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  • MotoGP Ultimate Racing Technology 2006: Schweißperlen auf der Stirn - Leser-Test von pineline

    Rennspiele mit Motorrädern im Mittelpunkt gibt es im Vergleich zu Rennautos nur sehr wenig und gute umso weniger. "Moto GP 2006, Ultimate Racing Technology" ist zweifelsohne ein gutes Rennspiel, allerdings auch ein schweres, dies gleich vorweg. Wer hier keine Lust hat, sich mehrere Stunden mit der sehr sensiblen Steuerung der Bikes zu beschäftigen, der lässt lieber gleich die Finger von diesem Spiel, denn "Moto GP 2006" ist eine knallharte Rennsimulation und ganz sicher kein Arcade-Racer. Da wir es mit einer Version für die - damals brandneue - X-Box 360 zu tun haben, erwartete ich naturgemäß eine Menge, gerade was die Grafik angeht...und wurde dezent enttäuscht, um ehrlich zu sein. Dazu später mehr. Immerhin finden wir eine hervorragende Online-Anbindung vor, welche den Mehrspielerspaß enorm in die Höhe treibt: neben der Tatsache, dass wir zu viert gleichzeitig an einer Konsole Gas geben dürfen, können wir mit 16 Teilnehmern uns online heiße Rennen liefern und unsere Rundenrekorde speichern und sichtbar werden lassen. Das fördert die Langzeitmotivation, gar keine Frage.

    Ein bisschen geschummelt oder besser gesagt gefaulenzt wurde hier auf jeden Fall, denn im Grunde ist "Moto GP 2006" nur ein Update des Vorgängers für die alte X-Box Konsole: die Spielmodi wurden quasi 1:1 übernommen, die anwählbaren Optionen sind quasi identisch, lediglich die Fahrerdaten, Statistiken und der Terminkalender wurde an die aktuelle Rennsaison angepasst. Wir dürfen sogar wählen, ob wir auf dem Stand der alten oder der neuen Saison uns ins Grand-Prix-Getümmel stürzen wollen, die Schauplätze bleiben dabei gleich, alle 17. Neu hinzugekommen sind der Grand Prix in China, der Türkei und die berühmte knifflige amerikanische Rennstrecke Laguna Seca, weiterhin dabei die beliebten Extreme-Rennkurse. Für Abwechslung ist somit zweifelsohne gesorgt.

    Natürlich steht die Weltmeisterschaft im Mittelpunkt und wie es sich für eine ernsthafte Simulation gehört, diese auf Wunsch auch in voller Breite, soll heißen Trainingsläufe, Qualifikationsrunden und dann erst zum Hauptrennen, dem Grand Prix, welcher die heißbegehrten WM-Punkte verteilt. Verzichten wir auf das (realistische) "Vorgeplänkel", geht es direkt ins Hauptrennen, dann allerdings (folgerichtig) vom letzten Startplatz aus. Wie eingangs erwähnt, machen wir uns behutsam mit der Steuerung vertraut und dies hoffentlich nicht erst im Grand Prix. Wer hier mit Vollgas losrast, stürzt schon in der ersten Kurve, vielmehr muss die Geschwindigkeit vorsichtig gedrosselt, notfalls angebremst und dann im Scheitelpunkt der Kurve professionell wieder aufs Gaspedal getreten werden, nicht zu vergessen das möglichst gekonnte Einlenken in die Kurve, entsprechende Verlagern des Körpergewichts und dennoch Erhaltens der Balance und Bedienens der Vorder- und Hinterbremse. Wer weiß, wie zum Beispiel Laguna Seca angelegt ist, kann sich ausmalen, wie nervenaufreibend sich angesichts dieser Vorgaben ein Rennen gestalten kann.

    Deutlich entspannter geht es im Extreme-Modus zu, der leider in "Moto GP 2006" erst einmal durch das erfolgreiche Absolvieren der Weltmeisterschaft im klassischen Standard-Modus freigeschaltet wird. Hier wird nicht der kleinste Fahrfehler sofort unbarmherzig bestraft, die Maschinen reagieren nicht derart sensibel wie in normalen Spielmodi. Mir persönlich gefiel dies besser, was mir zugleich sagte, dass ich bei dieser Rennsimulation eigentlich falsch bin, um ehrlich zu sein. Ich gebe auch zu, dass ich dieses Rennspiel zu mehreren erst schaffte, ich selber hatte keine Lust, mich andauernd über den Verlust eines sicher geglaubten Sieges durch einen Fahrfehler andauernd zu ärgern. Motivierend ist aber, dass wir Erfahrungspunkte und Preisgelder gewinnen und dadurch (hoffentlich) allmählich in der Weltrangliste nach oben steigen. Lohn der harten Arbeit sind dann die erweiterten Tuningmöglichkeiten an unserem Bike und nicht zuletzt das Perfektionieren der Fähigkeiten unseres Fahrers. Doch damit nicht genug, Fahrprüfungen stehen auch noch an der Tagesordnung, die im Erfolgsfall mit weiteren Belohnungen aufwarten, das macht doch im Grunde Lust auf mehr. Wenn da nicht der knallharte Simulationsanspruch wäre...

