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  • Metal Slug Anthology im Gamezone-Test

    Für die einen nur eine simple Retro-Spielesammlung, für die anderen das wohl beste und witzigste 2D Actionfest der Welt.

    Vor knapp 17 Jahren kam eine Konsole auf den Markt, die sich stark von allen anderen Spielekisten unterschied. Im Gegensatz zu den Konsolen für den Massenmarkt von Nintendo und Sega, war diese Maschine nämlich mit echter Automatenhardware ausgestattet, was es erlaubte, das Erlebnis eines Spielhallengames nach Hause zu bringen. Neo Geo hieß dieser außergewöhnliche 16-Bitter, und durch die speichergewaltigen Module war die Software nicht gerade billig. Die ein oder andere Rarität wurde durchaus für mehrere hundert deutsche Mark gehandelt, und selbst heute findet man die alten Neo Geo Module nur sehr selten in erschwinglichen Preisregionen. Daher dürften damals nur gutbetuchte Actionspieler in den Genuss der Metal Slug Reihe gekommen sein, welche zu den besten und kultigsten Plattform-Baller-Games aller Zeiten gehört. Das Neo Geo ist heute zwar nur noch ein VideoGame-Relikt, doch die kultige Serie lebt bis heute weiter und wurde durch mehrere Umsetzungen und Compilations auch dem Massenmarkt zugänglich gemacht. Die neuste Sammlung ist "Metal Slug Anthology", welche die Teile eins bis sechs sowie die Abwandlung von Teil zwei mit Namen Metal Slug X enthält und schon die Wii-Konsolen heimgesucht hat. Genau diese ist nun auch für Playstation 2 zu haben.

    Seitwärts scrollende 2D Plattform-Ballereien sind heutzutage sehr selten geworden, denn der Umschwung ins 3D Zeitalter machte 2D Grafiken bei vielen Gamern unpopulär. Rein von Spielspaß her war der Zwangsabgang jedoch ziemlich ungerecht, denn gerade in 2D ballert es sich erfreulich einfach, ohne dass der Schwierigkeitsgrad wegen perspektivischer Probleme gemildert werden muss. Gerade die Metal Slug Reihe von SNK-Playmore,welche erstmals 1996 ihren Weg in die Neo Geo Modulschächte fand, war schon immer höchst fordernd, denn zwischen unzähligen Geschossen, Gegnern und der detailverliebten, handgezeichneten Umgebung , gilt es zu aller erst mal den Überblick zu bewahren, um nicht in der Hitze des Gefechts den Löffel abzugeben. Die Spielmechanik könnte dabei einfacher nicht sein, denn im Grunde gilt es nur zu ballern was das Zeug hält und den unzähligen Geschossen auszuweichen, bis man am Ende der aktuellen Stage vor einem fiesen und meist bildschirmfüllend großen Obermotz steht.

    Fire at will

    Ein angefressener Wanzt macht auch eure Geschosse dicker Ein angefressener Wanzt macht auch eure Geschosse dicker Wer Spieleklassiker a la Probotector / Contra kennt, dürfte sich also schnell zurecht finden, denn letztendlich folgt Metal Slug in allen sechs Teilen, sowie der Abwandlung des zweiten Teils, den üblichen Regeln. Die Story ist mehr oder weniger nebensächlich, daher dürft ihr euch gleich nach dem Aussuchen eines von mehreren zur Verfügung gestellten Helden, die sich in ihren Fertigkeiten jedoch kaum unterscheiden, in die Action stürzen. So kämpft ihr euch alleine oder simultan mit einem zweiten Spieler durch unbekannte Landstriche, die von einer offensichtlich an die Nazis angelehnten Armee besetzt wurden. Ein einziger Treffer eurer Gegner kostet euch allerdings schon eines von drei Leben, daher gilt es nicht nur schnell am Trigger zu sein, sondern auch ganz genau aufzupassen, wohin eure Gegner ballern. Mit eurer Standardwaffe, die kaum die Durchschlagskraft einer Wasserpistole vorweisen kann, habt ihr es dabei vergleichsweise schwer, daher solltet ihr euch ständig nach Waffenupgrades umschauen, welche in Form von kleinen Buchstaben daherkommen. Ein H steht z.B. für eine Heavy Machinegun, während ein L euch einen Laser einbringt. Allerdings stehen euch die Sonderwummen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Habt ihr die gesamte Munition für Rocketlauncher, Bounceshot, Flammenwerfer und Shotgun verbraten, so müsst ihr wieder auf eure Handwaffe zurückgreifen. Sparsamkeit ist in Metal Slug also ohne Zweifel angebracht, auch was die abzuwerfenden Granaten angeht, von denen ihr lediglich 10 Stück besitzt, sofern ihr keinen Nachschub aufsammelt.

