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  • Monster House im Gamezone-Test

    Und wieder eine Versoftung eines Kinofilms. Eine der üblichen Filmumsetzungen oder dieses Mal wirklich gelungen?

    Heutzutage ist es äußerst üblich, dass alle möglichen Kinofilme in ein Stück Software gepresst werden, um damit das schnelle Geld zu machen. Es mag ein Klischee sein, aber sehr viele Videospiele, die eine Umsetzung eines Films darstellen, sind lieblos dahingepfuscht und lassen jegliche Qualität vermissen. Hin und wieder gibt es einige Ausnahmen, aber die negativen Fälle sind leider eher die Regel. Doch was ist mit "Monster House"? Der kürzlich angelaufene Streifen bahnte sich seinen Weg auf GBA, Nintendo DS, Playstation 2 und Gamecube. Eine Bereicherung oder nur wieder einmal die Bestätigung der Regel? Wir haben uns die Konsolenumsetzungen zur Brust genommen und vom Keller bis zum Speicher gründlich durchstöbert.

    Ein Haus mit gesegnetem Appetit

    Monster House Monster House Der 12-jährige Junge DJ ist total verwirrt, denn in der Nachbarschaft verschwinden auf mysteriöse Weise Spielsachen. In letzter Zeit werden es immer mehr und neben Bällen oder Fahrrädern, kommen nun sogar schon Haustiere abhanden. Kurz vor Halloween beschließt er der Sache auf den Grund zu gehen. Er verdächtigt den mürrischen alten Herrn Nebbercracker, der gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite wohnt. Sein Haus ist riesig und auch ein wenig unheimlich. DJ trommelt seine Freunde Chowder und Jenny zusammen, um sich Herrn Nebbercracker und das Haus vorzuknöpfen. Doch er hat keine Ahnung auf was er sich da einlässt. Als die drei Freunde dem Haus zu nahe kommen, erwacht es zum Leben und verschlingt sie mit einem Mal. Völlig hilflos sind die Kinder nun auf sich alleine gestellt. Lediglich mit Wasserpistolen ausgerüstet ziehen sie in den Kampf gegen das Monster House. Sie müssen es unbedingt rechtzeitig vor Halloween schaffen, das Haus zu besiegen, denn sonst gibt es eine Katastrophe...

    Bissige Stühle und fliegende Bücher

    Monster House Monster House Das Innenleben des Hauses scheint auf den ersten Blick völlig gewöhnlich zu sein. Mal vom alten Stil abgesehen gibt es eigentlich nichts, was man als merkwürdig oder außergewöhnlich bezeichnen könnte. Doch schon nach kurzer Zeit werden unsere drei Helden eines Besseren belehrt. Aus heiterem Himmel kommen urplötzlich tollwütige Bücher aus den Regalen geschossen und greifen an. Doch das ist längst nicht alles. Nahezu jedes Möbelstück erwacht zum Leben und macht unseren drei Geisterjägern das Leben schwer. Stühle galoppieren durch die Zimmer, der Boden gibt auf einmal ein paar morsche Bretter frei, die euch bedrängen und sogar Lampen werden aggressiv. Mit was kann man denn solch penetrante Einrichtungsstücke bloß besiegen? Kreissäge, Vorschlaghammer, Axt oder vielleicht Flammenwerfer? Nichts von alledem, denn hier reichen schlicht und einfach Wasserpistolen. Der Film ist schließlich für Jung und Alt und daher geht es ziemlich human zu, was Gewalt anbelangt. Kein Blut, keine grausigen Szenen und keine dicken Wummen. Auch die Story ist sehr oberflächlich und weist keinerlei Nebenhandlungen oder Tiefgründigkeiten auf, sodass wirklich jeder die Handlung verstehen kann. Sie wird anhand von kurzen Zwischensequenzen in Echtzeit präsentiert und durch Sprachausgabe unterstützt. Es wurden auch immer wieder kleine Gags eingebaut, aber die hätte man sich eigentlich auch sparen können, da sie sehr platt sind und kaum für richtige Lacher sorgen dürften. Die Altersfreigabe ab 12 Jahren macht insofern Sinn, da hin und wieder eine leicht gruselige Stimmung aufkommt. Doch 12-Jährige können dies auf jeden Fall verkraften, denn so tragisch ist es nicht. Außerdem sind die "Monster" keine vieräugigen Kreaturen, die mit ihren scharfen Krallen nach euch schnappen, sondern lediglich Einrichtungsmöbel, denen man spitze Zähne oder Gliedmaßen verpasst hat. Davon aber zu genüge. Das Wort "Gegnervielfalt" scheint den Entwicklern nämlich nicht bekannt zu sein und so kämpft man sich durch ganze Heerscharen von Stühlen, bis sie einem schon zu den Ohren rauskommen.

