig ausgerüstet lassen sich dann die Kollegen um so schneller erledigen, so läßt sich der aggressive Ventilator Air Man am besten mit den Blättern ausschalten. Wer eine Herausforderung will, kann natürlich auch versuchen, allein mit der Standardwaffe auszukommen (erst bei einigen der späteren Bosse funktioniert das nicht mehr). Im Gegensatz zur einfachen Plasmakanone verfügen die Spezialwaffen nur über begrenzte Energie, welche durch Einsammeln spezieller Items regelmäßig wieder aufgefrischt werden muß. Neben den Waffen erhaltet Ihr auch noch einige Transportmittel (etwa einen Jet-Schlitten), die genauso eingesetzt werden (anders als im Vorgänger bekommt Ihr sie automatisch).

Sobald die acht Robotermeister besiegt sind, könnt Ihr gegen Dr. Wily antreten. Vorher müßt Ihr allerdings noch ein paar weitere Level in fester Reihenfolge absolvieren. Zum Glück müssen wir nicht mehr das komplette Spiel in einer Sitzung erledigen; ein Paßwortsystem hält die bereits besiegten Gegner und gesammelten Energietanks fest.
Mega Man 2: Durchbruch des Blauen Bombers -- Lesertest von Corlagon [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Das japanische Original war wieder eher schwierig ausgefallen, für die westlichen NES-Versionen hat man daraufhin eine zweite, einfachere Schwierigkeitsstufe hinzugefügt, auf der die Gegner nur halb so widerstandsfähig sind, die ich aber trotzdem relativ gut ausgewogen finde; gegen die unfairen Laser in der Quick-Man-Stage hilft das zwar nicht, aber dafür haben wir ja hierzulande PAL, so daß die Spiele langsamer laufen. Die ursprüngliche härtere Stufe hat mir dagegen nicht soviel Spaß gemacht, auch da die Waffenenergie bei einem Lebensverlust nicht wiederaufgefüllt wird, was zwar auch auf der leichteren der Fall ist, hier aber natürlich mehr stört.
Die Graphik ist zumindest stellenweise detaillierter als der Vorgänger, der insgesamt aber auch schon seiner Zeit voraus gewesen war. Die Musikuntermalung ist sehr gut gelungen, die meisten Stücke sind sehr eingängig.

Die neueren Versionen des Spiels zähle ich an dieser Stelle mal nicht alle auf; bemerkenswert ist jedoch gerade aus europäischer Sicht diejenige für das Mega Drive, als Teil der Compilation The Wily Wars. Diese Fassung enthält allerdings nur die höhere Schwierigkeitsstufe, ansonsten ist noch die Paßwort- durch eine Speicherfunktion ausgetauscht worden. Für Game Cube, Playstation 2 und X-Box existiert die Mega Man Anniversary Collection, leider nur in Nordamerika, mit zahlreichen kleinen und mittelgroßen Neuerungen.

Schon das erste Mega Man hatte einen guten Ansatz, beim zweiten Teil ist auch die Umsetzung gelungen, dieses Spiel gilt zu Recht als Klassiker – zumindest in der europäischen NES-Version, die das stellenweise zu fiese Original dank optionalem niedrigeren Schwierigkeitsgrad sowie PAL-Slowdown entschärft. An verbleibenden Kritikpunkten kann ich nur wenige ausmachen, der größte ist der nach wie vor eher geringe Umfang (kaum mehr als ein Dutzend Level).

+ gutes Konzept mit Levelwahl und Spezialwaffen
+ zwei Schwierigkeitsstufen
– eher kurz

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
Corlagon

8.8
Gamezone
Spielspaß-Wertung
-
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
8/10
Steuerung
8/10
Sound
9/10
Gameplay
9/10
Erfahrener Benutzer
Moderation
07.12.2012 19:05 Uhr
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