    Wenn Blicke töten könnten... Wenn Blicke töten könnten... Etwas einfacher wird das hektische Geschehen, wenn ihr in eines der vielen Fahrzeuge steigt, die der Reihe ihren Namen verleihen: Die Slugs. Dies kann ein schwer bewaffneter Panzer, ein Flugzeug, oder sogar ein mit Kanonen ausgerüstetes Kamel sein, welches ihr auf Knopfdruck besteigt. Die Munition der Fahrzeugwaffen ist unbegrenzt und obendrein verfügen die Slugs meist über mehrere Trefferpunkte, welche ein sofortiges Ableben bei Beschuss verhindern sollen, was eure Lebenszeit auf dem Screen erheblich verlängert. Hat euer Slug allerdings zu viele Treffer eingesteckt, so explodiert es, und reißt euch mit in den Tod, sofern ihr nicht rechtzeitig per Schleudersitz das Weite sucht.

    Old-School Grafikbombe

    Mmmh, lecker, schnell mal die Zombies zu Tode gekotzt Mmmh, lecker, schnell mal die Zombies zu Tode gekotzt Klingt bislang zwar sicherlich spannend, aber warum sollte man Metal Slug einem anderen Retro Shooter vorziehen? Ganz einfach, was Metal Slug von anderen Ballerspielen abhebt, ist einerseits die liebevoll gezeichnete 2D Grafik, die zwar durch die Begrenzung auf 4096 Farben nicht mehr modern wirkt, aber dank vieler Details und einem durchgängig gelungenen Stil einen ganz eigenen Charme aufweist. Jede Explosion besteht beispielsweise aus unzähligen, handgezeichneten Animationsphasen, die gut und gerne das Niveau eines Zeichentrickfilms halten können. Doch auch alle anderen beweglichen Objekte heben sich deutlich von anderen Games der 16 Bit Ära ab, denn sie sind nicht nur teilweise bildschirmfüllend groß, sondern auch so liebevoll gestaltet worden, dass man das Alter des Spiels schnell vergisst. Daher ist es in Sachen audiovisuelle Qualität völlig egal, ob ihr Teil eins oder Teil sechs in Angriff nehmt. Jede Metal Slug Episode hat ihre ganz eigenen Vorzüge.

    Auch unter Wasser wird geballert bis der Daumen glüht Auch unter Wasser wird geballert bis der Daumen glüht Der andere Punkt, der die altehrwürdige Reihe so liebenswert macht, ist der Humor, der manchmal versteckt und manchmal offensichtlich zu schau gestellt wird. Allein schon, dass ihr eure Extrawaffen bekommt, in dem ihr gefesselte Kriegsveteranen befreit, die euch ihre letzte Unterhose schenken (in welcher dann das Waffenupgrade enthalten ist), zeugt bereits von der weniger ernsten Natur dieser wilden Ballerei. Doch auch weitere Details und kleine Animationen sorgen immer wieder für herzhafte Lacher, welche die z.T. recht schweren Spielabschnitte auflockern. In Metal Slug 3 müsst ihr in Level zwei z.B. Zombies bekämpfen, deren Erbrochenes euch ebenfalls in einen Zombie verwandelt, und euch am Fortschritt hindert, da ihr nur noch über den Boden schlurfen und eure Standardwaffe verwenden könnt. Der Vorteil dabei ist allerdings, dass ihr nun selbst fleißig ätzenden Magensaft produzieren könnt, der auf Wunsch wasserstrahlartig auf die Feindesschar geschossen wird. Sicherlich nicht die appetitlichste Waffe, aber durchschlagsstark und zum brüllen komisch noch dazu.

  • Metal Slug Anthology
    Metal Slug Anthology
    Publisher
    Ignition Entertainment
    Developer
    Terminal Reality
    Release
    06.07.2007
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991389
Metal Slug Anthology
Metal Slug Anthology im Gamezone-Test
Für die einen nur eine simple Retro-Spielesammlung, für die anderen das wohl beste und witzigste 2D Actionfest der Welt.
http://www.gamezone.de/Metal-Slug-Anthology-Spiel-14866/Tests/Metal-Slug-Anthology-im-Gamezone-Test-991389/
08.08.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/08/MetalSlugAnth34.jpg
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