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  • Mercenaries im Gamezone-Test

    Pandemic nehmen den Mund nicht zu voll wenn sie uns einen Spielplatz für Erwachsene versprechen.

    Wer sagt denn, dass man im Krieg einer Seite treu sein muss? Getreu dem alten Spruch: Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte ist es doch naheliegend die konkurrierenden Parteien gegeneinander auszuspielen, oder zumindest an beiden zu verdienen. Denn einen Söldner interessieren die politischen Gründe nur wenig, er achtet nur auf die Bezahlung.

    Viele Parteien, ein Ziel

    Die Kriegsparteien Die Kriegsparteien Zu Beginn des Spiels wählen wir aus einen von drei verfügbaren Söldnern aus, in wessen Haut wir schlüpfen möchten. Zur Verfügung stehen uns der Amerikaner Chris Jakobs, der Schwede Matthias Nilsson und die Britin Jennifer Mui. Chris ist in der Lage Koreanisch zu sprechen, Jennifer beherrscht das Chinesische und Matthias schließlich ist des Russischen mächtig. Unterstützt werden sie von Fiona Taylor, der technische Offizier bei ExOps, der Firma die unser täglich Brot finanziert.

    Ein Söldner unserer Wahl Ein Söldner unserer Wahl Haben wir uns für einen der drei Söldner entschieden, befinden wir uns auch schon im Flugzeug im Anflug auf die DMZ und werden von Fiona eingewiesen. Wichtigstes Equipment stellt dabei unser PDA dar, welcher nicht nur die Umgebungskarte für uns bereithält, sondern auch Emails empfängt oder für Bestellungen bei der russischen Mafia benötigt wird. Zudem gibt uns das PDA darüber Auskunft wie unser Verhältnis zu den verschiedenen Parteien augenblicklich ist. Klar, dass verfeindete Parteien nicht lange fackeln und einfach das Feuer auf uns eröffnen. Umgekehrt kann man befreundete Truppen für die eigenen Zwecke benutzen, und wenn man sie nur das Geschütz auf dem eben benutzten Fahrzeug besetzen lässt.

    Bei den Alliierten Bei den Alliierten Die Parteien im einzelnen wären die Nordkoreaner, zu denen man immer ein schlechtes Verhältnis hat, welches sich auch nicht verbessern lässt, sowie ihr Gegenstück die Südkoreaner, die Chinesen sowie die Alliierten Truppen. Mittendrin tummelt sich auch noch die russische Mafia, die ähnlich den Söldnern mehr aufs Geld schauen als auf die Moral. So kann man sich von der russischen Mafia praktisch jedes Kriegsgerät liefern lassen, insofern man das entsprechende Kleingeld besitzt. Umgekehrt aber ist es auch möglich der Mafia gestohlene Fahrzeuge zu verkaufen oder gleich für sie zu arbeiten und selbst in die Haut des ausliefernden Piloten zu schlüpfen.

    Lieferung frei Haus

    Der Heli holt den Gefangenen Der Heli holt den Gefangenen Denn die Helikopter nehmen in Mercenaries eine ganz besonders gelungene Funktion ein. Wie bereits erwähnt können wir uns beispielsweise von der Mafia jedes beliebige Material liefern lassen. Dazu genügt es eine geeignete Stelle zu finden wo der Hubschrauber landen kann und nicht unter Beschuss gerät. Daraufhin werfen wir die rote Rauchgranate und warten nur kurz bis der Hubschrauber mit der bestellten Ware angeflogen kommt. Ähnlich funktioniert auch das abliefern von Gefangenen. Zwar können wir die jeweilige Zielperson auch eliminieren, es genügt dann ein Beweisfoto der Leiche zu machen, aber nur lebend bekommen wir das gesamte Kopfgeld. Tote Personen bringen nur die Hälfte. Haben wir also einen Gegner kampfunfähig gemacht und gefesselt, rufen wir den Hubschrauber der Alliierten und verfrachten ihn hinein. Schon wird das Kopfgeld auf unser Konto überwiesen.

    GTA im Kriegsgebiet?

