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  • Musashi: Samurai Legend - Schwächelnde Samurai-Legende - Leser-Test von sinfortuna

    Musashi: Samurai Legend - Schwächelnde Samurai-Legende - Leser-Test von sinfortuna Das Videospiel "Musashi - Samurai Legend" wird aller Voraussicht nach nicht vielen von uns etwas sagen. Es wurde aber immerhin von der weltberühmten Firma Square-Enix entwickelt, gehört zum Actiongenre (bezeichnet es von mir aus auch ruhig als Action-RPG) und wurde im Jahr 2005 für die Sony Playstation 2 auf den Markt gebracht. Zugeschnitten ist es - wie so oft in diesem Genre - allein auf den Solospieler, auch eine Online-Anbindung fiel leider flach. Wer sich von Euch tatsächlich an den furchtlosen Samurai Musashi erinnern sollte, der hat wahrscheinlich die Bekanntschaft mit dem Vorgänger für die alte Playstation gemacht und zwar gegen Ende der 90er Jahre. Übrigens: Miyamoto Musashi gilt in der Tat als der größte Samuraikämpfer aller Zeiten Japans, die als kleine Info am Rande. Erneut wartet ein strapaziöses Abenteuer auf unseren mutigen japanischen Schwertkrieger, dieses Mal zaubert ihn eine begnadete Priesterin (nebenbei auch Prinzessin) unter Zuhilfenahme einer altehrwürdigen Formel in die Märchengegend rund um die Stadt Anthedon und dies natürlich nicht ohne Grund: denn wenige Augenblicke später wird die Prinzessin selber Gefangene des Oberschurken Gandrake und sämtliche Bewohner der Region, in der vor kurzem noch Musashi weilte, in energiegeladene Kügelchen gebannt. Gandrake erfand ursprünglich die Nebulium-Maschine, welche das Leben der Menschen anfangs auch deutlich komfortabler gestalten konnte: genügend Vorrat am Mineral Nebulit vorausgesetzt, war somit eigentlich alles gut, bis, ja bis (wieder einmal) herausgefunden wurde, dass Nebulit noch deutlich mehr Energie freizusetzen in der Lage ist und mit so etwas lassen sich natürlich Machtträume ganz hervorragend in die Tat umsetzen. Aus einer guten Idee wurde nun offensichtlich etwas ganz Schlechtes.

    Um die Möglichkeiten jener Maschinerie aber völlig ausreizen zu können, bedarf es einer großen Magieenergiequelle und dadurch erklärt sich letztlich auch der Überfall des Gandrake. Natürlich muss dieses Unheil umgehend wieder behoben werden und so macht sich Musashi auf, die Märchenwelt zu reinigen von üblem Gesocks und die Gefangenen zu befreien, versteht sich. Gandrake beizukommen, ist dabei nicht so einfach, dafür müssen wir unbedingt in den Besitz der mächtigen Klingen basierend auf den Elementarkräften gelangen. Grundsätzlich auf jeden Fall ein vielversprechender Anfang: leider geht es in der Folgezeit nicht ganz so schwungvoll weiter. Freuen wir uns auf eine erlesene Auswahl an Jungfrauen, nun ja, zumindest - formulieren wir es einmal etwas anders - machen wir im Laufe der Zeit die Bekanntschaft mit Burrini (die Jungfrau der Erde), Fontina (Jungfrau des Wassers), Maribo und Mirabo (Zwillingsjungfrauen des Feuers) und Istara (Jungfrau des Windes).

    Dass wir es mit einem etwas abgedrehten Abenteuer zu tun haben, merken wir allein schon an der ungewöhnlichen märchenhaften Umgebung: beispielsweise liegt die Stadt Anthenon auf dem Rücken eines riesigen und dazu auch noch fliegenden Wales. Nun ja. Die knallbunte Animeoptik mag dazu auch nicht jedermanns Sache sein, aber umso besser ist es, dass diese schnell polarisieren dürfte, was im Klartext heißt: wer dran bleibt und sich damit anfreunden kann, wird sich wohl fühlen. So auch meine Wenigkeit. Die Story an sich flacht schnell ab und gerät schon früh zur absoluten Nebensächlichkeit: die reine Action steht eindeutig im Vordergrund. Musashi macht regelmäßig Jagd auf mieses feindliches Gesocks, ist scharf auf die aufzulesenden Waffen, nicht zuletzt den mächtigen Klingen (die "Fünf Heiligen Schwerter der Mystischen Jungfrauen", hoppla), hält Ausschau nach zu befreienden Gefangenen und eignet sich mit der Zeit Spezialangriffe an. Letztere können durch Gegner quasi assimiliert werden, aber das auch nur dann, wenn das Timing stimmt: gelungene Kombos und ein richtiges Timing der Schläge sind vonnöten, weiter ins Detail zu gehen, erspare ich mir an dieser Stelle aber jetzt. Schließlich gesellen sich durch den Erwerb der heißersehnten Klingen die gewaltigen Zauber der Elementarkräfte hinzu, so dass es sich vortrefflich brutzeln und beben lässt. Anspruch ist dabei allerdings kein sonderlicher Schwerpunkt: die Handhabung ist sehr unkompliziert, sprich simpel ausgefallen und stellt keine großen Anforderungen an uns. Taktische Überlegungen spielen in den Kämpfen generell so gut wie gar keine Rolle, was auf Dauer ganz schön langweilig werden kann, da die Kämpfe sehr oft auftreten und sich nicht selten wie Kaugummi ziehen. Der in "Musashi - Samurai Legend" vorhandene Schwierigkeitsgrad ist leider zu leicht, auch wenn ein weiterer nach einmaligem erfolgreichen Durchspielen angeboten wird, doch insgesamt ist es auch dann eher ein Spaziergang als eine echte Herausforderung, zumindest ist es nicht mit unfairen Passagen gespickt, doch so einfach sollte es uns dann doch nicht gemacht werden. Langeweile ist somit hier kein Fremdwort, da wir zudem sehr viel Geduld und Ausdauer wegen der spielerischen Längen mitbringen müssen.

  • Musashi: Samurai Legend
    Musashi: Samurai Legend
    Developer
    Square Enix
    Release
    08.09.2005
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Musashi: Samurai Legend
Musashi: Samurai Legend - Schwächelnde Samurai-Legende - Leser-Test von sinfortuna
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30.01.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/09/musashisamurailegend_dt.jpg
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