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  • Metal Gear Solid 2: Substance im Gamezone-Test

    Die PC-Umsetzung des Klassikers zeigte uns wie man Konsolenumsetzungen nicht machen sollte.

    Eine technische Katastrophe

    Ein echter Meilenstein der Konsolenspiele findet nun auch seinen Weg auf den PC. "Metal Gear Solid 2 - Substance" ist nämlich eine Portierung des PS2 Megasellers auf den PC. Es gibt allerdings kleinere Unterschiede im eigentlichen Spiel, sowie eine Unmenge an VR-Missionen und diversen Special-Features, die es eben nur in "Substance" gibt. Die PC-Version leidet allerdings im Vergleich zur Xbox-Umsetzung unter massiven technischen Ungereimtheiten.

    Für alle, die immer noch nicht wissen sollten was "Metal Gear Solid 2" eigentlich ist, hier eine kurze Zusammenfassung unseres PS2-Tests:

    Seit dem Vorfall auf Shadow Moses Island ist die als "Top Secret" klassifizierte Technologie von Metal Gear durch die Machenschaften von Revolver Ocelot auf den Schwarzmarkt gelangt. Dadurch sind auf der ganzen Welt zahllose Varianten von Metal Gear entstanden, immer häufiger rüsten Atommächte ihre Streitkräfte mit der gefährlichen Waffe aus.

    Inmitten all dieser Entwicklungen hat Solid Snake, inzwischen Mitglied der Anti-Metal-Gear-Gruppe "Philanthropy", erfahren, dass die U.S. Marines einen neuen Metal-Gear-Prototypen entwickelt haben, der zurzeit unter strengster Geheimhaltung an einen unbekannten Ort gebracht wird. Um mehr über diese neue Maschine zu erfahren, muss Snake den Transport auf seinem Weg über den Hudson River infiltrieren. Aber gerade als Snake seine Mission beginnen will, wird das Schiff von einer rätselhaften und gut bewaffneten Gruppe gekapert, die das neue Metal Gear für ihre eigenen schändlichen Zwecke zu stehlen trachtet. Als ehemaliger Kämpfer der Anti-Terror-Truppe "Foxhound" wurde der Einzelkämpfer "Solid Snake" bereits öfters für solche gefährlichen Aufträge (meist unter dem Deckmantel der Regierung) angeheuert. Für wen er diesmal allerdings wirklich sein Leben riskiert, wird im Laufe der Story immer fadenscheiniger.

    Es ist einfach absolut genial, wie sich die Atmosphäre in diesem aufwendigen Action-Adventure entfaltet. Die Freiheit, die einem als Spieler bei Metal Gear geboten wird, sucht ihres gleichen. "Alles kann - nichts muss" ist das Motto. So kann man an fast allen Gegnern vorbeischleichen ohne gesehen zu werden. Die andere Möglichkeit ist natürlich in Rambo-Manier auf alles zu schießen was sich bewegt. Es bleibt jedem Spieler selbst überlassen welchen Weg er bei diesem interaktiven Film wählt. Eine Vielzahl von neuen Waffen und Bewegungen machen das Spiel noch besser als den ersten Teil auf der PsOne.

    Was bietet Substance?

    Alte Hasen unter euch werden sich bestimmt noch an die VR-Missions des ersten Teils erinnern, diese wurden ebenfalls als extra Titel für die PSone veröffentlicht und haben wohl eher die "Hardcore-Japaner" unter den Spielern angesprochen, da man schon ein echter Freak sein musste um hier alles mit Bestzeit durchzuspielen. Der Substance-Teil in dieser "Special-Edition" von MGS2 für den PC ist hier relativ ähnlich: Der Spieler hat die Möglichkeit auf über 350 unterschiedlichen virtuellen Arealen sein Können als Superagent unter Beweis zu stellen. In den recht trist aber trickreich gestalteten virtuellen Umgebung wird der Schwierigkeitsgrad von Mission zu Mission immer knackiger und vom anfänglichen simplen Vorbeischleichen hinter nur einem Gegner kommt man bald zu Missionen die nur mit minutenlanger Planung zu bestehen sind.

    Das beim virtuellen Training so schnell keine Langeweile aufkommt, hat man eine Vielzahl von Modi eingebaut. So gibt es den Modus "Eliminate all" in dem, wie der Name schon sagt, alle Gegner ausgeschaltet werden müssen. Im "Weapon Mode" kann mit jeder einzelnen Waffe die es im Spiel gibt, eine Reihe von speziell darauf abgestimmten Missionen bestanden werden. Besonders knackig wird's im "First Person Mode", hier spielt man aus der Ego-Ansicht und kann sogar vorher aus verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten auswählen. Des weiteren sind alle diese Missionen auch mit "Raiden" und weiteren freispielbaren Charakteren spielbar, der Ablauf der Mission ist jedes mal ein kleines bisschen anders.