    Was die Optik angeht, so sieht "Moto GP 2006" tatsächlich teilweise sehr gut aus, speziell die Fahrermodelle und der Detailreichtum der Bikes zeigt deutlich, dass die Hardware der X-Box 360 vieles möglich macht. Allerdings hat von diesem Detailreichtum eher der Zuschauer etwas, derjenige, der gerade fährt, hat ganz andere Probleme, als das er/sie sich mit hübschen grafischen Details beschäftigen könnte. Etwas mehr beeindruckende Texturen bei der Landschaftsoptik wären da wichtiger gewesen, doch damit ist es oft gar nicht so weit her. Kameraeinstellungen gibt es noch und nöcher, wobei ich weniger die Egoansicht als vielmehr die Verfolgeransicht bevorzugte. Was ganz klar negativ zu bewerten ist, sind die viel zu langen Ladezeiten, die wirklich nerven, manchmal locker eine Minute dauern und die phasenweise deutlich auftretenden Ruckler (speziell eingangs von Kurven, was ich persönlich gar nicht verstehe, nicht etwas wegen vieler Fahrer gleichzeitig auf einmal auf dem Bildschirm oder Ähnliches) und nicht zu übersehendes Kantenflimmern, genau das wollte ich bei einem Spiel für die X-Box 360 ja nicht mehr vorfinden. Fast schon grotesk, dass dann ausgerechnet das Replay hinterher wesentlich schöner aussieht als die Grafik während des Rennens, es bleibt somit mehr als nur ein fader Beigeschmack. Zumal auch die Soundkulisse uns nichts Herausragendes bietet, was mir positiv in Erinnerung geblieben wäre.

    Ich wurde den Eindruck leider (wieder einmal) nicht los, das hier ziemlich bequem ein laues Update des Vorgängers für die alte X-Box nun mit der 2006er Auflage für die neue X-Box 360 gemacht wurde. Spielmodi und Optionsmenü blieb quasi unverändert, auf Wunsch lässt sich sogar auf Basis der 2005er Vorsaison die Weltmeisterschaft bestreiten und insbesondere die Schludrigkeit, was Grafikfehler angeht, bereitet mir Kopfzerbrechen. Dass dann ausgerechnet beim Extreme-Modus etwas geändert wurde, nämlich dieser erst nach dem Absolvieren des klassischen Modus angewählt werden kann, schmeckte mir gar nicht. Immerhin motivieren Erfahrungspunkte und Preisgelder, das Basteln an Fahrertalenten und Tuning am Bike sowie sehr viel gebotene Abwechslung und natürlich auch Spannung, doch Vorsicht: diese sehr anspruchsvolle Rennsimulation ist nichts für Ungeduldige. Alleine hätte ich den Extreme-Modus von "Moto GP 2006" jedenfalls nie erblickt, dafür werden kleinste Fahrfehler einfach zu sehr bestraft. Für hartgesottene Fans ernsthafter Rennsimulationen ist hingegen dieser Racer genau das Richtige, auch wenn diese sicher ganz genauso Abzüge wegen Grafikproblemen und Ladezeiten machen werden.

    Negative Aspekte:
    Grafikfehler (Kantenflimmern, Ruckler), nervige Ladezeiten, Extreme-Modus nicht sofort anwählbar, sehr schwer

    Positive Aspekte:
    Sehr anspruchsvolle Simualtion, motivierend und spannend aufgebaut, abwechslungsreich

    Infos zur Spielzeit:
    pineline hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    MotoGP Ultimate Racing Technology 2006

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: pineline
    7.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.0/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • MotoGP Ultimate Racing Technology 2006
    MotoGP Ultimate Racing Technology 2006
    Publisher
    THQ
    Developer
    Climax
    Release
    30.06.2006

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1010883
MotoGP Ultimate Racing Technology 2006
MotoGP Ultimate Racing Technology 2006: Schweißperlen auf der Stirn - Leser-Test von pineline
http://www.gamezone.de/MotoGP-Ultimate-Racing-Technology-2006-Spiel-23851/Lesertests/MotoGP-Ultimate-Racing-Technology-2006-Schweissperlen-auf-der-Stirn-Leser-Test-von-pineline-1010883/
23.10.2011
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