Metro: Last Light ist ein atmosphärischer Shooter (4) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Mit Metro: 2033 veröffentlichten 4A Games und THQ eine der großen Überraschungshits des Jahres 2010. Die düstere Atmosphäre, packende Action und das der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe gar nicht unähnliche Atomkatastrophensetting stellten sich als wirklich herausragender Mix aus Shooter und Survival-Horror heraus. Nun haben wir auf einer Vorab-Präsentation noch vor der E3 einen ersten Blick auf den Nachfolger werfen können. Metro: Last Light basiert weniger auf dem Buchnachfolger Metro 2034, sondern erzählt stattdessen eine eigene Geschichte. Gar keine schlechte Idee, denn auf viel Liebe stößt der zweite Band von Metro-Autor Dmitry Glukjovsky bei Fans nicht.
Für den Nachfolger versprechen die 4A Games noch mehr Stealth- und Horror-Gameplay zu liefern als im Vorgänger Metro 2033. Daneben soll das Spiel auch neue RPG-Elemente sowie weitere Erkundungsmöglichkeiten bieten. Der erste Teil war in der Hinsicht ziemlich linear aufgebaut. Zu Geschichte: Nach einem verheerenden Atomkrieg haben sich die Bürger Moskaus in die Metro zurückgezogen. Held des Buches und des ersten Videospiels ist Artjom, ein junger Mann, der sich kaum noch an die Zeit vor der atomaren Zerstörung erinnern kann. Das Leben in der Moskauer U-Bahn ist für die Menschen zum Alltag geworden.
Der zweite Teil schließt an dieser Handlung an. Die Bahnstation, die er sein Zuhause nennt, wird von dunklen Wesen bedroht. Artjom macht sich deshalb auf den Weg, um Hilfe und Unterstützung zu suchen, aber auf seinem Weg warten nicht nur wohlgesinnte Mitmenschen auf ihn…
Metro: Last Light - So ein Theater!
Metro: Last Light ist ein atmosphärischer Shooter (5) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Was genau Artjom nun aber genau in Last Light erlebt, was ihn antreibt, daraus macht THQ zur Zeit noch ein großes Geheimnis. Im Level, der uns vorgestellt wurde, versucht er auf jeden Fall von einer Metro-Station zur nächsten zu gelangen. Als wäre das unterirdisch aufgrund fieser Monster und verfeindeter Fraktionen nicht schon schwer genug, müssen Artjom und sein Begleiter dabei sogar einen Weg an der Erdoberfläche in Kauf nehmen. Der Tunnel, der die beiden Stationen verbindet, ist nämlich eingestürzt. Also bleibt den beiden Helden nichts anderes übrig als von einem Metro-Eingang zum nächsten zu hetzen und darauf zu hoffen, dass von den Monstern und Mutanten in Moskaus Straßen niemand etwas davon mitkriegt.
Bereits die ersten Schritte an der Oberfläche machen deutlich: Stimmungstechnisch tischen uns die Entwickler mit Last Light wieder einmal einen Leckerbissen auf. Als Artjoms Begleiter das durch die Wolkendecke brechende Sonnelicht erblickt, überschlägt sich seine Sprache vor Freude und Ehrfurcht. Als wenig später die Sonne verschwindet und ein Gewitter aufzieht, erhellen beeindruckend animierte Blitze das Geschehen, während der einsetzende Regen unseren Visor benetzt, so dass Artjom ihn regelmäßig freiwischen muss. So unwichtig ein solches Detail klingen mag, so unfassbar wichtig ist es für die dichte Atmosphäre des Spiels. Ebenfalls sehr stimmig: Die Lebensdauer von Luftfiltern für Ihre Gasmaske lesen Sie an Ihrer Armbanduhr ab statt an schnöden Menüeinblendungen.
Metro: Last Light - Da wird man ja panisch
Noch bevor der erste Gegner erscheint, setzt die Horror-Stimmung ein: Wände sind von humanoiden Schatten überzogen, die aber niemand wirft, verdächtige Geräusche erklingen aus jeder Ecke. Als dann ein abgestürztes Flugzeug durchquert werden muss, in dem noch die Skelette der Crew und Passagiere hocken, nimmt das Ganze sogar Psycho-Horror-Ausmaße an. Eine Halluzination lässt die beiden Helden den Flugzeugabsturz nacherleben. Interferenzen beim Anflug, ein Atompilz der das Cockpit erhellt, Schreie, panisch agierende Piloten und schließlich ein Lichtblitz – das ist großes Atmosphäre- Kino. Benommen flüchten die beiden Metro-Reisenden aus dem Wrack. Ein paar Meter weiter werden sie aber schon von einem fliegenden Monster attackiert.
Metro: Last Light ist ein atmosphärischer Shooter (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Mit Müh und Not entledigen sie sich des geflügelten Ungetüms. Zeit zum Ausruhen bleibt ihnen jedoch nicht. Durch die Kampfgeräusche angelockt, greift ein Rudel hundeähnlicher Mutanten das Duo an. Nun hilft kein Kämpfen mehr, Artjom und sein Begleiter nehmen die Beine in die Hand und erreichen mit letzter Kraft die Schleuse zur U-Bahn-Station. Während deren Wachmannschaft langsam das Tor öffnet, nimmt der Strom an heraneilenden Mutanten-Hunden jedoch kein Ende – die Präsentation hingegen schon. Die Tatsache, dass alle anwesenden Journalisten erst einmal durchatmen, zeigt, dass 4A Games mit diesem Abschnitt alles richtig machen. Das Tempo ist hervorragend, die Atmosphäre unfassbar dicht und selbst wenn der erste Schuss erst kurz vor Ende des Abschnittes fällt, kommt eine ungeheure Spannung auf – hoffentlich zieht sich dies durch das ganze Spiel.