    Neben dem VR-Training hat uns Konami die "Alternative Missions" beschert, hier kann man diverse Spezialaufträge in der original Spielegrafik absolvieren. So gibt es zum Beispiel den "Bomb Disposal Mode" oder den "Photograph Mode" die sich eigentlich selbst erklären und an manche Spielszenen (Bomben entschärfen) erinnern, aber oft innerhalb eines Zeitlimits erledigt werden wollen.

    Die echten Fans des Spiels haben oft nach dem eher enttäuschenden Auftritt des Hauptcharakters "Raiden" gehofft, dass Spiel auch einmal als "Snake" durchspielen zu können. Zumindest ein bisschen ist Konami diesem Wunsch nachgekommen und hat die "Snake's Tales" eingebaut. Diese kleinen Aufträge spielen an diversen Stellen auf der Bohrinsel, bieten aber oft eine völlig andere Story, welche aber leider nur mit Textseiten erklärt wird. Dennoch werden echte Fans von Snake hier endlich die Möglichkeit haben mal als wirklich cooler Typ und nicht als "Weichei Raiden" ihren Mann zu stehen.

    Grafisch gleicht die PC-Fassung des Titels der Xbox-Version wie ein Ei dem anderen. und die kleineren Ruckler am Anfang sind später schnell vergessen.

    Und die PC-Version?

    Tja, die ist ein schlechter Witz! Wir sind nach dieser grausamen Erfahrung zur Überzeugung gekommen, dass Konsolenspiele doch lieber auf Konsolen bleiben sollten. Wer auf PC's technisch perfekte Spiele entwickeln will, sollte mal bei Blizzard eine kleine Schulung machen, die wissen wie so was geht - Konami weiß es anscheinend nicht.

    Der Horror beginnt bereits vor dem Spiel, nämlich beim Setup. Das Spiel schlägt alle Rekorde, wenn es um Festplattenplatz geht: Satte 7 GB (Gigabyte!) will das Spiel für die Vollinstallation! Die zweite Option verlangt immer noch knapp 4 GB und dauerte bei uns satte 20 Minuten. Warum ein Start des Spiels direkt von DVD-ROM seltsamerweise nicht möglich ist, kann uns wohl nur Konami beantworten. Im Spiel selbst steht der gefrustete Spieler dann vor dem nächsten großen Problem: Der Steuerung. Das Spiel ist eigentlich nur für Besitzer eines Joypads mit zwei Analogsticks zu empfehlen, da die Steuerung mit Maus und Tastatur oder normalen Joysticks absolut unbrauchbar ist. Fairerweise muss man dazusagen, dass es ein umfangreiches Konfigurationstool gibt, in dem die Belegung vollständig geändert werden kann - allerdings nur außerhalb des Spiels, unter Windows. Außerdem schreit das Spiel förmlich nach einem Patch, auf einem unserer Test-PC's konnte man es überhaupt nicht starten, auf dem anderen lief es, allerdings nur mit diversen Grafik- und Soundfehlern. Konami hält wohl nicht sonderlich viel von Qualitätssicherung bei ihren PC-Produkten, anders können wir uns diese Misere nicht erklären.

    Das deutsche Handbuch wurde übrigens genauso lieblos gestaltet, es wurde nämlich einfach das der Xbox-Version übernommen - inklusive der Button-Belegungen. So ist dort von A- und Y-Buttons die Rede, welche den unerfahrenen Aldi-PC-User stark überfordern dürften.

    Metal Gear Solid 2: Substance (PC)

    Singleplayer
    7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    4/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hervorragendes Gameplay
    viel Bonusmaterial
    ein echter Klassiker
    grausames Setup
    schlechtes Handbuch
    VR-Missions eher nur für Freaks
    nur auf DVD erhältlich
    technisch mangelhaft
    stellweise kleine Ruckler oder Grafikfehler
  • Metal Gear Solid 2: Substance
    Metal Gear Solid 2: Substance
    Release
    28.03.2003

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Metal Gear Solid 2: Substance
Metal Gear Solid 2: Substance im Gamezone-Test
Die PC-Umsetzung des Klassikers zeigte uns wie man Konsolenumsetzungen nicht machen sollte.
http://www.gamezone.de/Metal-Gear-Solid-2-Substance-Spiel-14819/Tests/Metal-Gear-Solid-2-Substance-im-Gamezone-Test-989208/
28.03.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/schulterblick.jpg
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