    DJ, Jenny und Chowder im Gruselhaus

    Monster House Monster House Die drei Kinder, DJ, Jenny und Chowder sind die Hauptcharaktere des Spiels. DJ ist im Grunde der Anführer der Truppe, Jenny das helle Köpfchen und Chowder der mollige Angsthase, der dafür aber kräftig ist. Vom Aussehen abgesehen unterscheiden sie sich vor allem in ihrer Waffenwahl. Diese passen genau auf die Persönlichkeit der Kids. Der dicke Chowder hat auch die dickste Wasserpistole. Sie ist genau wie er eher langsam, feuert dafür aber kräftige Wasserstöße. Jenny hat gleich zwei kleine Pistolen, die sehr schnell feuern, dafür aber nicht so effektiv sind. DJ liegt genau zwischen den beiden. Seine Wasserpistole schießt nicht besonders schnell, aber auch nicht besonders langsam und ist effektiver als Jennys, doch nicht so stark wie die von Chowder. Alle drei sind spielbar, allerdings wird einem vorgeschrieben wann man mit wem spielen muss. Es darf also nicht frei gewählt werden. Das würde auch die Story kaputt machen, denn in einigen Zwischensequenzen sieht man seine Kameraden und muss einen Weg suchen, um zu ihnen zu gelangen. Die insgesamt neun Kapitel unterteilen sich daher noch in Abschnitte, in denen ihr nur mit Jenny oder DJ und Chowder spielt. Die Location bleibt dabei aber immer dieselbe. Wenn Jenny zu Beginn im ersten Stock herumgewandert ist, dann kann man sich fast sicher sein, dass auch DJ oder Chowder im Laufe des Spiels noch irgendwann auf dieser Etage landen werden. Es ist auf Dauer ziemlich langweilig, immer wieder die gleichen Areale zu durchforsten, doch das passt ja ziemlich gut zum Gameplay. Das Prinzip ist nämlich immer das gleiche. Betretet einen Raum, säubert ihn von all seinen besessenen Möbeln und verschafft euch dadurch Zutritt zum nächsten Zimmer. Ab und an werdet ihr ganz unerwartet von etwas angegriffen und erschrocken, sodass ihr so schnell wie möglich die angezeigte Taste drücken müsst, um nicht verletzt zu werden. Ganz selten dürft ihr außerdem kleine Rätsel lösen, die sich allerdings darauf beschränken eine Kiste zu verschieben oder einen gefundenen Schlüssel oder Gegenstand an der richtigen Stelle einzusetzen. Ansonsten wird das Köpfchen nicht weiter beansprucht. Schon nach kurzer Zeit gibt es kaum noch Neues zu sehen. Lediglich das Ende des Spiels bietet noch ein paar kleine Überraschungen.

    Monster House Monster House Eines gibt es aber noch, was die drei Charaktere voneinander unterscheidet: Die Zweitwaffen. Während ihr normale Munition (also Wasser) immer wieder durch wiederholtes Knöpfchendrücken auffüllen könnt, beschränkt sich die Munition der Zweitwaffen auf fünf, allerdings findet man immer wieder Nachschub. DJ besitzt eine Kamera, mit der er Bilder schießen und damit Gegner lähmen kann, Jenny eine Steinschleuder, die besonders wirkungsvolle Murmeln verschießt und Chowder greift zu Wasserbomben, die man in etwa mit kleinen Granaten vergleichen könnte. Im Gegensatz zu den normalen Wasserpistolen können die Zweitwaffen nicht verbessert werden. Waffenupgrades gestalten sich so, dass entweder der Strahl der Pistole verbessert wird oder die Feuergeschwindigkeit. Kommen euch Gegner zu nahe und ihr seid gerade mit Nachladen beschäftigt, dann könnt ihr euch zur Not auch im Nahkampf beweisen. Die Charaktere schlagen oder treten dann um sich, was aber wirklich eher für den Notfall gedacht ist, da es wenig Wirkung zeigt. Sollte sich eure Energie einmal dem Ende neigen, bietet es sich an Vasen zu zerstören, da diese oft Milchshakes oder Limos enthalten, welche eure Gesundheit wiederherstellen. Hat man dennoch alle Energie verbraucht, so startet man von einem der automatischen Speicherpunkte (Badezimmer).

  • Monster House
    Monster House
    Publisher
    THQ
    Release
    16.08.2006

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Monster House
Monster House im Gamezone-Test
Und wieder eine Versoftung eines Kinofilms. Eine der üblichen Filmumsetzungen oder dieses Mal wirklich gelungen?
http://www.gamezone.de/Monster-House-Spiel-23595/Tests/Monster-House-im-Gamezone-Test-990901/
08.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/09/monsterhousegam36694.jpg
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