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  • Metal Gear Acid im Gamezone-Test

    Solid Snake auf Abwegen: Hier zählt kein actiongeladenes Schleich-Geschick, sondern raffinierte Karten-Taktik.

    Metal Gear - viele Spieler werden alleine schon beim Lesen dieser beiden Worte schwach. Der Vater aller Schleichspiele als exklusiver Starttitel für Sonys PSP - was will man als frischgebackener Käufer des neuen Handhelds eigentlich noch mehr? Doch allzu voreilig sollten begeisterte Schleich-Veteranen nicht zugreifen, denn Metal Gear Acid hat mit Kojimas bisherigen Meisterwerken nur noch sehr wenig gemeinsam.

    Im Zeitalter von "Yu-Gi-Oh!", "Pokémon" und "Duel Masters" kommt man auch als Videospieler kaum noch am neu auferstandenen Konzept der Sammelkartenspiele vorbei. Während sich alteingesessene Zocker höchstens noch an das "Super-Trumpf Quartet" erinnern, wird auf den Schulhöfen schon seit vielen Jahren mit allerlei Anime- und Mangespielchen auf bedrucktem Karton ein millionenschweres Geschäft gemacht. Das japanische Traditionsunternehmen Konami steckt schon länger ganz dick mit dem momentan erfolgreichsten Kartenspiel "Yu-Gi-Oh!" in diesem Business und hat bereits eine Vielzahl von passenden Videospielen auf die Konsoleros losgelassen. Mit Metal Gear Acid versucht sich nun das preisgekrönte Team von Kojima Productions an einer eleganten Fusion aus Schleichspiel und rundenbasiertem Trading Card Game in Softwareform.

    Solid Snake auf Abwegen

    Metal Gear Acid Metal Gear Acid Die Story des Spiels ist eigentlich genau das, was man sich von einem Kojima-Spiel erwartet: Sie ist unglaublich komplex, wird in mehrminütigen Zwischensequenzen vorangetrieben und lässt am Ende trotzdem jede Menge Fragen offen. Zeitlich ist das Ganze in etwa nach den Ereignissen von "Metal Gear Solid 2" angesiedelt, aber dennoch verfolgt der rundenbasierte Acid-Ableger über eine ganz eigene Hintergrundgeschichte, bei der zu Beginn lediglich der Protagonist an die vergangenen Agenten-Abenteuer erinnert. Diesmal geht es um ein entführtes Flugzeug, welches von mysteriösen Terroristen in Puppengestalt als Druckmittel verwendet wird. Auf der abgelegenen Insel Lobito soll ein streng geheimes Forschungsprojekt unter dem Decknamen "Pythagoras" beheimatet sein und wenn die Terroristen diese wertvolle Forschungsarbeit nicht innerhalb eines knapp bemessenen Zeitlimits erhalten, müssen alle 517 Insassen des Flugzeugs sterben. Normalerweise verhandelt die US-Regierung nicht mit Terroristen, doch für alle Fälle wird der Mann auf das gut bewachte Forschungszentrum angesetzt, der bereits mehrfach die Welt vor dem sicheren Untergang gerettet hat: Solid Snake, der Meister aller Geheimagenten.

    Schnapp' sie dir alle!

    Metal Gear Acid Metal Gear Acid Im krassen Gegensatz zu allen anderen Teilen der Serie bewegt man sich in Metal Gear Acid rundenweise über das Gameplay-Parkett und nutzt geschickt die natürliche Deckung vor den wachsamen Blicken patrouillierender Wachen. Trotz der ungewöhnlichen Art der Fortbewegung geht es also immer noch darum, nicht von den zahlreich vorhandenen Feinden gesehen zu werden. Sollte dies mal nicht vermeidbar sein, wird der altbekannte Alarm ausgelöst und innerhalb kürzester Zeit wimmelt es nur so vor Wachen auf dem Spielfeld. In solchen nicht gerade seltenen Fällen gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und sich schnellstmöglich zu verstecken. Dies ist bei einem rundenbasiertem Taktikspiel allerdings leichter gesagt als getan und nicht selten verbringt man nach einem ausgelöstem Alarm viele Spielminuten damit, die Ausgangssituation durch langwierige Versteckspielchen wiederherzustellen.

    Metal Gear Acid Metal Gear Acid Auch Metal Gear Acid fußt als Trading Card Game wie seine Genrekollegen auf einer breiten Palette verschiedenster Spielkarten, insgesamt über 200 Stück. Vor jeder Mission habt ihr die Möglichkeit aus den bisher gefundenen Karten ein eigenes "Deck" (Kartenset) zusammenzustellen. Aus diesem, anfangs noch 30 Karten umfassenden Deck, werden dann pro Spielrunde sechs einzelne Karten nach dem Zufallsprinzip gezogen und von Snake eingesetzt. Die hierbei möglichen Arrangements erweitern sich selbstverständlich im Spielverlauf und auch diverse Spezialkarten müssen während der Einsätze erst noch gefunden werden. Mit dabei sind echte Serien-Klassiker wie die tarnende Umzugskiste oder die kultigen Zigaretten um Laserstrahlen sichtbar zu machen. Auch sämtliche Waffen wie beispielsweise die verschiedenen Granaten, das C4 oder Snakes Socom-Pistole sind mit von der Partie. Neben der stattliche Vielzahl aus Ausrüstungsgegenständen und Waffen machen sich vor allem die seltenen Charakter-Karten im Spiel bezahlt: Alte bekannte wie Liquid Snake, Otacon oder Sniper Wolf verleihen dem Spieler für kurze Zeit ganz besonders nützliche Aufwertungen oder Angriffskräfte und werden zudem von einer schmucken Animation begleitet.

