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  • Micro Machines V4 im Gamezone-Test

    Auch auf Nintendos DS können 750 Fahrzeuge nicht über die schwache Umsetzung des Klassikers hinweg täuschen.

    Vor etwa einem halben Jahr sausten die Miniaturflitzer von Codemasters wieder über die Bildschirme. Trotz des enormen Umfangs der Playstation 2 und PSP Versionen überzeugte die nunmehr vierte Inkarnation der "Micro Machines" nicht sonderlich. Grund hierfür war der übel gestreckte Solomodus und das doch etwas antiquierte Gameplay. Die Fans wollen aber eben genau dieses Spielprinzip sehen und hatten zumindest im äußerst chaotischen Mehrspielermodus ihren Spaß. Mit reichlich Verspätung folgte nun die Umsetzung für den Nintendo DS. Eine Offenbahrung oder gar einen überzeugenden Ableger sollte man aber auch hier nicht mehr erwarten.

    Min. 700 Fahrzeuge zuviel!

    Micro Machines V4 Micro Machines V4 Die Entwickler haben es sich sehr leicht gemacht und liefern ein bekanntes Spiel für den Nintendo DS ab. Sowohl Spielmodi, als auch Strecken und Fahrzeuge wurden originalgetreu portiert und finden sich auch auf dem kleinen Modul wieder. Das heißt für Besitzer der PS2 oder PSP Version, dass es nicht wirklich viel Neues zu sehen gibt. Abermals erschlägt die unglaubliche Auswahl an 750 Fahrzeugen den Spieler, wobei aber nur eine sehr geringe Anzahl zu Beginn zur Verfügung steht. Mit jeder absolvierten Herausforderung schaltet ihr neue Flitzer frei, welche anschließend in der Werkstatt ausgewählt werden können. Sammlernaturen verbinden sich mit weiteren Nintendo DS Geräten und tauschen überflüssige Errungenschaften mit einem Freund aus und erweitern dadurch die eigenen Kollektionen. Alles schön und gut, aber die Masse wird allerhöchstens einen alten Pokémon Freak noch hinterm Ofen vorlocken.

    Das Problem zeigt sich in der Vielfalt der Boliden, welche geradezu gegen Null geht. Innerhalb einer Klasse unterscheiden sich die Fahrzeuge ausschließlich in Farbgebung und evtl. äußeren Form. Die Fahreigenschaften ändern sich stattdessen nur zwischen den unterschiedlichen Fahrzeugklassen wie Klassiker, Straßenflitzer oder Rallyfahrzeuge. Immerhin lassen sich leichte Variationen in der Handhabe der unterschiedlich schnellen Fahrzeuge ausmachen. Aber selbst hier hält sich der Variantenreichtum stark in Grenzen. Sehr schnell wird man sich einen der schnellsten Schlitten krallen - was dank eines absolut unübersichtlich gehaltenen Menüs recht nervig werden kann - und nur noch mit diesem über die Pisten heizen. Alles andere ist sinnlos und dient einzig und allein dem Sammeltrieb.

    Umfangreich, aber leider unausgewogen

    Micro Machines V4 Micro Machines V4 Dem Solisten bleibt kaum etwas erspart. Möchte er sich vorher auf den gegebenen Pisten einfahren, muss er sich durch die Micro-Turniere quälen. Die Wortwahl fiel bewusst auf den nervigen Teil, da man zwar anfänglich begeistert über die Tische, Stühle und die Badewannen hinweg saust, mit zunehmender Spieldauer aber schnell gelangweilt vor dem Handheld sitzt. Nach etwa 40-50 Herausforderungen wurden alle 25 durchaus abwechslungsreiche Strecken mindestens einmal abgegrast. Mit insgesamt 210 einzelnen Events wiederholen sich die Strecken letztendlich häufig und fördern damit die Langeweile. Immerhin versuchte der Entwickler etwas Abwechslung in das Tagesprogramm zu bringen. Ganz klassisch tretet ihr immer wieder gegen die CPU Gegner an und gewinnt, indem ihr diese über einen Bildschirm hinweg abhängt. Hinzu gesellen sich aber auch ganz normale Rennen, einige Runden gegen die gnadenlos tickende Uhr, direkte Duelle gegen einen Kontrahenten, heiße und äußerst schwere Verfolgungsjagden sowie ein Teammodus, welcher ohne mit er Wimper zu zucken auch als Handicap-Modus gelten könnte.

