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  • Mortal Kombat Deception im Gamezone-Test

    Endlich dürfen die vielen Fans dieser legendären Serie auch online zum blutigen Fatality ansetzen.

    Outstanding! Excellent!

    In Outworld und Umgebung ist mal wieder die Hölle los: Nachdem Shang Tsung und Quan Chi den legendären Donnergott Raiden mit ihrer tödlichen Allianz besiegt haben, folgt die Strafe auf dem Fuße: Onaga, Drachenkönig und ehemaliger Herrscher über Outworld, ist wiederauferstanden um sich die Macht in allen großen Reichen zu sichern. Mit vereinten Kräften versuchen die drei ehemaligen Kontrahenten Raiden, Shang Tsung und Quan Chi dem nahenden Verderben Einhalt zu gebieten. Doch leider vergebens: Onaga gewinnt und es liegt ein weiteres Mal in euren Händen die Machtverhältnisse in Outworld wiederherzustellen.

    Sinnvolle Detailverbesserungen

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Die Hintergrundstory des Spiels wird euch in einem schmucken Renderfilmchen präsentiert und wahre Fans des Mortal Kombat-Universums werden hierbei voll auf ihre Kosten kommen. Doch bei einem waschechtem Prügelspiel stehen vor allem das Kampfsystem und die spielerischen Möglichkeiten im Vordergrund, also steigen wir direkt beim wichtigsten Punkt ein: Das bewährte Kampfsystem des Vorgängers wurde eigentlich vollständig übernommen und nur marginal abgeändert. Immer noch glänzen die Kämpfer mit jeweils drei unterschiedlichen Kampfstilen, welche zudem jederzeit während eines Kampfes per Tastendruck gewechselt werden können. Natürlich lassen sich einige Kombos über verschiedene Kampfstile hinweg verketten, was bei genügend Übung natürlich kampfentscheidend sein kann. An dieser Stelle hat man eine kleine und sinnvolle Neuerung integriert: Ab sofort können gegnerische Kombos durch einen "Breaker" aufgehalten werden. Diese Spezialmoves sind zwar relativ einfach auszuführen, allerdings nur in begrenzter Stückzahl verfügbar - den gezielten Einsatz bei einem möglichst fiesen Angriff des Gegners solltet ihr deshalb taktisch geschickt abwarten. Auch hat man am oberen Bildschirmrand eine kleine Anzeige integriert, welche euch darüber informiert ob ihr oder euer Gegner bei der aktuellen Bewegung verletzt werden kann. Echte Serienfans haben dies ohnehin schon seit Jahren im Blut, für Neulinge könnte die etwas zu klein geratene Deckungsanzeige aber durchaus nützlich sein.

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception In den Kampfarenen hat sich ebenfalls etwas getan: Wie schon in "Dead of Alive" wird jetzt auf verschiedenen Ebenen gekämpft und wer seinen Gegner in die richtige Richtung wirft, darf mit ihm an einer neuen Stelle der Arena weiterkämpfen. Natürlich ist dies nicht in jedem einzelnen Kampfszenario möglich, doch viele davon glänzen noch mit einem weiteren, diesmal sehr zentralen Feature: Den Todesfallen. Wer seinen Kontrahenten in eine dieser äußerst fiesen Fallen wirft, gewinnt die aktuelle Runde sofort. Neben echten Klassikern wie dem Säurebecken oder der bodenlosen Grube gibt es nun auch ein paar neue und sehr unangenehme Stampfer, welche jeden noch so starken Kämpfer im wahrsten Sinne des Wortes plattmachen. Ganz besonders beim Kampf gegen menschliche Spieler sorgen die neuartigen Todesfallen für dramatische Wendungen und knisternde Hochspannung vor dem Fernseher.

    Fatality oder Hara-Kiri?

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Mortal Kombat hat sich schon immer durch ein ganz bestimmtes Spielelement von den anderen Genrevertretern abgehoben: Die sehr blutigen und vieldiskutierten "Fatalitys". Deception hat hier als erster Teil der Serie kräftig aufgestockt, denn von nun an gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei Fatalitys für jeden spielbaren Charakter. Damit nicht genug, auch so genannte "Hara-kiris" sind jetzt mit von der Partie: Wie der Name schon sagt, sind diese blutigen Spezialmanöver die einzige sichere Möglichkeit einen feindlichen Fatality abzuwehren - in dem man sich nämlich vorher effektvoll selbst um die Ecke bringt. Wir sparen uns an dieser Stelle eine langwierige und moralgeschwängerte Abhandlung darüber, ob Fatalitys in Videospielen unbedingt nötig sind und ob eine derart detaillierte Gewaltdarstellung den Spielspaß wirklich steigert. Eines ist auf jeden Fall sicher: Wie auch schon alle vorheriger Vertreter dieser langlebigen Serie ist auch Deception absolut nicht für Kinder geeignet. Die USK-Freigabe ab 18 ist absolut gerechtfertigt, denn erwachsene Menschen können selbst für sich und ihre Kinder entscheiden, ob das blutige Massaker ins Laufwerk kommt oder nicht. Wem das Gemetzel schon seit dem ersten Teil durch die Fatalitys besonders viel Spaß bereitet hat, der wird auch in Deception voll auf seine Kosten kommen - so viel Blut, Gewalt und herumfliegende Körperteile hat man in keinem vorhergehenden Teil zu Gesicht bekommen.

