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  • Monster Lab im Gamezone-Test

    Kürbiskopf, Zombiebein und Backsteinarm – erschaffe in zahlreichen Experimenten deine eigene Kreatur im „Monster Lab“.

    Spiele wie Pokémon setzen auf liebenswürdige Monster, welche sich in Kämpfen duellieren. Die Nachahmer sind zahlreich, doch meist läuft es auf ein sehr ähnliches Konzept hinaus. Auch bei Digimon und Co. haben die kleinen Tierchen einen süßen Touch, was ältere Zocker häufig abschreckt. "Monster Lab" verzichtet auf diesen Knuddelfaktor und setzt auf Frankenstein und ähnliche Monster die auch wirklich als solche bezeichnet werden können. Schrauben im Kopf, Fangzähne und all diese typischen Merkmale sind haufenweise anzutreffen. Auch die Art der Kämpfe unterscheidet sich von Pokémon und Co. Die Frage ist nur, ob dieses neue Konzept auch wirklich aufgeht.

    Die Aberwitz-Liga und Baron Mharti

    Monster Lab Monster Lab Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Schülers der Aberwitz-Liga (AWL), die sich selbst als eine Organisation für die Erforschung der aberwitzigsten Wissenschaften aller Zeiten versteht. Eigene Monster zu erschaffen ist das Ziel der AWL und als Schüler gibt es so einiges zu beachten, wenn man zum ersten Mal eine eigene Schöpfung ins Leben rufen will. Es gilt viele haarsträubende Experimente durchzuführen und gegen feindliche Monster anzutreten, um auf diese Weise an ihre Körperteile zu gelangen, die schlussendlich selbst für das eigene Monster verwendet werden können. Doch nur wer die drei aberwitzigen Wissenschaften (Mechanik, Alchemie, Biologie) beherrscht, kann eines Tages ein ultimatives Monster kreieren, mit dem sogar der finstere Baron Mharti bezwungen werden kann. Wem dies gelingt, der wird innerhalb der AWL zu einer wahren Legende und geht in die Geschichte ein, da der Baron von allen gefürchtet wird und nahezu unbesiegbar zu sein scheint.

    Kampfwütige Monster und fliegende Körperteile

    Zu Beginn des Spiels startet man im Schloss der AWL und trifft auf Professor Unsicher. Er beherrscht die aberwitzige Wissenschaft der Mechanik und bringt euch einiges bei. Da ihr noch nicht dazu in der Lage seid, ein eigenes Monster zu erschaffen, bekommt ihr eines von ihm ausgeliehen, mit dem das Abenteuer auch sogleich beginnt. Auf einen Notruf hin, werdet ihr zu eurem ersten Einsatz geschickt. Der Bürgermeister von Bad Kopfstein ist besorgt, weil zwei Monster Amok laufen. Er bittet euch diese zu vertreiben, damit wieder Ruhe einkehrt und die Bewohner zufrieden sind. Dazu läuft man mit der Kreatur von Professor Unsicher von Feld zu Feld (ähnlich einem Brettspiel), bis man irgendwann auf die beiden Amokläufer trifft. Es wird dann sofort in den Kampfbildschirm übergeblendet, welcher einem Beat'em'Up ähnelt.

