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  • Mischief Makers: Schöner Ansatz schlecht umgesetzt - Leser-Test von scoopexx

    Mischief Makers wurde vom japanischen Entwickler Treasure entworfen, der für sein abgedrehtes Spieldesign mittlerweile berühmt-breüchtigt ist (Ich sage nur Bangai-O für die Dreamcast...). Die genretypisch magere Story dreht sich um Folgendes: Das Cybot-Mädchen Marina und ihr Professor sind mal wieder in ihrem fliegenden Haus unterwegs, um einen fremden Planeten zu besuchen. Allerdings stürmen die Bewohner des Planeten die Bude und entführen den Professor, als dieser nichtsahnend am Wohnzimmertisch sitzt. Das kann sich Marina natürlich nicht bieten lassen und verfolgt die Entführer schnurstracks. Dabei trifft sie auch auf gutmütige Aliens des fremden Planeten, die einem anfangs die Steuerung des Spiels mit dem N64-Pad erklären und einem zudem einige wichtige Informationen geben. Ist man im weiter fortgeschrittenen Spielverlauf unterwegs, trifft man noch auf allerlei andere Charaktere, die einem teilweise helfen und denen man teilweise auch helfen muss, wodurch kleine Miniaufgaben und Rätsel entstehen, die das Gameplay etwas auflockern sollen.

    Mischief Makers ist unterteilt in verschiedene Abschnitte mit unterschiedlichen Grafiksets (Wald, Wüste, etc), die dann wiederum in etwa 10 Level unterteilt sind. Großartig unterscheidet sich die Grafik den Spielverlauf über jedoch nicht. Wenn man von dem Hintergrund und einigen Gegnern absieht, dominieren immer die bunten Steine, die auch mit wenig Phantasie als Gesichter zu erkennen sind. Diese Steine dienen nicht nur als Boden und Decke oder Hindernis, sondern sind auch in die Aufgaben und Rätsel mit eingebunden. Die Basisaktionen des Spiels sind (neben Springen natürlich) Fangen, Schütteln und Werfen. Hiermit lassen sich alle Level bewältigen. So etwas, wie schlagen oder schießen kann man prinzipiell nicht, es sein denn man sammelt eine der selten vorkommenden Waffen von einem Gegner auf. Fangen kann man so ziemlich alles, was sich im Spiel frei bewegen kann. Das reicht von Wurfgeschossen bis hin zu den Gegnern selbst, die man dann durch die Gegend werfen kann. Das Schütteln hingegen entspricht eigentlich dem klassischen "Hebel umlegen", wobei sich hier alle Dinge, an denen man sich festhalten kann, so aktivieren lassen.

    Grafik:

    Die Grafik ist zweidimensional, es handelt sich bei dem Spiel daher um einen klassischen Sidescroller, in dem man Marina üblicherweise von dem Levelbeginn ganz links bis ans Levelende ganz rechts bewegt und die Hindernisse, die dazwischen liegen, überwinden muss. Treasure hat dabei nicht auf die ganz altbackene zweidimensionale Optik gesetzt, sondern noch einige Pseudo-3D-Effekte eingebaut, die den Look des Spiels noch etwas aufpeppen, ohne jedoch etwas am Gameplay zu verändern. Für die begrenzte Leistung des N64 und den frühen Erscheinungstermin in der Konsolengeneration, in der die Hardware noch relativ unbekannt war, ist die Optik durchaus in Ordnung, auf modernen Flachbildschirmen, die größer als 32 Zoll sind, sollte man sich dennoch auf einen bunten Pixelbrei einstellen. Nicht besonders hilfreich ist in dieser Hinsicht auch, dass die Entwickler den Bildausschnitt etwas sehr eng gewählt haben, indem die imaginäre Kamera sehr nah an Marina positioniert wurde. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, die Umgebung detallierter darzustellen, allerdings wirkt auch alles auf dem Screen zu groß und die Übersicht geht leider ebenso etwas verloren.

    Fazit:

    Mischief Makers ist damit eigentlich ein klassisches Jump&Run mit einigen kleineren Besonderheiten und diese Besonderheiten sind es, die das Gameplay irgendwie verhunzen. Die vielen Aktionen, die Marina behersscht, haben die Entwickler gleich zum Anlass genommen, viele kleine Rätsel und Knobelaufgaben mit einzubauen und das hat meine Erwartungen an das Spiel leider untergraben. Meiner Meinung nach gehören Knobelspiele in ein langsames Gameplay-Umfeld, das auf die Aufgaben zugeschnitten ist. Jump&Runs müssen hingegen flüssig spielbar sein, wie ein Super Mario - man stelle sich vor, der kleine italienische Klempner müste alle 1-2 Minuten ein kleines Rätsel lösen, bevor es weitergeht, das Spiel hätte es nie zu dem gebracht, was es heute für die Spielergemeinde ist. Hinzu kommen die träge und überladene Steuerung und die bunten und auf eine uninteressante Weise komplexen Welten, die das Gameplay dann leider komplett den Abfluss heruntergehen lassen.
    Leider konnte Mischief Makers mich somit nicht überzeugen - und das trotz positiver Grundausstattung, wie beispielsweise abgedrehte Charaktere und Endgegner. Da ich nie wirklich in das Spiel hineingekommen bin, vergebe ich lediglich 5,2Punkte in der Endwertung. In der heutigen Zeit gibt es deutlich bessere Alternativen mit ähnlich niedrigem Preis - insbesondere auf Nintendo-Konsolen, die gewöhnlich mit hochklassigen Vertretern dieses Genres nur so überflutet werden. Auf dem N64 solle man daher eher zu Yoshis Story greifen, wenn man im 2D-Bereich bleiben möchte, ansonsten sind auch viele hochklassige 3D-Jump&Runs verfügbar, so z.B. Banjo Kazooie / Tooie, Mario 64, Donkey Kong 64, etc.

    Negative Aspekte:
    Träge Steuerung, Gameplay-Mix weiß nicht zu gefallen.

    Positive Aspekte:
    Netter Ansatz, abgedrehte Charaktere.

    Infos zur Spielzeit:
    scoopexx hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Mischief Makers

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: scoopexx
    5.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    4/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Mischief Makers
    Mischief Makers
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Treasure
    Release
    16.02.1997
    Leserwertung
     
    Meine Wertung

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1010860
Mischief Makers
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http://www.gamezone.de/Mischief-Makers-Classic-23343/Lesertests/Mischief-Makers-Schoener-Ansatz-schlecht-umgesetzt-Leser-Test-von-scoopexx-1010860/
25.09.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/05/mischiefmakers_1_.jpg
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