    Modivielfalt mit Höhen und Tiefen

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Neben dem klassischen Arcademodus bietet Mortal Kombat: Deception auch diesmal wieder einen Einzelspielermodus namens "Konquest" oder eben "Eroberung". Dieser wurde gehörig aufgebohrt und erzählt die Geschichte des jungen Kämpfers Shujinko, welcher sich über viele Jahre hinweg durch alle großen Reiche bis an die Spitze prügelt. Bis dahin muss Shujinko aber noch viel lernen und geht bei jedem der großen Serienhelden in die Schule um sein kämpferisches Können zu perfektionieren. Dazwischen gilt es viele Gespräche zu führen, Schätze zu finden und kleinere Aufgaben zu lösen. Ihr steuert Shujinko aus der 3rd Person Ansicht durch eine recht spartanisch ausgefallene Umwelt und lauscht auf dem Weg einigen, aber zumeist sehr langweiligem Gesprächen mit den Dorfbewohnern. Zwar hat Midway versucht, hier so etwas wie ein kleines Action-Adventure mit vielen Wendungen und zahlreichen Quests zu schaffen, gelungen ist dies aber leider nicht. Das langweilige Gelaufe durch die öden Landschaften geht sehr schnell auf die Nerven, genau wie die zumeist völlig nutzlosen Gespräche. Da ihr euch in regelmäßigen Abschnitten in einem Dojo der großen Serienhelden wieder findet, lernt ihr innerhalb dieses Spielmodus wenigstens jeden Schlag und jede Combo der wichtigsten Kämpfer kennen. Trotzdem hätte man ein spielbares Tutorial auch etwas spannender oder in anderer Form gestalten können - früher oder später wird bei dieser staubtrockenen Inszenierung wohl jedem Spieler die Luft ausgehen.

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Eigentlich unpassender, aber dennoch um einiges besser gelungen sind die beiden neuen Spielmodi "Kombat Chess" und "Puzzle Kombat". Puzzle Kombat wird viele Genrefans sofort an "Super Puzzle Fighter" erinnern, einem von Tetris inspiriertem Puzzlespiel mit karikierten Charakteren der Prügelserie. Nahezu identisch ist auch "Puzzle Kombat" ausgefallen: Durch das Abbauen von gleichfarbigen Steinen schickt ihr eurem Gegner ein paar zufällig generierte Steine ins Spielfeld und erschwert ihm damit das Vorankommen. Kombat Chess ist wiederum eine Neuauflage des C64-Klassikers Archon, also eine vereinfachte Variante von Schach mit kurzen Kämpfen beim Aufeinandertreffen von zwei Spielfiguren. Gekämpft wird hier natürlich mit den Regeln von Mortal Kombat, aber durch geschicktes Stellen eurer Figuren auf dem Spielfeld können verschiedene Boni auf Lebensenergie und Kampfkraft erwirtschaftet werden. Wer sich hier richtig reinhängt, bekommt ein taktisch tiefgängiges Spielprinzip mit serientypischen Actioneinlagen geboten - was will man mehr?

    Midway = Bonusmaterial

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Im Laufe aller Einzelspielermodi und ganz besonders im "Konquest-Modus" werden auch diesmal wieder verschiedenfarbige Münzen erspielt, welche ihr in der riesigen "Krypta", dem aus dem Vorgänger bekannten und interaktiven Bonusfeature, einlösen könnt. Satte 400 freispielbare Goodies warten hier auf euch, darunter auch neue Kämpfer, Arenen und Outfits, aber auch Fotos und Videos der Entwickler. Hier kommen Fans der Serie voll auf ihre Kosten und aufgrund der für Midway typischen Fülle an freispielbarem Material macht es sogar Sinn, den eher langweilig ausgefallenen Konquest-Modus durchzuspielen. Bei der PS2-Version nervt allerdings sehr schnell das ständige Speichern vor dem Öffnen eines Extras, hier hätte ein einmaliges Speichern beim Verlassen der Krypta völlig ausgereicht. Die Xbox ist hier mit ihrer flinken Festplatte ganz klar im Vorteil und speichert unbemerkt im Hintergrund.

