Monster 4x4 3D macht auf dem Handheld leider auch keine bessere Figur
Monster 4x4 3D (3) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Kein großer Umfang
Bevor wir einen Blick aufs Gameplay werfen, nehmen wir erst einmal die Spielmodi unter die Lupe. Neben einem Mehrspielermodus und der Möglichkeit einzelne Wettbewerbe zu absolvieren, ist bei Monster 4x4 3D auch ein Karrieremodus mit von der Partie. In diesem müssen wir uns in insgesamt 15 Events beweisen und können hier nicht nur Ruhm erlangen, sondern auch diverse Boni, wie beispielsweise neue Lackierungen oder neue Fahrzeuge freischalten. Der Umfang von 15 Wettbewerben hört sich nicht nur wenig an, das ist auch in der Tat sehr wenig und so kann man das Spiel ohne Probleme an einem Abend durchspielen. Ein großer Umfang schaut da wahrlich anders aus, zumal sich auch die Abwechslung in Grenzen hält. So gibt es zwar einen ordentlichen Fuhrpark, der Fahrzeuge aus vier Kategorien bietet, aber leider nur fünf Strecken und Arenen, die entsprechend mit einigen Variationen in den 15 Events verwendet werden. Zwar sind die Strecken selbst abwechslungsreich und wir dürfen nicht nur staubige ägyptische oder verschneite arktische Pisten unsicher machen, aber ein paar Strecken mehr hätten es dann doch sein dürfen und sollten heute ja Standard sein. Ein wenig Abwechslung bringen dann aber die verschiedenen Wettbewerbsarten. Neben dem klassischen Rennen, gibt es nämlich noch spezielle Crash-Events, bei denen ihr in einer Arena den Gegner ans Leder sollt oder auf einem Friedhof allerlei Objekte für Punkte zerstören müsst.
Monster 4x4 3D (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Zerstören spielt bei diesem Titel ohnehin eine große Rolle und das nicht nur in den eigenen Events. Auch bei den normalen Rennen darf man jede Menge Crash-Punkte sammeln, die es zum Beispiel für das Zerstören bestimmter Objekte auf der Rennstrecke oder das Rammen von Gegnern gibt. Bei den normalen Rennen hat dies auf das Ergebnis zwar keine Auswirkungen, da es ja nur darum geht, wer als erster Fahrer die Ziellinie überquert, aber mit bestimmten Punktzahlen kann man häufig neue Lackierungen freischalten.
In den eigenen Crash-Veranstaltungen steht dann nur das Zerstören im Vordergrund, aber auch hier geht es letztlich nur darum, dass man Objekte, wie beispielsweise Reifenstapel zerstört und dafür Punkte verdient. Das Rammen von Gegnern ist zwar auch möglich, bringt aber nur wenige Punkte und lohnt sich aufgrund des schwierigen Ziels letztlich kaum. So fährt man in den Arenen unterm Strich nur im Kreis und versucht möglichst viele Objekte zu beseitigen, die auch stets nach einiger Zeit wieder an ihrer Position neu erscheinen und darauf warten, wieder kaputt gefahren zu werden. Ein wenig Abwechslung bringen diese Crash-Events sicherlich, aber wirklich unterhaltsam ist das Zerstören von Objekten auf Dauer nicht. Hier spielt es dann auch im Vergleich zu den normalen Rennen kaum eine Rolle, mit welchem Gefährt man gerade unterwegs ist.
Großer Fuhrpark, vier Kategorien
Wie bereits erwähnt gibt es im Spiel vier verschiedene Fahrzeug-Kategorien, die jeweils unterschiedliche Vorteile bieten. Während wir mit einem Buggy schnell und einfach über die Strecken jagen können, sind die wuchtigen Muscle-Trucks besonders zum Rammen der Gegner geeignet. Wer dagegen lieber optische Highlights möchte, der wird bei den speziellen Spaßtrucks fündig, bei denen man zum Beispiel mit einem Schulbus an den Start gehen kann. Zudem besitzt auch jedes Fahrzeug eigene Attribute, wie beispielsweise Tempo oder verfügbare Nitro-Ladungen. Gerade die anfangs noch nicht verfügbaren Monster Trucks bieten in diesen Kategorien oft sehr ordentliche Werte und so einen gewissen Vorteil.
Monster 4x4 3D (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Haben wir uns also für einen Spielmodus und anschließend für einen Monster Truck entschieden, kann es auch schon losgehen. Kaum auf der Strecke, offenbart das Spiel direkt seine Kritikpunkte. Nicht nur, dass die Grafik des Spiels arg unspektakulär und für 3DS-Verhältnisse wirklich enttäuschend ist, das Spielgeschehen ruckelt zudem noch erheblich vor sich hin. Ärgerlich und unverständlich zugleich. Auch die Steuerung kann leider nicht überzeugen und die Fahrzeuge steuern sich hakelig und ungenau. Mit ein wenig Übung kommt man aber ganz gut zurecht und kann erste Erfolgserlebnisse verbuchen. Dies liegt nicht zuletzt an den schwachen Gegnern, die selbst mit einem schlechteren Truck kein Problem sind.
Wirklich Spielspaß kommt unter diesen Voraussetzungen aber natürlich nur bedingt auf. Motivierende Spielmodi oder ein umfangreicher Karrieremodus hätten den Titel womöglich noch retten können, aber so ist sehr schnell die Luft raus. Den Karrieremodus hat man zügig durch und die restlichen Spielmodi können auch nicht an den Handheld fesseln. Dies gilt auch für den Mehrspielermodus, denn für diesen benötigen beide Spieler ein Exemplar des Spiels. Einen Onlinemodus sucht ihr bei Monster 4x4 3D übrigens vergeblich.
Wer möchte ein paar Trophäen sammeln?
Vielleicht können euch ja aber die im Spiel enthaltenen Trophäen zum Spielen motivieren. Wie man es bereits von anderen Systemen dieser Art kennt, könnt ihr auch bei diesem Titel im Spiel Trophäen ergattern. Da der 3DS kein solches Sammel-System besitzt, ist dies zwar nur spielintern von Bedeutung, aber das muss ja nicht zwangsläufig schlecht sein. Der Umfang von erreichbaren Trophäen ist in Ordnung und auch für Abwechslung wird gesorgt. Unter anderem sind so auch Trophäen für den Mehrspielermodus enthalten.
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