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  • Mercury Meltdown Revolution im Gamezone-Test

    Wie auf die Wii zugeschnitten. Feinfühlige Steuerung und suchterzeugendes Gameplay.

    Mit "Revolution" erschien nun die dritte "Mercury Meltdown" Ausgabe - nach der PSP und der Playstation 2 beehrt man aber zum ersten Mal eine Konsole aus dem Hause Nintendo. Der Grund dafür ist äußerst simpel und schnell erläutert: Big N lieferte mit der Wii genau die richtige Hardware für das hervorragende Konzept des Spiels. Bleibt nur noch die Frage, wie gut die Entwickler die Steuerung umsetzen konnten. Wir schwangen die Fernbedienung und prüften für euch "Mercury Meltdown Revolution" auf Herz und Niere!

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution Am einfach zu erlernenden und dennoch schwer zu meisternden Gameplay hat sich seit der ersten Ausgabe für die PSP (Archer Maclean's Mercury) kaum etwas getan. In einer labyrinthartig aufgebauten Welt wurde mindestens einer, wenn nicht sogar mehrere Quecksilberkleckse verteilt, welche geführt durch eure Hand sicher das Ziel (oder sogar die Ziele) erreichen müssen. Wer schon einmal selber ein zähflüssiges Material durch Kippen und Drehen eines Brettes in Bewegung gebracht hat, wird sich sicherlich noch daran erinnern, dass sich die Flüssigkeit zwar schnell in Bewegung bringen lässt, aber leider auch recht schwer zu kontrollieren ist. Doch eben dieses Konzept wurde auf "Mercury" angewandt, wobei gewisse Parallelen zu Sega's Kulthit "Super Monkey Ball" nicht abzuweisen sind. Die Handhabe des Mercurys - das ist die zu steuernde Flüssigkeit - funktioniert recht ähnlich. Durch kippen der 3D Arena bringt ihr das Quecksilber in Fahrt und navigiert es durch den Irrgang, welcher mit Fallen, tiefen Abgründen und massig kleinen Denkaufgaben gespickt ist.

    Es kann ganz schön kompliziert werden ...

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution Eine kurze Sequenz vor dem Start eines Levels zeigt in einem Überflug die Struktur des Levels und verschafft euch einen groben Überblick über die gegebene Situation. Was anfänglich durchaus leicht von der Hand geht, wird recht schnell zu einer Geduldsprobe. Das Problem liegt nicht nur an den verwinkelten sowie labyrinthartigen Aufbauten und den oftmals nur sehr schmalen Wegen - mit der Zeit werden eure grauen Gehirnzellen zusätzlich durch kombinatorische Konstruktionen und Rätsel in Schwitzen gebracht. Da das Mercury flüssig ist, könnt ihr den "Klecks" zum Beispiel an einer scharfen Kante teilen, müsst nun aber beachten, dass durch Kippen beide (oder mehrere) Teile sich dementsprechend in Bewegung setzen - dies erschwert die Steuerung bis ins Unermessliche. Darüber hinaus sorgen viele Objekte für rauchende Köpfe. Manche Schalter benötigen eine bestimmte Menge Quecksilber zur Aktivierung, andere wieder eine entsprechende Farbe. Hier beginnt die ganze Sache ziemlich knifflig zu werden. Mittels spezieller Farbzonen könnt ihr der Edelflüssigkeit einen neuen Glanz verpassen. Das Ganze geht nun sogar so weit, dass ihr mannigfache Kolorierungen durch Mischen von Quecksilberkugeln unterschiedlicher Farbe kreieren könnt.

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution Verschiedene Objekte und Hindernisse sorgen nun dafür, dass ihr geschickt mit Farben und der Menge an Mercury umgehen müsst. Durch Farbschleusen gelangt ihr nur mit einer Quecksilberkugel entsprechender Farbe, Portale bringen die Flüssigkeit an einen anderen Ort und diverse Schalter müssen zum Öffnen von Türen betätigt werden. Die Architektur der Level schickt euch später auch über Fließbänder, steile Abhänge, sich bewegende Plattformen und als ob das nicht schon genug für das schwache Herz eines Geschicklichkeitsspielers wäre, sorgen gefräßige und dem Pac-Man ähnliche Gegner dafür, dass euer Vorrat an Mercury bei Feindkontakt schwindet. Es bleibt also allerhand zu tun, bis man das Spiel komplett gemeistert hat, vor allem da sich der Schwierigkeitsgrad der Denk- und Geschicklichkeitsaufgaben stetig steigert. Fleißige Naturen, welche sogar auf Highscores spielen, können noch einige Bonusrunden frei schalten. Die Motivation wird aber auch Dank vorhandener Ghostdaten gesteigert, so dass man durchaus alte Aufgaben nochmals versuchen wird.

    Reine Gefühlssache

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution Der Entwickler hatte auf der PSP und Playstation 2 noch keine Alternative und musste den Stick für die Steuerung anwenden. Die Welten ließen sich zugegebenermaßen schon recht sauber kippen und wenden. Die Wii bietet nun aber Dank der bewegungssensitiven Möglichkeiten die optimale Lösung für das Spielkonzept. Es wird nur die Fernbedienung benötigt, die wie bei einem NES-Classic Spiel quer gehalten wird. Die Neigung des Controllers wird nun in das Spiel übernommen und bewegt entsprechend die Levelkonstruktion. Viel präziser und vor allem mit deutlich mehr Gefühl können somit die zähflüssigen Quecksilberkugeln über schmale Stege dirigiert werden. Das Spiel geht einfach viel lockerer von der Hand! Bei Bedarf kann man aber auch auf die altbewährte Variante ausweichen und einen Classic-Controller anschließen, wir empfehlen aber die Wii-Remote.

