Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Metal Slug Anthology im Gamezone-Test

    Herrlich abgedreht sorgte die Serie schon immer für eine Bombenstimmung. Nun wird das Ganze mit 7 multipliziert!

    Wer gerne mal mit 2D-Sidecroll-Shootern liebäugelt, einem knallharten Schwierigkeitsgrad nicht aus dem Weg geht, sich als Fan von Spielen wie "Contra" sieht und einem militärischen Anstrich nicht abgeneigt ist, hat sicherlich schon einmal von der grandiosen und schrägen "Metal Slug" Serie gehört bzw. den einen oder anderen Teil auch mal richtig gespielt. Die Originalspiele für das Neo Geo kann sich aber wohl kaum ein normaler Spieler leisten und so musste man auch in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Umsetzungen für diverse andere Konsolen zurückgreifen. Zum zehnjährigen Geburtstag der erfolgreichen Reihe spendiert uns SNK Playmore ein ganz besonderes Geschenk: Die "Metal Slug Anthology" mit allen standardmäßigen Ablegern, die bis dato veröffentlich wurden!

    Metal Slug Anthology Metal Slug Anthology Anno 1996 begann der Siegeszug der "Metal Slug" mit dem ersten Teil der Serie für das NEO-GEO MVS-Arcade-System. Eine Legende ward geboren, welche nicht nur den Spielhallengängern unzählige Münzen beraubte, auch daheim hatten Fans ihren Spaß mit einigen Umsetzungen des militärischen Shooters. Auf der Grundlage dieses Erfolges wurden bis heute sieben direkte Fortsetzungen entwickelt, wobei wir numerisch erst bei der Ziffer 6 angekommen sind. Im Jahre 1999 reihte sich mit "Metal Slug X" eher ein Update in die Linie ein, welches das ursprüngliche "Metal Slug 2" in einer deutlich verbesserten und leicht abgewandelten Version beinhaltete. Neben behobenen technischen Mängeln gab es neue Gegner, Bossfights und Waffen zu bewundern. Mit "Metal Slug 6" sind wir beim letzten Teil angelangt, welcher im Jahre 2006 veröffentlicht wurde. Bisher mussten sich Fans aber mit einem Import der Playstation 2 Version aus Japan eindecken oder fanden per Zufall irgendwo in der Welt einen entsprechenden Arcade-Automaten. Die nun veröffentlichte Anthology vereint alle Teile inklusive dem im Westen bisher unveröffentlichten letzten Ableger auf einem Silberling. Seid aber gewarnt: "Metal Slug" ist bis heute immer dem klassischen 2D Stil treu geblieben und bietet deshalb keine schicke dritte Dimension in Polygongrafik. Wer dies aber zu schätzen weiß, wird eine äußerst stilvolle und detailreiche Ansammlung von knallharten Sidescroll-Shootern in absolut herrlicher Pixelgrafik vorfinden.

    Ballern bis zum Umfallen

    Für all diejenigen, die mit dem Begriff "Metal Slug" nichts anfangen können, sei das Gameplay aller Teile hier nochmals kurz zusammengefasst. Ihr übernehmt die Rolle eines Elitesoldaten oder auch einer Soldatin und bekommt es zumeist mit den Schergen des General Mordan zu tun. Im ersten Abenteuer verlässt sich der Gute noch auf seine Krieger, nach der bitteren Niederlage gegen die Regierung nimmt er aber auch gerne die Hilfe eher unbeliebter Artgenossen in Anspruch, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. So bekommt ihr es in den späteren Ablegern auch mit den Aliens zu tun, welche sich schlussendlich sogar gegen den General stellen. Auch genmanipulierte Monster, Zombies und Cyber-Terroristen gehören im Verlaufe der sieben Ableger zu den Gesellen, die sich freiwillig vor eure Flinte werfen. Alle Teile geben sich dabei ganz und gar militärisch. Die Soldaten nehmen ihre Wummen in die Hand, werfen Granaten und etliche Kriegsmaschinen kommen zum Einsatz. Ihr steht mit dem Protagonisten oder der Heldin inmitten der Schlacht und versucht schlussendlich am Leben zu bleiben.

    Metal Slug Anthology Metal Slug Anthology Spielerisch steht "Metal Slug" auf einer Höhe mit "Contra" und Konsorten. Es ist ein seitwärts scrollendes Plattformspiel, bei dem ihr euch laufend, hüpfend und liegend sowie mit einigen Argumentationsverstärkern bewaffnet durch eine eher geringere Anzahl an Levels arbeitet und spätestens am Ende einen dicken Obermotz erledigt. Gelegentlich nehmt ihr auch Platz in einem Panzer, einem U-Boot, einer Rakete oder einem anderen militärischen Fahrzeug und verschafft euch damit eine freie Bahn. Das Aufkommen gegnerischer Einheiten - seien es nun Fallschirmspringer, ein aus einem LKW kommender Kader an Soldaten oder auch umherwandelnde Wachen - ist aber äußerst hoch frequentiert und gönnt euch in keiner Phase eures Einsatzes eine Verschnaufpause. Es wird geballert, bis sogar das Levelinventar knarrend und rauchend den Geist aufgibt, Fahrzeuge zu Bruch gehen und ganze Häuserreihen qualmend einstürzen. Hier ist sprichwörtlich die "Kacke" am dampfen bzw. die Action los! Dass dies natürlich wieder einen äußerst üblen Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad hat, war abzusehen. Anfänger beißen zig mal ins Gras und wollen fast schon frustriert den Controller an die Wand pfeffern. Zum Glück gibt es aber das "Free Play", welches euch ein Durchspielen mit unendlich Continues ermöglicht.