    Get over here: Online-Prügel

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Die wichtigste und definitiv beste Neuerung erfährt die Serie durch ihren neuartigen Onlinemodus. Zwar gab es schon den einen oder anderen 2D-Prügler mit Onlinemodus, die großen Serien wie Tekken, Virtua Fighter, Soul Calibur und eben Mortal Kombat haben sich bisher mit diesem Spielspaß fördernden Element aber dezent zurückgehalten. Zum ersten Mal seit dem Erscheinen von Midways Kultserie vor 12 Jahren ist es nun möglich mit Spielern aus aller Welt zu kämpfen - und das auch noch in einem überaus komfortablem und einfach zu bedienenden Onlinemodus. Nach ein paar Tastendrücken ist man auch schon in einer der verschiedenen Lobbys und wählt sich per weiteren Knopfdruck einen Gegner aus. Diesen darf man entweder zum klassischen Duell, dem Puzzle Kombat oder sogar zum Kombat Chess herausfordern. Natürlich wird sich vorrangig nach klassischen Prügelregeln duelliert und aufgrund der hervorragenden Spielbarkeit wird man danach sehr schnell regelrecht süchtig. Während unserer Tests konnten wir nicht mal die Spur eines Lags oder einer zeitversetzten Steuerung beobachten - alles funktionierte genauso gut wie auch im Offline-Multiplayermodus. Eine ausführliche Ranglistenfunktion, Freundeslisten und Voicechat (Xbox) runden diesen Spielmodus sehr gelungen ab. Jeder, der schon immer dachte in Mortal Kombat so einiges auf dem Kasten zu haben, sollte mal online spielen - hier findet wohl auch der größte Profi irgendwann mal seinen Meister. Auch wenn sich die Xbox-Version schön brav an die üblichen XBL-Standards hält, funktioniert das Onlinespiel mit der PS2 ausnahmsweise etwas besser. Das hier verwendete Lobbysystem über Gamespy ist deutlich komfortabler und einfacher zu bedienen als das automatische und etwas zufallsbasierte Matchmaking per Xbox Live.

    Durchwachsene Technik

    Mortal Kombat Deception Mortal Kombat Deception Technisch ist man dem sehr ordentlich aussehenden Vorgänger treu geblieben, immer noch überzeugen die sehr detailliert dargestellten Kämpfer und die äußerst liebevoll ausstaffierten Kampfarenen. Lediglich während des Konquest-Modus macht die Grafik einen Ausflug in längst vergessene Zeiten und dümpelt mit verwaschenen Texturtapeten, detaillosen Charakteren und einer extrem spartanischen Umgebung vor sich hin. Hier wurde ganz klar in Sachen Optik eingespart - die Entwickler wussten wohl, dass dieser Spielmodus selbst mit astreiner Grafik keinen Blumentopf gewonnen hätte. Die Xbox-Version bietet, wie schon so oft, eine etwas weichere Grafik und deutlich schnellere Ladezeiten - ist also technisch im Vorteil. Wenigstens in Sachen Sound ist alles beim Alten geblieben: schmerzerfüllte Todesschreie, knackige Kampfgeräusche und eine sehr gut passende Hintergrundmusik verleihen Mortal Kombat die seit vielen Jahren unverwechselbare Atmosphäre.

    Mortal Kombat: Deception (XB)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    vorbildlicher Onlinemodus
    serientypisches Kampfsystem
    24 individuelle Kämpfer
    interaktive Kampfarenen
    sehr viele Moves
    gelungene Spielmodi Kombat Chess und Puzzle Kombat
    blutige aber auch sehr detaillierte Grafik
    extrem viel Bonusmaterial
    60Hz Modus
    zum Einschlafen langweiliger und optisch hässlicher Konquest-Modus
    nervige Speicherpausen in der Krypta (PS2)
  • Mortal Kombat: Deception
    Mortal Kombat: Deception
    Developer
    Midway Games
    Release
    17.11.2004

    Aktuelles zu Mortal Kombat: Deception

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Harry Potter für Kinect Release: Harry Potter für Kinect Warner Bros. Interactive , Eurocom Entertainment
    Cover Packshot von Justice League Heroes Release: Justice League Heroes Warner Bros. Home Entertainment Group , Snowblind Studios
    Cover Packshot von Eragon Release: Eragon Vivendi , Stormfront Studios
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Mortal Kombat: Deception
Mortal Kombat Deception im Gamezone-Test
Endlich dürfen die vielen Fans dieser legendären Serie auch online zum blutigen Fatality ansetzen.
http://www.gamezone.de/Mortal-Kombat-Deception-Spiel-23779/Tests/Mortal-Kombat-Deception-im-Gamezone-Test-990074/
22.11.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/11/TV2004112216373700.jpg
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