    Monster Lab Monster Lab Die beiden Kontrahenten stehen sich gegenüber und setzen abwechselnd ihre Moves ein. Das funktioniert jedoch nicht über Tastenkombinationen oder die Eingabe von Halbkreisbewegungen oder dergleichen, sondern anhand eines dargestellten Körpermodells eurer Kreatur. Auf dem Touchscreen werden die beiden Arme und Beine, der Torso und der Kopf abgebildet. Jedes einzelne Körperteil kann angeklickt werden, sodass ersichtlich wird, welche Angriffe vorhanden sind. Klickt man auf das rechte Bein, so ist möglicherweise ein Seitenkick vorzufinden, beim linken Arm eventuell ein Kinnhaken und wenn man auf den Kopf tippt, lässt sich beispielsweise ein Laserstrahl auf den Feind schießen. Bei den Moves, die euer Monster so drauf hat, steht zusätzlich dabei, welche Körperteile des anderen Monsters getroffen werden, sodass man sich genau überlegen kann, wo man zuerst zuschlagen möchte. Konzentriert man sich auf die Arme des Gegners, dann fallen diese irgendwann ab und er kann euch damit nicht mehr verletzen. Gleiches gilt aber auch für euch selbst. Ohne Beine ist es natürlich unmöglich, einen Tritt auszuführen. Habt ihr eurem Gegenüber erstmal die Arme oder auch den Kopf abgeschlagen, so ist der Kampf noch lange nicht gewonnen. Erst wenn der Torso zuviel Schaden erlitten hat, ist das Spiel vorbei. Dieser ist nämlich besonders wichtig, da er die Energie für eure Angriffe liefert. Will man einen Tritt ausführen, so könnte dieser beispielsweise 6 Energiepunkte kosten. Wenn man insgesamt nur 12 davon hat, dann ist nach zwei Tritten Schluss. Der Torso ermöglicht es euch allerdings die Energie wieder komplett aufzufüllen. Dazu muss aber eine Runde ausgesetzt werden, was manchmal ziemlich verhängnisvoll sein kann.

    Spielt "Amateur-Gott"

    Monster Lab Monster Lab Leben zu schaffen ist bestimmt ein tolles Gefühl, doch in "Monster Lab" darf dieses nur ansatzweise genossen werden. Die Erschaffung einer Kreatur gleicht mehr einer Resteverwertung, da ihr willkürlich irgendwelche Körperteile miteinander kombiniert, die gerade passen. Ob das nun biologische Pfanzenbeine, mechanische Metallarme und ein Dracula-Schädel sind oder Backsteinarme und Frankensteinfratzen - es gibt nichts, das sich nicht kombinieren lässt. Wichtig ist allerdings, dass sich die ausgewählten Gliedmaßen anhand ihrer speziellen Fähigkeiten und Angriffen gut miteinander ergänzen. Als Beispiel: Man entscheidet sich für Füße, mit welchen ein wuchtiger Kick ausgeführt werden kann, womit die beiden Arme des Gegners geschädigt werden. Die Wahl des Kopfes sollte nun so ausfallen, dass Angriffe möglich sind, die sich eben nicht nur auf die Arme des Feindes konzentrieren, da diese bereits durch die Beine abgedeckt werden. Ein Kopf, der über Angriffe auf den Torso oder die Beine des anderen Monsters verfügt, wäre daher sinnvoller. Das klingt komplizierter als es eigentlich ist und nach einigen Kämpfen weiß man auch genau welche Attacken man brauchen kann und welche eher nicht. So wird man nach und nach sein Monster ein wenig überarbeiten, möglicherweise den Kopf ersetzen, neue Arme anbringen und all solche Dinge. Im Laufe des Spiels findet man auch immer bessere Teile, aus denen man Gliedmaßen bauen kann, sodass euer Monster ständig Neuerungen erfährt und immer stärker wird.

    Vom Stahlrohr zum Kampfarm

    Ein Monster zusammenzubauen ist die eine Sache, die nötigen Gliedmaßen dafür herzustellen die andere. Ihr könnt nicht einfach ein einzelnes Stahlrohr als Arm benutzen, sondern müsst dieses schon noch ein wenig umformen und anpassen, damit ihr es an eurem Monster anbringen könnt. Im Normalfall sind daher mehrere "Zutaten" nötig. Je nachdem welches Körperteil ihr herstellen wollt, müsst ihr im Schloss die dazu passende Maschine anschmeißen und dann kanns auch schon losgehen.

    Monster Lab Monster Lab Beim "Roboevolver" lassen sich Köpfe produzieren. Dazu gibt es ein Minispiel, in welchem man von drei Robotern den falschen herausfinden muss. Es wird ein Symbol angezeigt und die beiden Roboter, bei denen dieses Symbol abweicht, müssen von euch eingestampft werden. Dafür müssen sie lediglich mit dem Touchpen angetippt werden. Je mehr ihr schafft, desto höher sind schlussendlich die Fähigkeiten eures Kopfes. Es kommt natürlich auch darauf an, wie gut die beiden kombinierten "Zutaten" zusammenpassen und wie wertvoll diese sind.