    Bei einem Spielprinzip wie es Mercenaries zugrunde liegt ist die Frage nach GTA natürlich nicht weit. Denn schließlich bewegt man sich ebenfalls auf einem großen Gebiet welches mit vielen Herausforderungen bestückt ist aus denen man relativ frei wählen kann wie man weitermachen möchte. Entspricht Mercenaries nun einem GTA im Kriegsgebiet, oder hat es bis auf das große bespielbare Gelände nicht viel damit gemein?

    HiTec Spielzeug HiTec Spielzeug Ja und nein. Wenn man mit seinem Fahrzeug zum nächsten Auftrag unterwegs ist kann man sich eines gewissen GTA-Eindrucks nicht erwehren, denn wie im quasi Vorbild haben wir auch in Mercenaries meist mehrere Auftraggeber auf der Karte verteilt die mit diversen Aufgaben auf uns warten. Die Aufträge selbst aber unterscheiden sich stark von dem was man aus GTA her kennt. Denn auch wenn man Anfangs noch mit roher Waffengewalt recht gut vorankommt, heißt es im weiteren Spielverlauf immer geschickter vorzugehen und alle taktischen Möglichkeiten auszunutzen. Denn spätestens wenn wir alleine losgeschickt werden einen ganzen Flughafen samt verteidigenden Einheiten auszuradieren, kommt uns selbst der Chirurgische Luftschlag viel zu schwach vor. Demnach kann man in Mercenaries zwar durchaus einige GTA-Elemente entdecken, trotzdem ist der Spieleindruck und auch das allgemeine Gameplay ein anderes.

    Tarnen und Täuschen

    Gut getarnt ist halb gewonnen Gut getarnt ist halb gewonnen Um dennoch eine Chance zu haben gilt es meist aus dem Verborgenem heraus zu agieren. Das bedeutet nun aber nicht in bester Sam Fisher Manier zu handeln, sondern das richtige Fahrzeug zu wählen. Den betreten wir ungesehen ein Fahrzeug sind wir automatisch getarnt, werden wir hingegen gesehen wie wir dies tun, gilt es erst einen unbeobachteten Abschnitt zu finden um als getarnt zu gelten. Sitzen wir also in einem Fahrzeug der Alliierten, gelten wir auch als Alliierter solange wir nicht aussteigen und werden von den verfeindeten Parteien angegriffen und von den befreundeten geschützt.

    Zahltag! Zahltag! Bis auf die Nordkoreaner, zu denen unser Verhältnis immer schlecht ist, können wir an der "Freundschaft" zwischen uns und den jeweiligen Parteien arbeiten. Erfüllen wir erfolgreich Aufträge für die Mafia, bessert sich unser Verhältnis zu ihnen. Schalten wir in ihrem Auftrag beispielsweise Südkoreaner aus, tun wir das ebenfalls am Besten aus dem Verborgenem heraus um unser Verhältnis zu den Südkoreanern nicht zu verschlechtern. Klar, dass das nicht immer so geht wie wir uns das vorstellen, irgendwen machen wir uns immer zum Feind. Genau das aber macht den Reiz des Spiels aus, die sich ständig verändernden Verhältnisse der Parteien zueinander. So kommt es vor, dass wir Abschnitte der Karte die eben noch angenehm friedlich waren etwas später schon nicht mehr durchqueren können weil Straßensperren errichtet wurden und heftige Kämpfe stattfinden.

    Das Kartenset

    Das Kartenset Das Kartenset Dreh- und Angelpunkt von Mercenaries ist das 52er Kartenset, welches die 52 Bösewichte im Spiel darstellt. So wie wir es aus "Apokalypse Now" kennen ist es das Ziel des Spiels alle 52 Kriegsverbrecher dingfest zu machen. Dabei ist das Spiel in vier große Kapitel unterteilt, welche die vier Kartenfarben darstellen. Denn im Augenblick der Festnahme eines Asses gilt die jeweilige Farbe als erledigt und die bis dahin nicht erwischten "Untergebenen" des jeweiligen Asses gelten als geflohen. Darum ist es klüger vor dem jeweiligen Ass erst alle Befehlsempfänger zu fangen und sich erst dann ans Ass zu machen, welches immer eine ganz besondere Herausforderung darstellt.