    Die Micro-Turniere sind in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und darin befindlichen Klassen aufgeteilt, zu denen ihr aber erst nach und nach Zutritt bekommt. Ganz offensichtlich richtet sich "leicht" eher an die Anfänger und diejenigen, die sich erst einmal mit dem doch etwas ungewöhnlichen Spielprinzip von Micro Machines vertraut machen wollen. Dummerweise fallen hier auch Profis ab und an auf die Schnauze, da die KI der Gegner alles andere als fair ausgefallen ist. Zumindest in den normalen Rennen und den Verfolgungsduellen fällt die perfekte Ideallinie auf, welche ein von der CPU gesteuertes Fahrzeug an den Tag legt. Erlaubt man sich einen kleinen Fehler, fahren die Kontrahenten kaum einholbar am Verunglückten vorbei und bilden fortan die Spitze des Rennfeldes. Ein höherer Schwierigkeitsgrad bringt zusätzlich noch aggressivere Fahrer mit sich, welche ohne Hemmungen euren Boliden in den Abgrund drängen. Rennen auf Zeit oder der klassische Kampf um "Bildschirmpunkte" hingegen sind meist faire Events, welche mit etwas Geschick immer zu meistern sind. Wie üblich wurden diverse Items auf der Strecke verteilt, welche aber auch nur dann ihren Nutzen haben, wenn sie einen bewussten und gezielten Einsatz finden. Somit entfällt auch hier zumindest bei den Anfängern eine hilfreiche Unterstützung.

    Streckenkenntnis ist alles

    Micro Machines V4 Micro Machines V4 Das Grundprinzip hat sich seit der ersten Version nicht verändert. Gesteuert werden keine aufgemotzten Sportflitzer auf der Hockenheim-Rennstrecke, sondern minikleine Flitzer. Da die zierlichen Fahrzeuge eher aus der Spielzugkiste zu kommen scheinen, verwundert das Streckendesign wohl kaum jemanden mehr. Man düst über Bücher hinweg, nutzt Lineale als Abkürzung zum nächsten Stuhl oder schlittert auf dem Rand einer Badewanne um die Kurven. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt und somit wird ein Strick, eine Nadel oder ein simpler Krümel recht schnell zum nervtötenden Hindernis.

    Die Vielfalt der Strecken zeigt sich vor allem optischer Natur. Quer durch das komplette Haus verteilt werden die unterschiedlichen Herausforderungen ausgetragen. Sei es nun in der Küche, dem Bad, dem Kinderspielzimmer oder gleich mal im Abflussrohr bzw. auf dem Dach - einfallsreich sind die Piste wie eh und je. Manch eine wie der Billardtisch erinnert sogar an vergangene Tage. Grafisch bleibt alles aber auf einem recht simplen Niveau. Auch wenn die Cover der Bücher recht gut erkennbar sind, leidet das Inventar des Hauses stark an den fehlenden Details. Sehr kantig und klotzförmig präsentieren sich die Objekte, aber leider auch die Flitzer selbst. Das eigene Gefährt kommt einem wie ein deformierter Quader vor, welcher sich kaum von den Boliden der Kontrahenten unterscheidet. Und da braucht man dann eine Auswahl an 750 Fahrzeugen? Um den Technikteil letztendlich abzurunden, bleibt nur noch der Sound, welcher mit immerhin nicht sonderlich nerviger Dudelmusik und schwachen Effekten aufwarten kann.

    Micro Machines V4 Micro Machines V4 Spielerisch bekommt ihr es mit einem breiten Spektrum an Pisten von "eher uninspiriert" bis "wirklich ausgeklügelt" zu tun. Nur wenige Strecken bieten einfallsreiche Fallen und Stellen, welche auch nach dem x-ten Lauf für schwitzige Finger sorgen. Ein Loch in der Fahrbahnmitte oder unglücklich platzierte Hindernisse fordern geschickte Hände und hervorragendes Reaktionsvermögen. Zumeist genügt es aber mit Bleifuß den Markierungen entlang zu brettern und gegebenenfalls beim Schwenk der Kamera ebenfalls in eine Lenkbewegung über zu gehen. Etwas schwach ist die Übersicht dennoch ausgefallen, hätte man doch auf dem Nintendo DS mit dem zweiten Bildschirm die Möglichkeit einer Streckendarstellung in Miniform. Die dynamische Kamera folgt dem Fahrerfeld stets und schwenkt in die Kurven ein, doch vor allem beim Punkterennen hat der Vorausfahrende kaum eine Chance, den Streckenverlauf einzusehen. Wer gut im Auswendiglernen ist, genießt hier definitiv Vorteile. Leider können auch die zwei zusätzlichen Kameraperspektiven nicht mehr viel retten.

  • Micro Machines V4
    Micro Machines V4
    Publisher
    Codemasters
    Release
    27.12.2006

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Forza Horizon 3 Release: Forza Horizon 3 Microsoft
    Cover Packshot von F1 2016 Release: F1 2016 Koch Media , Codemasters
    Cover Packshot von Trials of the Blood Dragon Release: Trials of the Blood Dragon Ubisoft , RedLynx
    Cover Packshot von The Collider 2 Release: The Collider 2 Techland
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Micro Machines V4
Micro Machines V4 im Gamezone-Test
Auch auf Nintendos DS können 750 Fahrzeuge nicht über die schwache Umsetzung des Klassikers hinweg täuschen.
http://www.gamezone.de/Micro-Machines-V4-Spiel-15244/Tests/Micro-Machines-V4-im-Gamezone-Test-991138/
23.01.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/01/mmv4_1.jpg
tests