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  • Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots - Seine Mutter, wer? Und der jetzt sein Vater, oder was?! - Leser-Test von Kubrick

    Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots - Seine Mutter, wer? Und der jetzt sein Vater, oder was?! - Leser-Test von Kubrick Quelle: Sony 1998 war es soweit: Metaru Gia Soriddo,den Europäern wohl besser bekannt als Metal Gear Solid, erschien für die PSX und sollte die Videospielwelt wie kein anderes Game zuvor verändern. War die Reihe später auch auf anderen Systemen zu Gast, ist und bleibt MGS ein Wahrzeichen für Sonys Playstation. Ein prestigeträchtiges Projekt also, das auch von Sony selbst gerne als Kaufgrund für die neue PS3 angepriesen wurde. Doch kann die solide Metallschlange im 4 Anlauf halten was sie verspricht?

    Seit die einstige MSX-Heimrechner-Reihe Metal Gear von Hidoe Kojima mit dem Zunamen "Solid" in das 3D-Multimedia-Zeitalter geholt wurde bildete sich schnell eine große Fangemeinde um den Spieleschaffenden mit dem Hang zu ausschweifenden Erzählungen. Und das obschon die verschiedenen Zutaten des Gameplays höchst eigenwillig gemischt waren: Stealth Elemente mischten sich mit trockener Brettspielromantik, eine epische Story traf auf verrückten Humor. Eine süß-saure Mischung, die beileibe nicht jedem Spieler schmeckte.
    Das trifft auch auf den neuen Ableger Metal Gear Solid 4 zu, das lang erwartete Wunderkind für die Playstation 3. Ist das eigentliche Gameplay im neuen Teil zugänglicher gestaltet, artet die Präsentation ins Uferlose aus, bleibt sich aber rückblickend auf die Serie voll und ganz treu. Obwohl alle Zutaten für einen massentauglichen Blockbuster auf dem Tisch liegen, bleibt nach Kojimas neuem Stealthkuchen dann doch ein leicht fader Beigeschmack, was wohl an der unausgewogenen Abmischung liegen mag.