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution Nach wie vor kann die virtuelle Kamera keinen optimalen Überblick vermitteln. Dazu sind vor allem die späteren Levelkonstruktionen viel zu verwinkelt und manchmal umfassen diese sogar mehrere Ebenen übereinander. Um frustrierende Momente und unfaire Stellen zu vermeiden, lässt sich die Kamera wieder drehen und auch zoomen. Prinzipiell ein lobenswertes Feature, welches für die Wii-Spieler aber sehr fatale Folgen hat. Der Kameramann nimmt über das digitale Steuerkreuz und den 1- bzw. 2-Knopf Befehle entgegen. Wer hier aber keine ruhige Hand bewahrt, bringt durch Rütteln des Controllers seine Quecksilberkugeln unverhofft ins Rollen. Schneller, als man sich den Überblick verschaffen konnte, rutscht die Flüssigkeit über den "Tellerrand". Da hatten es die Sony-Spieler bisher deutlich einfacher.

    Was gibt es zu tun

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution Das Hauptspiel entführt euch in virtuelle Chemielabore. Jedes Laboratorium bietet natürlich optisch etwas Abwechslung. Während in dem einen eher die Ozeane untersucht werden und somit die blaue Farbe dominiert, gestaltet sich die ganze Sache später eher futuristisch. Aber nicht nur die Augen werden vom Alltagsgrau verschont, denn jeder neuer Abschnitt bringt auch neue Herausforderungen mit sich, die spielerisch immer mehr Können und Denkarbeit abverlangen. Der Zutritt in die höheren Labore bleibt euch zu Beginn aber noch verwehrt. Zuerst müsst ihr ordentlich Mercury in Reagenzgläser abfüllen, erst dann werden die entsprechenden Level auch zugänglich. Dies wiederum geschieht, indem ihr die jeweiligen Aufgaben zu den Gläsern möglichst gut meistert. Für flinke, achtsame und sammelwütige Spieler gibt es Belohnungen. Sowohl die Spielzeit, das gerettete Quecksilber als auch die eingesammelten Bonusitems fließen in die Endwertung mit ein und verschaffen euch eine entsprechende Highscore - schalten aber auch die Welten wie auch Extras frei. Insgesamt dürft ihr euch auf einen ordentlichen Umfang gefasst machen. Über 150 verschiedene Labyrinthe laden zum Knobeln ein, wobei der Schwierigkeitsgrad und damit auch leider oftmals der Frust tendenziell ziemlich schnell ansteigt!

    Ablassen könnt ihr die angestaute Wut in bis zu fünf Minispielen. Ebenso wie die Labore, gilt es aber auch diese erst einmal freizuspielen. Dem Naturgesetz von Nintendo nicht folgend, bieten uns die Entwickler keinen Partymodus für gesellige Familienduelle. Ihr müsst einsam und verlassen gegen die Zeit oder den Computer antreten, was nicht sonderlich lange bei Laune hält. Schade, denn die Integration eines Mehrspielermodus hätte durchaus den Spaßfaktor anheben können.

    Technisch nicht brillant ...

    Mercury Meltdown Revolution Mercury Meltdown Revolution ... dafür aber dem Zweck dienend. Diesem Grundsatz haben sich fast alle Geschicklichkeits- und Puzzlespiele verschrieben, so auch "Mercury Meltdown Revolution". Ob nun aber der Stilwandel der Serie gut tat, wollen wir mal außen vor lassen. Während "Archer Maclean's Mercury" noch recht futuristisch und vor allem sehr cool daher kam, vollzog man mit "Meltdown" einen optischen Wandel zur Cel-Shading Grafik. Auf der Wii ist der Stil durchaus der Zielgruppe zugeschnitten, hat aber Dank der hellen und bunten Farben auch seine ganz besondere Note. Die teils sehr detailarme und oftmals gleichfarbige Hintergründe lassen aber deutlich zu Wünschen übrig. Untermauert wird das Erlebnis wieder mit einem recht chilligen und bisweilen auch in hartes Trance abdriftenden Soundtrack, der zugleich abwechslungsreich als auch akustisch sehr klangvoll daher kommt. Da legt man sich doch gerne mal in der Couch zurück und genießt das ruhige und chillige Gedankenspiel auf der Mattscheibe.

    Mercury Meltdown Revolution (Wii)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Simples Grundprinzip recht fordernd umgesetzt
    abwechslungsreiche Fallen und Denkaufgaben
    über 150 Level
    Wii-Steuerung (bis auf Kamera) ist optimal
    Die Kamera ist ungünstig zu bedienen
    schlichte bis langweilige Präsentation
    fehlender Mehrspielersupport
    zu wenig unterschiedliche Modi
  • Mercury Meltdown Revolution
    Mercury Meltdown Revolution
    Developer
    Ignition Entertainment
    Release
    29.03.2007

    Aktuelles zu Mercury Meltdown Revolution

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991315
Mercury Meltdown Revolution
Mercury Meltdown Revolution im Gamezone-Test
Wie auf die Wii zugeschnitten. Feinfühlige Steuerung und suchterzeugendes Gameplay.
http://www.gamezone.de/Mercury-Meltdown-Revolution-Spiel-14770/Tests/Mercury-Meltdown-Revolution-im-Gamezone-Test-991315/
05.06.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/06/screen2_large_1_.jpg
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