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  • MotorStorm: Mein Weg, oder der Heimweg - Leser-Test von Kubrick

    MotorStorm: Mein Weg, oder der Heimweg - Leser-Test von Kubrick My way, or the highway

    Röhrende Motoren, wummernde Bässe in dreckiger, staubiger Umgebung. Nein, wir befinden uns nicht bei den Tuningfreunden e.V. in Hinterbüttel, sondern mitten drin in Motorstorm, dem Woodstock aller PS-Freaks. Vor der majestätischen Kulisse der Rocky Mountains ausgetragen, treten hier jedes Jahr die verrücktesten Offroad-Fahrer der Welt zum ultimativen Kräftemessen an. Dabei wird ohne Rücksicht auf Verluste mit den verschiedensten Fahrzeugen über die steinigen Pisten gebrettert bis der Keilriemen kracht und der Kühler glüht. Für alle Hobby-Motorsportler mit Gamepad steht also eine menge Spaß auf dem Programm.

    Von Anfang an war Motorstorm der ultimative Showcase-Titel für die PS3. Aufwendige HD-Videos und eine extrem realistische und actionreiche In-Game Grafik feierten den Titel noch vor erscheinen der neuen Sony Konsole als noch nie dagewesenes Grafikwunder. Wie so oft bestätigte sich der Hype natürlich nicht ganz, aber Motorstorm sieht nichts desto trotz unglaublich gut aus. Ein weitläufiges Panorama der Berglandschaft der Rockys tragen genauso dazu bei wie tolle Sand- und Lichteffekte. Schleudert man so mit seinem Gefährt über die halsbrecherischen Pisten, fallen dichte Sonnenstrahlen durch den aufgewirbelten Staub, kommen einem mitunter Motorteile des Vordermannes entgegen während man versucht das Vehikel für die nächste große Rampe auf Kurs zu halten. Actionreicher Fahrspaß vor atemberaubender Naturkulisse ist somit garantiert.
    Hinzu kommt eine passende Vertonung, die aber teilweise nicht ganz mit der perfekten Grafik mithalten kann. Die Handvoll lizensierter Songs (u.a. Stepppenwolf und Slipknot) wiederholen sich schnell und dürften Guitar Hero-Spielern sowieso schon aus dem Hals raus hängen. Die Motorengeräusche sind realistisch und geben das schön agressive Motorengerödelt authentisch wieder, jedoch wirkt der Ton hier ein bisschen Kraftlos und im Gegensatz zu der Musik etwas zu leise. Die Lautstärke von Musik und Sound kann man natürlich im Menü verändern, letztendlich bleibt aber ein guter, wenn auch nicht sehr guter Eindruck von den akustischen Qualitäten des Titels.

