Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Minority Report: Hirnloser Kinofilm-Ableger - Leser-Test von sinfortuna

    Minority Report: Hirnloser Kinofilm-Ableger - Leser-Test von sinfortuna Unzählige Male ist es schon vorgekommen, dass auf sehr bequeme Art und Weise große Kinoerfolge umgehend auf Videospielkonsolen umgesetzt wurden. Unzählige Male ist es ebenso vorgekommen, dass jene Ableger allenfalls durchschnittlich waren, oft handelte es sich sogar um richtigen Müll. Und unzählige Male ist es schließlich vorgekommen, das sich eine solch mäßige Umsetzung trotzdem hervorragend verkaufte: denn es gibt unzählige ahnungslose oder auch dämliche Käufer. Schön für Hersteller Activision, weniger angenehm für die Käufer. Die Rechnung geht also verdammt oft auf, schade eigentlich. Im Fall von "Minority Report" war es so, dass gleich 3-fach zugeschlagen werden sollte. Dieser Actiontitel erschien nämlich "selbstverständlich" für Sony Playstation 2, Microsoft X-Box und den Nintendo Gamecube. Ich verklickere Euch jetzt etwas über die X-Box-Fassung, wohlwissend dass sich sämtliche Versionen kaum bis gar nicht voneinander unterscheiden. Fakt ist: die Bezeichnung als "mäßiges" Videospiel ist fast schon geschmeichelt. Dass kein Multiplayermodus berücksichtigt wurde, kommt erschwerend hinzu, es gibt somit nicht wirklich viele Gründe, sich dieses Game anzutun.

    Im Mittelpunkt des Kinostreifens stand Tom Cruise, doch - oh Wunder - er übernimmt hier beim Videospiel nicht die Hauptrolle. Man munkelt, dass sein Engagement an den überhöhten finanziellen Forderungen des Herrn Cruise scheiterte. Dies wäre lächerlich, da der Herr ja nun nicht wirklich viel zur Verwirklichung dieses Games hätte beitragen müssen. Ob dem aber nun wirklich so wahr, lasse ich einmal dahingestellt, schließlich wird auch im Videospiel-Business gegackert wie im Hühnerstall. Tatsache ist, dass ein Unbekannter namens John Anderton stattdessen den Protagonisten mimen muss. In Anlehnung an den Film gerät dieser in Verdacht, ganz schrecklich böse Dinge getan zu haben, seine eigene Polizei-Truppe traut ihm nicht mehr. Fortan ist unser "Held" bestrebt, seine Unschuld nicht nur zu beteuern, sondern zu beweisen, was ihm aber nicht gerade leicht gemacht wird. Umso mehr er sich darum bemüht, dies zu erreichen, umso mehr bringt er Licht ins Dunkel, soll heißen dass er eine sehr üblen Verschwörung auf die Spur kommt. Dies macht ihn in seinem direkten Umfeld nicht gerade beliebter, doch wo ein Wille ist, ist natürlich auch ein Weg, versteht sich.

    In ungefähr vierzig Abschnitten liefern wir in diesem Science-Fiction-Abenteuer quasi eine "Ein-Mann-Show" ab, bei der wir uns regelmäßig in den Nahkampf mit den zahlreichen Feinden begeben, dabei teilen wir vornehmlich mit der blanken Faust aus und liefern wohldosierte Tritt- und Wurfkombinationen ab. Nett ist dabei, dass wir das Mobilar der näheren Umgebung als Utensil missbrauchen dürfen oder unser gegnerisches Gesocks gegen Wände donnern. Natürlich kommen auch Freunde gehobener Waffenkultur auf ihre Kosten, so dass ein Besuch beim örtlichen Schwarzmarkt quasi Pflichtprogramm ist. Den sauer verdienten Zaster investieren wir in Pistole, Energiegewehr und Schrotflinte, natürlich decken wir uns zudem mit soviel Medizinpaketen ein wie möglich. Schließlich lassen sich die Feinde nicht im Schlaf von der Bildfläche fegen, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sorgen aber grundsätzlich dafür, dass unterschiedlich begabte Spielernaturen gleichmäßig bedient werden. Ärgerlich ist jedoch konstant eine Sache: die üble Kameraführung, welche uns sehr oft einen Streich spielt, um es noch milde auszudrücken. Außerdem möchte ich nicht unter den Teppich kehren, dass sämtliche Kämpfe schrecklich einfallslos sind, die Gegner ausgesprochen dämlich agieren und das gesamte Gameplay keinerlei Innovationen aufweist. Unübersichtliche Massenprügeleien sind der Regelfall, aus denen Ihr aber - wie auch immer - ziemlich problemlos in steter Regelmäßigkeit als Sieger hervorgeht. Daran ändern auch die seltenen Einsätze mit dem Raketenrucksack und auch die Akrobatikeinlagen im Jump-and-Run-Stil überhaupt nichts. Der Spielverlauf ist schlichtweg langweilig.

  • Minority Report
    Minority Report
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Fox Interactive
    Release
    09.12.2002
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 05/2017 PC Games Hardware 05/2017 PC Games MMore 05/2017 play³ 05/2017 Games Aktuell 05/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 04/2017 WideScreen 05/2017 SpieleFilmeTechnik 05/2017
    PC Games 05/2017 PCGH Magazin 05/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1005384
Minority Report
Minority Report: Hirnloser Kinofilm-Ableger - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Minority-Report-Spiel-15546/Lesertests/Minority-Report-Hirnloser-Kinofilm-Ableger-Leser-Test-von-sinfortuna-1005384/
08.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/12/TV2002120915583900.jpg
lesertests