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  • Musya: Lahmer Lanzenkrieger - Leser-Test von sinfortuna

    Musya: Lahmer Lanzenkrieger - Leser-Test von sinfortuna Ein Actionspiel für das Supernintendo stellt Musya zweifellos dar, ob es sich im Hinblick auf eine genaue Spezifizierung des Genres nun aber eher um ein Jump and Run, Jump and Shoot oder Jump and Slay handelt, kann ich Euch nicht eindeutig sagen, vornehmlich - ja eigentlich nur - wetzt Ihr ohne Atempause von einem Level zum nächsten und springt wie von der Tarantel gestochen wild durch die Gegend, wobei Ihr mit Eurer Waffe massenweise Monster abfertigt bzw. zerhackstückt. Demzufolge spielt sich dieses Game zumindest vom Spielverlauf her schrecklich unkompliziert, besonders nachdenken müsst Ihr jedenfalls nicht und so richtig verlaufen könnt Ihr Euch auch nicht. Die Folge ist, dass Ihr so gut wie gar keine Eingewöhnungsphase benötigt, innerhalb weniger Minuten mit den grundlegenden Dingen vertraut seid und ziemlich schnell loslegen könnt.

    Was mir zunächst bei Musya für das SNES ziemlich gut gefiel, war die Tatsache, dass hier Magie eine Rolle spielt, was bei solchen Knüppelspielen eigentlich eher selten der Fall ist. Außerdem lassen sich weitere Extras aufspüren, was ja grundsätzlich einen abwechslungsreichen Spielverlauf verspricht und eigentlich aufkommender Langeweile entgegenwirken müsste. Dem war leider nicht ganz so, doch dazu später an anderer Stelle noch mehr. Im Mittelpunkt dieses SNES-Titels steht ein junger Held, der erfreulicherweise nicht wie ein niedliches Wutzelmännchen aussieht, sondern schon sehr erwachsen wird. Zur Wehr setzt sich unser Protagonist mit einer Lanze, über ein größeres Waffenarsenal verfügt er leider nicht, lediglich magische Extras helfen ihm mehr als nur einmal aus der Klemme, diese muss er sich natürlich erst einmal brav einsacken, bevor er diese zur Anwendung kommen lassen kann. Die Rahmenhandlung ist im Übrigen sehr simpel gestrickt, spielt praktisch keine Rolle und ist schnell erzählt: eine Schönheit wurde von bösen Jungs entführt und wir jagen dem Gesocks hinterher, machen alles platt, was sich uns in den Weg stellt, um die junge Dame schnellstmöglich wieder aus den Klauen der finsteren Meute befreien zu können.

    Insgesamt erwarten uns in Musya acht Level, welche in bis zu vier Teilabschnitte unterteilt sind. Dies hört sich vielleicht gar nicht einmal so wenig an und spricht zunächst für einen halbwegs anständigen Spielumfang, täuscht aber darüber hinweg, dass die meiste Zeit über gähnende Langeweile angesagt ist. Ein sehr großes Manko dieses Supernintendospiels ist der Mangel an Abwechslung, im Grunde hätte man sich die Unterteilung der Level in einzelne Abschnitte sparen können, alles sieht fast gleich aus, spielt sich ebenso auf immer dieselbe Art und Weise und lässt jegliche überraschenden Spielmomente vermissen. Hier reiht sich eine monotone Passage an die andere, schon nach ziemlich kurzer Zeit knüppelt Ihr Euch lustlos durch die Walachei, in der zarten Hoffnung, dass vielleicht doch irgendwann einmal etwas Aufsehenerregendes passieren könnte.

    Das Ganze gipfelt dann leider im negativen Sinne darin, dass noch nicht einmal die Endgegner ordentlich etwas zu bieten haben. Sie sehen erschreckend normal aus, sind selten furchteinflößend und haben generell auch nicht besonders viel auf dem Kasten. Einsteiger oder Gelegenheitsspieler mag dies ja noch recht sein, doch insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad für die Allgemeinheit viel zu niedrig ausgefallen und aufgrund der erwähnten spielerischen Längen erfreuen sich auch Neulinge trotz ihrer unerwarteten Erfolgserlebnisse nicht allzu lange an diesem SNES-Modul, schätze ich. Zudem existieren pro Level auch nur allerhöchstens drei verschiedene Arten an Feinden, was das Gameplay noch einschläfernder macht als es ohnehin schon ist. Wem das noch nicht genug ist bzw. wer bislang noch nicht abgeschreckt wurde, dem könnte die Steuerung nu aber endgültig den Rest geben, denn diese ist alles andere als gelungen. Sowohl die Kollisionsabfrage, welche ab und an äußerst fraglich erscheint, als auch das Timing bei den Sprungpassagen stimmt nicht so ganz, was nicht selten zur Folge hat, dass Ihr trotz der leicht ausrechenbaren Gegner das Zeitliche segnet, ohne Euch selber einer Schuld bewusst zu sein. Die Spielbarkeit ist somit hier bei Musya auch nicht das Gelbe vom Ei, um es noch halbwegs vorsichtig auszudrücken.

  • Musya
    Musya
    Publisher
    Datam Polystar
    Release
    1992

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1002313
Musya
Musya: Lahmer Lanzenkrieger - Leser-Test von sinfortuna
http://www.gamezone.de/Musya-Classic-24115/Lesertests/Musya-Lahmer-Lanzenkrieger-Leser-Test-von-sinfortuna-1002313/
30.05.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/05/gamezone_1__0__1__2__3__4__5__6_.jpg
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