    Die PDA-Karte Die PDA-Karte An dem Kartenset orientiert sich natürlich die gebotene Geschichte, die uns zuerst mit den unausgebildeten Kreuzen konfrontiert. Zwar hat man meist mehrere Auftraggeber auf der Karte verzeichnet zwischen denen wir frei wählen können, spätestens beim jeweiligen Ass aber wird die Geschichte wieder zusammengeführt, so dass wir im Endeffekt zwar schon eine gewisse Freiheit bei der Missionswahl haben, dem dicken roten Faden im Spiel aber kann man nicht entkommen. Zudem muss man leider erwähnen, dass die vielen auf der Karte verzeichneten Nebenaufträge in Wirklichkeit überhaupt keine sind. Denn praktisch immer verstecken sich hinter den herrenlosen Fahrzeugen auf der Karte immer ein und dasselbe Minigame, nämlich ein Wettrennen gegen die Zeit bei dem es gilt einen bestimmten Punkt möglichst schnell zu erreichen. Besonders Anfangs fragt man nach dem Sinn dieser Herausforderungen, wo uns noch alle Parteien freundlich gesonnen sind und niemand auf uns schießt. Später jedoch, wenn uns diese Rennen quer durch feindliches Gebiet führen stellen sie durchaus eine gewisse Herausforderung dar. In der Praxis wird man sich dieser Minigames immer dann bedienen, wenn man sowieso in besagte Richtung muss. Warum also nicht gleich dafür bezahlen lassen, auch wenn es meist nur schwache 5000 Dollar sind.

    Dumm wie Brot?

    Briefing Briefing In so manchem Review wurde bereits die angeblich so dumme KI der Gegner bemängelt. Zugegeben, Intelligenzbestien wie wir sie aus manch anderem Shooter mit maximal drei Gegnern gleichzeitig kennen stellen die NPCs in Mercenaries nicht dar, so dumm wie sie aber oft dargestellt werden sind sie ebenfalls nicht. Denn sie beherrschen weit mehr Manöver als bei Beschuss in Deckung zu gehen. Ganz im Gegenteil analysieren sie ihre Umgebung und setzen alles ein was ihnen zwischen die Finger kommt. So kann es schon mal passieren, dass ein verbliebener Gegner in Todesangst versucht uns mit dem LKW der Flugabwehr zu überfahren, weil er nicht gleichzeitig den Führerstand und das Geschütz besetzen kann. Auch sind sie schlau genug lieber das auf dem Jeep montierte MG zu benutzen statt das eigene, einfach weil es mehr Schaden anrichtet.

    Alle Mann einsteigen Alle Mann einsteigen Eine recht gelungene Funktion stellt zudem die Hupe an jedem Fahrzeug dar. Sie dient nämlich dazu die NPCs aufzufordern das eigene Fahrzeug zu besetzen. Denn bei vielen Fahrzeugen ist es nicht möglich Lenkrad und Waffe gleichzeitig zu besetzen. Umso praktischer wenn dies ein NPC übernehmen kann und wir uns voll aufs Fahren konzentrieren können. Ebenfalls für einen Überraschungsmoment gut ist es einen Transporter voller Truppen zu benutzen, die man dann an gewünschter Stelle absetzen kann.

    Finden, sichern, kassieren

    Die Mafia kauft alles Die Mafia kauft alles Trotz der vielen Funktionen fiel die Steuerung recht übersichtlich aus. Im 3rd-Person-Mode steuert sich unser Söldner wie erwartet, der linke Stick wird also zum Bewegen und der rechte Stick zum Schauen benutzt. Mit der R1-Taste feuern wir die aktive Waffe ab und mit der L1-Taste werfen wir die Granaten. Insgesamt können wir nur zwei Waffen gleichzeitig tragen, zwischen denen wir mit der R2-Taste wechseln. Allerdings gibt es in einem Kriegsgebiet erwartungsgemäß genug Waffen zum einsammeln und zudem können wir uns ja noch auf die russische Mafia verlassen, die gegen Geld wirklich alles liefert was wir benötigen.