    Sind Helm und Lederjacke fachgerecht angelegt muss sich der Spieler noch zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen entscheiden, bevor es auf die Piste geht. Bei manchen Rennen sind diese Vorgegeben, bei Zwischenevents kann der Fahrer nach eigenen Vorlieben entscheiden. Zur Verfügung stehen alle Klassen, vom Geländemotorrad bis hin zum wuchtigen Truck. Dabei ist es natürlich so dass sich jedes Fahrzeug anders fährt, ebenso hat die Entscheidung aber auch Einfluss auf den Streckenverlauf an sich. Schafft man es zum Beispiel mit einem dicken Renntruck Autowracks oder kleinere Gebäude platt zu machen um alternative Routen zu nutzen, stehen einem mit dem Buggy oder Offroad-Bike die hohen Rampen für lange Sprünge oder fummelige Felspassagen zur Verfügung. Dabei muss man immer den Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Kraft eingehen. Sind die Bikes naturgemäß die schnellsten Beförderungsmittel werden diese gerne mal von dicken Geländewagen oder den Trucks ins Nirvana gerammt. Die schicken Offroad-Rennwagen schlagen sich da schon besser, sind aber natürlich nicht ganz so rasant wie die zweiräderigen Kollegen. Somit hat das Gameplay nicht nur eine gehörige Portion Action spendiert bekommen, sondern auch eine frische Priese Innovation: Da wie schon erwähnt je nach Fahrzeugklasse andere Routen über die Wüstenkurse möglich sind, stehen dem Spieler immer verschiedene Wege zum Ziel offen. Entdecken und schnell checken ist hier angesagt, denn oft gibt es versteckte Abkürzungen oder die Herausforderung für das eigene Fahrzeug die perfekte Route zu entdecken. Hinzukommen die sehr natürlich und organisch gestalteten Strecken die jederzeit rau und dreckig wirken. Es gibt also wirklich viel zu entdecken und teils haarsträubende Rennen an Abhängen entlang sowie quer durch die Luft zu überstehen.
    Eingeteilt ist das ganze in einen etwas mager zusammengeschusterten Karrieremodus der im großen und ganzen nur aus verschiedenen Rennveranstaltungen besteht. Dort gilt es Rennen mit den verschiedensten Fahrzeugen über die unterschiedlichen Strecken zu meistern. Da im Endeffekt immer nur das gleiche Wüstensetting zur Verfügung steht, bestreitet man manche Strecken auch gerne mal bei Regen oder Nacht. Obwohl die Wüste an sich toll dargestellt ist, fehlt es über längere Zeit dann doch an Abwechslung, vor allen da die (seltenen) Rennen bei Nacht mit einer viel zu dunklen Farbgebung gerne einmal für Frust sorgen.
    Je nach Endergebnis bekommt man Punkte die wieder ein neues Event freischalten in dem dann neue Strecken und Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Im großen und ganzen eher zweckmäßig, jedoch vermitteln die aufwendigen Videos im Hintergrund des Menüs eine schöne Festival- und Rennatmosphäre. Die Präsentation ist somit sehr lebendig und schafft es gut Atmosphäre zu schaffen, täuscht aber nicht darüber hinweg das im Spiel selbst wirklich alles auf das nötigste Beschränkt wurde.
    Bei der Auswahl der Fahrzeuge stehen die verschiedensten Typen und Designs zur Auswahl, so gibt es von jeder Fahrzeugklasse mindestens 2 Varianten und ein Haufen ausgefallener Lackierungen. Selbst Hand anlegen ist jedoch nicht drin, bis auf die Auswahl aus vorgefertigten Modellen ist nichts personalisier- oder aufrüstbar. Dass fällt aber auch nicht weiter ins Gewicht da die Auswahl sehr groß ist und man im Spielverlauf immer wieder die Fahrzeugklassen wechseln muss. Echte Automarken sind unter den Fahrzeugen leider nicht zu finden, was bei sich aber bei der höchst authentischen Gestaltung der vielen verschiedenen Wüstenflitzer und dem deutlichen Arkade-Anspruch leicht verschmerzen lässt
    Neben dem eher freudlos gestalteten Karrieremodus fallen auch die langen Ladezeiten negativ ins Gewicht. Während der Ladebildschirm vor dem Rennen angesichts der Grafik noch mit Verständnis aufgenommen werden kann, sorgt die ewige Warterei in der Fahrzeugauswahl für Ärger. Ein schnelles durch schalten scheint hier unmöglich, wartet man jedes Mal mindestens 3-4 Sekunden auf die Darstellung des Fahrzeugs. Insgesamt aber nur ein paar winzige Haare in einem sonst schmackhaften Rennsüppchen.

  • MotorStorm
    MotorStorm
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Developer
    Evolution Studios
    Release
    06.08.2008
    Leserwertung
     
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MotorStorm
MotorStorm: Mein Weg, oder der Heimweg - Leser-Test von Kubrick
http://www.gamezone.de/MotorStorm-Spiel-23874/Lesertests/MotorStorm-Mein-Weg-oder-der-Heimweg-Leser-Test-von-Kubrick-1007839/
14.10.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/03/PlayZone_0307_PS3_MotorStorm_06.jpg
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