    Komplexes Gameplay

    Metal Gear Acid Metal Gear Acid Echte Taktik-Freaks werden spätestens nach dem einführenden, ersten Drittel des Spiels voll auf ihre Kosten kommen. Dann legt Metal Gear Acid nämlich erst richtig los und fordert für jede Mission ein perfekt zusammengestelltes Deck und eine taktisch raffinierte Vorgehensweise. Selbst kleinere Patzer werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verziehen und auch die Länge der Missionen schnellt dann von knapp 20 Minuten auf über eine Stunde Spielzeit hoch. So richtig spannend wird das Ganze auch erst nachdem Snake seine Partnerin Teliko kennen gelernt hat: Ab diesem Zeitpunkt steht euch die flinke Agentin zur Seite und will ebenfalls - mit einem eigenen Kartenset - durch die Missionen dirigiert werden. Typische Schalterrätsel stehen dann auf der Tagesordnung und nicht selten müssen sich die beiden im richtigen Moment trennen um an einem Hindernis wie beispielsweise einer verschlossenen Tür vorbeizukommen. Teliko hat zwar etwas weniger Gesundheitspunkte und ist damit anfälliger für feindliche Angriffe, allerdings kann die Agentin auch drei Karten pro Runde einsetzen, während Snake nur zwei Aktionen pro Zug hat. Weiteren Tiefgang bekommt das Spiel durch das "Kosten-Spielelement". Jede Karte hat einen bestimmten Punktewert und wer seine "Kosten" durch den Einsatz entsprechender Karten niedrig hält, ist womöglich wieder vor seinen Gegnern am Zug und gewinnt dadurch den entscheidenden Vorteil. Gleiches gilt für das komplexe Inventarsystem: Jede Spielfigur kann hier nicht nur verschiedenste Ausrüstungen und Waffen anlegen, sondern je nach farblicher Anordnung im Inventarfenster erhält man verschiedene Bonus- oder Maluspunkte auf Attribute wie beispielsweise Angriffskraft oder Deckung. Dies ist ganze besonders auch im Nahkampf wichtig, denn die CQC-Kampftechnik hat Snake auch in diesem Teil der Serie auf Lager. Wer seine CQC-Karten geschickt kombiniert, darf seine Gegner aus nächster Nähe zu Fall bringen und wird somit zum lautlosen Profikiller.

    Spielumfang für wahre Profis

    Metal Gear Acid Metal Gear Acid Wir könnten an dieser Stelle noch seitenweise über die vielen kleinen und großen Finessen des Spiels reden, denn Metal Gear Acid überrascht im Spielverlauf immer wieder mit neuen, fordernden Spielelementen, die sicher auch echte Profis ins Schwitzen bringen werden. Die insgesamt 14 Missionen hören sich vielleicht nicht nach besonders viel Umfang an, doch ziehen sich manche davon bei unüberlegter Spielweise über mehrere Stunden hin. Die durchschnittliche Spielzeit liegt somit bei weit über 20 Stunden, wer sich auf die Suche nach allen Karten und Geheimnissen macht, kann deutlich mehr einkalkulieren. So manchem übergelaufenen Actionfan wird Metal Gear Acid spätestens nach dem ersten Drittel viel zu langwierig und zäh sein und womöglich verliert er aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades schließlich auch vollständig die Lust am Spiel. Eingefleischte Fans der Serie seinen nochmals gewarnt: Es steht zwar Metal Gear auf der Packung, doch nur echte Experten des Trading Card Genres werden in den späteren Missionen die nötige Ausdauer zum Weiterspielen haben. Genau diese Spieler werden dann aber auch Spaß am enthaltenen Mehrspielermodus haben und sich nach dem ersten Durchgang bereitwillig auf die Suche nach allen verbliebenen Karten machen. Wenn ihr mehr über den Mehrspielermodus erfahren wollt, möchten wir euch an dieser Stelle nochmals unser Interview mit Shinta Nojiri, dem Director des Spiels ans Herz legen.

  • Metal Gear Acid
    Metal Gear Acid
    Developer
    Konami
    Release
    01.09.2005

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Metal Gear Acid
Metal Gear Acid im Gamezone-Test
Solid Snake auf Abwegen: Hier zählt kein actiongeladenes Schleich-Geschick, sondern raffinierte Karten-Taktik.
http://www.gamezone.de/Metal-Gear-Acid-Spiel-14810/Tests/Metal-Gear-Acid-im-Gamezone-Test-990386/
06.09.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/09/mgag__10.jpg
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