    Aber das Gameplay allein ist sicherlich nicht Grund genug für den Erfolg und die Beliebtheit der "Metal Slug" Serie. Vielmehr sorgt ein gnadenlos überdrehter und absolut schräger Humor für eine Bombenstimmung vor dem TV. Jeder Abschnitt ist gespickt mit etlichen Gags, welche das Zwerchfell in eine Ekstase treiben werden. Dabei sollte man nicht nur auf die Details direkt an der Front achten, wobei auch die Soldaten aberwitzige Animationen von sich geben oder das Kamel Dank eines hochtrabenden Ganges und der überdimensionierten Bewaffnung für den einen oder anderen Lacher sorgen wird. Wer aber die Augen offen hält, wird abseits der gewöhnlichen Actionkost noch deutlich mehr Feinheiten und Details entdecken. Angefangen von erfrischend gestalteten Welten, über die Details in den Hintergründen bis hin zu Handlungen, die sich ohne euer Zutun abseits des Kriegsfeldes kund tun - es gibt viel zu viel zu sehen, als dass man alles nach einem Durchlauf im Auge gehabt hätte! Auch nach bis zu zehn Jahren haben die "Metal Slug" Teile ihren Charme nicht verloren - der schwarze und abgedrehte Humor hebt die Serie auch rigoros von sämtlichen Genre-Kollegen ab und verschafft dem Spieler ein einzigartiges Erlebnis!

    Wie gut sind die Umsetzungen?

    Metal Slug Anthology Metal Slug Anthology Ihr bekommt es mit sieben Klassikern zu tun, welche sich Abseits der Spielhallen auch schon auf anderen Konsolen tummelten - zumindest einige Teile davon. Für diejenigen, die noch keinen Ableger ihr eigenen nennen, ist die Anthology natürlich ein gefundenes Fressen. Für jeden Fan und Sammler stellt sich letztendlich aber auch die berechtigte Frage, wie originalgetreu die Klassiker tatsächlich umgesetzt wurden. Grundsätzlich handelt es sich nahezu um 1:1 Umsetzungen der Arcade-Versionen und somit fiel auch die sehr großzügig angewandte rote Flüssigkeit nicht dem Rotstift zum Opfer, womit trotz der humorvollen Comicgrafik die Freigabe ab 16 Jahren mehr als berechtigt ist. Aber hundertprozentig ist die Konvertierung nicht ausgefallen. Zum Beispiel fehlt bei manchen Bossgegnern das rückmeldende Blinken, wenn diese getroffen werden. Viel nerviger ist aber die stets auftretende und einige Sekunden lange Ladepause, sobald ein Levelabschnitt gewechselt wird. Über diese Spielflussbremse wird sich der eine oder andere Technikfreak sicherlich aufregen, aber sicherlich auch über die Umsetzung des letzten Teils. "Metal Slug 6" muss leider mit sehr unschönen PAL-Balken auskommen.

    Darüber hinaus versprüht die Aufmachung der Anthology nicht wirklich den Charme der Serie. Eher lieblos gestaltet sich ein äußerst simples Menü mit einfachen Bildern und zumindest kurzen Videos aus dem Spielen. Vom schrägen Humor abseits nötiger Auswahlfelder ist aber weit und breit nichts zu sehen. Auch die Ladebildschirme punkten nicht gerade mit ihren Standbildern. Immerhin wurden die Menüs in den Originalspielen selber schon auf die neuen Controller angepasst und zeigen die richtigen Tasten wie "Plus" an. Damit sollte man sich auf jeden Fall zurecht finden. Das zusätzliche Speicherfeature ist ebenfalls zu begrüßen. Zudem packte SNK Playmore noch einige Extras auf die Scheibe und bietet, eingesammelte Tokens vorausgesetzt, ein paar Galerien und den Soundtrack zum freischalten an. Anhand des Interviews, welches nur in Textform vorliegt, fällt aber wieder einmal die äußerst simple und schmucklose Gestaltung der Geburtstagsedition auf.

  • Metal Slug Anthology
    Metal Slug Anthology
    Developer
    Ignition Entertainment
    Release
    28.02.2007
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991250
Metal Slug Anthology
Metal Slug Anthology im Gamezone-Test
Herrlich abgedreht sorgte die Serie schon immer für eine Bombenstimmung. Nun wird das Ganze mit 7 multipliziert!
http://www.gamezone.de/Metal-Slug-Anthology-Spiel-14866/Tests/Metal-Slug-Anthology-im-Gamezone-Test-991250/
16.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/E102604_screen_b_002.jpg
tests