So gelungen die Umsetzung für den Handheld auch ist, es bleibt ein Titel für die heimische Couch.
Während wir vor nicht allzu langer Zeit das HD-Remake alter Metal Gear Solid-Teile in der Playstation und Xbox zu liegen hatten wurde der dritte Teil "Snake Eater" gleich auch noch für den Nintendo 3DS umgesetzt. Dass die Serie es unterwegs ebenfalls drauf hat bewies man mit "Peace Walker" für die PSP. Handelt es sich um schlichtes Marken-Ausschlachten oder um eine glänzende Portierung?
Aufgewärmte Geschichte
Metal Gear Solid: Snake Eater 3D
Wer den dritten Teil bereits auf der Playstation 2 gespielt hat wird sich mit der Handlung des Titels adhoc auskennen. Anstatt die Kontrolle über Solid Snake zu übernehmen, dürfen wir seinen Vater Naked Snake in einem Einsatz während des Kalten Krieges der sechziger Jahre begleiten. Mitten im Wildwuchs der Sowjetunion sollen wir einen Wissenschaftler ausfindig machen, der einen Atom-Panzer entwickeln soll. Natürlich ist es das Ziel diesen Wissenschaftler in die eigenen Reihen zu holen. Mehr wollen wir den Spielern die dieses Werk Kojimas noch nicht kennen allerdings nicht über die Geschichte verraten. Zu viele Details rund um Geld, Verrat, Politik und andere Stoffe aus denen die spannendsten Geschichten genäht werden müssten von uns angeschnitten und nicht ganz ohne Spoiler verknüpft werden.
Dschungel-Alltag
Metal Gear Solid: Snake Eater 3D
Als Agent im Dschungel ist man meist damit beschäftigt sich durch die Sümpfe, Büsche und Gräser zu schleichen und so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu erregen. Dabei helfen uns neben der Sichtbarkeitsanzeige diverse Kostüme und Gesichtsbemalungen um Eins mit der örtlichen Flora zu werden. Treffen wir auf feindlichen Widerstand zücken wir unseren besten Freund die Betäubungspistole und schicken ahnungslose Wachen in den wohlverdienten Erholungsschlaf. Da die nackte Schlange jedoch keine Maschine ist haben wir von Zeit zu Zeit auch mit körperlichen Gebrechen sowie Bedürfnissen wie Hunger zu kämpfen. Wunden aus Schusswechseln werden von uns per Zigarre fachgemäß verödet und anschließend verbunden, geschient oder mit dem Messer bearbeitet.
Metal Gear Solid: Snake Eater 3D
Herumkriechende Schlangen dienen uns als gern gesehene Speise auch wenn diese nicht allzu lange haltbar sind. Alternativ reichen uns aber auch ein paar Früchte oder Pilze. Neu war für damalige MGS-Verhältnisse eine Ausdaueranzeige welche Auswirkung auf Heilungsprozesse und natürlich unsere Handlungsfähigkeit im Gefecht hat. Unbehandelte Verletzungen oder Knochenbrüche zehren ebenfalls an der Ausdauer und zwingen uns stets auf unsere Gesundheit zu achten.
Hin und wieder müssen wir uns einem der insgesamt acht Endbosse stellen. Diese Kämpfe sind nicht nur das Inszenierungs-Highlight im Ingame-Bereich des Spiels, sondern sind für uns auch in Sachen Ausrüstung jedes Mal Gold wert. Erledigen wir die Fieslinge auf eine bestimmte Art erhalten wir im Nachhinein einen neuen Tarnanzug mit spezieller Fähigkeit.
Metal Gear Solid: Snake Eater 3D
Die Steuerung geht im Grunde nur mit dem Circle Pad wirklich sauber von der Hand. Aus der Idee ein auf zwei Analogsticks ausgelegtes Spiel auf einen Stick zu portieren kann auf dem Papier selbst mit vollautomatischer Kamera nicht funktionieren. Auf dem Touchscreen verwalten wir nicht nur unsere Ausrüstungsgegenstände sondern haben hier auch Zugriff auf Essen, Tarnungsgegenstände und Arzneimittel. Da die Verletzungen mit der Zeit immer häufiger auftreten ist man das manuelle Heilen bald ein wenig Leid.