    Eigenwillige Steuerung Eigenwillige Steuerung Woran man sich aber erst gewöhnen muss sind die verschiedenen Steuerungsarten der Fahrzeuge. Praktisch jedes benutzt eine andere Tastenkombination. Als Beispiel sei der Jeep aufgeführt, der sich mit dem linken Stick lenken lässt, wobei wir mit der X-Taste Gasgeben und mit der Quadrat-Taste bremsen. Auf der Kreis-Taste liegt die Hupe und mit der L1-Taste verlassen wir das Fahrzeug. Wehe dem der die L1 zum Bremsen benutzen möchte, so wie aus vielen Rennspiel her gewohnt, der springt nämlich mitten im Feindgebiet aus seinem Jeep und verliert seine Tarnung. Der Panzer hingegen wird nicht mit der X- und Quadrat-Taste beschleunigt oder gebremst, sondern mit dem linken Stick, wobei der rechte Stick zum Zielen dient, je nachdem welche Bewaffnung der jeweilige Panzer besitzt. Der Hubschrauber schließlich benutzt die X- und Quadrat-Tasten um zu steigen oder zu sinken, um die Verwirrung komplett zu machen. So dauert es schon ein Weilchen bis wir die verschiedenen Steuermechanismen blind benutzen können und sich das jeweilige Fahrzeug bewegt wie gewollt.

    Grafik und Sound

    Als Zivilist getarnt Als Zivilist getarnt Was uns Mercenaries auf den Schirm zaubert besitzt den typischen Scharm einer Multiplattformentwicklung. Denn besonders bei der PS2 bemerkt man wie die Maschine an ihre Grenzen kommt und gerne ein paar Bilder fallen lässt. Zusätzlich besitzt das Spiel durch die Bank eine relativ geringe Fernsicht, welche besonders bei den Flügen mit dem Helikopter auffällt, und auch die restlichen Objekte, vom Häuserkomplex bis hin zu einzelnen Parkbänken, glänzen eher mit ihrem schlichten Erscheinungsbild. Dazu gesellt sich der Umstand, dass Mercenaries keinen 60 Hertz-Mode besitzt und der gebotene 50 Hertz PAL-Mode nicht ganz ruckelfrei läuft. Im Gegensatz zur Xbox-Version muss man anmerken, dass man sich bei einbrechender Framerate etwas schwer tut noch richtig zu zielen, besonders aus einem fahrendem Fahrzeug heraus.

    Panzerbrechendes Geschütz Panzerbrechendes Geschütz Dafür bekommt man im Gegenzug eine Physikengine geboten die sich sehen lassen kann. Spätestens bei der ersten Anwendung eines Luftschlages der gleich ganze Gebäudekomplexe in sich zusammenfallen lässt sitzen wir nur noch mit geöffneter Kinnlade vor dem Schirm und bestaunen das Gezeigte. Lösen wir dann auch noch einen Artilleriesalve aus während wir aus dem Verborgenem mit dem Laserpointer den Bunkerbrecher auf den Weg bringen, setzt eine Zerstörungsorgie ein wie wir sie nur in ganz wenigen Spielen geboten bekommen.

    Der NPC übernimmt das Geschütz Der NPC übernimmt das Geschütz Die Soundkulisse auf der PS2 darf man durchaus als gelungen bezeichnen. Die Synchronsprecher verrichten ihre Arbeit ebenso gut wie die Explosions- und Kampfgeräusche. Der General der Alliierten wurde übrigens von niemand geringerem Synchronisiert als von Sam Fischers Vorgesetzten, dessen sonore Stimme herrlich zum Charakter passt. Zudem stimmt bei der PS2-Version das Verhältnis zwischen Umweltgeräuschen und Sprachausgabe, die Motorensounds der Gefährte aber hören sich ebenfalls nicht besonders attraktiv an.

    Mercenaries (PS2)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Mehr als gelungenes Gameplay
    sehr unterschiedliche Aufträge
    reizt wenigstens für einen zweiten Durchgang
    der Einsatz der Helikopter im Spiel
    viele unterschiedliche Waffensysteme
    das Tarnfeature
    gepanzerte Fahrzeuge können gekapert werden
    Üble Motorgeräusche
    keine besonders hohe Sichtweite
    generell niedrige Framerate
    kein 60 Hertz-Mode
  • Mercenaries
    Mercenaries
    Developer
    Pandemic Studios
    Release
    15.02.2005

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Mercenaries
Mercenaries im Gamezone-Test
Pandemic nehmen den Mund nicht zu voll wenn sie uns einen Spielplatz für Erwachsene versprechen.
http://www.gamezone.de/Mercenaries-Spiel-14758/Tests/Mercenaries-im-Gamezone-Test-990174/
21.02.2005
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