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Mega Man 3 (NES)

Release:
14.02.1991
Genre:
Action
Publisher:
Capcom
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Mega Man 3: A Robot Boy and His Robot Dog -- Lesertest von Corlagon

18.08.2012 13:22 Uhr
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Neu
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Mega-Man-Spiele gibt es wie Sand am Meer. Mega Man 3 ist in Fankreisen eines der beliebtesten -- während Keiji Inafune es als Schnellschuß empfindet.

Duell mit Needle Man Duell mit Needle Man [Quelle: Siehe Bildergalerie] Der NES-Action-Plattformer Rockman (Mega Man im Westen) konnte zwar mit seiner Spielmechanik punkten, richtig ausgereift war er jedoch noch nicht. Glücklicherweise erlaubte Capcom den Entwicklern, ein Jahr später einen Nachfolger herauszubringen, der dann auch den Durchbruch für die Serie bedeutete und zu unzähligen weiteren Fortsetzungen führte. Mega Man 3 erschien erstmals Ende 1990 und damit erst zwei Jahre nach seinem Vorgänger, erscheint origineller als die anderen, im Jahrestakt erschienenen NES-Episoden und ist neben Teil 2 bei den Fans auch die beliebteste – trotz alledem findet mindestens einer der Entwickler – Keiji Inafune – das Spiel enttäuschend, weil unfertig. Im Laufe der Jahre hat es diverse Umsetzungen auf neuere Systeme gegeben; die NES-Fassungen lassen sich auf Wii herunterladen.

Diesmal hat Dr. Wily der Welteroberung abgeschworen und arbeitet mit Dr. Light gemeinsam an einem mächtigen Roboter namens Gamma, der den Frieden sicherstellen soll. Doch ihre herkömmlichen Roboter, die aus diversen Bergwerkwelten besondere Mineralien für Gamma bergen sollen, laufen Amok. Also zieht Mega Man mal wieder ins Feld, und trifft wiederholt auf eine dubiose Figur namens Break Man. Trotz dieser für damalige Verhältnisse etwas komplexen Handlung gibt es im Spiel selbst allerdings nur sehr wenige Storyszenen, offensichtlich eine Auswirkung des Terminzwangs.

Rutschen zum flackernden Bonusleben Rutschen zum flackernden Bonusleben [Quelle: Siehe Bildergalerie] Und so springt und schießt Ihr Euch durch die zweidimensionalen Maschinenwelten und kämpft am Ende jeder Stage gegen einen Endgegner. Neuerdings kann Mega Man auf dem Boden rutschen; stationäres Ducken ist leider nicht möglich. Die einzelnen Level dürften abwechslungsreicher als die meisten NES-Spiele sein, zumindest oder vor allem in den ersten acht Leveln, in der Gemini-Man-Stage etwa finden wir Pinguinroboter und einen Höhlensee, während die von Magnet Man uns – genau – mit Magneten behindert. Gelegentlich finden sich Energietanks, die Ihr sammeln und zu einem beliebigen Zeitpunkt einsetzen könnt, um Eure Lebensenergie wiederherzustellen.

Das Markenzeichen von Mega Man besteht darin, daß das Spiel nicht linear gestaltet ist, sondern Ihr die acht Level im ersten Teil des Spiels in beliebiger Reihenfolge angehen könnt. Von jedem besiegten Robotermeister (wie im Vorgänger wieder von den Fans entworfen) erhaltet Ihr dann eine Spezialwaffe mit besonderen Fähigkeiten. Der Shadow-Bumerang etwa hat nur eine begrenzte Reichweite, läßt sich jedoch in verschiedene Richtungen werfen, der Nadelwerfer besitzt eine hohe Schußfrequenz, die Hufeisenmagnete ändern im Flug die Richtung. Richtig ausgerüstet lassen sich dann die Kollegen um so schneller erledigen, so läßt sich der fette Hard Man am besten mit den Magneten ausschalten. Wer eine Herausforderung will, kann natürlich auch versuchen, allein mit der Standardwaffe auszukommen (erst beim Endkampf funktioniert das nicht mehr). Im Gegensatz zur einfachen Plasmakanone verfügen die Spezialwaffen nur über begrenzte Energie, welche durch Einsammeln spezieller Items wieder aufgefrischt werden muß. Außerdem kann Mega Man seinen neuen Gefährten, den Roboterhund Flitz herbeirufen und – ebenfalls mit begrenzter Energie – sein eingebautes Sprungbrett benutzen; nach bestimmten Leveln erhält er außerdem die Fähigkeiten, sich in eine Art Flugbrett oder ein U-Boot zu verwandeln. Verbrauchte Energie wird bei einem Lebensverlust nicht wiederhergestellt, was vor allem bei den schwierigeren Bossen ärgerlich ist.

Der beste Freund des Androiden Der beste Freund des Androiden [Quelle: Siehe Bildergalerie] Sobald die acht Robotermeister besiegt sind, gilt es, schwierigere Versionen von einem Teil der bisherigen Stages zu bewältigen (eine willkommene Abwechslung zum Rest der Serie), bevor es in die Festung des Oberschurken geht. Dort müßt Ihr noch ein paar weitere Level in fester Reihenfolge absolvieren; alles davor läßt sich per Paßwortsystem überspringen, das außerdem die gesammelten Energietanks speichert.

Die Musikuntermalung war schon in den Vorgängern weitgehend eingängig, und auch die dritte Episode stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar.

Die neueren Versionen des Spiels zähle ich an dieser Stelle mal nicht alle auf. Bemerkenswert ist jedoch gerade aus europäischer Sicht diejenige für das Mega Drive, als Teil der Compilation The Wily Wars; dort ist die Paßwort- durch eine Speicherfunktion ausgetauscht worden. Für Game Cube, Playstation 2 und X-Box existiert die Mega Man Anniversary Collection, leider nur in Nordamerika, mit zahlreichen kleinen und mittelgroßen Zusätzen. Ach ja, Spiele gleichen Namens für Game Boy oder DOS sind eigenständige Werke.

Obwohl Mega Man 3 laut den Entwicklern noch deutlich mehr hätte sein können, ist es dank einiger netter Einfälle der Designer und ausgewogenerem Schwierigkeitsgrad eine der gelungensten Episoden. Trotzdem können sich gewisse weniger faire Mechaniken als ärgerlich erweisen: Bei einem Lebensverlust wird verbrauchte Waffenenergie nicht wiederhergestellt, die entsprechenden Items aber auch nicht – in Extremfällen (das sind zum Glück nur wenige Situationen) kann deswegen ein Neustart des Levels erforderlich werden. Der Umfang ist mit knapp 20 Leveln etwas gestiegen, doch da einige von ihnen ziemlich kurz sind, will das leider nicht viel heißen.

+ gelungener Action-Plattformer mit Levelwahl und Spezialwaffen
– nicht sonderlich umfangreich
– stellenweise Probleme mit Waffenenergie

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
Corlagon

8.8
Gamezone
Spielspaß-Wertung
-
Spielspaß Multiplayer
-
Grafik
8/10
Steuerung
8/10
Sound
9/10
Gameplay
9/10
Benutzer
Moderation
18.08.2012 13:22 Uhr
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