    Wir treffen unseren Helden Snake in einem Kriegsgebiet im nahen Osten wieder, um gut 3 Jahrzehnte künstlich gealtert. Trotz seines deutlich labilen Zustandes ließ es sich der alte Snake nicht nehmen sich auf seine vielleicht letzte und wichtigste Mission zu begeben: Seinen bösen Zwilling Liquid endgültig zur Strecke zu bringen. Auf seiner Abschiedstournee trifft Old Snake noch einmal auf viele alte Bekannte und erfährt am Ende die ganze Wahrheit über seine verworrene Herkunft. Letztendlich erwartet einen die Nacherzählung der Messiahs-Geschichte mit vielen Religiösen verweisen (geboren aus Gut und Böse usw.) und endlosen Querverweisen auf vorangegangene Ereignisse im MGS Universum. Gewürzt wird das ganze durch knackige Actionsequenzen und dem unvergleichlichen Metal Gear Humor. Leider halten sich die Spannungselemente nicht mit den endlosen Dialogen die Wage und so verliert die Geschichte öfters mal an Tempo. Robert Downey Jr. sagte am Ende von "Kiss Kiss Bang Bang" so passend: "Keine Angst, das Ende wird jetzt nicht wie bei Herr der Ringe, so dass der Film hundertmal ended und so." Diesen Ausspruch hätte sich auch Kojima zu Herzen nehmen sollen, denn dem Meister fällt es sichtlich schwer sich von seiner Serie zu verabschieden und so hat er wohl jedes Ende verbraucht das ihm eingefallen ist. Und gerade das wirkt am Ende wenig souverän und in Bezugnahme auf die religiösen Motive (Opfer für die Menschheit) letztendlich inkonsequent. Der Erzählstil an sich, viele verrückte Überraschungen, Details und das gewohnt souveräne Charakter- und Produktionsdesign überzeugen jedoch in ganzer Linie. Da verzeiht man gern den ein oder anderen erzählerischen Durchhänger.
    Hinzu kommt das neben all den Dingen die uns Kojima so zu berichten hat das eigentliche Spielen fast etwas zu kurz kommt. Zwar erwarten uns viele spannende Mission an alten und neuen Schauplätzen, jedoch wirkt sich auch hier das falsche Verhältnis der Zutaten aus: Auf eine Stunde Spielzeit kommt auch mindestens eine Stunde Cutscenes die meistens am Stück abgefahren werden. So geben gerade die umfangreichen Missionbriefings eine menge Zeit den Hausputz zu machen, Kaffee zu kochen und zur nächsten Mission gerade rechtzeitig von der Toilette wieder da zu sein. In den Missionen selber erwartet den Spieler klassisches Metal Gear Solid-Gameplay in einer Atemberaubenden, enorm detaillierten 3D Welt. Neben vielen Hilfsmitteln zum leisen und nicht tödlichen Ausschalten der Gegner stehen auch wieder brachiale Waffen wie ein Granatenwerfer oder völlig durchgedrehte Instrumente wie eine Voodopuppe zur Verfügung. Wie immer wird ein möglichst unaufälliges Vorgehen belohnt, viele Konflikte lassen sich aber auch mit purer Waffengewalt lösen. Erst in den späteren, hohen Schwierigkeitsstufen wird ein durchdachtes Vorgehen wirklich lebenswichtig. Es gibt aber auch viele Bereiche in denen grundsätzlich nur pure Feuerkraft gefragt ist, eine harte Sequenz am Fahrzeug-MG und ein epischer Mecha-Kampf gehören unter anderem dazu und sorgen für zusätzliche Abwechslung. Auf Grafik und Sound kann man also nichts kommen lassen, denn hier lässt die PS3 ihre Muskeln spielen und stellt so manches hochgelobtes 360-Game in den Schatten. Auch das Gameplay überzeugt vollends mit einer guten Mischung aus Action, Stealth und einer breiten Palette spielerischer Möglichkeiten. So bleibt dem Spieler jederzeit selbst überlassen wie er die Mission bestreiten will, da die Hilfsmittel für einen Schleicheinsatz genauso breit gefächert sind wie das Sortiment für einen totalen Vernichtungskreuzzug. Feine Details wie ein integrierter IPod samt eigenem Podcast und viele, viele freischaltbare Extras laden immer wieder zu einer weiteren Runden Stealthaction ein und werten, die zusammengestrichen doch relativ kurze, Spielzeit gehörig auf. Zusammen mit dem Cutscenes gerechnet beschäftigt einen das Spiel gut 14-16 Stunden, wobei man nur gut 7-8 davon im eigentlichen Einsatz verbringt. Bei so vielen Möglichkeiten leider ein zeitweise etwas zu kleiner Spielplatz, wenn auch Perfekt präsentiert.
    FAZIT: Selten haben so viele Elemente in einem Spiel gestimmt: Weder Gameplay noch Präsentation oder Optik geben sich hier eine Blöße. Eine einfach bombastische, bis ins letzte Detail fein geschliffene Grafik trifft auch einen absolut perfekten Sound, spannendes, komplexes Stealth-Gameplay wird in einer epischen, kinogleichen Präsentation eingebettet. Doch edle Zutaten machen noch lange keinen köstlichen Kuchen, am Ende kommt es auf den Konditor an. Diese Rolle übernimmt Kojima nur zu gern und versucht hier redlich seinem eigenen, enorm hohen Anspruch gerecht zu werden und eine legendäre Saga zu einem erhabenen Ende zu führen. Leider schafft er dies nicht immer und führt seine vielen, kreativen Ideen teilweise in falschen Proportionen zueinander. Fans freuen sich über die bis in das letzte Detail aufgedröselten Storyelemente, Freunde der schnellen unkomplizierten Action schauen bei minutenlangen Dialogen über die "gute alte Zeit" in die Röhre. Vor allem weil Kojimas Geschichte trotz der 300hundersten Wendung an sich schon nicht das gelbe vom Ei ist und sich in manche Sackgasse verrennt. Trotzdem ist für jeden was dabei, und so kann ich für dieses Spiel nur eine Kaufempfehlung aussprechen. Denn auch wenn sich der Titel teilweise etwas verrennt, hat man selten ein so passioniertes und episches Videospiel wie hier gesehen. Für einen flächendeckenden Blockbuster ala' GTA 4 fehlt aber der Feinschliff, hier wäre weniger deutlich mehr gewesen.
    Spannung, Dramatik, kreativer Anspruch und eine perfekte Technik erwarten den Spieler in MGS4: Guns of the Patriots, ein Kunstwerk das jeder Videogamer mit Vorliebe für große Action einmal gespielt haben sollte.

    Negative Aspekte:
    Schwer zu verstehende Story, teils etwas unausgegorene Mixtur aus Stealth, Ballern und Film, letzendlich etwas zu wenig Gameplay

    Positive Aspekte:
    Gewohnt tiefgründiges Gameplay. Tolle: Grafik, Sound, Präsentation, Aktion, Design. Sehr ausgereift und sauber ausgeführt. Viele Waffen und Möglichkeiten. Sehr professionelle Filmsequenzen

    Infos zur Spielzeit:
    Kubrick hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Kubrick
    8.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
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Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
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http://www.gamezone.de/Metal-Gear-Solid-4-Guns-of-the-Patriots-Spiel-14822/Lesertests/Metal-Gear-Solid-4-Guns-of-the-Patriots-Seine-Mutter-wer-Und-der-jetzt-sein-Vater-oder-was-Leser-Test-von-Kubrick-1007837/
13.10.2008
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