    Der "Schweissomat" ist dagegen für die Arme zuständig. Auch hier müssen wieder zwei Objekte miteinander kombiniert und schlussendlich zusammengeschweißt werden. Das funktioniert ganz ähnlich wie beim bekannten "heißen Draht". Man folgt mit dem Touchpen einem vorgegebenen Pfad und darf nicht davon abweichen. Je häufiger man daneben tippt oder nicht exakt arbeitet, desto schlechter wird der fertige Arm.

    Wer neue Beine braucht, der begibt sich zum sogenannten "Hyperpedes". In einem Minispiel schickt man mittels Touchpen einen Roboter eine gestrichelte Linie entlang, die er ausschneiden soll. Dabei wird er jedoch von allen Seiten gestört. Apparaturen schieben ihn weg, Dämpfe pusten mit solcher Wucht, dass er ebenfalls vom Weg abkommt und manchmal wird ihm schlichtweg etwas vor die Nase gelegt, sodass er nicht gleich vorbei kann. Auch hier ist das Endprodukt von euren Leistungen abhängig. Insgesamt gibt es über 150 Körperteile. Man hat also einiges zu tun und kann sein Monster immer wieder neu ausstatten.

    Keine putzigen Monster und keine kitschigen Melodien

    Monster Lab Monster Lab Dass "mon" in "Pokémon" für Monster steht, wissen die meisten. Wie diese sogenannten Monster aussehen, dürften wir ebenfalls alle vor Augen haben. Zuckersüße hasenähnliche Tierchen, kleine Äffchen, Tauben und dergleichen. Das Wort "Monster" ist für diese Spezies mehr als fraglich. In "Monster Lab" handelt es sich hingegen um "echte" Monster. Grausige Fratzen, Schraubzwingen als Arme, Kürbisköpfe oder Schlingpflanzen-Beine - nichts was es nicht geben würde. Auch in Sachen Grafik hat man dieses Konzept ganz gut auf dem DS umgesetzt. Die Kreaturen können sich sehen lassen, agieren in den Kämpfen allerdings etwas steif und hakelig, da die Bewegungen nicht fließend ineinander übergehen. Die Hintergründe, wie etwa das Schloss oder stickige Sümpfe, bestehen lediglich aus Bitmaps, auf welchen man seine Figur hin und her bewegt. Auch in den Minispielen ist kein grafisches Feuerwerk zu erwarten, aber das düster angehauchte Flair ist dennoch gut eingefangen worden. Quakende Frösche, zirpende Grillen und Fauchgeräusche ergänzen die Atmosphäre in den Sümpfen auf angemessene Weise und auch sonst überzeugen die Melodien im Hintergrund. Es wird viel mit Streichern gearbeitet und der düstere Stil spiegelt sich gut in der Musik wider. Die Steuerung ist einfach gehalten. Das kann man von der Menüführung hingegen nicht behaupten. Diese ist sehr chaotisch. Manchmal muss man Dinge dadurch bestätigen, dass man auf einen unscheinbaren Pfeil mitten im Bild tippt, doch das ist alles andere als einheitlich. Anfangs hat man keine Ahnung, wie man nun dorthin gelangt, wo man eigentlich hin möchte. Es dauert seine Zeit, um sich mit der verwirrenden Menüstruktur anzufreunden, denn es gibt keinen roten Faden, der eine gewisse Logik in die Sache bringen würde. Das hätte man besser machen können!

    Monster Lab (NDS)

    Singleplayer
    7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einige nette Minigames
    endlich auch mal „echte“ Monster und keine Pokémons
    interessantes Gliedmaßen-Konzept (über 150 enthalten)
    Unübersichtliche Menüführung
    trotz vieler Körperteile und Sammleraspekt auf Dauer zu eintönig
    Kämpfen fehlt die Dynamik
    wenig Motivation wirklich alles sehen zu wollen
  • Monster Lab
    Monster Lab
    Publisher
    Eidos
    Release
    14.11.2008

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Monster Lab
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Kürbiskopf, Zombiebein und Backsteinarm – erschaffe in zahlreichen Experimenten deine eigene Kreatur im „Monster Lab“.
http://www.gamezone.de/Monster-Lab-Spiel-23622/Tests/Monster-Lab-im-Gamezone-Test-991980/
19.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/screlen3_large.jpg
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